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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2024

Faszinierend anders

Die Quokka-Insel
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Ich gestehe, dieser Kriminalroman hat mich überrascht, er war anders als ich gedacht habe. Und vor allem musste man wirklich genau lesen, vor allem, wenn man die Personen nicht kennt. Und dann gab es zu ...

Ich gestehe, dieser Kriminalroman hat mich überrascht, er war anders als ich gedacht habe. Und vor allem musste man wirklich genau lesen, vor allem, wenn man die Personen nicht kennt. Und dann gab es zu Beginn auch noch ein paar perfide Zeitsprünge und diese Brüche der Chronologie sind mir auch recht spät aufgefallen. Man muss hier genau lesen - und wenn man das nicht tut, dann entgehen einem viele Wortspiele und -witze sowie Informationen, die vielleicht eher in die Richtung "unnützes Wissen" gehen, aber gerade deshalb so amüsant sind.
Man darf diesen Krimi einfach nicht zu ernst nehmen; das fängt schon mit der Karte zu Beginn an, denn dort befindet sich eine des Bundeslands Franken. Und dann gibt es 3 Stufen der Wasserrationierung, weil die Hitze anhält. Durchaus vernünftig, aber inhaltlich doch arg fragwürdig.
Viele interessante Charaktere, die alle so ihre Eigenheiten und Macken haben, ein fränkisches Kamasutra, eine ungewöhnliche Schachpartie und von einer KI verfasste Witze, um nur einige Beispiele zu nennen.
Ach ja, der Kriminalfall: der CEO eine Firma wurde entführt und dann verschwindet noch ein Ehepaar, ein kleiner Junge wird Zeuge und hat zu viel gesehen. Nun ja, der Rest geschieht erst so nach und nach - da möchte ich nicht zu viel verraten.
Nur so viel: mir hat es Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen.

Veröffentlicht am 16.08.2024

Moni und Oscar

Pi mal Daumen
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Zwei total unterschiedliche Charaktere treffen hier im neuen Roman von Alina Bronsky aufeinander: der sechzehnjährige Oscar, aus dessen Sicht der Roman erzählt wird, und die Anfang 50jährige Moni. Sie ...

Zwei total unterschiedliche Charaktere treffen hier im neuen Roman von Alina Bronsky aufeinander: der sechzehnjährige Oscar, aus dessen Sicht der Roman erzählt wird, und die Anfang 50jährige Moni. Sie lernen sich im Mathematikseminar kennen und nur, weil Übungsblätter im Team abgegeben werden müssen, akzeptiert Oscar die Zusammenarbeit. Aber er ist sich eh sicher, dass Moni das Studium nicht schaffen wird. Überheblich löst er die Aufgaben für beide.
Oscar stammt aus einer reichen Familie und hat gelernt, dass man mit Geld alles bekommen kann. Er ist Autist und fixiert darauf, sein Idol, Professor Johannsen, persönlich zu treffen. Nur deshalb hat er sich für diese Uni entschieden.
Moni hingegen kommt mit allen leicht ins Gespräch, kümmert sich um alle(s) und hat auch mal ihren jüngsten Enkel mit in der Vorlesung.
Mir hat dieses Aufeinandertreffen zweier so unterschiedlicher Leben gefallen. Alina Bronskys Schreibstil ist einfach unglaublich und auch ihr neuer Roman war ein Kunstwerk.

Veröffentlicht am 05.08.2024

Rachegelüste

Kings & Thieves (Band 2) - Der Schrei der Schwarzkraniche
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Nach dem spannenden Ende des ersten Teils, habe ich mich gefreut, dass es gar nicht so lange gedauert hat, bis die Fortsetzung erschien.
Das Buch wird vorwiegend aus der Sicht von Lina erzählt, mit kurzen ...

Nach dem spannenden Ende des ersten Teils, habe ich mich gefreut, dass es gar nicht so lange gedauert hat, bis die Fortsetzung erschien.
Das Buch wird vorwiegend aus der Sicht von Lina erzählt, mit kurzen Zwischenspielen aus der Sicht von Rui (vorrangig).
Lina war tot, ist aber gerettet worden, aber nun ist sie nicht mehr alleine in ihrem Körper. Sie hört immer wieder eine Stimme. Aber das ist erstmal zweitrangig, denn Lina ist auf Rache aus. Sie möchte die Sturmkrallen rächen, die vom Anführer der Schwarzkraniche so brutal ermordet wurden. Darum sollte der Anführer auch zurück kehren.
Das Buch ist in zwei Teile eingeteilt und gerade im zweiten Teil gibt es so viele unvorhersehbare Entwicklungen, die die Lektüre immer spannender gemacht haben.
Ich habe nun auch die Mythologie, angelehnt an die koreanische, aber doch ganz eigen, besser verstanden als noch im ersten Teil.
Eine rasante Fortsetzung, eine Steigerung zum ersten Teil - und wieder mit einem fiesen Cliffhanger am Ende. Ich warte mit Spannung auf den Abschluss der Trilogie.

