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Veröffentlicht am 21.07.2024

Rebella erlebt spannende Ferien

Seepferdchen Ahoi! Wie ich zur Schützerin des Meeres wurde
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Zum Inhalt:
Rebella kann es nicht fassen. Sie soll in den Ferien zu ihrer Oma fahren, um dieser dort bei der Gartenarbeit zu helfen. Dabei will sie viel lieber entspannen und sich den ersten Platz in ...

Zum Inhalt:
Rebella kann es nicht fassen. Sie soll in den Ferien zu ihrer Oma fahren, um dieser dort bei der Gartenarbeit zu helfen. Dabei will sie viel lieber entspannen und sich den ersten Platz in ihrem liebsten Computerspiel erspielen. Doch ihre Eltern lassen nicht mit sich reden und setzen Rebella in den Zug, der sie zu ihrer Oma bringt. Dort angekommen erwartet sie eine Überraschung nach der nächsten. Denn ihre Oma wohnt nicht nur auf einem alten Fischkutter, sondern besitzt eine Algenfarm, bei der sie unbedingt Rebellas Hilfe braucht. So macht sich Rebella widerwillig mit den anderen Kindern Bolle, Bas und Chandrani daran, die Unterwasserbeete zu pflegen. Dabei entdeckt sie Unglaubliches. Nämlich Albino-Seepferdchen. Doch diese geraten plötzlich in Gefahr, als sich jemand an dem Unterwasserbeet zu schaffen macht, in dem die Albino-Seepferdchen leben. Was sollen Rebella und ihre neuen Freunde nur machen, um die Albino-Seepferdchen zu beschützen?

Meine Meinung:
Zuerst lernen wir Rebella kennen, die gar nichts davon hält, in den Ferien bei ihrer Oma an die Nordsee zu fahren. So bekommen wir nicht nur einen guten Eindruck von ihr, sondern gerade durch die Tagebucheinträge, in der die gesamte Geschichte verfasst ist, auch einen Einblick in ihre Gedankengänge und Gefühlswelt. So lernen wir Rebella mit der Zeit nicht nur immer besser kennen, sondern erleben mit, wie sie die einzelnen Situationen erlebt.

Rebella ist ein starkes und freches Mädchen, das weiß, was sie will und den Erwachsenen unverblümt ihre Meinung um die Ohren haut. Dadurch eckt sie natürlich nicht nur bei diesen, sondern auch bei ihren neuen Freunden Bolle, Bas und Chandrani an und muss im Laufe der Handlung lernen, dass auch Worte verletzen können und man nicht immer auf seine Meinung pochen kann und sollte. Ich habe Rebella gemocht, auch wenn mir einige ihrer Charaktereigenschaften nicht so gefallen haben. Gerade dadurch wirkte sie auf mich aber umso authentischer und mir hat vor allem die Wandlung, die sie im Laufe der Handlung durchläuft, richtig gut gefallen.

Mit Rebella zusammen erfahren die jungen Leserinnen und Leser etwas über die Meere, ihre Bewohner und wie sehr diese gefährdet sind. So nimmt der Natur- und Umfeldschutz einen sehr großen Raum in der Geschichte ein. Damit zusammenhängende Begriffe werden altersgerecht erklärt, sodass diese verständlich werden.

Die Figuren und Schauplätze wurden von der Autorin lebhaft und anschaulich beschrieben, sodass man sich alle gut vorstellen konnte. Zudem finden sich auf den Seiten viele wunderschöne Illustrationen, die nicht nur Rebellas Tagebucheinträge auflockern, sondern durch die man noch mal ein besseres Bild von den Menschen, Tiere, Schauplätze und viele andere Dinge bekommt.

Fazit:
Eine schöne Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt, den Natur- und Umweltschutz und die Meere mit all ihren Bewohnern. Ich habe Rebella gern auf ihrem Abenteuer begleitet und war gespannt, was sie alles erleben wird. Zudem hat mir die Entwicklung, die Rebella im Laufe der Handlung vollzieht, richtig gut gefallen. Nun bin ich gespannt, was sie in den nächsten Ferien erleben wird.

