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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.10.2024

So cozy

Spellshop
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Kiela muss fliehen. Die Bibliothek, in der sie gearbeitet hat, steht in Flammen. Im Versuch, wenigstens ein paar ihrer geliebten Bücher zu retten, flieht sie auf die Heimatinsel ihrer Eltern, die vollkommen ...

Kiela muss fliehen. Die Bibliothek, in der sie gearbeitet hat, steht in Flammen. Im Versuch, wenigstens ein paar ihrer geliebten Bücher zu retten, flieht sie auf die Heimatinsel ihrer Eltern, die vollkommen abgelegen ist. Dort trifft sie auf einige ungewöhnliche Charaktere. Und obwohl ihr eigentlicher Plan war, am liebsten mit niemandem zu interagieren, außer mit ihrer sprechenden Pflanze Caz, schleichen sich die Leute der Insel doch langsam in ihr Herz.

Dieses Buch war absolut ganz fantastisch. Es hat mich an diese Computerspiele gewöhnt, wo man ein verfallenes Haus oder eine verfallene Stadt langsam wieder aufbaut und aufhübscht, was ganz herrlich war, weil ich das in einem Buch noch nie hatte.
Der Humor der Geschichte ist ganz toll und ist herrlich eingespielt auf das Setting. Zu sehen, wie Kiela sich immer und immer mehr öffnet und mehr Motivation findet, diese Stadt und Insel auch zu ihrer zu machen, ist ganz zauberhaft. Außerdem ist Caz ein absolutes Highlight. Ich mochte ihn unfassbar gerne.
Man kann Kiela dabei folgen, wie sie ihr Cottage aufbaut, auf der Insel hilft und ihren Laden hochzieht. Außerdem findet sie Freunde und verliebt sich. Die Liebesgeschichte und auch der Beziehungsaufbau zu ihren FreundInnen war dabei so liebreizend anzusehen, dass mir das Herz aufging.
Das Buch hat eine ausgezeichnete Mischung daraus, super cozy zu sein, aber auch genug Plotpunkte zu haben, um die Geschichte voranzubringen, ohne die Coziness negativ zu beeinflussen.

Dieses Buch hat mich total abholen können und ich bin absolut verliebt. Ich kann es jeder Person empfehlen, die eine ausgezeichnete, cozy Fantasygeschichte sucht.

Veröffentlicht am 03.10.2024

Fantasy mit Substanz

A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1)
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Im Buch geht es um Effy. Sie studiert als einzige Frau des Instituts Architektur, was aber nicht ihr Wunsch war. Es ist ihr als Frau jedoch untersagt, Literatur zu studieren, was Effy hart trifft, da sie ...

Im Buch geht es um Effy. Sie studiert als einzige Frau des Instituts Architektur, was aber nicht ihr Wunsch war. Es ist ihr als Frau jedoch untersagt, Literatur zu studieren, was Effy hart trifft, da sie gerne ebenso schreiben würde, wie ihr liebster Autor Emrys Myrrdin. Als es eine Ausschreibung gibt, das Haus des berühmten Dichters zu renovieren, ergreift Effy ihre Chance und wird tatsächlich auserwählt. Am Haus im abgelegensten Winkel des Landes muss Effy feststellen, dass sie nicht nur ein marodes Haus und ein Literaturstudent aus einem mit ihnen verfeindeten Land erwartet, sondern auch erschreckende Visionen des Elfenkönigs. Und schon bald fällt es Effy immer schwerer, zwischen Wirklichkeit und Traum zu unterscheiden.



Das Buch hat eine ausgezeichnete Stimmung. Es ist düster, mysteriös, stürmisch und die desorientierende Situation Effys kann man auch ganz herrlich nachvollziehen, weil man sich selbst ganz haltlos fühlt.
Ich mochte den Weltenbau des Buches gerne und hatte das Gefühl, mich sehr gut auf das Land und seine Begebenheiten einlassen zu können. Die verschiedene Mythologie um die große Flut, verschiedenste Wesen und Dichter, die Träumer sind und dem Land mit ihrer Magie helfen sollen, hat mir sehr, sehr gut gefallen. Auch die politischen Zusammenhänge zwischen der Flut und Kolonialismus wurden gut nebenher rübergebracht auf eine Art und Weise, die mir gefallen hat. Die daraus einhergehenden ökonomischen Unterschiede wurden auf sehr natürliche Weise mit in die Geschichte eingebunden, was sich gehaltvoll angefühlt hat.
Im Buch geht es um die widrigen Gegebenheiten, mit denen sich hauptsächlich Frauen in dieser Welt auseinandersetzen müssen. Dabei liegt ein großer Fokus darauf, wie sie sich gegen diese durchsetzen. Ich fand, dass sich das Buch in diesem Punkt überaus befreiend angefühlt hat.
Was ich persönlich auch hervorheben möchte, ist, dass der Love Interest ein reflektierter Mann ist, der meiner Meinung nach zum feministischen Fokus passt, da er kommunikativ und sensibel ist.

