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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2025

Wenig Handlung, (zu) viel Spice

Ruthless Creatures
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Die Geschichte rund um Natalie und Kage beginnt flott und spannend. Ein verschwundener Verlobter, ein gefährlicher Gangster, die russische Mafia, eine witzige Freundin mit losem Mundwerk, all das sind ...

Die Geschichte rund um Natalie und Kage beginnt flott und spannend. Ein verschwundener Verlobter, ein gefährlicher Gangster, die russische Mafia, eine witzige Freundin mit losem Mundwerk, all das sind gute Zutaten für eine spannende Mafia-Romance. Leider lässt das Buch gerade im Mittelteil arg nach. Es findet kaum noch Handlung statt, dafür seitenlange Sexszenen, die für mich teilweise eher unfreiwillig komisch wirkten als spicy. Am Ende kommt noch einmal ein wenig Spannung auf. Ich hatte mir mehr von dieser Geschichte erwartet. Der Schreibstil ist flüssig und so liest sich das Buch wirklich schnell. Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Natalie und Kage im Wechsel erzählt. Insgesamt gefällt mir die Grundidee und auch manche Dialoge sind erfrischend und lustig. Dennoch konnte mich die Story aber nicht abholen.

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Gut gelesenes Hörbuch

Detektivagentur Christie & Agatha 1: Ein Beweisstück verschwindet
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Agatha und Christie sind Zwillingsschwestern. Während Agatha Schriftstellerin werden will und selten ohne ihr Notizbuch vorzufinden ist, interessiert sich Christie mehr für die Wissenschaft. Eines Tages ...

Agatha und Christie sind Zwillingsschwestern. Während Agatha Schriftstellerin werden will und selten ohne ihr Notizbuch vorzufinden ist, interessiert sich Christie mehr für die Wissenschaft. Eines Tages darf Agatha an einem Treffen teilnehmen, bei dem auch Sir Arthur Conan Doyle erscheint. Allerdings hatte sie sich ihr Idol ein wenig anders vorgestellt. Aber es ist nicht nur der bekannte Autor zu Gast, sondern auch der berühmte Arzt Sir Alexander Fleming. Dieser möchte eine wissenschaftliche Erfindung vorstellen, aber das Objekt verschwindet. Wer will Fleming schaden? Agatha und Christie nehmen die Ermittlungen auf.
Die beiden Schwestern sind durch ihre Unterschiedlichkeit deutlich und auch sympathisch gezeichnet. Die Geschichte beginnt durchaus humorvoll, lässt dann aber deutlich nach. Ehrlich gesagt hatte ich mir mehr von dem Kinder-Krimi erwartet. Besonders viel Spannung kommt nicht auf. Anna Thalbach liest gut und gibt den einzelnen Figuren mit ihrer Stimme Persönlichkeit.
Insgesamt eine nette Idee, einen Krimi mit historischen Charakteren zu verknüpfen. Dennoch konnte mich die Erzählung nicht packen. Zudem fehlt leider beim Hörbuch der Infoteil zu den historischen Persönlichkeiten.

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Familienroman

Bis die Sonne scheint
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Christian Schünemann entführt uns mit seinem Roman ‚Bis die Sonne scheint‘ in die 80er Jahre. In eine Zeit, in der ‚Dallas‘ und ein ‚Colt für alle Fälle‘ geschaut wurden, man das Geld noch persönlich am ...

Christian Schünemann entführt uns mit seinem Roman ‚Bis die Sonne scheint‘ in die 80er Jahre. In eine Zeit, in der ‚Dallas‘ und ein ‚Colt für alle Fälle‘ geschaut wurden, man das Geld noch persönlich am Bankschalter ausbezahlt bekam und es Avonberaterinnen gab. Zudem begleiten wir Daniel, der sich auf seine Konfirmation freut, seine Zeit gerne bei seiner Freundin Zoe verbringt und langsam begreift, dass in seiner Familie nichts so ist, wie es scheint. Und genau um das Wahren dieses Scheins geht es in der Geschichte. Obwohl schon der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht, geht die sechsköpfige Familie erst einmal zum Essen oder zum Einkaufen.
Die Passagen, die von Daniel erzählen, werden immer wieder durch Rückblenden unterbrochen, in denen wir die Geschichte der Eltern und Großeltern Daniels kennenlernen. Diese Abschnitte sind wie emotionslose Aufzählungen beschrieben. Hier erfährt man viele interessante und auch heftige Dinge, die durch die Art des Erzählens allerdings emotionslos bleiben.
Der Schreibstil des Autors ist gefällig und so habe ich das Buch flott gelesen. Es ist wie eine kleine Zeitreise in die 80er Jahre, bietet aber auch weitere Einblicke in die deutsche Geschichte anhand von persönlichen Schicksalen.
Dennoch fehlt mir bei dem Roman das gewisse Etwas, um ihn besonders zu machen. Kann man lesen, muss man aber nicht, wäre mein Fazit.

