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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2025

Sehr unausgereift und nicht so gut durchdacht

Hell Followed with us – Das Monster in uns: Eine düstere postapokalyptische Fantasy – Auf Goodreads gefeiert! Erstauflage mit gestaltetem Farbschnitt
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Bei diesem Buch hatte ich mir leider deutlich mehr erhofft, als ich dann bekommen habe. Die Idee für die Geschichte fand ich nicht schlecht, die Umsetzung ist meiner Meinung nach noch sehr verbesserungswürdig.

Der ...

Bei diesem Buch hatte ich mir leider deutlich mehr erhofft, als ich dann bekommen habe. Die Idee für die Geschichte fand ich nicht schlecht, die Umsetzung ist meiner Meinung nach noch sehr verbesserungswürdig.

Der Schreibstil war in Ordnung, aber konnte mich nicht besonders mitreißen. Vor allem die ekligen Szenen waren sehr lebendig beschrieben, was einige stören könnte. Für mich war es aber okay. Gestört haben mich die häufigen Wiederholungen. Als ob man nicht wüsste, dass die Protagonist:innen queer sind wird es dem Leser/der Leserin quasi immer wieder an den Kopf geworfen. Diese Art und Weise etwas zu vermitteln empfand ich als sehr unelegant. Show don't tell hat der Autor (noch) nicht so drauf. Die Charaktere waren mir auch alle etwas zu blass und wenig präsent. Man hat am Rande über jeden ein paar Sätze mitbekommen, aber nicht so, dass man in irgendeiner Form eine Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Ansonsten gab es wie in jedem Buch Charaktere die man mag oder eben nicht mag.

Die Plottwists fand ich größtenteils sehr vorhersehbar, dementsprechend hat mich beim Lesen nichts überrascht oder zum Mitfiebern angeregt. Das Ende war dann sehr überstürzt und schnell abgehandelt, sodass auch die ein oder andere Frage offen bleibt. Generell denke ich, dass man aus dem Buch einiges hätte machen können. Denn die Idee und einige der Botschaften fand ich nicht schlecht. Zudem ist die Integration von queeren Menschen wichtig. Ich finde allerdings die beste Möglichkeit zur Integration ist es, es natürlich einfließen zu lassen und es dem Leser/der Leserin nicht immer so stumpf an den Kopf zu werfen.

Das Endzeit-Setting und die bedrückende Atmosphäre hat der Autor sehr gut transportiert. Ebenso wie den religiösen Fanatismus und die Sinnlosigkeit dahinter. An interessanten Themen hat es der Geschichte also grundsätzlich nicht gefehlt, ich fand die Umsetzung nur leider recht langweilig.

Ich bleibe enttäuscht zurück, ich hatte mir von der Geschichte wirklich mehr erhofft. Von mir gibt es deshalb leider keine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 15.09.2024

Hat noch viel Luft nach oben!

So Let Them Burn
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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Debüt und das merkt man meiner Meinung nach sehr stark. Grundsätzlich fand ich die Idee der Autorin gut, aber an der Umsetzung hat es noch ziemlich gehapert.

Der ...

Bei diesem Buch handelt es sich um ein Debüt und das merkt man meiner Meinung nach sehr stark. Grundsätzlich fand ich die Idee der Autorin gut, aber an der Umsetzung hat es noch ziemlich gehapert.

Der Schreibstil ist gut und lässt sich flüssig und leicht lesen. Hierfür also ein Pluspunkt. Ich mochte es, dass es in diesem Buch keinen Spice gab, ich kann es nämlich ehrlich gesagt nicht mehr sehen/lesen. Diese austauschbaren Szenen, die null zur Handlung beitragen brauche ich absolut nicht. Also auch dafür einen Pluspunkt. Leider wirkten die beiden Liebesbeziehungen für mich hier aber ziemlich unnötig. Wieso muss immer jeder super doll verliebt sein? Eine richtig gute Freundschaft wäre doch auch mal toll! Nun ja, hier ging es von Hass auf Liebe in einem Fall extrem schnell, was mir nicht gefallen hat. Es wirkte sehr erzwungen und konstruiert. Da hätte man an einigen Stellen mehr Arbeit und Liebe in die Charakterentwicklung stecken sollen.

