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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.10.2024

Wohlfühlroman

Die Wildblütentochter (Die Blumentöchter 2)
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Im zweiten Band der Blumentöchter Reihe lernen wir Soley kennen. Sie ist seit 10 Jahren eine sehr erfolgreiche Sängerin, die ständig für ihre Konzerte um die Welt jettet. Sie hat das erreicht wovon andere ...

Im zweiten Band der Blumentöchter Reihe lernen wir Soley kennen. Sie ist seit 10 Jahren eine sehr erfolgreiche Sängerin, die ständig für ihre Konzerte um die Welt jettet. Sie hat das erreicht wovon andere nur träumen können und dennoch erfüllt es sie nicht mehr, sie fühlt sich ausgebrannt. Als dann auf dem Familienanwesen ein altes Ölgemälde auftaucht, auf dem eine Frau zu sehen ist die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht, begibt Soley sich kurzentschlossen auf Spurensuche nach Island, der Heimat ihres Vaters.
Wird Soley dort die Antworten auf ihre Fragen und auch zu sich selbst finden?


Also der erste Band der Reihe hat mir schon gut gefallen, aber dieser Teil hier war noch viel besser. Ich habe Soley vom ersten Moment an ins Herz geschlossen. Sie ist ein sehr liebenswerter, sympathischer Mensch und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, sie auf ihrer Reise zu begleiten. Aber die anderen Charaktere mochte ich ebenfalls sehr.

Auch in diesem Teil spielt die Geschichte wieder auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart begleiten wir Soley und in der Vergangenheit erfahren wir die Geschichte von Soleys Urgroßmutter Sigrun in Island zur Zeit des 2. Weltkriegs.

Oft packt mich bei solchen Geschichten ein Part mehr als der andere, aber diesmal haben mich beide Ebenen gleichermaßen gefesselt. Der Schreibstil ist so wunderbar einnehmend und das Setting in Island so toll und bildhaft beschrieben, ich hatte ständig Bilder der Landschaft vor Augen.
Ich habe mit Soley und Sigrun mitgefiebert, mitgelitten, mich mit ihnen gefreut, gelacht und geweint. Eine wundervolle Geschichte, ein absoluter Wohlfühlroman, der mich voll und ganz gefesselt und abgeholt hat. Ich freue mich jetzt schon sehr auf den dritten Band.

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Veröffentlicht am 05.10.2024

Tolles Rätselbuch

Die Jagd nach dem magischen Detektivkoffer: Das Rätselbuch für Spürnasen
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Das Rätselbuch für Spürnasen von Ravensburger ist ein kniffliges Rätselbuch ab 7 Jahren. Es gehört wohl zu der Buchreihe "Die Jagd nach dem magischen Detektivkoffer. Wir kennen die Bücher dazu nicht, ...


Das Rätselbuch für Spürnasen von Ravensburger ist ein kniffliges Rätselbuch ab 7 Jahren. Es gehört wohl zu der Buchreihe "Die Jagd nach dem magischen Detektivkoffer. Wir kennen die Bücher dazu nicht, aber dadurch hat man im Rätselbuch keine Nachteile, es ist auch so alles verständlich und nachvollziehbar.

Das Buch und auch die Rätsel sind toll gestaltet. Es gibt Rechenrätsel, Bilder zum Fehler suchen, Buchstabenrätsel und noch mehr. Die Auswahl ist vielfältig.

Die Illustrationen sind schön und die Schrift der Texte sind so gestaltet, dass Kinder sie problemlos lesen können.
Am Ende vom Buch gibt es noch Seiten mit den Lösungen. Falls man tatsächlich mal irgendwo feststeckt kann man sich damit behelfen bevor am Ende Frust aufkommt.
Alles in allem ein tolles Rätselbuch mit dem man sich schön einige Zeit beschäftigen kann.
Auch als Geschenk finde ich es absolut geeignet.

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Veröffentlicht am 31.08.2024

Highlight

Die Frauen jenseits des Flusses
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Die junge Frances "Frankie" McGrath wurde wohlbehütet aufgezogen. Ihr wurde immer wieder eingetrichtert, dass ihr Ziel ist, einmal eine gute Ehefrau und Mutter zu werden. Doch immer wieder bewundert Frankie ...

Die junge Frances "Frankie" McGrath wurde wohlbehütet aufgezogen. Ihr wurde immer wieder eingetrichtert, dass ihr Ziel ist, einmal eine gute Ehefrau und Mutter zu werden. Doch immer wieder bewundert Frankie die Heldenwand im Arbeitszimmer ihres Vaters, an der die Fotos der männlichen Familienmitglieder hängen, die irgendwann in ihrem Leben in den Krieg zogen und wünscht sich im Stillen ihr Foto würde auch dort hängen.
Als ihr Bruder Finley in den Vietnamkrieg zieht und ihr dessen bester Freund Rye dann noch zuflüstert "Auch Frauen können Helden sein" ist Frankies Entscheidung gefallen. Die meldet sich bei der Army und zieht als Krankenschwester in den Vietnamkrieg...


