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Veröffentlicht am 20.08.2024

Nicht nur optisch ein Highlight!

Die Oaknight-Chroniken (Bd. 1)
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Wir schreiben das Jahr 1799: Als ihre Eltern nicht von einer ihrer vielen Geschäftsreisen zurückkehren, entdecken die adligen Zwillinge Scott und Scarlett Oaknight ein unglaubliches Geheimnis: Sie stammen ...

Wir schreiben das Jahr 1799: Als ihre Eltern nicht von einer ihrer vielen Geschäftsreisen zurückkehren, entdecken die adligen Zwillinge Scott und Scarlett Oaknight ein unglaubliches Geheimnis: Sie stammen von einer langen Linie von Werwolfjägern ab! Ob dieses Erbe wohl der wahre Grund für das Verschwinden ihrer Eltern ist? Die Zwillinge sind sich schnell einig, dass ihnen nur ein Ausweg bleibt: Sie müssen sich von ihrem Butler Hamish zu Werwolfjägern ausbilden lassen und gemeinsam mit ihm in das rätselhafte Dorf reisen, in dem ihre Eltern zum letzten Mal gesehen wurden. Dabei decken sie nicht nur allerlei Geheimnisse auf, sondern stoßen auch auf die Spur einer legendären Bestie...

Als mir die Oaknight-Chroniken zum ersten Mal begegneten, war ich sofort Feuer und Flamme. Allein schon bei der Aufmachung war es um mich geschehen. Das Cover und der passende Farbschnitt sind ein wahrer Blickfang und auch das Innere ist großartig gestaltet, angefangen bei den farbig illustrierten Vorsatzseiten bis hin zu den schaurig-schönen schwarz-weiß Zeichnungen von Helge Vogt, die die Geschichte perfekt untermalen.
Dieses Buch besticht allerdings nicht nur optisch – auch der Inhalt kann sich sehen lassen.

Bereits die ersten Seiten ziehen einen in den Bann. Autor A. E. Leinkenjost gelingt es meisterhaft, von Beginn an eine mysteriöse Atmosphäre zu kreieren und die Spannung kontinuierlich zu steigern. Das historisch-düstere Setting des späten 18. Jahrhunderts hat etwas Faszinierendes an sich und die kurzen Kapitel, ständigen Sichtwechsel und überraschenden Wendungen tun ihr Übriges. Vor allem die vielen verschiedenen Erzählperspektiven, bei denen der Fokus auf Scott, Scarlett und Butler Hamish liegt, sorgen für ein abwechslungsreiches Leseerlebnis. Einige der Nebencharaktere melden sich nämlich sehr unterhaltsam zu Wort und die Zwillinge könnten unterschiedlicher wohl kaum sein. Scott ist der besonnene ruhige Bücherwurm, Scarlett dagegen die geborene taffe Kämpferin.
Es macht einfach großen Spaß, die Geschwister und ihren Hausdiener zu begleiten, ihre erfrischenden Unterhaltungen mitzuverfolgen und zusammen mit ihnen auf Rätsel- und Werwolfjagd zu gehen. Nach und nach werden die Geheimnisse aufgedeckt, wie bei einem Puzzle ergibt sich Stück für Stück ein Gesamtbild. Man mag mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören, besonders das letzte Drittel lädt ordentlich zum Mitfiebern ein. Mir persönlich war dieser Teil des Buches etwas zu actionreich und kampflastig, aber das ist natürlich Geschmackssache. Sehr cool fand ich dafür die vielen kleinen Anspielungen, z. B. auf Märchen, die dem Ganzen eine zusätzliche Würze verleihen.

Mit seinen 480 Seiten mag das Buch recht umfangreich daherkommen, es ist aber im Nu gelesen und lässt einen am Ende voller Vorfreude auf das nächste Abenteuer zurück.

