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Veröffentlicht am 30.07.2024

Schnell gestrickt für die Kleinen

Einfach nordisch stricken Kids
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Dieses Buch begeistert mit einer liebevollen Gestaltung, wunderschönen Bildern und ausführlichen Anleitungen. Die Kinderpullover und -jacken werden jeweils in vielen Größen erklärt, dazu gibt es bei den ...

Dieses Buch begeistert mit einer liebevollen Gestaltung, wunderschönen Bildern und ausführlichen Anleitungen. Die Kinderpullover und -jacken werden jeweils in vielen Größen erklärt, dazu gibt es bei den meisten Modellen mehrere Variationen.

Dieses aus dem Norwegischen übersetze Buch enthält sechzehn Grundmodelle, die jeweils auf zehn bis zwölf Seiten erklärt und gezeigt werden. Jedes Modell wird in mindestens sechs Kindergrößen beschrieben, und zwar für Kinder im Alter von 1, 2, 4, 6, 8 und 10 Jahren. Mehr als die Hälfte der Modelle enthalten auch eine Anleitung für größere Kinder im Alter von 12 Jahren.

Am Anfang steht eine längere, hilfreiche Liste von Garnalternativen. Außerdem ermutigt die Autorin ihre Leser Wollreste zu verwenden, gerade bei den bunten Pullovern. Nachdem das Maßnehmen und ein paar grundsätzliche Techniken erklärt werden, beispielsweise die Herstellung und Befestigung von Fransen, folgen die Modelle.

Die Pullover werden alle von unten nach oben gestrickt, und haben entweder eine Rundpasse oder eine Passe mit Raglanschrägung. Die meisten Pullover werden mit einem dünneren Garn gestrickt, mit einer Maschenprobe zwischen 21 und 23 Maschen auf 10 cm. Jeweils drei der sechzehn Modelle werden mit einem Garn in der Stärke von Lettlopi (17-19 Maschen auf 10 cm) und Alafosslopi (14-15 Maschen auf 10 cm) gearbeitet.

Die Motive werden Kindern gefallen! Da tummeln sich Schwertwale und Sonne auf den Pullovern, gefolgt von Blumen oder Nordlichtern. Dabei sind auch Lamas, Eisbären, Hirschgeweihe und Pfoten.

Jedes Muster beginnt mit einigen einleitenden Worten zur Entstehung des Musters, der passenden Landschaft oder anderes, das der Designerin zum jeweiligen Muster von Bedeutung ist. Dieses persönliche Buch ist voll mit Bildern ihrer Tochter Ranja, die es sichtlich genießt die wunderschönen Pullover zu zeigen. Zu mehreren Modellen gibt es auch in einem anderen Buch der Autorin einen passenden Pullover für Erwachsene.

Fazit: Ich kenne sehr viele Strickbücher, doch dieses gehört ab jetzt zu meinen Lieblings-Strickbüchern! Die liebevolle Gestaltung, die Vielfalt der Modelle, die wunderschöne Fotos und die leichtverständliche Erklärungen zeichnen dieses Buch aus. Sehr empfehlenswert!

Veröffentlicht am 29.07.2024

Von den Abenteuern des Schlunz

Der Schlunz - Action, Wumms und Schleuderwippe
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Der kleine Junge, der sich an seinen echten Namen nicht erinnern kann, lebt bei Familie Schmidtsteiner. Seine Pflegefamilie hat ihn allein und verlassen im Wald gefunden und ihm ein neues Zuhause gegeben. ...

Der kleine Junge, der sich an seinen echten Namen nicht erinnern kann, lebt bei Familie Schmidtsteiner. Seine Pflegefamilie hat ihn allein und verlassen im Wald gefunden und ihm ein neues Zuhause gegeben. Da er sein Gedächtnis verloren hat, gibt es vieles im Alltag, das ihm rätselhaft erscheint. Erst recht, wenn es um den christlichen Glauben seiner Zieheltern geht. Die erfrischende Art dieses Jungen ohne Vorwissen und Vorurteile Neues zu entdecken und zu hinterfragen, schimmert in den dreißig Comics in diesem Buch durch.

