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Veröffentlicht am 04.03.2025

Eher Roman als Thriller, daher quasi keine Spannung

Die blaue Stunde
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Die Künstlerin Vanessa Chapman hat ihre Werke nach ihrem Tod einer Stiftung vermacht. Eine Skulptur wurde an ein Museum ausgliehen, als dort plötzlich ein menschlicher Knochen drin entdeckt wird. Becker, ...

Die Künstlerin Vanessa Chapman hat ihre Werke nach ihrem Tod einer Stiftung vermacht. Eine Skulptur wurde an ein Museum ausgliehen, als dort plötzlich ein menschlicher Knochen drin entdeckt wird. Becker, Kurator der Stiftung, macht sich auf die Suche nach noch vermissten Bildern und Erklärungen für den Knochen auf Eris, der Insel auf der Chapman gelebt hat und ihre Nachlassverwalterin weiterhin wohnt...

Der Schreibstil lässt sich sehr angenehm lesen und es wird eine Abwechselung dadurch geschaffen, dass der Leser nicht nur im Hier und Jetzt ist, sondern auch in den Tagebüchern von Vanessa mitliest bzw. teilweise auch Zeitungsartikel mit mehreren Spalten auf eine Buchseite gesetzt wurden. Der Schreibstil war es auch, was mich einigermaßen bei Laune gehalten hat. Dadurch, dass ich einen Thriller und keinen Roman erwartet habe, habe ich darauf gewartet, dass endlich etwas spannendes passiert. Leider wurde ich da immer weiter enttäuscht. Die letzten Auflösungen habe ich dann nur noch zur Kenntnis genommen und sind mir nicht wirklich nah gegangen.

Die Charaktere sind eigentlich alle durch die Bank eher unsympathisch und es war mir nicht möglich mich zumindest mit einem von ihnen zu identifizieren. Vielleicht war die Kunstszene und mein eher wenig vorhandenes Verständnis für Kunst auch daran Schuld.

Insgesamt hat mich das Buch sehr enttäuscht. Wenn man nicht mit der Erwartungshaltung eines Thrillers daran geht, ist es sicherlich besser. So bewerte ich mit 2 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 15.10.2024

Sehr übertrieben

Deep Sleep, Band 1 - Codename: White Knight
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Dieser Auftakt zur Reihe Deep Sleep hat Ian Brown im Fokus. In der einen Minute steht er noch in der Kabine nach einem Footballspiel, in der nächsten schaltet er nach einer Handymelodie auf einen Automodus ...

Dieser Auftakt zur Reihe Deep Sleep hat Ian Brown im Fokus. In der einen Minute steht er noch in der Kabine nach einem Footballspiel, in der nächsten schaltet er nach einer Handymelodie auf einen Automodus um. Ein paar Monate später kann er sich an nichts aus seiner Vergangenheit erinnern. Jugendliche Attentäter sind derweil in den Medien...

Der Schreibstil hält sich nicht mit überflüssigen Beschreibungen auf und schafft es sehr minimalistisch, dass der Leser ein Bild von der Umgebung bekommt. So bleibt mehr Raum für den Spannungsaufbau und es ist möglich das Buch am Stück zu verschlingen.

Leider ist die Umsetzung in diesem Buch nicht ganz so gut gelungen. Vielleicht bin ich auch einfach zu alt für Jugendagententhriller geworden. Mir war es an vielen Stellen einfach zu übertrieben und unrealistisch. Dies bezieht sich vor allem auf Kampfszenen und die Aktivierung/Konditionierung der Agenten. So bewerte ich mit 2 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 16.07.2024

Keine authentische Geschichte, lässt stark nach

Anna O.
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Anna O. schläft seit vier Jahren und wird verdächtigt ihre Freunde ggf. Schlafwandelnd umgebracht zu haben. Sie muss aufwachen, um ihr den Prozess machen zu können. Dafür wird sie in die Hände von Ben ...

Anna O. schläft seit vier Jahren und wird verdächtigt ihre Freunde ggf. Schlafwandelnd umgebracht zu haben. Sie muss aufwachen, um ihr den Prozess machen zu können. Dafür wird sie in die Hände von Ben Prince in eine der Top-Schlafkliniken überhaut gegeben.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Teilweise sind die Kapitel etwas arg kurz, vor allem wenn das neue Kapitel keinen Perspektivwechsel herbeiführt. Bei den verschiedenen Perspektiven ist sehr spannend, dass Ben aus der Ich-Sicht ganz klar die Hauptperson ist, während alle weiteren Personen eine weitere Distanz durch das Personalpronomen "er/sie" erhalten.