Fazit: „Die Oaknight-Chroniken – Werwolfjagd ist Familiensache“ ist ein gelungener und vielversprechender Reihenauftakt ab 12 Jahren, der mit einer fesselnden und humorvollen Handlung, tollen Charakteren und einer eindrucksvollen Gestaltung punkten kann. Der ideale Lesestoff für alle Fantasy- und Werwolf-Fans und diejenigen, die es gerne spannend, geheimnisvoll und gruselig mögen. Ich bin begeistert von diesem Buch, auf den zweiten Band freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 04.08.2024

Eine wunderschön illustrierte Graphic Novel, die Lust auf mehr macht!

Grün & Gold – Liebe in allen Farben 1
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Im Internat Tannenberg beginnt ein neues Schuljahr und es ist Tradition, dass am ersten Schultag die neuen Siebtklässler die Zehntklässler als Paten zugeteilt bekommen. Als Piet, der angehende Schulsprecher ...

Im Internat Tannenberg beginnt ein neues Schuljahr und es ist Tradition, dass am ersten Schultag die neuen Siebtklässler die Zehntklässler als Paten zugeteilt bekommen. Als Piet, der angehende Schulsprecher und Kummerkasten für alle, seinen Schützling erblickt, glaubt er seinen Augen nicht zu trauen. Rote Haare, blaue Augen, Sommersprossen – der 12-jährige Tim sieht seiner ersten Liebe verblüffend ähnlich, was seine Gefühle völlig durcheinander bringt. Piet muss auf einmal ständig an damals denken, dabei ist er doch eigentlich glücklich mit Thea zusammen. Tim ahnt nichts von alledem. Er ist vollauf damit beschäftigt, allen die kalte Schulter zu zeigen und deutlich zu machen, dass er keinen Bock auf das Internatsleben hat. Eins ist sicher: Das neue Schuljahr verspricht aufregend zu werden.

Da mich zurzeit total das Comic-Fieber gepackt hat, war mein Interesse sofort geweckt, als ich zum ersten Mal von „Grün & Gold“ hörte. Schnell war klar, dass der erste Teil bei mir einziehen muss und so viel sei schon mal gesagt: Für Band 2 ist bereits ein Platz in meinem Regal reserviert.

Lisa Brenner hat mit „Grün & Gold – Liebe in allen Farben 1“ eine bezaubernde Graphic Novel kreiert, die definitiv Lust auf mehr macht. Dadurch, dass mehrere Handlungsstränge begonnen werden und am Ende einige Frage offenbleiben, möchte man unbedingt wissen, wie es im Internat Tannenberg weitergeht. Einerseits natürlich ein geschickter Schachzug, allerdings können die Menge an Personen und die Perspektivwechsel manchmal ein bisschen erschlagend und verwirrend wirken. Es macht stellenweise den Eindruck, als wolle die Autorin zu viel auf einmal erzählen; etwas weniger wäre vielleicht mehr gewesen. Dafür fehlt es wiederum an Hintergrundinformationen über Piets Vergangenheit und auch sein im Klappentext erwähntes Gefühlschaos wird nur angeschnitten. Da gehe ich persönlich aber sehr davon aus, dass diesbezüglich in den Folgebänden deutlich mehr kommen wird.

Trotz allem vermag der Comic zu überzeugen und macht einfach Spaß zu lesen. Das heimelige Internatssetting und die warme Farbgebung der Illustrationen laden direkt zum Eintauchen und Verweilen ein. Und obwohl einige ernste Themen angesprochen werden wie Einsamkeit, Wut und das Gefühl, abgeschoben worden zu sein, herrscht durchweg eine herrliche Feelgood-Atmosphäre, die ein bisschen an Heartstopper erinnert.
Auch die authentisch und liebevoll gezeichneten Figuren tragen dazu bei, dass man sich von Beginn an wohlfühlt. Vor allem Piet ist ein echter Sympathieträger, den man mit seiner hilfsbereiten und freundlichen Art einfach mögen muss. Tim hingegen lernen wir in diesem Band als einen ziemlich ablehnenden und verschlossenen Jungen kennen, doch auch ihn schließt man schnell ins Herz.