Das Buch hat eine gute Basis bezüglich des Weltenbaues und einen klaren feministischen Fokus. Mir hat die Stimmung und Mythologie des Buches sehr gefallen und ich kann ihm eine klare Empfehlung aussprechen.

Veröffentlicht am 08.09.2024

Zauberhafte Neuinterpretation

WITCH - Das Herz der Freundschaft
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Als Will mit ihrer Mutter nach Heatherfield zieht, ist sie sich sicher, dass sie sowieso bald wieder umziehen. So wie sie es so oft tun. Doch dann wird Will mehr oder weniger freiwillig Teil des Fußballteams, ...

Als Will mit ihrer Mutter nach Heatherfield zieht, ist sie sich sicher, dass sie sowieso bald wieder umziehen. So wie sie es so oft tun. Doch dann wird Will mehr oder weniger freiwillig Teil des Fußballteams, wo sich scheinbar erste Freundschaften für sie anbahnen. Als in der Schule seltsame Dinge geschehen und Elyon, ein Mitglied des Fußballteams, sich immer und immer mysteriöser verhält, tun sich die Mädchen zusammen, um herauszufinden, was los ist. Dafür erhält Will das Herz von Kandrakar, welches ihr magische Kräfte verleiht, um die dunklen Mächte aufzuhalten, die Elyon beherrscht.

Schon die früheren Witch Comics hatten es mir sehr angetan und ich war Feuer und Flamme für sie. Sie haben auch noch immer einen großen Platz in meinem Herzen, weswegen ich sehr gespannt aber durchaus auch etwas skeptisch bei dieser Neuinterpretation war.
Der Zeichenstil auf dem Cover war im ersten Moment nicht besonders meins, aber ich muss sagen, dass die Zeichnungen innerhalb des Comics fantastisch sind. Sie sehen toll aus und sind dynamisch. Sie sind von Manga inspiriert, was bei diesem magischen Comic gut passt.
Eine Sache, die mir positiv aufgefallen ist, ist, dass die Charaktere in dieser Neuinterpretation im Gegensatz zum Original weniger gemein zueinander sind. Das ist eine der Sachen, die mich im Original gelegentlich gestört hat.
Wichtig zu erwähnen, finde ich, dass die Hintergrundgeschichten und Eigenschaften der Charaktere sehr anders sind im Vergleich zu den Originalcomics. Das Ausmaß dessen hat mich im ersten Moment irritiert, aber es ist nun einmal eine Neuinterpretation. Ich fand es schlussendlich sogar sehr spannend, welche neuen Blickwinkel in der Geschichte angenommen wurden.

Ich finde den Comic sehr empfehlenswert für jeden, der auf Magie steht und die Witch-Comics neu entdeckt. Leute, die Fans der alten Comics sind, müssen wissen, dass sie sich hier auf etwas ganz klar Neues einlassen und wissen, ob sie das möchten. Mir hat es auf jeden Fall gefallen und ich kann es empfehlen.

Veröffentlicht am 27.08.2024

Highlight

Starling House
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Im Buch geht es um Opal, die immer wieder von Starling House träumt. Aber in Eden, der Kleinstadt, in der sie wohnt, gibt es Gerüchte, die besagen, dass es im Haus nicht mit rechten Dingen zugeht. Sie ...

Im Buch geht es um Opal, die immer wieder von Starling House träumt. Aber in Eden, der Kleinstadt, in der sie wohnt, gibt es Gerüchte, die besagen, dass es im Haus nicht mit rechten Dingen zugeht. Sie sollte sich also davon fernhalten und doch steht sie eines Tages davor und trifft dort auf Arthur Starling, den Hüter des Hauses. Und darin geht es tatsächlich nicht mit rechten Dingen zu. Doch anders als die Bewohner Edens denken, hat es weniger mit Satanismus und viel mehr mit der waschechten Underworld zu tun.

