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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.12.2023

Immer wieder ein Genuss, dieses Mal mit kleinen schwächen.

Iron Flame – Flammengeküsst
1

Na wer hat’s schon durch? Das kleine Iron Flamechen

I͟͞r͟͞o͟͞n͟͞ ͟͞F͟͞l͟͞a͟͞m͟͞e͟͞ ͟͞

„Stärke bedeutet nicht immer physische Kraft.“

Das zweite Jahr in Basgiath beginnt, und jeder kämpft mit seinen ...

Na wer hat’s schon durch? Das kleine Iron Flamechen

I͟͞r͟͞o͟͞n͟͞ ͟͞F͟͞l͟͞a͟͞m͟͞e͟͞ ͟͞

„Stärke bedeutet nicht immer physische Kraft.“

Das zweite Jahr in Basgiath beginnt, und jeder kämpft mit seinen Gedanken.

Neue Bündnisse werden geschlossen, Verluste verzeichnet, unerwartete Geheimnisse enthüllt, und noch brutalere Prüfungen als im Jahr zuvor müssen bewältigt werden. Können alle überleben?

Ich muss sagen, Band zwei war gut, sprachlich und in der Darstellung wieder absolut mitreißend. Allerdings hätte das Buch meiner Meinung nach keine 904 Seiten gebraucht (auf dem Kindle).

Es startete wie immer absolut furios, und man konnte Violets Zerrissenheit mitfühlen. Aber ehrlich gesagt war es zweitweise sehr anstrengend. Die Beziehung von ihr und Xaden drängte sich dieses Mal für mich zu sehr in den Vordergrund, während alle anderen in den Hintergrund rückten und dadurch die Handlung etwas zog. Allerdings bekam man auch neue Einblicke auf alle Charaktere, was für fünf Folgebände wohl sinnvoll ist.

Auch dass bei Violet und Xaden alles besonders sein muss, wissen wir jetzt. Ins Detail möchte ich nicht gehen, dafür muss man es lesen.

Das Ende war natürlich wieder mit einem Cliffhanger versehen und intensiv. Ich bin noch nicht sicher, wie Rebecca Yarros das im nächsten Band integrieren wird, damit ich sie nicht hassen werde.

Grundsätzlich ein gutes Buch, spannend und mitreißend, aber dieses Mal für mich mit kleinen Schwächen und die heftigen tiktok Videos über die Emotionen, konnte ich dieses Mal auch gar nicht nachvollziehen

Ich vergebe 3,5/4 von 5 Sternen für das Buch.
-H

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Veröffentlicht am 26.12.2024

Schwächster Teil

Black Witch - Rebellion
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„Auf Blut in den Laken…“

Isoliert und gejagt schließt Elloren unerwartete Bündnisse und bereitet sich auf die alles verzehrende Schlacht vor. Gleichzeitig muss sie zu sich selbst finden und ihre Gefühle ...


„Auf Blut in den Laken…“

Isoliert und gejagt schließt Elloren unerwartete Bündnisse und bereitet sich auf die alles verzehrende Schlacht vor. Gleichzeitig muss sie zu sich selbst finden und ihre Gefühle unter Verschluss halten.

Auch in diesem Band gelingt es der Autorin erneut, den Leser mit ihrer bildhaften Sprache in eine detailreiche und beeindruckende Welt zu entführen. Verschiedene Schauplätze, magische Portale und fesselnde Kämpfe erleichtern den Einstieg in die Fortsetzung und lassen einen zunächst voller Erwartungen weiterlesen.

Dann jedoch kam ein Punkt, an dem das Buch mich regelrecht an meine Grenzen brachte. Die Handlung zog sich enorm in die Länge, und ich habe sage und schreibe vier Wochen gebraucht, um mich durchzuarbeiten. Alles, was Elloren in den ersten beiden Bänden an Charakterentwicklung und Stärke gewonnen hatte, schien sie innerhalb der ersten 50 Seiten zu verlieren. Stattdessen wurde sie jammernd, schwach und handlungsunfähig dargestellt. Hinzu kamen zahlreiche Wortwiederholungen, hormongetriebene Gedanken und ein erschreckender Mangel an Fortschritt in der Handlung.

