Ein Roman, der viel Geduld verlangt
Als wir im Schnee Blumen pflücktenWorum geht es in dem Buch?
Die Volksgruppe der Samen lebt in Schweden. In dieser Geschichte geht es um ein samisches Ehepaar, um Mariddja. Ihr dementer Mann heißt Biera.
Mariddja und Biera konnten keine ...
Worum geht es in dem Buch?
Die Volksgruppe der Samen lebt in Schweden. In dieser Geschichte geht es um ein samisches Ehepaar, um Mariddja. Ihr dementer Mann heißt Biera.
Mariddja und Biera konnten keine eigenen Kinder bekommen. So war ihr Neffe Kaj, der einige Zeit bei ihnen lebte, wie ein Sohn für das Paar.
Als Mariddja die Nachricht bekommt, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist, hat sie zwei Wünsche: erstens, dass Biera nicht davon erfährt, und zweitens, dass sie Kaj noch einmal sehen kann.
Währenddessen versucht Viveca vom Sozialdienst, Mariddja und Biera in einem Heim unterzubringen. Sie weiß Bescheid über Mariddjas Krankheit.
Meine Meinung zu diesem Buch:
Die Samen erzählen gerne, damit sie durch ihre Geschichten in Erinnerung bleiben. Das ist ein guter Gedanke. Als Leser ist man allerdings oft durch die vielen fremdländisch klingenden Namen herausgefordert. Dasselbe gilt für einige Wörter in samischer Sprache, die auch nicht übersetzt werden – zum Beispiel Háldin, Lavvu, Dalarna-Malerei.
Es gibt zwei Handlungsstränge aus der auktorialen Erzählperspektive (also kein Ich-Erzähler). Die Handlung selbst ist nicht spannend, sie ist ruhig erzählt, man muss als Leser schon viel Zeit haben. Irgendwann taucht in der Handlung Kaj auf, der mit seinem Bruder Gustav das Haus des Vaters sichten, der vor kurzem starb. Sie möchten wissen, welche Sachen sie wegwerfen und welche Sachen sie behalten werden. Die Mutter ist vor dem Vater gestorben, sie hat für die beiden Söhne Pakete gepackt mit den Dingen, die sie ihnen hinterlassen wollte.
Man liest das Buch, um zu wissen, ob Mariddja Kai wiedersehen kann. Bis dahin arbeitet sich der Leser durch viele ruhige Kapitel mit einigen ungewöhnlichen Vornamen und samischen Wörtern. Das ist mühsam.
Während einer längeren Bahnfahrt oder Busfahrt kann man das Buch lesen – sollte man es neben dem Alltag lesen, kann es schnell eintönig und langweilig werden. Ich vergebe drei Sterne.