Wodurch der Comic ganz besonders besticht, ist die wundervolle, farbenfrohe Innengestaltung. Lisa Brenners Illustrationen sind modern, ausdrucksstark und mit viel Liebe zum Detail gezeichnet und fangen das Internatsleben und die Emotionen der Figuren perfekt ein.
Hinten im Anhang erwarten einen dann noch ein paar tolle Extras wie ein Bonuskapitel, Steckbriefe zu den wichtigsten Personen und frühere Skizzen. Ein Art Print, das im Buch beiliegt, runden das Ganze ab und machen diesen ersten Band zu einem wirklich gelungenen Gesamtpaket.

Fazit: „Grün & Gold – Liebe in allen Farben 1“ ist ein vielversprechender Auftakt einer neuen Graphic Novel-Serie ab 12 Jahren über Freundschaft, die erste Liebe und Veränderungen. Mitreißend und warmherzig erzählt, wunderschön illustriert und mit liebenswerten Charakteren zum Gernhaben. Ein absoluter Wohlfühlcomic für alle Fans von Heartstopper und all diejenigen, die es turbulent, emotional und queer mögen und das Internatssetting lieben. Trotz kleiner Schwächen bin ich hellauf begeistert von diesem Buch. Ich habe es in einem Rutsch gelesen und freue mich schon sehr auf den zweiten Band. Von mir gibt es von 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 27.07.2024

Ein wunderbares Buch voller Überraschungen

Die wundersamen Talente der Kalendario-Geschwister: Skurril, komisch, magisch - eine Detektivgeschichte der besonderen Art!
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Herzlich willkommen in Maubach, eine beschauliche Kleinstadt im Süden Bayerns. Hier leben die Geschwister Pablo und Penny, gemeinsam mit ihren zwei Müttern Lea und Chris. Bis vor kurzem haben die Vier ...

Herzlich willkommen in Maubach, eine beschauliche Kleinstadt im Süden Bayerns. Hier leben die Geschwister Pablo und Penny, gemeinsam mit ihren zwei Müttern Lea und Chris. Bis vor kurzem haben die Vier noch in München gewohnt, aber da Oma Ilse immer vergesslicher wird, sind sie zu ihr nach Maubach gezogen, um ihr in ihrem Café unter die Arme zu greifen. Während Penny gar nicht begeistert von dem Umzug ist, ist für Pablo ein Traum in Erfüllung gegangen. Schon als kleiner Junge war er ganz fasziniert von diesem Ort und hat gebannt den Geschichten seiner Großmutter gelauscht. In diesen war Maubach ein magischer und rätselhafter Ort. Briefe teilten sich dort von selbst aus und himmlische Kuchen ließen alle, die davon aßen, vom Boden abheben. Der Mittelpunkt dieses vergangenen Maubach war Alfred Knopfloch, der eines Tages zusammen mit seiner Familie spurlos verschwand. Und mit ihm auch sämtliche Magie. 25 Jahre ist dies nun her und bis heute konnte das Verschwinden der Knopflochs nicht aufgeklärt werden. Pablo möchte unbedingt herausfinden, was den Knopflochs zugestoßen ist. Er träumt schon lange davon, einen echten kniffligen Fall zu lösen, so wie der Held in seiner Lieblingsserie. Als eines Morgens der unheimliche Herr Kalendario und seine fünf seltsamen Kinder in die Nachbarvilla einziehen, sieht er seine Chance endlich gekommen. Auf einmal beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Pennys Pudel beginnt zu sprechen, im Münchener Zoo verschwindet ein Elefant und sogar Penny besitzt plötzlich magische Fähigkeiten. Ehe es sich Pablo versieht, steckt er mittendrin im größten Abenteuer seines Lebens.

Als mir die Kalendario-Geschwister zum ersten Mal in der Verlagsvorschau begegneten, war mir sofort klar, dass ich sie kennenlernen möchte. Allein das Cover ließ mein Herz augenblicklich höher schlagen. Düster, geheimnisvoll und skurril wirkt es, macht neugierig auf die Geschichte dahinter. Und so viel sei schon mal gesagt: Der Inhalt hält, was die Optik verspricht.