Im Mittelpunkt steht der Schlunz. Er ist in der Schule, im Kindergottesdienst, auf einer Gemeindefreizeit oder beim Spielen. Dabei hat er allerlei lustige Ideen, vor allem Streiche heckt er gerne aus. Er wirbelt die Gemeinde auf, indem er biblische Erzählungen wörtlich nimmt. Er erlebt seinen ersten Schultag und viele Ausflüge mit seiner Pflegefamilie. Er bangt um die Gunst der Frau vom Jugendamt und tröstet Freunde, die traurig sind. Ähnlich wie die Geschichten in den Schlunz-Büchern macht der freche Schlunz aus Alltagserfahrungen etwas Besonderes.

Jede Geschichte erstreckt sich über drei DIN-A4 Seiten. Die Figuren sind fröhlich-bunt gezeichnet, Mimik und Gestik sehr ausdrucksstark. Die Sprache ist einfach und leichtverständlich für Grundschulkinder.

Der Inhalt der Geschichten ist wertvoll und alltagstauglich. Kinder lernen, dass sie nicht Versager sind, auch wenn ihnen etwas mal nicht so gut gelingt. Sie erfahren, wie wichtig Kinder in Gottes Augen sind. Sie sehen, wie schön es ist, anderen Gutes zu tun, und hören was so einige Bibelverse mit ihrem Leben zu tun haben. Und bei all dem kommt der Humor natürlich nicht zu kurz.

Fazit: Ein lustiges Comicbuch für Kinder im Grundschulalter, das sich mit Alltags- und Glaubensthemen befasst. Sehr empfehlenswert!

Veröffentlicht am 23.07.2024

Unrecht tun, um der Gerechtigkeit willen

Rebellin mit Herz
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Lily weiß genau, was sie will. Die Pfarrerstochter hatte das Privileg eine gute Schulbildung zu genießen, etwas, was im 19. Jahrhundert vielen Mädchen nicht vergönnt war. Als der Wildfang in ihrem Wohnort ...

Lily weiß genau, was sie will. Die Pfarrerstochter hatte das Privileg eine gute Schulbildung zu genießen, etwas, was im 19. Jahrhundert vielen Mädchen nicht vergönnt war. Als der Wildfang in ihrem Wohnort an der Küste sich einen mündlichen Schlagabtausch mit ihrem Schulkameraden liefert, wird sie von Lady Henrietta überhört. Diese ältere alleinstehende Frau ist begeistert von Lilys Witz und Lebensfreude. Schnell setzt sie ihren neuen Plan um: Lily wird ihre Gesellschafterin.

Das Leben in London ist ganz anders als alles, was Lily kennt. Sie begleitet Lady Henrietta auf rauschende Bälle. Sie ist umgeben von Reichtum und Opulenz. Doch auf der anderen Seite erlebt sie auch die Welt der Armen an den Ufern der Themse. Sie kann es nicht begreifen, dass auf der einen Seite so verschwenderisch gelebt und gefeiert wird, auf der anderen Seite aber Frauen und Kinder nicht das Nötigste zum Leben haben.

Zusammen mit Henriette beschließt sie zu helfen, wo sie nur kann. Allerdings reichen ihre finanziellen Mittel nicht, und ihre weibliche Bekanntschaften dürfen nicht selbst über ihr Vermögen verfügen. Allmählich reift ein Plan heran, wie ein kleiner Ausgleich geschaffen werden kann.

Dieses spannende Buch begeistert mit Charakteren, die lebendig werden und ans Herz wachsen. Ihre Emotionen, ihr Mitgefühl, und auch ihr Humor werden gut wiedergegeben. Auch wenn die Geschichte vor zwei Jahrhunderten in einem anderen Land spielt, sind die angesprochenen Themen auch für uns heute aktuell, zum Beispiel das Verhältnis zwischen arm und reich, die christliche Aufforderung, Not zu lindern, das Warten auf Gottes Wegweisung und der Wunsch nach Vergebung und Wiedergutmachung. Die Liebesgeschichte steht nicht im Vordergrund, ist aber gut nachvollziehbar und angenehm zu lesen. Einzig einige Wiederholungen und Längen am Anfang stören, doch die Geschichte ist bald so spannend, dass es sich definitiv lohnt weiterzulesen.

