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Veröffentlicht am 18.07.2024

Spannende Geschichte für alte und neue Krimi-Fans

Suddenly a Murder - Mord auf Ashwood Manor
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Eine Schulabschlussparty auf einer abgelegenen Insel, sieben Jugendliche mit zu viel Alkohol, einer Menge heimlicher Sorgen und Beziehungdramen - was soll schon schief gehen?
Die Antwort ist ein Toter ...

Eine Schulabschlussparty auf einer abgelegenen Insel, sieben Jugendliche mit zu viel Alkohol, einer Menge heimlicher Sorgen und Beziehungdramen - was soll schon schief gehen?
Die Antwort ist ein Toter unter ihnen und 6 Verdächtige mit ganz unterschiedlichen Motiven.
Das Setting ist wirklich gekonnt gewählt, die Insel sowie das alte Herrenhaus werden gut beschreiben, auch das Thema der Mottoparty im Stil der 20er Jahre passt perfekt hierzu und verleiht der Handlung noch das gewisse Etwas.

Als Leser macht es großen Spaß mitzurätseln, man wird oft auf falsche Fährten geführt - oder ist es doch die Wahrheit? Immer wieder zwischendurch zweifelt man an sich selbst und weiß nicht mehr, was man noch glauben oder denken soll.
Es dauert eine kleine Weile, bis man die Jugendlichen auseinander halten, aber hier helfen die Illustrationen im Einband sehr weiter und wenn man einmal den Überblick hat, fühlt man sich auch schnell als Teil dieser Freundesgruppe. Die Persönlichkeiten werden gekonnt dargestellt, jeder hat seine Stärken und Schwächen, den einen mag man mehr als den anderen.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, zwischendurch gibt es immer wieder Rückblicke auf die Zeit vor dem Inselausflug, diese stören jedoch nicht, sondern vertiefen das Mysterium weiter und liefern wertvollen Kontext.

Die Ermittlungen der Polizei bescheren uns zwei weitere interessante Charaktere, jedoch ziehen sich die Verhöre leider aus meiner Sicht etwas in die Länge, hier hätte ich mir mehr Abwechslung gewünscht.
Auch treffen einige Charaktere gegen Ende doch eher zweifelhafte Entscheidungen, die nicht so wirklich zu ihrer Persönlichkeit passen oder undurchdacht wirken. Manches lässt sich vielleicht durch die Dramatik der Situation und ihrem jungen Alter erklären, für mich war es jedoch eher unpassend.

Insgesamt aber eine spannende Geschichte, die mich trotz der kleinen Mängel gut unterhalten hat und die ich Krimiveteranen sowie auch Krimineulingen zweifellos weiterempfehlen kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 15.07.2024

Schule, Zukunft, Träume - und Alles dazwischen

Die Türen dazwischen
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Das wunderschöne Cover hat mich angelockt und ich wurde nicht enttäuscht: Wir begleiten Emma, die sich mit den typischen Problemen einer Jugendlichen auseinandersetzen muss und zufällig die Bekanntschaft ...

Das wunderschöne Cover hat mich angelockt und ich wurde nicht enttäuscht: Wir begleiten Emma, die sich mit den typischen Problemen einer Jugendlichen auseinandersetzen muss und zufällig die Bekanntschaft des mysteriösen Eli macht.

Gekonnt vermischen sich hier Partyskandale, Zukunftssorgen und erste romantische Gefühle mit übernatürlichen Geschehnissen und Wesen. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und die Beschreibungen machen es einem einfach, sich die Handlungsorte gut bildlich vorzustellen. Auch die Dialoge wirken natürlich und dem Alter der Charaktere angemessen.

Zu eben diesen Charakteren: Emma und Eli stehen zwar im Fokus und man kann gut eine Bindung zu ihnen aufbauen, aber besondere Erwähnung finden sollten auch die Nebencharaktere, insbesondere die Freunde der Beiden. Diese sind mir schnell ans Herz gewachsen und ich wünschte, ich hätte noch mehr von ihnen lesen können.

Dies stellt auch meinen einzigen Kritikpunkt dar: In manchen Abschnitten hätte ich gerne noch mehr Details, Dialoge, generell Text gehabt. Einige Stellen wirken so ein wenig schnell, einige Entscheidungen etwas undurchdacht - und am Ende war ich traurig, dass es schon fertig gelesen ist.

Insgesamt ein wirklich schönes Buch, das wichtige Themen aufgreift, zum Nachdenken anregt, aber dabei trotzdem gut unterhält und zum Träumen bringt.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.07.2024

Spiel der Gefühle

The Summer of Broken Rules
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The Summer of Broken Rules ist vermutlich kein literarisches Meisterwerk, aber dafür sehr wohl die perfekte Sommerlektüre: Das Lesen hat einfach Spaß gemacht, die Charaktere waren eigentlich alle super ...

The Summer of Broken Rules ist vermutlich kein literarisches Meisterwerk, aber dafür sehr wohl die perfekte Sommerlektüre: Das Lesen hat einfach Spaß gemacht, die Charaktere waren eigentlich alle super sympathisch und die Emotionen kamen auch nicht zu kurz.