Louisa Söllner legt hier ein vielversprechendes Debüt vor, das Jung und Alt gleichermaßen begeistert und in dem weitaus mehr steckt, als man auf den ersten Blick vermuten würde.
Mit viel Witz und Charme entführt uns die deutsche Autorin in eine Welt voller Überraschungen, Geheimnisse und Wunderlichkeiten. Dabei erzählt sie nicht nur von magisch-kuriosen Talenten, rätselhaften Ereignissen und aufregenden Ermittlungsarbeiten, sondern auch von Freundschaft, Neid, Demenz und Toleranz. Auch Homosexualität wird durch Pablos und Pennys zwei Mütter ganz nebenbei und völlig selbstverständlich angesprochen, ohne ein Thema daraus zu machen. All dies wurde gekonnt miteinander verknüpft und keine Sorge, trotz der ernsten Töne kommt der Spaß bei dem Ganzen natürlich nicht zu kurz, im Gegenteil.

Ich kann euch versprechen: Langeweile kommt auf den 251 Seiten garantiert nicht auf! Vor allem die liebevoll gezeichneten Charaktere mit ihren jeweiligen Eigenheiten sorgen für reichlich Abwechslung und Unterhaltung. Ein besonderes Highlight sind dabei die schrägen Kalendario-Geschwister, die wohl das Paradebeispiel fürs Anderssein und Ungewöhnliche sind. Doch auch Pablo, Penny und die weiteren Figuren sind wunderbar getroffen und wachsen einen, wie die Kalendarios, fest ans Herz. Es ist einfach eine Freude, Zeit mit dieser Truppe zu verbringen und auch wenn das Ende etwas zu schnell abgehandelt wird, kann man das Buch mit einem zufriedenen Gefühl zuklappen.

Fazit: „Die wundersamen Talente der Kalendario-Geschwister“ ist eine spannende und unterhaltsame Detektivgeschichte zum Miträtseln, gepaart mit einer ordentlichen Portion Humor, ganz viel Freundschaft und ein bisschen Magie. Ein gelungenes Debüt für alle ab 10 Jahren, die gerne skurrile Geschichten und außergewöhnliche Charaktere mögen. Ich kann das Erstlingswerk von Louisa Söllner nur empfehlen, mir hat es unheimlich viel Vergnügen bereitet. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 16.05.2024

Ein weiterer toller Band einer großartigen Reihe!

Rory Shy, der schüchterne Detektiv - Die Erpressung des Soßen-Königs (Rory Shy, der schüchterne Detektiv, Bd. 6)
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Als die 13-jährige Matilda Bond das Musical „Mörderische Ehefrauen“ besucht, wird sie nicht nur Zuschauerin eines grottenschlechten Theaterstücks, sondern auch Zeugin eines Verbrechens. Mitten in der ...

Als die 13-jährige Matilda Bond das Musical „Mörderische Ehefrauen“ besucht, wird sie nicht nur Zuschauerin eines grottenschlechten Theaterstücks, sondern auch Zeugin eines Verbrechens. Mitten in der Aufführung wird eine der Darstellerinnen vor den Augen aller von der Bühne gekidnappt. Das Entführungsopfer entpuppt sich als die Tochter des reichen (und überaus unsympathischen) Gisbert König, auch der „Soßen-König“ genannt, der mit dem Verkauf von Fertigsoßen zum Millionär wurde. Nur wenig später taucht ein Erpresserbrief auf und der Soßen-König wendet sich an Rory Shy, dem berühmten schüchternen Detektiv. Dieser übernimmt ohne Zögern den Fall und stürzt sich gemeinsam mit Matilda und deren ängstlichen Cockerspaniel Dr. Herkenrath in die Ermittlungen. Ob sie wohl auch diesen Fall lösen werden?

