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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2025

Packender Roman

Unsere letzten wilden Tage
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Anna Bailey ist mit 'Unsere letzten wilden Tage' ein packender Roman gelungen. Bailey erzählt von der jungen Journalistin Loyal, die in die kleine, verschlafene Stadt, aus der sie stammt, zurückkehrt. ...

Anna Bailey ist mit 'Unsere letzten wilden Tage' ein packender Roman gelungen. Bailey erzählt von der jungen Journalistin Loyal, die in die kleine, verschlafene Stadt, aus der sie stammt, zurückkehrt. Ihre beste Freundin verschwindet und wird schließlich ermordet aufgefunden. Aber niemand interessiert sich dafür. So gerät gerät das Leben von Loyal aus den Fugen. Die Autorin schafft es, eine dichte Atmosphäre voller Tempo, Spannung und Emotionen zu erschaffen. Die Charaktere sind vielschichtig und glaubwürdig, und die Handlung hält den Leser bis zum Ende gefangen. Das Buch befasst sich Themen wie Freundschaft, Vertrauen und dem Erwachsenwerden. Der Text ist so geschrieben, das er sich flüssig lesen lässt. So wurden mir mit dem Roman von Anna Bailey einige unterhaltsame Lesestunden beschert. Ich kann die Lektüre nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Bretonische Familiengeschichte

Rückkehr nach St. Malo
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'Rückkehr nach St. Malo' von Hélène Gestern ist ein bewegender Familienroman, der die Geschichte eines Mannes erzählt, der nach Jahren in seine Heimatstadt St. Malo zurückkehrt. Wieder dort beginnt der ...

'Rückkehr nach St. Malo' von Hélène Gestern ist ein bewegender Familienroman, der die Geschichte eines Mannes erzählt, der nach Jahren in seine Heimatstadt St. Malo zurückkehrt. Wieder dort beginnt der Historiker sich mit der Geschichte seiner Familie und der Region zu beschäftigen. Die Familienhistorie des Protagonisten wird authentisch und einfühlsam dargestellt. Der Autorin gelingt es, die Atmosphäre der malerischen Küstenstadt und seiner Umgebung der Bretagne atmosphärisch dicht und lebendig einzufangen. Die ruhige und manchmal tiefgründige Handlung bietet dem Leser Ansätze zum Nachdenken über Heimat, Familie und Selbstfindung. Die wechselnden Perspektiven und Zeitebenen machen das Lesen manchmal herausfordernd, doch sie verstärken die emotionale Tiefe des Romans. Ein lohnendes Buch für alle, die stille, nachdenkliche Geschichten schätzen.

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Porträt eines Krabbenfischers

Der Krabbenfischer
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„Der Krabbenfischer“ von Benjamin Wood ist ein faszinierendes Buch, das den Leser in die Welt des Thomas Flett eintauchen lässt. Flett ist Krabbenfischer im Watt, der mit Schleppnetz und Pferd arbeitet ...

„Der Krabbenfischer“ von Benjamin Wood ist ein faszinierendes Buch, das den Leser in die Welt des Thomas Flett eintauchen lässt. Flett ist Krabbenfischer im Watt, der mit Schleppnetz und Pferd arbeitet und ein einfaches, ärmliches Leben im Rhythmus der Gezeiten führt. Sein Leben ist gleichförmig, geprägt von den Naturgewalten und den Herausforderungen des Fischerdaseins. Doch das ändert sich, als Flett sich mit einem Regisseur anfreundet, der ihn um Unterstützung bei einem Film ersucht. Seiner Persönlichkeit und seine Interessen ändern sich dramatisch. Das Buch zeichnet ein detailliertes und empathisches Porträt des Fischers, zeigt seine Konflikte und Träume. Besonders beeindruckt hat mich die Darstellung der Natur des Meeres mit ihren Stimmungen und Gefahren, die es so einzigartig und zugleich gefährlich machen. Benjamin Wood gelingt es, die Atmosphäre des Meeres und der Natur lebendig und eindrucksvoll einzufangen, was das Buch zu einer sehr unterhaltsamen Lektüre macht. Es lässt sich flüssig lesen und bietet sowohl spannende Handlung als auch tiefgründige Einblicke in das Leben eines Fischers. Ich kann dieses Buch besonders Naturbegeisterten und den Freunden maritimer Stimmungen als Lektüre empfehlen.