Veröffentlicht am 06.07.2024

Ein ungewöhnliches Leben

Die unendliche Reise der Aubry Tourvel
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1885, Paris. Aubry und ihre beiden älteren Schwestern haben einen auffälligen Brunnen entdeckt und sie beschließen, dass dies ein Wunschbrunnen ist. Und jede von ihnen soll etwas hineinwerfen, an dem sie ...

1885, Paris. Aubry und ihre beiden älteren Schwestern haben einen auffälligen Brunnen entdeckt und sie beschließen, dass dies ein Wunschbrunnen ist. Und jede von ihnen soll etwas hineinwerfen, an dem sie hängt. Aber Aubry macht im letzten Moment doch nicht mit. Kurz darauf beginnt ihre seltsame Krankheit. Sie fängt an zu bluten und alles schmerzt. Sie muss weiterziehen, darf nicht in das Haus ihrer Eltern zurück. Spätestens nach vier Tagen beginnt sie wieder zu bluten. An einen Ort, an dem sie bereits war, kann sie nicht zurück kehren.
Sie trifft auf ihren Reisen viele Menschen und nicht wenige beneiden sie darum, die ganze Welt zu entdecken, aber ist das wirklich so toll, wenn man immer weiterziehen muss?
Immer wieder taucht überraschend eine Tür auf zu einer geheimnisvollen Bibliothek - was hat es damit auf sich und was mit dem Ball, der immer wieder zu ihr zurück kommt?
Eine sehr philosophische Reise und wunderbar geschrieben. Mal eine ganz andere Art von Fantasy. Ich habe sehr viel reflektiert, wie ich mich in einer solchen Situation verhalten hätte und ob das wirklich ein Geschenk ist oder ein Fluch.
Mir haben die Begegnungen mit vielen der Menschen gefallen, die sie unterwegs trifft. Natürlich nicht mit allen, aber einige waren beeindruckend.
Eine tolle und interessante Reise in mehrfacher Hinsicht. Absolut lesenswert.

Veröffentlicht am 06.07.2024

Ein neuer Fall für Klaudia Wagner

Vergebens
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Hanka macht mit ihrem Hund Flocke eine Wanderung und hofft auf viele Pilze, allerdings findet der Hund dann nicht nur Pilze, sondern auch noch eine blutige Leiche. Dabei kommen bei Hanka Gedanken an den ...

Hanka macht mit ihrem Hund Flocke eine Wanderung und hofft auf viele Pilze, allerdings findet der Hund dann nicht nur Pilze, sondern auch noch eine blutige Leiche. Dabei kommen bei Hanka Gedanken an den grausamen Tod ihres Mannes wieder hoch.
Klaudia Wagner vertritt PH, der seine Urlaubstage abfeiert und anschließend in Rente gehen wird. Aber möchte sie wirklich den Posten des Chefs? Andererseits müsste sie dann unter Mertens vom LKA arbeiten, der sich auch beworben hat. Alles nicht so einfach auf der Wache in Lübbenau und dann auch noch dieser furchtbare Mordfall. Demel muss ausgerechnet mit Meinert zusammen arbeiten und das geht wirklich nicht gut. Thang ist ständig übermüdet, kommt bei seinen Zwillingsmädchen kaum zum Schlafen und holt dieses manches Mal im Büro nach, wenn er Bereitschaft hat. Sekretärin Petra sorgt sich um ihre Mutter und ist viel zu oft nicht anwesend. Schiebschick ist zum Glück wieder richtig fit und gibt immer wieder seine Kommentare ab.
Ich liebe diese Reihe und verfolge sie seit dem ersten Band und "reise" immer wieder gerne in den Spreewald.
Christiane Dieckerhoff ist auch hier wieder ein spannender, vertrackter Fall gelungen. Auch ohne Vorkenntnisse ist dieses Buch sicherlich gut zu lesen, aber es ist so viel schöner, wenn man die Hintergrundgeschichte(n) kennt.
Ich hoffe auf viele weitere Fälle der Reihe.