Kristin Hannah ist eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen. Ihre Bücher haben mich noch nie enttäuscht und auch mit ihrem neusten Werk hat sie mich wieder voll abgeholt.
Die Autorin hat ein außergewöhnliches Talent Gefühle zu transportieren. Ich habe in diesem Roman wieder gelacht, geliebt, gehasst, getrauert. Die Geschichte ist sehr gut recherchiert, authentisch und bildhaft erzählt. Die Protagonistin Frankie war mir sehr sympathisch und ihre Geschichte und Erlebnisse während des Krieges und auch nach ihrer Rückkehr nach Hause haben mich sehr berührt.

In diesem Buch geht es um viele schwierige Themen, allem voran, wie mit den Veteranen nach dem Krieg umgegangen wurde. Wie sie mit ihren Erlebnissen im Stich gelassen wurden und vor allem Frauen, die ebenfalls gedient haben, das Gefühl vermittelt wurde dass ihre Leistung nichts Wert war, immer wieder hieß es "es gab keine Frauen in Vietnam".
Es geht um furchtbare Erlebnisse, um Freundschaft, Zusammenhalt, Liebe, Verlust und Trauer und um noch so viel mehr, aber das würde hier den Rahmen sprengen. Man muss es einfach gelesen haben.

"Die Frauen jenseits des Flusses" ist ein Buch, das nachhallt und einen nicht gleich wieder loslässt. Und es gibt den Frauen, die gedient haben, eine Stimme und Anerkennung für das, was sie geleistet haben.
Ein großartiger Roman mit tollen Charakteren und ganz viel Tiefgang.
Absolute Leseempfehlung. Für mich auf jeden Fall ein Jahreshighlight.

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Veröffentlicht am 05.08.2024

Mega fesselnd

Yoko
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Yoko ist glücklich. Ihre Glückskeks Manufaktur läuft gut, ihre Arbeit erfüllt sie und sie führt eine wundervolle Liebesbeziehung.
Doch eines Tages wird ihr der Versuch, einen armen Hund vor Tierquälern ...

Yoko ist glücklich. Ihre Glückskeks Manufaktur läuft gut, ihre Arbeit erfüllt sie und sie führt eine wundervolle Liebesbeziehung.
Doch eines Tages wird ihr der Versuch, einen armen Hund vor Tierquälern zu retten zum Verhängnis. Nichts ist mehr so wie es war, Yoko und ihre heile Welt zerbricht. Erst fällt sie in ein Loch aus dem es kein Entkommen zu geben scheint, doch dann sinnt Yoko nach Rache und keiner kann sie aufhalten....

Ich liebe den ungewöhnlichen Schreibstil von Bernhard Aichner. Seine Storys sind schnörkellos ohne großes drumherum Gerede auf den Punkt gebracht und auf das Wesentliche konzentriert. Die Kapitel sind kurz und man fliegt nur so durch das Buch. Auch dieses habe ich innerhalb eines Tages ausgelesen.
Ich muss gestehen, dass ich mit der Hauptfigur Yoko, trotz ihres furchtbaren Erlebnisses, emotional einfach nicht warm geworden bin. Ihre Charakterzeichnung und Entwicklung fand ich dennoch großartig. Auch die gesamte Story empfand ich als sehr unrealistisch und trotzdem hat mich dieses Buch einfach nicht losgelassen.
Es hat mich ab der ersten Seite eingesaugt in seine Welt und erst nach dem letzten Satz hat es mich wieder gehen lassen.
Wie schon erwähnt mag ich die Bücher von Bernhard Aichner sehr und auch Yoko macht hier keine Ausnahme. Das Buch war wirklich super und hat mich voll und ganz abgeholt.
Ganz klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.07.2024

Klasse Debüt

Maybrick und die Toten vom East End
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Joseph Maybrick, einst selbst in den Slums von Whitechapel aufgewachsen, wird der neue leitende Inspektor der Polizeidivision dort.
Direkt am ersten Tag in seiner neuen Position wird ein totes Kind gefunden. ...

Joseph Maybrick, einst selbst in den Slums von Whitechapel aufgewachsen, wird der neue leitende Inspektor der Polizeidivision dort.
Direkt am ersten Tag in seiner neuen Position wird ein totes Kind gefunden. Maybrick nimmt sich mit seinem Freund, dem Arzt Dave Roberts, dem Fall an und stürzt sich in die Ermittlungen und schnell wird klar, hier geht ein Killer um der es auf Kinder abgesehen hat.
Wird Maybrick den Fall lösen können?

Ich bin ein Peaky Blinders Fan, deswegen hat mich das Cover und das Setting direkt angezogen.

Der Schreibstil ist flüssig und einnehmend, die Atmosphäre wunderbar düster und passt perfekt zu den Londoner Slums im frühen 20. Jahrhundert.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und alle Charaktere waren sehr tiefgründig und sehr gut ausgearbeitet. Auch das Leben der Menschen dort zur damaligen Zeit hat die Autorin unheimlich detailreich und authentisch dargestellt. Ich fühlte mich richtig ins Geschehen hineinversetzt.
Die Geschichte war für mich bis zum Ende durchgehend total fesselnd und hat mir wahnsinnig gut gefallen.
Ein absolut gelungenes Debüt und ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung, das Potenzial ist auf jeden Fall gegeben.
Uneingeschränkte Leseempfehlung für jeden, der düstere, historische Krimis mag. Für mich war es ein Highlight.

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