Veröffentlicht am 17.07.2024

Lilly lernt, dass auch sie wichtig ist

Glow Like Northern Lights (Strong Hearts 1)
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Zum Inhalt:
Als Liliana Sommers herzkranker Zwillingsbruder Luca stirbt, weiß sie nicht mehr weiter. Zumal ihre Eltern ab dem Tag kein Wort mehr über ihn verlieren wollen und Lilly behandeln, als wäre ...

Zum Inhalt:
Als Liliana Sommers herzkranker Zwillingsbruder Luca stirbt, weiß sie nicht mehr weiter. Zumal ihre Eltern ab dem Tag kein Wort mehr über ihn verlieren wollen und Lilly behandeln, als wäre sie Luft. Irgendwann wird Lilly alles zu viel und sie flüchtet kurz entschlossen nach Island zu dem einzigen Menschen, der sie wirklich zu verstehen scheint. Doch was wird Aron sagen, wenn Lilly plötzlich vor ihm steht, wo sie sich doch nur aus einem Forum für Angehörige von herzkranken Menschen kennen? In Island angekommen kommen Lilly und Aron sich dann näher und Lilly lernt sich selbst immer besser kennen. Doch kann ihr Glück wirklich anhalten? Denn Aron scheint etwas vor Lilly zu verheimlichen.

Meine Meinung:
Wir steigen direkt in die Handlung ein und erleben mit wie Liliana Sommers, Lilly genannt, der Boden unter den Füßen wegbricht, als ihr Zwillingsbruder Luca stirbt und ihre Eltern sie mehr als schäbig behandeln. Ebenso wie es für sie ist überstürzt nach Island zu reisen, um dort Trost bei Aron zu suchen, den sie aus einem Forum für Angehörige von herzkranken Menschen kennt.

Lilly war mir gleich sympathisch. Ich find, man merkt, wie verloren sie nach dem Verlust von Luca ist und wie sehr ihr das Verhalten ihrer Eltern schmerzt. Dabei hat Lilly sich ihr gutes Herz, ihre Hilfsbereitschaft und Neugierde aufs Leben gewahrt, was ich bewundernswert fand. Ich finde, die Autorin hat es geschafft, die ganzen unterschiedlichen Gefühle von Lilly spürbar zu machen. Wodurch ich mit ihr umso mehr mitgefiebert habe, über all die Ungerechtigkeiten geschimpft und mich für sie gefreut habe, als sie anfängt, in kleinen Schritten zu leben und sich dabei selbst zu finden. Mir hat die Entwicklung, die sie im Laufe der Handlung durchläuft richtig gut gefallen. Ebenso konnte ich immer nachvollziehen, wieso sie so reagiert und handelt, wie sie es tat.

Aron war mir ebenfalls gleich sympathisch. Man merkt, wie viel ihm Lilly bedeutet und wie sehr er versucht, ihr zu helfen mit ihren Verlust umzugehen und herauszufinden, was sie im Leben möchte. Dennoch blitzt immer mal wieder zwischen den Zeilen auf, dass Aron ein Geheimnis hat und ich war gespannt, was dieses wohl ist. So flogen die Seiten nur so dahin, weil ich unbedingt wissen wollte, was Aron verbirgt und wie die Geschichte von ihm und Lilly verlaufen wird.

Die einzelnen Schauplätze hat die Autorin so lebhaft und bildgewaltig beschrieben, dass ich sie direkt vor Augen hatte, ebenso wie die Figuren. Zudem konnte ich jederzeit die winterliche Atmosphäre, aber auch die Gefahren, die damit einherging, jederzeit deutlich spüren.

Fazit:
Eine spannende, sehr emotionale und berührende Geschichte, in der wir Lilly dabei begleiten, wie sie versucht den Verlust ihres Zwillingsbruders Luca zu verarbeiten und sich selbst zu finden. Ich habe die ganze Zeit mit Lilly und auch Aron mitgefiebert, vor allem mit Lilly über all die Ungerechtigkeiten, die ihr widerfahren geschimpft und mich für sie gefreut, als sie beginnt zu leben und sich selbst zu finden. Zudem war ich gespannt, ob und wenn welches Geheimnis Aron vor ihr verbirgt. So flogen die Seiten nur so dahin, weil ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Nach dem Ende bin ich gespannt, wie es für alle weitergehen wird.