Fazit: Ein historischer Roman über einen ungewöhnlichen Plan, um große Not unter der armen Bevölkerung Londons im 19. Jahrhundert zu lindern. Sehr empfehlenswert, vor allem für Menschen, die historische Romane lieben!

Veröffentlicht am 05.07.2024

Abstand nehmen oder lieben?

Transgender
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Immer mehr Menschen fühlen sich mit ihrem biologischen Geschlecht nicht wohl. Der Leidensdruck dieser Personen ist sehr groß. Hormone und chirurgische Eingriffe versprechen Erleichterung. Doch verbessert ...

Immer mehr Menschen fühlen sich mit ihrem biologischen Geschlecht nicht wohl. Der Leidensdruck dieser Personen ist sehr groß. Hormone und chirurgische Eingriffe versprechen Erleichterung. Doch verbessert sich ihre Lebensqualität dadurch wirklich? Und was sagt die Bibel dazu? Für Christen besonders interessant ist die Frage: Wie können Gemeinden mit Besuchern umgehen, die meinen im falschen Körper gefangen zu sein?

Der Autor, Preston Sprinkle, beschäftigt sich als Theologe und Autor mit Themen rund um die Sexualität. Er hat mehrere Freunde, die sich als Transgender identifizieren, und gleichzeitig vorbildliche Christen sind. In diesem Buch geht er auf viele aktuelle Fragen rund um die Transgenderdebatte ein.

Der erste Teil des Buches gibt Antwort auf grundsätzliche Fragen. Leser erfahren, was es bedeutet Transgender zu sein, warum heute von einer Vielzahl von Geschlechtern gesprochen wird, und wie sich das Leiden von Transgender-Personen anfühlt. Anschließend prüft Preston Sprinkle, was die Bibel zu diesem Thema sagt. Dabei kommt er immer wieder auf die Erschaffung des Menschen als männlich und weiblich zurück. Danach folgen Fragen zu anderen Bibelstellen, zum Beispiel Jesu Aussage über Ehe im Himmel oder die Frage nach den Eunuchen. Mit Kapiteln über Intersexualität, stereotype Geschlechtsvorstellungen und das Empfinden, ein Gehirn oder eine Seele des anderen Geschlechts zu haben, endet der erste Teil dieses Buches.

Im zweiten Teil gibt der Autor Vorschläge zur praktischen Umsetzung des Gesagten. Er zeigt auf, warum es neuerdings so viel mehr Transgender-Erfahrungen gibt als noch vor wenigen Jahren. Er geht auf Langzeitwirkungen von Hormongaben und OPs ein und zum Schluss wird es ganz praktisch, wenn er über Pronomen, Toiletten und Schlafräume schreibt. Das Buch schließt mit Hinweisen über den Zusammenhang zwischen Transgenderismus und Selbstmord.

Was dieses Buch auszeichnet, ist der Aufruf mit diesem Thema liebevoll und verständnisvoll umzugehen. Es ist wohltuend und wertvoll, dass der Autor immer wieder daran erinnert, dass es hier nicht um ein Thema geht, sondern um kostbare Menschen, und dass jedes dieser Menschen seine ganz eigene Geschichte hat. Er wirbt um Liebe und Mitgefühl für Betroffene, ohne die Konturen dessen, was die Bibel lehrt, zu verwischen. Es ist lobenswert, wie er einerseits eine klare Position hat, andererseits sich aber vor jeglichem Urteil zurückhält. Er sieht den Menschen und stellt ihn in den Mittelpunkt. So schreibt er: „Statt über ihre Erfahrungen zu urteilen, sollten wir den Personen zuhören und sie liebhaben.“

Eine treue Christin, die sich als Transgender beschreibt, erzählt, was für sie wichtig war, damit sie sich in der Gemeinde wohlfühlen konnte: „Was ich brauchte, war eine Person, die mich wirklich kennenlernen wollte und demütig genug war zuzugeben, dass sie nicht alles weiß.“ Worte wie diese sind eine Herausforderung für Christen, die wirklich lieben wollen wie Jesus.

