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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.11.2025

Hat mich nicht begeistert

Wenn unsere Welt kippt
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Ich muss gestehen, dass mich das Buch einfach nicht zu 100% abholen konnte. Zunächst überrascht von der Anzahl der Seiten hat mich die Geschichte schon auf dem falschen Fuß erwischt, letztendlich bin ich ...

Ich muss gestehen, dass mich das Buch einfach nicht zu 100% abholen konnte. Zunächst überrascht von der Anzahl der Seiten hat mich die Geschichte schon auf dem falschen Fuß erwischt, letztendlich bin ich gerade am Anfang zu oft über die Geschichte, die Figuren, meine vielen Fragen gestolpert, um am Ende zu den Emotionen noch richtigen Zugang haben zu können.

Es geschieht so viel um die einzelnen Figuren, dass es den Umfang des Buches durchaus braucht meiner Meinung nach, aber gleichzeitig hatte ich immer das Gefühl, da ist ein bisschen zu viel. Ich kann nicht sagen, inwiefern das für Außenstehende jetzt Sinn ergibt, aber genauso hat es sich für mich angefühlt. Ich finde die Form des Buches (Aufbau der Erzählung, die Einschübe abseits vom Fließtext, die optische Gestaltung der Kapitel) unglaublich ansprechend und das hat einiges dazu beigetragen, dass ich mich immer weiter vorangetrieben habe. Auch Tiefe ist vorhanden, Identifikationspotenzial ist bei den Figuren gegeben, und das Buch lädt mit seiner Vielschichtigkeit durchaus zum Nachdenken und Mitfiebern ein.

Schlussendlich hat es mich persönlich aber leider wie gesagt einfach nicht abgeholt.

Veröffentlicht am 09.11.2025

Spannend, aber nicht ganz meins

Musenrausch (Nektar und Ambrosia, Band 1)
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Ich habe mir bei diesem Buch einen poetischen, fesselnden Inhalt gewünscht, viel Tiefe und eine Menge Gefühle, bildgewaltig und einnehmend. Das Cover matcht meiner Meinung nach perfekt mit dem Inhalt, ...

Ich habe mir bei diesem Buch einen poetischen, fesselnden Inhalt gewünscht, viel Tiefe und eine Menge Gefühle, bildgewaltig und einnehmend. Das Cover matcht meiner Meinung nach perfekt mit dem Inhalt, mystisch-magisch kommt es daher und so habe ich auch die Geschichte empfunden. Was allerdings nicht gematcht hat, waren meine Gefühle mit denen zwischen den Seiten.

Die Geschichte an sich war spannend, ich habe so eine Idee mit kunstschaffender Person und Muse noch nie zuvor gelesen. Das Zusammenspiel gefiel mir, dennoch wurde ich mit den Figuren an sich nicht zur Gänze warm. Der Titel macht dem Buch alle Ehre, es las sich wie ein Rausch. Oft fühlte ich mich etwas überfahren, als könnte ich gerade mit dem, was passiert, nicht mithalten. Als zöge es zu schnell an mir vorbei und ich kann nicht rechtzeitig danach greifen, was geschieht. Das klingt alles ein bisschen schwurbelig, aber ich hoffe, andere emotionale Lesende verstehen, was ich meine, ich kann es nicht anders ausdrücken. ^^

Dass die Erzählperspektiven mitunter variieren, gefiel mir, das bringt immer ein bisschen Abwechslung und frischen Wind mit sich. So richtig hat es das Leseerlebnis für mich allerdings nicht gerettet.
Im Großen und Ganzen komme ich auf mittlere 3 von 5 Sternen und würde, falls möglich, wahrscheinlich für die Fortsetzung lieber zu einem Hörbuch greifen, was nicht meine gänzliche Aufmerksamkeit fordert, sondern nebenbei laufen kann.