Positiv hervorzuheben ist lediglich das Ende, das es wirklich in sich hatte. Es war überraschend, emotional und hat mich nachhaltig beeindruckt. Doch abgesehen davon hinterließen viele Aspekte der Geschichte Fragezeichen. Warum sollte man beispielsweise die mächtigste Waffe zerstören, wenn sie die letzte Hoffnung darstellt? Wieso werden alle anderen Charaktere als übermäßig stark dargestellt, während die ultimative Waffe plötzlich überflüssig erscheint? Aber hey – zumindest sieht sie ihrer Großmutter ähnlich …

Insgesamt konnte mich dieser Teil leider nicht begeistern, obwohl das Ende vieles wieder wettmachte und mich zutiefst erschütterte.

3 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 02.09.2024

Spannend aber oberflächlich

Empire of Sins and Souls 1 - Das verratene Herz
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„Es spielt keine Rolle, wer dich wie oft gesehen hat. Bei jedem weiteren Mal entscheidest du selbst, was du von dir preisgibst. Und wem.“

Prostitution, Diebstahl und Mord – all das gehört zu Zoes Leben, ...

„Es spielt keine Rolle, wer dich wie oft gesehen hat. Bei jedem weiteren Mal entscheidest du selbst, was du von dir preisgibst. Und wem.“

Prostitution, Diebstahl und Mord – all das gehört zu Zoes Leben, und so ist es nicht verwunderlich, dass sie sich nach ihrem Tod in einem Vorort der Hölle wiederfindet. Gierig nach der Sünde, die in ihrem Blut pulsiert, ist sie Gefahren und Versuchungen ausgesetzt und erhält ein Ultimatum, das ihr die Rettung bringen könnte. Aber wird sie am Ende die richtige Entscheidung treffen?

Durch den flüssigen, aber zugleich theatralischen Schreibstil wird man schnell in ein historisches, bildgewaltiges Setting hineingezogen und durchlebt zu Beginn einen relativ langen Einstieg in die Geschichte. Aus der Perspektive der Protagonistin wird der Leser nach und nach eingeführt, erhält Erklärungen und kann sich eine nahezu vollständige Meinung bilden – erst dann steigt die Spannung.

Die Charaktere und Szenen werden sehr plastisch beschrieben, sodass man sich die düstere Welt rund um Zoes Leben und Tod lebhaft vorstellen kann. Allerdings konnte mich Zoe als Hauptcharakter nicht überzeugen. Ihr Leben ist von Schicksalsschlägen geprägt, und ihr Tod wird von den Handlungen anderer bestimmt. Geheimnisse, Lügen und Schockmomente prägen ihre Zeit in der Hölle, doch sie hinterfragt nichts und läuft naiv ihrem Unglück entgegen.

Die Aufgabe, die Zoe gestellt wird, ist spannend und vielschichtig, und der Weg dorthin hat mich förmlich durch die Seiten fliegen lassen. Es gab den einen oder anderen makaberen Schockmoment, aber das passt zum Setting der Vorhölle, das von Sünde und Blut durchdrungen ist. Das gesamte Ambiente ist wiederkehrend makaber und düster.

Der Love Interest war für mich jedoch völlig körperlich und oberflächlich, und ich konnte keinerlei Romantik empfinden. Obwohl der Baron zeitweise gute Charakterzüge gezeigt hat, gab es zwischendurch Situationen, in denen jede Erotik hätte verfliegen müssen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Alles in allem ist es ein außergewöhnliches Buch, etwas völlig anderes. Ab der Hälfte wird es zu einem absoluten Pageturner, den man allerdings ohne jegliches anatomisches Hintergrundwissen lesen sollte.