Es handelt sich hierbei um den sechsten Teil der „Rory Shy, der schüchterne Detektiv“ – Reihe. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, können die Bücher unabhängig voneinander gelesen werden. Die Lesefreude ist allerdings größer, wenn man mit dem ersten Buch startet.
Ich bin Rory Shy-Fan der ersten Stunde und habe bisher alle Bände voller Begeisterung verschlungen. Auf den sechsten Band habe ich mich daher sehr gefreut und auch wenn er für mich ein bisschen schwächer als die Vorgänger ist, war es mal wieder ein wahres Vergnügen, mit dem schüchternen Detektiv und seiner gewitzten Assistentin Matilda auf Verbrecherjagd zu gehen. Solltet ihr gerne Detektivgeschichten lesen und noch nicht die Bekanntschaft mit diesem ungewöhnlichen Duo gemacht haben, habt ihr eindeutig etwas verpasst. Diese Reihe ist einfach großartig und bietet nicht nur jungen Spürnasen ab 10 Jahren die beste Krimiunterhaltung, sondern auch Erwachsenen.

Die Ermittlungsarbeiten von Rory und Matilda sind wie gewohnt äußerst witzig und laden zum Miträtseln ein. Hier werden sogar so manche erwachsene und erfahrene Krimileser*innen bis zum Schluss im Dunkeln tappen und von der Auflösung am Ende überrascht werden. Unsere Detektive bekommen es mal wieder mit einem ziemlich kniffligen Fall zu tun, der ihnen einiges abverlangt. Dieses Mal zum Glück ohne Clowns, aber dafür mit einem durchgeknallten Soßen-König, einer Köchin mit einer Vorliebe für gewöhnungsbedürftige Gerichte (schokoladenüberzogenes Leberwurstkonfekt - kann das schmecken?) und so einigen weiteren schrägen Vögeln.

Die Figuren werden auch diesmal wunderbar überspitzt dargestellt und sorgen mit ihren skurrilen Eigenschaften für jede Menge Lacher und breite Schmunzler. Allein Rory ist ein hinreißender Charakter mit seiner extremen Schüchternheit und Höflichkeit. Er ist sogar zu scheu zum Zeugenbefragen und einen Satz ohne ein verschämtes Ähm herausbringen, ist für ihn quasi ein Ding der Unmöglichkeit. Wie gut, dass er mittlerweile Matilda an seiner Seite hat, die das Reden liebt und sich so leicht nicht unterkriegen lässt. Die beiden ergänzen sich einfach perfekt und ergeben zusammen mit Matildas hasenfüßigen Cockerspaniel Dr. Herkenrath ein unschlagbares Team.

Langeweile kommt auf den 301 Seiten garantiert nicht auf. Die Handlung wird wie gehabt sehr erfrischend und charmant aus der Sicht der inzwischen 13-jährigen Matilda erzählt und ist mit jeder Menge Spannung, originellem Humor und Situationskomik gespickt. Man mag das Buch nicht mehr aus der Hand legen und würde nach dem Beenden am liebsten sofort zum nächsten Band greifen. Also ich hoffe sehr, dass es mit der Reihe weitergehen wird, ich mag mich von Rory, Matilda und Co. einfach noch nicht verabschieden.

Fazit: „Rory Shy, der schüchterne Detektiv – Die Erpressung des Soßen-Königs“ ist eine spannende und unterhaltsame Detektivgeschichte voller Witz und Charme zum Mitfiebern und Mitraten. Ein origineller Kinderkrimi mit herrlich schrulligen Charakteren, die man einfach lieben muss. Mir hat es wieder großen Spaß gemacht, Rory und Matilda bei ihren Ermittlungen zu begleiten. Über viele weitere Abenteuer mit den beiden würde ich mich riesig freuen. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 28.04.2024

Ein toller zweiter Band!

Moon & Midnight − Ein BISSchen Magie schadet nie
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Seit die 11-jährige Maggie Moon mit ihren Eltern nach Ghoston gezogen ist, hat sich ihr Leben komplett verändert. Sie hat nicht nur erfahren, dass sie aus einer alten Linie von Vampirjägern entstammt – ...