Die Handlung spielt auf Martha's Vineyard und auch wenn man noch nicht selbst dort war, kann man sich alles gut bildlich vorstellen und hat direkt einen Wohlfühlort im Kopf. Anlass für diese Reise ist eine Hochzeit in der Familie, die typisch amerikanisch gefeiert wird. Dies mag etwas pompös erscheinen, aber das Brautpaar ist mehr als liebenswert und die Gesellschaft besteht eigentlich auch nur aus der Familie und engen Freunden.
Eben diese doch recht große Familie macht einen riesigen Teil des Charmes des Buchs aus, zwar braucht man eine Weile, bis man den Überblick hat, aber dann lernt man die verschiedenen Familienmitglieder doch sehr zu schätzen - gerade wenn man selbst aus einer eher kleinen Familie stammt.

Während des einwöchigen Aufenthaltes nimmt das traditionelle Familienspiel eine große Rolle ein, die Idee hierzu fand ich wortwörtlich erfrischend. Durch das Spiel kommen sich Wit und Mer schließlich näher, hierbei mochte ich das gegenseitige Necken sehr, aber auch, dass sie in verletzlichen Momenten füreinander da sind. Positive und negative Emotionen kommen nicht zu kurz und wirken authentisch, vor allem die vielen Facetten der Trauer.

Besondere Empfehlung für alle Mit-Swifties, an vielen Stellen kommen einem direkt die passenden Lieder in den Kopf - aber auch wenn man Taylor Swift nicht so mag, sollte man doch genauso gut in diesen schönen Urlaub/Familienfest eintauchen können.

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Veröffentlicht am 24.06.2024

Der Kreis des Lebens

Das erste Licht des Sommers
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Die Geschichte einer Familie, über knapp 70 Jahre hinweg, mitten drin Norma, die wir von ihrer Geburt an begleiten. Ich habe den Vorgängerband nicht gelesen, konnte jedoch trotzdem gut einen Bezug zur ...

Die Geschichte einer Familie, über knapp 70 Jahre hinweg, mitten drin Norma, die wir von ihrer Geburt an begleiten. Ich habe den Vorgängerband nicht gelesen, konnte jedoch trotzdem gut einen Bezug zur Familie herstellen.
Hierfür war es sehr hilfreich, dass die Handlung nicht komplett auf Norma fixiert ist, sondern immer wieder die Perspektive wechselt und man so viel über die Personen in ihrem Leben erfährt. Dadurch wirkt die Geschichte wunderbar lebendig und authentisch, viele Nebencharaktere wachsen einem ebenso ans Herz wie Norma selbst. Diese erzählt zwischendurch die Handlung in der Gegenwart aus der Ich-Perspektive, was dann noch mehr Emotionen erlaubt und auch mal für das ein oder andere Tränchen beim Leser sorgen kann.
Ich fand das Buch sehr angenehm zu lesen, der Erzählstil ist auf eine unkomplizierte Art poetisch und eignet sich auch für längere Lesesessions ohne zu ermüden. Die Symbolik und die Anspielungen auf magische Ereignisse sind gut gelungen und fügen sich in die Handlung ein, ohne aufdringlich dabei zu sein.
Die Charaktere haben alle ihre Stärken und Schwächen, was sie authentisch erscheinen lässt, ebenso kann man sich selbst in der einen oder anderen Situation wiedererkennen. Kritik üben muss ich hier jedoch an der Verwendung von Seitensprüngen als Konfliktelement: Dies geschah meiner Meinung nach viel zu oft und auch wenn im Buch das Motiv "das Leben ist ein Kreis, die Geschichte unserer Vorfahren wiederholt sich" vermittelt wird, hätte ich mir hier etwas Abwechslung gewünscht.
Insgesamt fand ich es aber sehr unterhaltsam und berührend, in das Leben dieser Familie einzutauchen.

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Veröffentlicht am 18.06.2024

Nostalgie des Erwachsenenwerden

Die Sache mit Rachel
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Ich habe mich lange nicht mehr von einem Buch so persönlich angegriffen und gleichzeitig köstlich unterhalten gefühlt. Immer wieder gibt es Momente, in denen man sich fragt, ob einem die Hauptcharaktere ...

Ich habe mich lange nicht mehr von einem Buch so persönlich angegriffen und gleichzeitig köstlich unterhalten gefühlt. Immer wieder gibt es Momente, in denen man sich fragt, ob einem die Hauptcharaktere überhaupt sympathisch sind, in denen man sie für ihre Handlungen verurteilt - nur um dann daran erinnert zu werden, dass man selber mal Anfang 20 war. Auch wenn das eigene Leben nicht ganz so aufregend wie das Jahr 2010 von Rachel und James war, so findet man sich doch laufend in den kleinen und großen Emotionen wieder: Die Langeweile im Nebenjob, der Gedanke, dass man nicht genug bezahlt wird, die Freude über einen aufregenden neuen Kollegen. Der Wunsch und Vorsatz, "erwachsener" zu handeln, und sei es nur die Wäsche richtig zu waschen oder mal früher aufzustehen. Und schließlich die kleinen Schwärmereien, bei denen man genau 2 Tage untröstlich ist und dann eher froh, dass sie jetzt "erledigt" sind - und dazwischen vielleicht die ganz große Liebe mit echten Gefühlen.
An all dies hat das Buch mit viel Humor erinnert und es mit kleinen Details zu einer authentischen Geschichte verknüpft, sodass man sich am Ende wünscht, man hätte auch einen besten Freund namens James in seinem Leben.

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