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Veröffentlicht am 30.07.2024

Das Leben schreibt nicht immer nur schöne Geschichten

Die Toten von Veere. Ein Zeeland-Krimi
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Ein Krimi der Sonderklasse von Maarten Vermeer.

574 Seiten
Erschienen bei Harper Collins
Der Thriller beginnt mit einem Rückblick auf den 3.Oktober 1944.
Ein Bombenangriff kostet die Bevölkerung ...

Ein Krimi der Sonderklasse von Maarten Vermeer.

574 Seiten
Erschienen bei Harper Collins
Der Thriller beginnt mit einem Rückblick auf den 3.Oktober 1944.
Ein Bombenangriff kostet die Bevölkerung von Westkapelle auf der Insel Walcheren viele, die sich in die alte Mühle geflüchtet hatten, das Leben. Die, die es nicht getroffen hatten, suchten ihre Angehörigen, die meisten zogen weg.
Und das Hauptthema zieht sich eine Vermisstenmeldung und ein für die Hauptkommissarin Liv de Vries sehr unangenehmer Vorfall. Sie erschießt einen Verdächtigen Ausländer und das passiert ihr nicht zum ersten Mal.
Ihr Freund, der gleichzeitig auch ihr Vorgesetzter ist, will sie von der Bildfläche abziehen und überträgt ihr den Fall des vermissten Koches Rob van Loon. Liv übernimmt den Fall, obwohl sie ein ungutes Gefühl und viele Fragen an ihren Chef hat.
Und ihr Gefühl täuscht sie nicht, sie sticht in ein Wespennest, denn es bestehen viele Zusammenhänge zwischen dem 3. Oktober 1944 und der Jetztzeit, die es heraus zu finden gilt.
Das Cover zeigt eine gepflasterte Straße in einem beschaulichen Dorf.

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Veröffentlicht am 22.07.2024

Uralt und wirksam

Ashwagandha
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Alle, die von der Schulmedizin und ihren Medikamenten auf Abstand gehen oder dies vorhaben, werden an diesem Buch ihre Freude haben.

Mensch, Tier und sogar der Garten oder der Blumentopf finden hier etwas ...

Alle, die von der Schulmedizin und ihren Medikamenten auf Abstand gehen oder dies vorhaben, werden an diesem Buch ihre Freude haben.

Mensch, Tier und sogar der Garten oder der Blumentopf finden hier etwas für oder gegen vorhandene Beschwerden.

Die Autorin übertreibt nicht und beschreibt , was man wie und wogegen anwenden kann. Auch einige Rezepte findet man im Buch. Und die klingen recht interessant.

Es ist gut, finde ich, dass solche Mittel, die ja uralt sind und lange vor unserer Zeit bereits Verwendung fanden, wieder etwas ins Licht gerückt werden.

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Veröffentlicht am 22.07.2024

Kein schönes Leben und kein schöner Tod

Im Unterholz
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Dieser Kriminalroman von Sara Strömberg hat mich von Anfang an gefesselt.
Sie beschreibt das Leben von zwei total unterschiedlichen Frauen. Die Eine jung, unerfahren, Halbwaise, die Andere, angekommen ...

Dieser Kriminalroman von Sara Strömberg hat mich von Anfang an gefesselt.
Sie beschreibt das Leben von zwei total unterschiedlichen Frauen. Die Eine jung, unerfahren, Halbwaise, die Andere, angekommen in der Mitte ihres Lebens, Job verloren, Mann verloren, unentschlossen, wie es weitergehen soll.
Schwedens Schiort Are in der Nähe des Ortes der Handlung, alles eher trist und hoffnungslos. Die Autorin beschreibt schonungslos, welche Probleme den Leuten dort zu schaffen machen.
Vera Bergström, die ältere der beiden beschriebenen Frauen, hat jahrelang als Journalistin gearbeitet, bis sie gekündigt wurde. Sie zieht zurück in ihr Heimatdorf, nachdem sie von ihrem Mann wegen einer jüngeren Frau verlassen wurde.
Da geschieht im Wald in der Nähe ein grausamer Mord, die jüngere der beiden beschriebenen Frauen, wird tot aufgefunden.
Der ehemalige Chef von Vera meldet sich bei ihr und möchte eine Hintergrundgeschichte über den Mord. Sara sagt zu und plötzlich ist sie mitten im Geschehen, weil sie tiefer nachfragt als die Polizei und kommt sehr nahe an unschöne Fakten, die sie nicht erwartet hatte.
Sie rollt das Leben der Ermordeten auf, dabei kommen Überraschungen zu Tage, die das Geschehen aus einer völlig anderen Sichtweise beleuchten.
Ein beeindruckend ehrlicher Roman, der viel über das Leben in der betreffenden Gegend und die sozialen Lebensumstände der Menschen, die dort leben, offen legt.
Das Cover in Schwarz-Weiss passt wunderbar dazu.
Von mir gibt es 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.