Seit die 11-jährige Maggie Moon mit ihren Eltern nach Ghoston gezogen ist, hat sich ihr Leben komplett verändert. Sie hat nicht nur erfahren, dass sie aus einer alten Linie von Vampirjägern entstammt – sie ist auch mit dem Vampirmädchen Theodora Midnight befreundet (die sich zum Glück vegetarisch ernährt). Gemeinsam mit ihrer Familie lebt Theodora mitten in den Skeleton Woods, in einem alten heruntergekommenen Schloss, das dank eines Schutzzaubers für normale Menschen unsichtbar ist. Normalerweise. Seit kurzem wird dieser Zauber aber aus rätselhaften Gründen immer schwächer. Zu allem Überfluss taucht dann auch noch ein Monsterjäger in der Stadt auf, der es auf Vampire und andere übernatürliche Kreaturen abgesehen hat. Maggie und Theodora müssen schleunigst etwas unternehmen, um den Schutzzauber wieder zu stärken. Doch dafür benötigen sie einen wichtigen Gegenstand: Draculas Ring. Ob es ihnen wohl gelingen, den Ring rechtzeitig zu beschaffen?

Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil der„Moon & Midnight“ – Dilogie. Dank der kurzen Rückblenden zu Beginn sollte man auch als Neuling gut in die Story hineinfinden können, allerdings empfiehlt es sich, mit dem ersten Buch der Reihe zu starten.
Nachdem mir der Auftaktband so gut gefallen hat, habe ich mich auf die Fortsetzung sehr gefreut. Diese kommt in meinen Augen ein klein wenig schwächer daher als der Vorgänger, ist aber dennoch vollkommen lesenswert. Vor allem, wer gerade auf der Suche nach einer schaurig-schönen und witzigen Grusellektüre ist, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

Wie im vorherigen Band, so gilt auch hier: Wirklich gruselig wird es nicht. Man bekommt es zwar mit Vampiren, Werwölfen und Monsterjägern zu tun und macht einen Ausflug zu Graf Draculas Schloss in Transsylvanien, allerdings passiert all das auf eine sehr unterhaltsame, und nur ein bisschen unheimliche Art und Weise.

Der Humor kommt abermals nicht zu kurz, was von Katy Birchall auch nicht anders zu erwarten war. Das Abenteuer davor habe ich zwar als etwas lustiger empfunden, aber das war auch nur ein winzig kleiner Wermutstropfen für mich. Es hat trotz allem wieder großen Spaß gemacht, Ich-Erzählerin Maggie und ihre Vampirfreundin Theodora zu begleiten und gemeinsam mit ihnen und den weiteren Figuren ein neues aufregendes Abenteuer zu erleben. Langeweile kommt dabei an keiner Stelle auf, auch Erwachsene und Jungen werden an diesem Buch ihre helle Freude haben (dass der Verlag die Reihe als Mädchenbücher bezeichnet, finde ich persönlich nicht so passend).
Die gut 352 Seiten können allerdings nicht nur mit einer abenteuerlichen und vergnüglichen Geschichte punkten – sie begeistern auch mit vielen wichtigen Werten und Botschaften. So wird auch dieses Mal gezeigt, dass man auch dann wunderbar miteinander auskommen und befreundet sein kann, wenn man völlig verschieden ist und dass es sich lohnt, offen für Neues zu sein und sich die Zeit zu nehmen, um andere besser kennenzulernen.
Die bezaubernden schwarz-weiß Zeichnungen von Alexandra Helm ergänzen die Geschichte perfekt und das Ende schließt die Reihe gelungen ab.

Fazit: „Moon & Midnight – Ein BISSchen Magie schadet nie“ ist eine spannende und magische Geschichte mit ganz viel Freundschaft, Witz und Herz (und Ketchup) und wundervollen Charakteren. Ein Buch zum Schmunzeln, Wohlfühlen und ein kleines BISSchen Gruseln. Mir hat auch dieser Band rund um Maggie und ihre Vampirfreundin Theodora sehr viel Spaß gemacht. Ich kann diese Reihe ab 10 Jahren nur empfehlen. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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