Fazit: Ein wichtiges Buch, das über das Thema Transgender aufklärt und Christen aufruft, liebevoll und gnädig mit Betroffenen umzugehen. Sehr empfehlenswert, vor allem für Menschen, die Trans-Personen besser verstehen und lieben wollen, auch im Gemeindekontext!

Veröffentlicht am 24.06.2024

Gegenstände, die Geschichten erzählen

Warum hängt daran dein Herz?
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Zwei Silberlöffel und zwei Gabeln. Das ist alles, was eine Familie aus den Trümmern ihres Zuhauses retten kann. Ein zu Fetzen geliebter Teddybär, den ein gefühlskalter Vater sein Leben lang aufbewahrt. ...

Zwei Silberlöffel und zwei Gabeln. Das ist alles, was eine Familie aus den Trümmern ihres Zuhauses retten kann. Ein zu Fetzen geliebter Teddybär, den ein gefühlskalter Vater sein Leben lang aufbewahrt. Das Messer, zuerst Verteidigungswaffe, und nun Küchenwerkzeug.

In diesem Buch erzählen fast vierzig Menschen von den Erlebnissen ihrer Eltern im Krieg. Ein Gegenstand steht dabei sinnbildlich für die Jahre voller Entbehrungen und Angst, teils aber auch Freude und Geborgenheit. Eine Vielzahl der Erzähler sagen, dass sie nur wenig mit ihren Eltern über ihre Kriegserfahrungen sprechen konnten. Da ist eine undurchdringliche Wand. Das Gefühl, dass die Elterngeneration nicht befragt werden will. Nur in besonderen Augenblicken lassen die inzwischen Altgewordenen teilhaben an den schwerwiegenden Geschehnissen in ihrer Kindheit und Jugend. Und selbst dann geht es selten um Gefühle. Das war damals so, heißt es dann.

Viele berichten von abwesenden Vätern, die entweder im Krieg gefallen oder voller Wut heimgekommen sind. Manchmal sind es die Mütter, die es nicht schaffen für ihre Kinder da zu sein. Einige Erzähler mussten wegen ihrer jüdischen Herkunft fliehen. Einer ist wütend auf seinen Vater, der als Nazi viele Unschuldige auf dem Gewissen hat. Ein anderer versteht nicht, warum er in ein Kinderheim gesteckt wurde.

Die Erfahrungen lassen sich jeweils in fünf bis zehn Minuten lesen. Jedes Kapitel beginnt mit einem künstlerisch wunderschönen Bild des Gegenstands und endet mit einem Porträtfoto des Berichtenden. Dazu kommen kleine alte Fotos, Erinnerungen an ein langes Leben.

Die Berichte sind in der Ich-Form geschrieben. Ergänzt wird das Buch mit einem Interview mit Peter Maar, dem Schreiber der bekannten Sams-Geschichten, und von seinem Sohn und Enkel. Und das Buch endet mit einem Interview über die Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen.

Jede einzelne Geschichte ist spannend und lesenswert. Interessant und aufschlussreich ist vor allem das Gemeinsame an diesen Geschichten. Es wirft Licht auf Rätselhaftes im Leben der Kriegskinder-Generation und weckt Verständnis für die teilweise recht harte und schroffe Erziehung, die ihre Kinder erleben mussten.

Fazit: Ein wunderschön gestaltetes und sehr lesenswertes Buch über die Erfahrungen von traumatisierten Kindern im Zweiten Weltkrieg, die über ihre Erlebnisse meist geschwiegen haben. Und doch haben sie etwas von ihrem Schmerz an die nächste Generation weitergegeben. Sehr empfehlenswert, und durch die hochwertige Ausstattung sehr gut als besonderes Geschenk geeignet!

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