Ich fand dieses Buch ganz ausgezeichnet. Es hat eine fantastische Stimmung, die herrlich hervorkommt durch den Nebel über Eden, die gruseligen Gestalten, die in den Minen hausen und das Haus, das eine ganz eigene Persönlichkeit hat. Vor allem letzteres mochte ich sehr gerne. Das Haus wurde so fabelhaft anthropomorphisiert, dass ich es fast als einen meiner Lieblingscharaktere aufzählen würde. Aber auch Opal und Arthur finde ich ganz wundervoll. Ich liebe es, wenn Hauptcharaktere nicht als wunderschöne, perfekte Menschen beschrieben werden und das konnte dieses Buch definitiv bieten. Es wirkt so einfach viel echter und weniger oberflächlich, wenn sie sich verlieben und sich ihre Einstellung zueinander darauf basierend ändert. Die Liebesgeschichte im Buch mochte ich wirklich gerne, da sie sich langsamer entwickelt hat und die beiden sich trotz aller Widrigkeiten ineinander verliebt haben. Weder Opal noch Arthur sind besonders freundliche Charaktere, aber sie wirken in ihrer Erklärung, wie das zustande gekommen ist und in ihren inneren Gefühlen so liebenswert, dass ich sie trotzdem beide ins Herz geschlossen habe.
Das hervorgehobene Gefühl, eine Heimat zu finden, war einfach wunderschön.
Das Mysterium war unfassbar spannend und das Buch konnte mich total packen und die Gegenspieler wirkten mit ihren skrupellosen und realistischen Einschüchterungsmethoden so herrlich beunruhigend.

Dieses Buch war ein Highlight für mich und ich persönlich kann es definitiv weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 11.07.2024

Düster

One Dark Window - Die Schatten zwischen uns
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Blunder ist ein Ort, der von einem dichten Nebel umgeben ist, der nach Salz riecht. Wer mit diesem Nebel in Berührung kommt, taucht nicht wieder auf, sondern gehört jetzt der Herrin des Waldes. Gelegentlich ...

Blunder ist ein Ort, der von einem dichten Nebel umgeben ist, der nach Salz riecht. Wer mit diesem Nebel in Berührung kommt, taucht nicht wieder auf, sondern gehört jetzt der Herrin des Waldes. Gelegentlich kommen jedoch Kinder mit dem Nebel in Berührung, die nach einer mysteriösen Infektion verzerrte magische Kräfte besitzen. Kinder mit dieser Magie werden gejagt, da nur Menschen mit magischen Vorsehungskarten ebenjene nutzen dürfen. Elspeth hatte die Infektion als Kind, konnte der königlichen Garde jedoch entkommen. Ihre Infektion hat ihr einen Nachtmahr beschert, ein Wesen, das in ihrem Kopf haust. Jeden Tag hat sie Angst, dass ihr Geheimnis entdeckt wird.

Beim Versuch, eine Zusammenfassung für dieses Buch zu schreiben, ist mir aufgefallen, wie unheimlich vollgepackt es ist. Trotzdem fand ich es an keiner Stelle zu viel oder überwältigend. Das Buch hat einfach eine ausgezeichnete Storydichte.
Ich mag die Mythen der Welt total gerne, was auch das war, was mir am meisten am Buch gefallen hat. Die Autorin baut eine ganz fantastische, düstere Stimmung auf und man kann sich das nebelverhangene Dorf, in dem eine ständige bedrückende Atmosphäre herrscht, ausgezeichnet vorstellen.
Elspeth hat mir gut gefallen, aber vor allem Ione hatte eine so spannende Entwicklung, dass ich mich die ganze Zeit gefragt habe, wo das noch hinführen wird.
Die Liebesgeschichte ist mir, um ehrlich zu sein, nicht so sonderlich nahe gegangen. Aber gar nicht so wirklich, weil sie schlecht gewesen wäre, sondern weil mich die ganze restliche Welt und die Suche nach den Vorsehungskarten viel mehr interessiert hat.
Den Austausch zwischen Elspeth und dem Nachtmahr fand ich herrlich zu lesen, da er oft witzig, aber durchaus auch mysteriös war.

Das Buch vermag es ausgezeichnet, eine verhängnisvolle Stimmung aufzubauen, was ich ganz hervorragend fand. Nach dem Ende des ersten Band bin ich wahnsinnig gespannt auf den nächsten Teil.

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