3 von 5

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Veröffentlicht am 24.07.2024

Endlich wieder Hexen

The Five Crowns of Okrith 1: High Mountain Court
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„Kein noch so großes Talent kann Zeit und Geduld ersetzen, Rem…“

Im Schattenwandelnd verbirgt Remy ihre magischen Kräfte und ihre Vergangenheit, bis eine neue Bedrohung in ihr Leben tritt.

Die Geschichte ...


„Kein noch so großes Talent kann Zeit und Geduld ersetzen, Rem…“

Im Schattenwandelnd verbirgt Remy ihre magischen Kräfte und ihre Vergangenheit, bis eine neue Bedrohung in ihr Leben tritt.

Die Geschichte um Remy und Hale beginnt sehr rasant, mitten im Geschehen, und die Ereignisse überschlagen sich. In der Perspektive der dritten Person kann man in das ausführliche Worldbuilding eintauchen und die Geschichte sowie die Charaktere Stück für Stück kennenlernen. Die Welt rund um die beiden und ihre Verbündeten ist detailliert und gut beschrieben. Die Haupt- und Nebencharaktere hingegen bleiben grob umrissen, was ihnen etwas an Sympathie raubt.

Insgesamt fand ich die Geschichte gut und habe das Buch gerne gelesen. Ich muss aber sagen, dass es bis etwa 80 % für mich eine solide Erzählung war, und erst dann nahm die Geschichte Fahrt auf und raste im Sprint bis zum Ende.

Zu den Charakteren kann ich sagen, dass die Nebencharaktere die Sympathieträger der Geschichte waren. Die beiden Hauptpersonen hingegen konnten durch ihren geringen Umfang und die Überstürztheit ihrer Beziehung nicht mein Herz erreichen. Während sich die Beziehung zu Beginn als oberflächlich und körperlich zeigte, kristallisierte sich im Verlauf der Geschichte endlich ein Sinn heraus, was das Ganze für mich aber nicht mehr retten konnte.

Fazit: Gute Geschichte, interessantes Magiesystem, Loyalität, Freundschaft, ein heftiges Ende und toughe Protagonisten. Kombiniert mit wenig Spannung, schlecht aufgebautem Love Interest und vorhersehbaren Handlungen.

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Veröffentlicht am 24.07.2024

Tolle Einsteiger Möglichkeit

Stolz und Vorurteil - Die Graphic Novel nach Jane Austen
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„Was ist schon ein Tanz? Ein Beginn! Besonders von der Liebe.“

Elizabeth Bennet und ihre Schwestern sollen gut situiert verheiratet werden. Als das Nachbargrundstück neu bezogen wird, schöpft ihre Mutter ...

„Was ist schon ein Tanz? Ein Beginn! Besonders von der Liebe.“

Elizabeth Bennet und ihre Schwestern sollen gut situiert verheiratet werden. Als das Nachbargrundstück neu bezogen wird, schöpft ihre Mutter Hoffnungen.

In einer wunderschön illustrierten Graphic Novel kann man in die Geschichte von Elizabeth und Mr. Darcy eintauchen. Liebevoll gezeichnet und mit kurzen Sequenzen bekommt man einen kurzen Einblick in die Geschichte von Stolz und Vorurteil und kann diese schnell durchfliegen.

Da sich die Schwestern teilweise relativ ähnlich sehen, bin ich öfter durcheinander gekommen, welche sich gerade im Geschehen befindet. Die Gespräche bzw. Texte sind dem Stil entsprechend nur sehr kurz und abgehackt gehalten und bieten demnach nur einen Vorgeschmack auf die reguläre Geschichte von einem Stück Kultur.

Dennoch war es für mich, die von Stolz und Vorurteil bisher immer nur grob gehört hatte, ein schöner und kurzweiliger Ausflug in die Geschichte.

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