Veröffentlicht am 08.07.2024

Wer hat den Gärtner auf dem Gewissen?

Morden ohne Sorgen - Der tote Gärtner im Marmorsaal
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Zum Inhalt:
Wäre es noch nicht genug, dass Frederik Loebell wieder bei seiner Mutter einziehen muss, weil er einfach keine bezahlbare Wohnung findet, wird er von seiner Jugendliebe Fleur zu einer Nachtwanderung ...

Zum Inhalt:
Wäre es noch nicht genug, dass Frederik Loebell wieder bei seiner Mutter einziehen muss, weil er einfach keine bezahlbare Wohnung findet, wird er von seiner Jugendliebe Fleur zu einer Nachtwanderung durch das Neuen Palais überredet. So begibt er sich zusammen mit Lisi und Tuan in sein Schicksal und stolpern über eine blutüberströmte Leiche. Während Fleur sich große Sorgen um den wertvollen Marmorboden macht, auf dem die Leiche liegt, stürzen sich Frederik, Lisi und Tuan gleich in die Ermittlungen. Können sie herausfinden, wer den Gärtner auf dem Gewissen hat?

Meine Meinung:
Kurz erfahren wir, wie es Frederik Loebell inzwischen ergangen ist und wie es für ihn ist, wieder im Haus seiner Mutter zu wohnen. Dann geht es aber auch schon mit dem nächsten Fall los, als Frederik, Lisi und Tuan bei einer Nachtwanderung durch das Neuen Palais über den toten Gärtner stolpern.

Ich habe die Frederik, Lisi und Tuan gerne bei ihren Ermittlungen begleiten, die ziemlich turbulent und verzwickt sind, denn egal was sie herausfinden, kommt sie dennoch nicht wirklich weiter. So war von Anfang an für Spannung gesorgt, die bis zum Ende hin anhielt. Da ich immer so viel wusste wie Frederik, Lisi und Tuan habe ich mich nicht nur als Teil ihres Ermittlerteams gefühlt, sondern selbst versucht, dem Täter und seinem Motiv auf die Schliche zu kommen. Dabei hatte ich zwar eine Vermutung, wer in der Sache mit drinstecken könnte. Dennoch konnte mich der Autor am Ende mit der Auflösung überraschen, da ich damit nicht gerechnet hätte.

Die Ermittlungen wurden immer wieder durch viele lustige Situationen, in denen sich Frederik meist unfreiwillig wiederfinden, ebenso wie durch einige Wortgefechte zwischen allen Beteiligten aufgelockert. So habe ich mich zwischendurch immer wieder köstlich amüsiert. Oftmals tat mir Frederik aber auch leid, weil so ziemlich alle etwas über seinen Kopf hinweg entscheiden, was er letztendlich ausbaden muss.

Die Figuren und Schauplätze wurden vom Autor lebhaft beschrieben, sodass ich sie alle vor Augen hatte. Zudem sind die Figuren alles Marken für sich, die alle ihre individuellen Eigenschaften haben, die man mögen kann oder nicht, durch die sie aber authentisch wirkten. Außerdem hat mich Frederiks Zwergdackel Wilhelm immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Denn natürlich hat er immer noch seinen eigenen Kopf und darf nirgendwo fehlen. Ich finde, den kleinen Kerl muss man einfach lieben.

Fazit:
Ein spannender und humorvoller Provinz-Krimi, in dem Frederik, Lisi und Tuan unverhofft über eine Leiche stolpern und natürlich sofort mit den Ermittlungen beginnen. Ich habe Frederik, Lisi und Tuan gern bei diesen begleitet und gerätselt, wer der Täter ist und welches Motiv dieser hat. Aufgelockert wurde ihre Spurensuche durch die vielen lustigen Situationen, in denen sich Frederik meist unfreiwillig wiederfinden und die witzigen Wortgefechte zwischen allen Beteiligten. Ich habe mich jedenfalls köstlich amüsiert. Nun bin ich gespannt, in welchen Fall Frederik als nächstes schlittert.