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Veröffentlicht am 21.06.2024

Wenn die Bombe hochgeht

Bombenjahre
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Holger J. August verwebt in seinem sehr spannenden, interessanten Roman Vergangenheit und fiktive Gegenwart.

Damals haben in Südtirol viele gestandene Männer ihr Leben riskiert, weil sie nicht zu Italien ...

Holger J. August verwebt in seinem sehr spannenden, interessanten Roman Vergangenheit und fiktive Gegenwart.

Damals haben in Südtirol viele gestandene Männer ihr Leben riskiert, weil sie nicht zu Italien gehören wollten. Da ist so viel hinter verschlossenen Türen ver-und gehandelt worden, wovon kaum je jemand Kenntnis bekommen hatte. Und wenn, war derjenige seines Lebens nicht mehr sicher.

Im Roman geht es um eine junge Reporterin, die für das örtliche Blatt, den " Boten" Artikel schreibt, ab und zu ein gesellschaftliches Event besucht, aber eigentlich weg, in die große weite Welt will. Das, so meint sie, gelingt, wenn sie einen Artikel oder noch besser ein Buch über die Jahre des Widerstandes schreibt, nur, sie kommt mit ihrer Recherche nicht weiter, teils, weil die, die etwas wissen, immer noch lieber schweigen, andererseits sind viele der Wissenden bereits verstorben.

Als dann im Pflerschtal ein alter Mann erschossen wird, die Polizei kaum Ermittlungen anstellt und alles unter den Teppich gekehrt werden soll, schließt sich Marie, so heißt die junge Dame, mit Tom Bauer, einem gestandenen Journalisten, kurz und bittet ihn um Tipps. Tom ist gar nicht begeistert, aber Herbert, sein Wirt und mittlerweile Freund legt ein gutes Wort für Marie ein.

Und dann kennt der Autor kein Bremsen mehr, die Handlung steigert die Spannung, bis.... ja bis eine Bombe hochgeht, und dann ist auch Tom nicht mehr zu bremsen.

Zur Spannung in der Handlung kommt noch eine große Portion Liebe zu Südtirol mit wunderschönen Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten und Wanderrouten hinzu.

Das blutrote Cover spricht ebenfalls eine deutliche Sprache. Schön ist die etwas erhabene Schrift aus weißem Lack.

Ein weiteres Buch aus dem Athesia-Tappeiner-Verlag.

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Veröffentlicht am 16.06.2024

Mörderischer Charme

Mordsmann
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Ich kenne Ernst Geiger nur aus den Medien, als der Unterweger-Prozess stattfand und danach vom Salieri-Raub.

Als Autor habe ich ihn erst jetzt wahrgenommen.

Was ich in diesem Buch über Jack Unterweger ...

Ich kenne Ernst Geiger nur aus den Medien, als der Unterweger-Prozess stattfand und danach vom Salieri-Raub.

Als Autor habe ich ihn erst jetzt wahrgenommen.

Was ich in diesem Buch über Jack Unterweger gelesen habe, hat mich zutiefst schockiert.

Wie tickt ein Mensch wie er? Auf der einen Seite ein charmanter, netter Mann, dem die Frauenherzen zuflogen, auf der anderen Seite ein triebgesteuerter, brutaler, grausamer Mörder. Viele Fachleute haben sich mit der Person J.U. beschäftigt, aber keiner konnte feststellen, warum er so geworden ist. Unterwegers Kindheit ist nun ja nicht so schlimm verlaufen, wie er es dargestellt hat, aber vielleicht hat er sie so empfunden.

Aber muss man deswegen zum Serienmörder mutieren?

Die Aufklärung der Morde hat die ermittelnden Beamten und ihren Chef, Ernst Geiger an die Grenzen des Zumutbaren gebracht, zumal einige der Opfer so spät gefunden wurden, dass man nicht mehr viel feststellen konnte. Geigers Ehe stand lange auf der Kippe.

J.U ging derweil auf Lesereise oder recherchierte munter im Prostituiertenmilieu, machte Werbung für sein Buch und täuschte auch die Verantwortlichen des ORF, für den er als Reporter sogar Geiger interviewte.

Auch Amerika blieb nicht vor ihm verschont, er trat selbstbewusst und dominant auf, auch dort mussten drei Frauen aus dem Milieu sterben.

Er war in Miami inhaftiert und wollte natürlich zurück nach Österreich, drohte ihm doch dort die Todesstrafe. Und er schaffte es, ausgeliefert zu werden. Aber das Ende war absehbar, denn die Ermittler haben sich zusammengesetzt und alle Fakten zusammengetragen. Er wurde verurteilt und hat sich in seiner Zelle erhängt.

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