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Veröffentlicht am 04.07.2024

Lesenswerte und emotionale Familiengeschichte

Das erste Licht des Sommers
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Die Autorin schildert weitere Kapitel der Geschichte, die mit mit "An den Ufern von Stellata" so wunderbar begann. Dabei ist die Lektüre des ersten Bandes keine Voraussetzung zum Verständnis des vorliegenden ...

Die Autorin schildert weitere Kapitel der Geschichte, die mit mit "An den Ufern von Stellata" so wunderbar begann. Dabei ist die Lektüre des ersten Bandes keine Voraussetzung zum Verständnis des vorliegenden Romanes. Daniela Raimondis fesselnder Roman spannt einen weiten erzählerischen Bogen von etwa 70 Jahren von 1947, welche mit der Geburt der Protagonistin der Geschichte, Norma, beginnt. Kindheit und Jugend von Norma, ihr schwieriges Verhältnis zu ihrer lieblosen Mutter, und der Ausgleich durch die enge Verbindung zu ihren Freunden Donata und Elia bestimmen diese Zeit im oberitalienischen Städtchen Stellata. Nichtsdestotrotz zieht es Norma im Alter von 20 Jahren hinaus aus der eingeengten Welt Stellatas nach in das lebhafte London.
In eindrücklich schönen Bildern beschreibt Raimondi die Wendungen des Lebens der Norma. Dabei thematisiert sie Mutter-Tochter Beziehungen, sowie die Frage des Verzeihens.
Dadurch entsteht beim Leser eine Nähe zu den Personen des Romans, man vermag sich ausgezeichnet in sie hinein zu versetzen.
Eine lesenswerte Familiengeschichte mit viel Gefühl.

Veröffentlicht am 12.06.2024

Spannender und bewegender biografischer Roman

Solito
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Javier Zamora erzählt in seinem autobiografischen Roman seine eigene Fluchtgeschichte. Im Alter von 9 Jahren macht er sich alleine in El Salvador auf, um der Not seines Heimatlandes zu entfliehen und zu ...

Javier Zamora erzählt in seinem autobiografischen Roman seine eigene Fluchtgeschichte. Im Alter von 9 Jahren macht er sich alleine in El Salvador auf, um der Not seines Heimatlandes zu entfliehen und zu seinen Eltern nach Kalifornien zu gelangen. Er lässt mutig seine Vergangenheit mit seiner gewohnten Umgebung, seinen geliebten Menschen dort, hinter sich. Dabei treibt ihn die Vorstellung von einem gemeinsamen Leben im gemütlichen Heim seiner engeren Familie, seiner Mutter und seinem ihm unbekannten Vater in der sicheren Umgebung der Vereinigten Staaten voran. Beschwerlich und voller Gefahren ist die mehrere 1000 km lange Strecke, die der Junge in einer kleinen Gruppe vor sich hat.
Insgesamt ist der Roman flüssig und spannend beschrieben. Dabei erweist sich der Autor als geübter Beobachter, sowohl die landschaftliche Umgebung als auch die Beziehungen der Protagonisten der Geschichte werden detailgetreu und anschaulich beschrieben.
Die Umstände der Flucht schildert der Autor sehr realistisch. Es wird verständlich, wie Not und Elend die Menschen zu einer solchen risikoreichen Wanderung bewegen kann. Dabei erzeugte die Lektüre in mir Hochachtung vor der Leistung des Jungen, der trotz aller Probleme, Härten und Widerstände in seiner Gruppe Solidarität und Freundschaft gibt und erfährt. Mich hat die Geschichte sehr bewegt.
Vielleicht tut es dem Roman auch gut, das sie nicht in Europa spielt. Durch die Distanz ist sie etwas erträglicher, als es vermeintlich eine Fluchtgeschichte in unmittelbarer Umgebung wäre.