Die Charaktere entwickeln sich ähnlich zur Geschichte, anfangs stark und dann verlieren sie ihre Authentizität, womit sie immer flacher werden und für den Leser deutlich schwerer zu greifen sind. Ben konnte ich irgendwann kein Verständnis mehr entgegen bringen. Es kommt ein wenig das Gefühl auf, dass die Charaktere einfach nur irgendwelche Rollen spielen, sie aber nicht leben.

Das Ziel dieses Buchs ist es, zu ermitteln, was an dem Tag, an dem Anna in ihren langen Schlaf gefallen ist, passiert ist. Dabei gibt es immer wieder überraschende oder auch vorhersehbare Wendungen. Gleichzeitig spielt Psychologie eine große Rolle und es wird sehr offensiv Abstand von Freuds Thesen genommen. Leider werden immer wieder mal irgendwelche Details genannt, die dann im Anschluss keine wirkliche Rolle mehr spielen. Zudem wird etwas zu offensiv mit dem "Zufall" gespielt, als dass es noch glaubwürdig sein könnte.

Insgesamt muss ich sagen, dass ich sehr gut in das Buch gestartet bin. Ich sag mal 2/5 haben mir ziemlich gut gefallen und dann ging es steil berg ab. Daher bewerte ich mit 2 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 25.03.2024

Erst langwierig, dann zu viel des Guten

Gestehe
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Ein Buch oder vielmehr ein noch nicht veröffentlichtes Manuskript sagt Morde voraus. Wie kann das sein? Star-Ermittler Jacket ist sehr verwundert am ersten Tatort und weiß, es wird nicht bei diesem einen ...

Ein Buch oder vielmehr ein noch nicht veröffentlichtes Manuskript sagt Morde voraus. Wie kann das sein? Star-Ermittler Jacket ist sehr verwundert am ersten Tatort und weiß, es wird nicht bei diesem einen Mord bleiben...

Perspektivisch wird das Buch aus mehreren Perspektiven geschrieben. So gibt es neben Jacket auch Mo, einen weiteren Ermittler und den Mörder vorzufinden. Sich mit den Charakteren zu identifizieren ist gar nicht so einfach, obwohl es sehr ausgiebige Beschreibungen gibt. Der Schreibstil nimmt den Leser auch nicht sofort in seinen Bann. Es dauert schon mindestens bis zur Hälfte bis der Drang aufkommt, unbedingt weiterlesen zu wollen.

So kommt es auch, dass die Geschichte zu Beginn schon fast langweilig daherkommt und ein Thriller-Gefühl beim besten Willen nicht aufkommen will. Es hat zeitweise eher etwas von Krimi oder Roman. Wenn es dann doch zu spannungsgeladenen Szenen kommt, sind diese maßlos überzeichnet und unrealistisch. Der Twist ist dennoch nicht schlecht.

Insgesamt hat mich dieses Buch nicht überzeugt. Es war zunächst langwierig, danach gab es deutlich zu viel des Guten. Etwas ausgeglichener hätte der Geschichte gut getan. So bewerte ich mit 2 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 20.01.2024

Vorhersehbar und wenig Spannung

Solartopia – Am Anfang der Welt
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Nova lebt auf einem Hochhaus in einer dystopischen Welt. Als sie sechs Jahre alt war, verstarb ihre Mutter und sie musste fortan für sich alleine Sorgen. Dabei versorgte sie den Garten und ernährte sich. ...

Nova lebt auf einem Hochhaus in einer dystopischen Welt. Als sie sechs Jahre alt war, verstarb ihre Mutter und sie musste fortan für sich alleine Sorgen. Dabei versorgte sie den Garten und ernährte sich. Andere Menschen in ihrer Umgebung gibt es nicht (mehr). Eines Tages muss sie ihren geliebten Garten verlassen, der tödliche Smog ist viel zu nah gekommen und vergiftet nach und nach ihre Pflanzen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und die Seiten fliegen nur so dahin. Leider ist es von Anfang an recht vorhersehbar, wie sich die Geschichte und auch die Charaktere entwickeln werden. Die Interaktionen von später aufeinander treffenden Charakteren wirken unrealistisch, gerade in Bezug darauf, dass Nova so lange für sich war. Nova an sich ist sehr spannend und ihre Hingabe und Verbindung zu Pflanzen scheint außergewöhnlich. Leider erfährt der Leser in diesem Zusammenhang viel zu wenig über die Welt.

Insgesamt war ich sehr enttäuscht über das Buch. Es werden zwar viele Themen, wie Nachhaltigkeit, urbanes Leben und langfristige Auswirkungen von Entscheidungen angeschnitten, doch nicht wirklich tiefergehend behandelt. Dazu ist es dann sehr vorhersehbar und ich bin nie in spannendes Mitfiebern gekommen. So bewerte ich mit 2 von 5 Sternen.

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