Veröffentlicht am 05.07.2024

Der zweite Fall für Mafalda Cinquetti

Mafalda Cinquetti und das faule Ei
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Zum Inhalt:
Die Polizistenwitwe Mafalda Cinquetti kann es nicht fassen. Das Haus, in dem sie wohnt, wurde nach dem Tod ihrer Vermieterin an eine Immobilienfirma verkauft, bei der niemand weiß, wer wirklich ...

Zum Inhalt:
Die Polizistenwitwe Mafalda Cinquetti kann es nicht fassen. Das Haus, in dem sie wohnt, wurde nach dem Tod ihrer Vermieterin an eine Immobilienfirma verkauft, bei der niemand weiß, wer wirklich dahintersteckt. Zu allem Unglück bekommt ihre Nachbarin Marie sofort die Kündigung, weil sie keinen Mietvertrag hat. Das kann Mafalda natürlich nicht hinnehmen und setzt gleich alle Hebel in Bewegung, um herauszufinden, wer hinter der dubiosen Immobilienfirma steckt. Hätte sie damit nicht bereits alle Hände voll zu tun, tauchen in den Souvenirläden authentische Meisterwerke aus Muranoglas auf, die sich als Fälschungen entpuppen. Darauf wird Mafalda von einer geheimen Bruderschaft gebeten herauszufinden, wer dahintersteckt.

Meine Meinung:
Mafalda Cinquetti ist eine toughe, resolute und hilfsbereite Frau, die sich auch von Niederlagen nicht unterkriegen lässt, sich für andere Menschen einsetzt und sich nicht den Mund verbieten lässt. Ich habe Mafalda sofort in mein Herz geschlossen und war gespannt, wie sie es schafft, in gleich zwei Fällen zu ermitteln. Zudem habe an ihr besonders gemocht, dass es für sie gar keine Frage ist, anderen Menschen zu helfen und die Sachen sofort anpackt. Ebenso fand ich es lustig, wie sie alle irgendwie im Griff hat und es für sie selbstverständlich ist, dass sie ihr helfen.

Die beiden Fälle, in denen Mafalda ihre Nachforschungen anstellt, waren interessant und spannend. Ich habe sie jedenfalls gern bei ihren Nachforschungen begleitet, bei denen sie das ein oder andere Hindernisse überwinden muss und einige Male sogar in Gefahr gerät, was die Handlung nur noch spannender gemacht hat. So war ich gespannt, was sie und ihre Helferinnen und Helfer herausfinden werden und ob und wenn wie die beiden Fälle vielleicht sogar zusammenhängen.

Die Figuren und Schauplätze wurden vom Autor so lebhaft und detailliert beschrieben, dass ich sie mir nicht nur alle gut vorstellen konnte, sondern das Gefühl hatte, mit Mafalda durch die Straßen zu wandern. Außerdem habe ich mich immer wieder köstlich über die Wortgefechte zwischen den Freundinnen Mafalda, Alma und Lucia amüsiert, die sich doch so einige Sprüche um die Ohren hauen, bei denen man teilweise an ihrer Freundschaft zweifeln könnte. Dennoch merkt man, dass alle drei eine tiefe Freundschaft verbindet und sie es im Grunde gar nicht böse meinen.

Fazit:
Ein spannender und humorvoller Krimi, in dem Mafalda Cinquetti in gleich zwei Fällen ermittelt. Da Mafalda bei ihren Nachforschungen auf einige Hindernisse stößt und in die ein oder andere gefährliche Situation gerät, war die ganze Zeit für Spannung gesorgt. Ich habe Mafalda jedenfalls gern bei ihren Nachforschungen begleitet und war gespannt, was sie herausfindet und ob die beiden Fälle zusammenhängen. Nun bin ich gespannt, wie es für Mafalda, Alma, Lucia und alle anderen weitergehen wird.

Veröffentlicht am 02.07.2024

Wer steckt hinter den erschütternden Taten?

Maybrick und die Toten vom East End
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Zum Inhalt:
Gleich an seinem ersten Tag wird der neue Divisionsinspektor Joseph Maybrick mit einem unfassbaren Mordfall konfrontiert. In Whitechape wurde ein Kind tot auf einem Müllhaufen abgelegt. In ...