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Veröffentlicht am 11.02.2025

Nette Unterhaltung

Middletide – Was die Gezeiten verbergen
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Elijah Leith lebt in einer Kleinstadt zusammen mit seinem Vater. Er ist in Nakita verliebt, eine Angehörige des fiktiven Squalomah-Stammes und lebt im nahe gelegenen Reservat. Nikita ist ebenfalls in Elijah ...

Elijah Leith lebt in einer Kleinstadt zusammen mit seinem Vater. Er ist in Nakita verliebt, eine Angehörige des fiktiven Squalomah-Stammes und lebt im nahe gelegenen Reservat. Nikita ist ebenfalls in Elijah verliebt, aber dennoch verlässt er sie, weil es ihm zu Hause zu eng ist und er glaubt, er kann nur in einer Großstadt seinen Traum erfüllen. Sein Traum ist es, Schriftsteller zu werden. Elijah bleibt einige Jahre weg und kommt erst zurück, nachdem sein Roman nicht den gewünschten Erfolg brachte und ihm die finanziellen Mittel ausgehen. Er ist gezwungen von dem zu leben, was ihm das Lang hergibt. Er ist nun wieder im Haus seiner Eltern, wobei beide nun nicht mehr leben. Dann geschieht ein Mord auf seinem Grundstück und Elijah wird zum Verdächtigen.
Der Roman ist eine Mischung aus einem Krimi, einer Liebesgeschichte und Nature Writing. Ich hatte mir ehrlich gesagt etwas mehr von diesem Roman erhofft. Er startet auch gut und die Beschreibungen der Hütte, der täglichen Arbeit und der Natur sind gelungen. Aber dann lässt das Buch leider immer mehr nach. Der Kriminalfall ist vorhersehbar und die Liebesgeschichte ist mir zu kitschig. Bei alledem bleiben die Figuren oberflächlich gezeichnet. Durch den schnellen Wechsel der Erzählzeiten verliert die Geschichte an Spannung, da man nach den kurzen Abschnitten schnell wieder herausgerissen wird. Teilweise wird die Erzählung auch langatmig und die Szenen tragen nicht wirklich zum Plot bei. Dabei hätte ich gerne mehr über das Reservat und seine Einwohner erfahren. Insgesamt ist das Buch eine nette Unterhaltung und durchaus gut zu lesen trotz einiger Schwächen.

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Veröffentlicht am 23.07.2024

Etwas langatmig

When The Moon Hatched
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Die fantasievolle Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Hauptsächlich erfahren wir aus dem Leben von Raeve. Sie steht in Diensten einer Untergrundbewegung und ist eine Auftragsmörderin. ...

Die fantasievolle Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Hauptsächlich erfahren wir aus dem Leben von Raeve. Sie steht in Diensten einer Untergrundbewegung und ist eine Auftragsmörderin. Als sie im Gefängnis landet, trifft sie unerwartet auf Kaan, einen König, der genau für das steht, was Raeve bekämpft. Überraschenderweise rettet er sie und die beiden kommen sich unweigerlich näher. Das Worldbuilding ist umfangreich und man erarbeitet sich diese Welt Stück für Stück. Am Anfang mag dies etwas verwirrend sein, aber bald findet man sich immer mehr zurecht. Der Beginn des Buches hat Tempo, ist ereignisreich und spannend. Dann flaut die Erzählung immer mehr ab und mir fiel es zunehmend schwer wieder zum Buch zu greifen. Zudem hat sich mir vieles einfach nicht erschlossen. Die Protagonistin fand ich anfangs recht durchsetzungsstark und kämpferisch, aber später ging sie mir immer mehr auf die Nerven. Kaan mochte ich als Figur lieber, aber er wird schon sehr auf sein tolles Äußeres reduziert. Wer hinter den Tagebucheinträgen steht ist ziemlich vorhersehbar und bot auch da keine Überraschung. Der Schreibstil konnte mich auch nicht überzeugen. Letztendlich hätte es die Hälfte an Seiten auch getan. Leider konnte mich das Buch bis auf den Beginn so gar nicht einfangen. Schade, da hatte ich mir mehr versprochen.

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