Veröffentlicht am 21.03.2025

Nicht wie erwartet

Super-GAU
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Super-GAU versprach uns die Geschichte von acht Menschen zu erzählen, deren Schicksale durch die Katastrophe über Kontinente hinweg von Japan bis nach Berlin verbunden sind. Das Ganze im Gewand einer Graphic ...

Super-GAU versprach uns die Geschichte von acht Menschen zu erzählen, deren Schicksale durch die Katastrophe über Kontinente hinweg von Japan bis nach Berlin verbunden sind. Das Ganze im Gewand einer Graphic Novel sollte dem Erzählten mehr Intensität verleihen, es greifbarer machen, die Lesenden auf eine Reise mitnehmen, die sie so bald nicht vergessen.

Umso bedauerlicher ist es, dass das Buch zu großen Teilen an meiner Erwartung vorbei erzählt hat. Ich hatte gedacht, wir erleben die verschiedensten Menschen und Japan und Deutschland, alle miteinander verbunden, vor Ort von der Katastrophe direkt betroffen und in Berlin als Angehörige oder Freunde schockiert, durch Berichte doch auch irgendwie ein Teil des Ganzen. Leider spielt sich jedoch bis auf den Prolog die komplette Geschichte ausschließlich in Deutschland ab, über die Zustände in Japan erfahren wir nur durch die Nachrichten. Dieses Motiv zieht sich zwar konstant durch das Buch, egal ob in Zeitung, Radio oder Fernsehen, das ist aber absolut nicht das, was online auf allen Buchseiten meinem Verständnis nach angeteasert wurde.

Auf dem Buch selbst steht es etwas besser formuliert, dort kann man auch rauslesen, dass wir uns fernab der Katastrophe bewegen. Bringt den Lesenden, die im lokalen Buchhandel auf das Buch stoßen, vielleicht mehr als jenen, die sich im Internet informieren.
Ich fand spannend, wie die Leben der acht Personen in der Geschichte verwoben waren. Auf den ersten Blick haben sie alle nicht viel gemeinsam, ein paar wenige offensichtliche Freund- oder Bekanntschaften, die meisten Verbindungen sind jedoch weit subtiler und vermeintlich zufälliger. Dass am Ende doch alles ein großes Ganzes ergibt und alle Puzzleteile ineinander greifen, gefiel mir.

Alles in allem hat mich das Buch aber dennoch wegen der irreführenden Beschreibung nicht so gepackt, wie ich im Vorfeld annahm. Es geht nur wenig um die Katastrophe an sich, wir erfahren kaum etwas konkretes über die Menschen vor Ort, die Zustände, das Wieso Weshalb Warum. Das fand ich unheimlich schade, da ich dachte, ich könnte hier auch noch etwas lernen als jemand, der während der Ereignisse 2011 damals noch nicht alt genug war, um sich tiefgehender mit der Welt jenseits des eigenen Kinderzimmers auseinanderzusetzen.

Veröffentlicht am 12.07.2024

Ich bin unterwältigt

Bloom
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Bloom fing super vielversprechend an. Eine queere Graphic Novel, deren Cover mir starke Heartstopper Vibes gibt, mit Backen und Musik als Themen gepaart mit natürlich ganz vielen Gefühlen? Count me in! ...

Bloom fing super vielversprechend an. Eine queere Graphic Novel, deren Cover mir starke Heartstopper Vibes gibt, mit Backen und Musik als Themen gepaart mit natürlich ganz vielen Gefühlen? Count me in!
Die erste Hälfte des Buches konnte mich auch schnell in ihren Bann ziehen. Ich liebe den Zeichenstil, die Figuren haben ausdrucksstarke Gesichter und die Gefühle werden deutlich für die Lesenden transportiert. Auch wenn es mal über eine oder zwei Doppelseiten keinen Text gibt, wird dennoch nur mittels der Bilder eine lebendige Geschichte erzählt, genauso soll eine gute Graphic Novel sein. Die Farben, die Ausdrücke, all die Details, ganz große Klasse.

