War nicht so ganz meins, aber war trotzdem in Ordnung
The Five Crowns of Okrith 1: High Mountain CourtIn 'High Mountain Court' geht es um Remy, die sich ihr ganzes Leben vor der Welt versteckt hat. Als sie dann auf den Kronprinzen Hale trifft, ändert sich alles für sie...
Mir hat der Einstieg ganz gut ...
In 'High Mountain Court' geht es um Remy, die sich ihr ganzes Leben vor der Welt versteckt hat. Als sie dann auf den Kronprinzen Hale trifft, ändert sich alles für sie...
Mir hat der Einstieg ganz gut gefallen. Man wurde nicht mit neuen Informationen überflutet, sondern hat ein eher subtiles Worldbuilding bekommen. Die Welt, in der das Buch spielt, hat mir gut gefallen, vor allem, dass sie so divers und offen ist. Außerdem fand ich es spannend, die Hierarchien der unterschiedlichen Spezies zu ergründen.
Die Handlung ist in den ersten 2/3 eher vor sich hingeplätschert, und meiner Meinung nach wichtige Aspekte wurden eher schnell abgehandelt, ohne so richtig genau darauf einzugehen. Im letzten Drittel hat sich dann alles überschlagen und auch hier wurde auf mehrere Sachen viel zu ungenau eingegangen. Dafür gab es hier richtig coole Kampfszenen, deren Beschreibungen mit sehr gut gefallen haben. Etwas schade fand ich, dass das Buch teilweise sehr vorhersehbar war, vor allem, was einen größeren Aspekt der Handlung betrifft, den man beinahe von Anfang an erraten konnte.
Der Fokus lag kaum auf der Liebesbeziehung zwischen Hale und Remy - diese war eine totale Insta-Love Sache, auch, wenn das wenigstens gut begründet ist. Der Spice, den es gab, hat allerdings weder zur Handlung, noch zu den Protagonisten so richtig gut gepasst.
Die Protagonisten. Obwohl aus Remys Sicht (allerdings aus der 3. Perspektive) erzählt wird, war sie nicht so richtig nahbar, und ich konnte bis zum Ende keinen so guten Draht zu ihr finden. Auch Hale fand ich viel zu flach dargestellt, dafür, dass er der Love-Interest der Geschichte ist. Ihre Beziehung zu einander konnte sich mir auch nicht so richtig erschließen.
Die Nebencharaktere allerdings mochte ich richtig gerne. Vor allem die Gruppe, mit der Remy herumgezogen ist, hatte eine coole Dynamik, und mir haben Bri und Carys sehr gut gefallen. Schön fand ich auch, dass nicht-binäre und generell queere Personen so problemlos und ohne viel Aufheben in die Geschichte mit eingebunden wurden.
Obwohl diesem Buch etwas die Tiefe fehlt, und mehr Seiten nicht geschadet hätten, habe ich es doch gerne gelesen und kann es Romantasy-Liebhabern empfehlen. Am 2. Band werde ich mich auch nochmal versuchen :).