Faron ist anfangs eine eher schwierige Protagonistin. Sie ist recht aufmüpfig und auch etwas arrogant und vor allem unreflektiert. Ihre Schwester Elara mochte ich so viel mehr! Sie ist sanftmütig und sympathisch und ihre Kapitel habe ich wesentlich lieber gelesen. Die Blickwinkel wechseln zwischen den Schwestern und ich fand die zwei POVs gut.

Spannungstechnisch hat das Buch sehr lange gebraucht und ist erst einmal vor sich hin geplätschert. Am Ende haben sich die Ereignisse dafür dann geradezu überschlagen. Das hätte ich mir etwas ausgeglichener gewünscht! Zum Ende würde ich gern noch etwas sagen, allerdings wäre das ein massiver Spoiler, weshalb ich darauf verzichte. Ohne zu spoilern kann ich sagen, dass ich das Ende gedanklich etwas faul von der Autorin fand und nicht so originell. Natürlich lässt sie uns mit einem Cliffhanger zurück. Den zweiten Teil werde ich vermutlich dennoch nicht lesen, dafür fehlte mir in diesem ersten Teil einfach zu viel. Von mir gibt es deshalb 2,5 Sterne und dort, wo es keine halben Sterne gibt, runde ich auf 3 auf.

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Veröffentlicht am 31.07.2024

Recht langatmig und konnte mich nicht mitreißen

When The Moon Hatched
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Das Buchcover finde ich nach wie vor wunderschön, leider wird dem Cover der Inhalt nicht gerecht.

When the moon hatched ist wieder ein klassisches Beispiel für einen Tiktok-Hype, den ich ungerechtfertigt ...

Das Buchcover finde ich nach wie vor wunderschön, leider wird dem Cover der Inhalt nicht gerecht.

When the moon hatched ist wieder ein klassisches Beispiel für einen Tiktok-Hype, den ich ungerechtfertigt finde. Das Buch ist grundsätzlich nicht super schlecht. Es lässt sich wirklich flüssig und gut lesen und auch die Idee fand ich toll, allerdings hapert es in der Umsetzung doch sehr. Die Geschichte zieht sich und zieht sich und zieeeeeeht sich unglaublich in die Länge. Ich weiß ehrlich gesagt nicht einmal weshalb, denn in die Charaktere wurde auch nicht so viel Zeit und Liebe gesteckt, meiner Meinung nach. Für mich muss der Plot nicht extrem umwerfend sein, wenn die Charaktere richtig toll sind und die Geschichte charakterbasiert ausgerichtet ist bin ich damit auch völlig fein. Das war hier aber auch nicht der Fall. Raeve und Kaan sind nicht unsympathisch, aber irgendwie doch eher die Basic-Charaktere und recht austauschbar für mich. So ein bisschen die Standard Romantasy-Charaktere eben.

Den Weltenaufbau und das Setting fand ich gut, daraus hätte man echt etwas machen können! Die Plottwists hat man auch alle kommen sehen und so musste ich mich leider echt oft zum Lesen zwingen. Mich hat es einfach nicht abgeholt. Weder die Geschichte, noch die Charaktere. Es war okay, aber ich lese Bücher nicht gern, wenn sie okay sind. Ich brauche mitreißende Geschichten und authentische, tolle Charaktere mit denen ich mitfiebere. Hier war mir irgendwie alles einfach egal.

Ich weiß wirklich nicht was so viele an dem Buch so super finden. Die Drachen? Mr. groß-stark-gutaussehend? Der Plot kann es jedenfalls nicht sein. Ich kann das Buch nicht empfehlen, es gibt so viele tolle Bücher die stattdessen auf euch warten :)

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Veröffentlicht am 04.12.2023

Konnte mich nicht berühren 2,5/5 Sterne

GUY'S GIRL
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In Emma Noyes erstem Roman lernen wir Ginny kennen, die eine schlimme Essstörung hat. Die Autorin schreibt aus eigener Erfahrung, was Ginnys Berichte und Erfahrungen mit dem Thema sehr echt und authentisch ...