In der zweiten Hälfte hat mich das Buch inhaltlich allerdings verloren. Bis zur Mitte verlief alles recht gemächlich und langsam, dann jedoch wurde das Tempo angezogen und ein Twist jagte den nächsten. Es ging mir viel zu schnell, einige Entwicklungen schienen mir auch nicht ganz logisch und sehr konstruiert, was besonders im Hinblick darauf schade war, dass mir der erste Teil so gut gefallen hat. Irgendwie ging es dann nur noch bergab.

Besonders aufgestoßen hat mir das Verhalten von unserem Protagonisten Ari. Ich werfe ihm nicht vor, dass er unschlüssig ist, was er mit seiner Zukunft anfangen möchte. Aber besonders in der letzten Hälfte verhält er sich extrem egoistisch, jammert nur und lässt andere seine Fehler ausbaden, die ihm dann auch noch ohne jegliche Charakterentwicklung seinerseits verziehen werden.

Anfangs empfand ich die Chemie zwischen Ari und Hector noch als wirklich packend, habe ihnen gern zugesehen wie sie zusammen Zeit verbringen. Später jedoch habe ich jedes Mal gehofft, dass Hector mehr für sich selbst einsteht und Ari sieht, was er falsch gemacht hat.
Auch die Freundesgruppe um Ari und Hector war (bis auf ein paar Ausnahmen) Zucker pur, sodass ich mich besonders geärgert habe, diese Dynamik nicht richtig genießen zu können.

Mein Fazit:
Fing stark an und ließ stark nach. Ich habe mich sehr über den Protagonisten und einige inhaltliche Twists geärgert, dem stehen ein super sympathischer Love Interest und genialer Zeichenstil gegenüber. Für mehr als 3 Sterne reicht es leider nicht, auch wenn ich die erste Hälfte des Buches sehr genossen habe.

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Veröffentlicht am 09.06.2024

Wieder kein Highlight

Der Vertraute
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Leigh Bardugo kennen wohl die meisten Lesenden, die schon einmal im Bereich Fantasy unterwegs waren. Ich habe bisher mit den Büchern, die ich von ihr gelesen habe, eher mittelmäßige Erfahrungen gemacht, ...

Leigh Bardugo kennen wohl die meisten Lesenden, die schon einmal im Bereich Fantasy unterwegs waren. Ich habe bisher mit den Büchern, die ich von ihr gelesen habe, eher mittelmäßige Erfahrungen gemacht, so zieht es sich auch durch „Der Vertraute“. Zwar gebe ich die Hoffnung auf das nächste Highlight nicht auf, aber so langsam beschleicht mich das Gefühl, dass die Autorin und ich vielleicht nicht ganz kompatibel sind.

Ich empfand das Setting leider als sehr austauschbar, dabei hatte ich mich schon darauf gefreut. Es ist immer schade, wenn eine explizite Stadt genannt wird, mit der Lesende auch ggf. Erinnerungen verknüpfen können, und man dann das Gefühl hat, es sei ganz egal, wo die Figuren sich aufhielten.

Die Figuren waren authentisch in meinen Augen, auch wenn das nicht unbedingt in allen Fällen mit sympathisch gleichzusetzen ist. Das müssen Figuren in meinen Augen auch nicht sein, solange sie in ihrem Charakter überzeugen können, und das war hier größtenteils der Fall.

Insgesamt fehlte mir aber der Funke, wie man so schön sagt. Ich habe das Buch deutlich langsamer gelesen als ich gehofft hatte, was nicht zuletzt auch daran lag, dass ich tatsächlich nicht immer das Bedürfnis hatte zu erfahren, wie es gerade weitergeht. Letzten Endes war das Buch okay, aber nicht der Hammer, den ich mir erhofft hatte, da hätte ich auch etwas anderes in der Zeit lesen können.