Zum Inhalt:
Gleich an seinem ersten Tag wird der neue Divisionsinspektor Joseph Maybrick mit einem unfassbaren Mordfall konfrontiert. In Whitechape wurde ein Kind tot auf einem Müllhaufen abgelegt. In der Hand hat es fest umschlossen einen menschlichen Fingerknöchel. Divisionsinspektor Joseph Maybrick und sein Kollege Doktor Dave Roberts machen sich gleich an die Ermittlungen und stellen fest, dass der Mord kein Einzelfall war. Jemand macht jagt auf die Kinder im Arbeiterviertel. So begeben sich Joseph und Dave immer tiefer in die Slums von London. Dabei gewinnen sie unerwartete Verbündete und erfahren Unvorstellbares.

Meine Meinung:
Tief tauchen wird ins Arbeiterviertel von London im Jahre 1910 ein, für das der neuernannte Divisionsinspektor Joseph Maybrick zuständig ist und sich gleich an seinem ersten Tag mit einem unvorstellbaren Mordfall befassen muss. Die Autorin schafft es, ein anschauliches Bild von den Lebensumständen der Menschen im Arbeiterviertel zu zeichnen. So habe ich eine gute Vorstellung davon bekommen, wie diese aussahen, mit was die Menschen sich herumschlagen mussten und wie hart und rau der Umgang teilweise war. Es ist wirklich erschreckend, was die Menschen alles durchleiden mussten und vor allem, wie herzlos und hart mit den Kindern umgegangen wurde. Zudem hat sie es geschafft, die mitschwingende Dringlichkeit, was die Aufklärung des Falls angeht und die Unruhe, die durch die anderen Ereignisse entstanden ist, die ganze Zeit aufrechtzuerhalten und für mich spürbar zu machen.

Joseph Maybrick ist ein vielschichtiger Protagonist, der eine besondere Verbindung zum Arbeiterviertel hat und der vieles in diesem verändern und verbessern möchte. Er ist ein guter Mensch, der ein großes und oftmals viel zu gutes Herz hat, wodurch er mit den Opfern mitleidet. So tut er alles, um den Fall aufzuklären und verliert sich dabei immer mehr. Zumindest kam es mir so vor. Joseph war mir gleich sympathisch und ich konnte nachvollziehen, wieso ihm der Mord so sehr ans Herz und an die Nieren geht.

Das genaue Gegenteil von Joseph ist sein Kollege Doktor Dave Roberts. Dieser ist meist zynisch, hat kaum ein gutes Wort für andere Personen und ist eher der Einzelgänger. Dennoch fand ich, merkt man an vielen Stellen, dass Dave ein gutes Herz hat, auch wenn er es abstreiten würde.
Neben Joseph und Dave gibt es noch viele andere interessante Figuren, bei denen man nicht so recht weiß, wie man sie einschätzen soll und was sie mit ihren Taten bezwecken wollen. Zudem hat die Autorin auch ihnen allen individuelle Charakterzüge verliehen, die Wiedererkennungswert hatten und man sie durch gut voneinander unterscheiden konnte.

Die Ermittlungen waren trotz einiger Längen spannend und ich war gespannt, was Joseph, Dave und alle, die ihnen helfen, herausfinden werden. Dabei hatte ich sehr lange keinen Schimmer, wer für den Mord verantwortlich sein könnte, ebenso welches Motiv hinter der Tat stecken könnte. Neben den Ermittlungen geschehen noch viele andere Dinge, bei denen ich mir nicht sicher war, ob sie etwas mit diesen zu tun hatten. Dies hat ebenfalls dazu geführt, dass ich einfach weiterlesen musste.

Fazit:
Trotz einiger Längen ein spannender Krimi, der uns in das Arbeiterviertel von London im Jahr 1910 entführt. Ich habe Divisionsinspektor Joseph Maybrick und seinen Kollegen Doktor Dave Roberts gern bei ihren Ermittlungen begleitet und war gespannt, was sie herausfinden. Ebenso ob und wenn wie all die anderen Geschehnisse mit dem Mordfall zusammenhängen und wie die anderen Figuren dort hineinpassen. Denn in der Geschichte wimmelt es nur so von interessanten Figuren, bei denen man nie weiß, was sie wirklich planen.