In Emma Noyes erstem Roman lernen wir Ginny kennen, die eine schlimme Essstörung hat. Die Autorin schreibt aus eigener Erfahrung, was Ginnys Berichte und Erfahrungen mit dem Thema sehr echt und authentisch machen. Ich möchte das keinesfalls kritisieren, denn es ist ein sehr wichtiges und ernstzunehmendes Thema, manche Ausführungen hätten aber nicht unbedingt sein müssen. Ob Ginny während sie in Gesellschaft ist heimlich den ganzen Inhalt ihrer Popcorntüte in eine Tasse erbrechen kann, ist eines dieser Beispiele. So detailliert hätte es für mich oftmals nicht sein müssen, um die Krankheit "zu verstehen". Das man sie ohne das man selbst betroffen ist nie vollumfänglich verstehen kann, ist natürlich klar. Dennoch wird man durch das Buch bezüglich dieses Themas sensibilisiert und lernt, was in den Köpfen betroffener Menschen vorgeht.

Abseits des Themas hatten die Protagonist:innen für mich nichts besonderes an sich. Ich fand sie nicht furchtbar, aber super doll gemocht habe ich auch keinen. Das Buch ist aus der Perspektive von Ginny und Adrian geschrieben, wodurch wir mehr Einblicke bekommen. Generell finde ich das gut, nur hier hat es mich einfach nicht gecatcht. Die Kapitel sind alle recht kurz gehalten, sodass man das Buch sehr schnell weg lesen kann. Viel mehr bleibt es für mich auch nicht, als ein Buch zum "schnell weg lesen". Die sich anbahnende Beziehung zwischen Ginny und Adrian und das ganze hin und her waren für mich eher zäh und langweilig. Es gab nichts, was man nicht schon in dutzenden Liebesromanen gelesen hätte.

Somit kann ich das Buch auch nicht unbedingt empfehlen. Für zwischendurch war es in Ordnung. Ich vergebe 2,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 21.06.2023

Eher schwierig, sehr vulgär und erst am Ende passiert richtig was

The Darkest Gold – Die Gefangene
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Auf die Buchreihe war ich super gespannt, weil sie im englischsprachigen Raum sehr gehyped wird. Gleich vorab muss ich sagen, dass ich den Hype in diesem Fall nicht ganz verstehe. Dieses Buch ist der Einstieg ...

Auf die Buchreihe war ich super gespannt, weil sie im englischsprachigen Raum sehr gehyped wird. Gleich vorab muss ich sagen, dass ich den Hype in diesem Fall nicht ganz verstehe. Dieses Buch ist der Einstieg in eine Reihe, die fünf Bände umfasst.

Das Buch startet direkt ziemlich vulgär, mit einer Orgie. Generell mag ich so explizit ausformulierte Szenen nicht besonders, weil ich sie als unrelevant für die Storyline erachte und sie mir einfach nichts "geben". Zum Glück gab es dann nur zwei dieser expliziten Szenen, wobei eine leider eine Vergewaltigung ist. Grundsätzlich sollten unbedingt die Triggerwarnungen beachtet werden! Frauen haben in diesem Buch nicht wirklich viele Rechte, außer dem Recht zu dienen. Die Gewalt und die Obszönität kann man ungefähr mit der von GOT gleichsetzen. Bitte denkt deshalb vorher gut nach, ob ihr damit umgehen könnt. Umgehen konnte ich generell damit, es wurde mir nur zusehends zu viel. Die Prostituierten müssen doch nicht ständig als Hre oder Ftze beleidigt werden um darzustellen, dass sie deutlich unter allen stehen. Das kann man sich bei ihrem Daseinsgrund ohnehin vorstellen. Keine Ahnung, ob die Autorin ein Faible für diese Art von Sprache hat, mir hat es jedenfalls nicht besonders gefallen. Weniger schlimm fand ich die Gewalt im Buch, das bin ich aus diversen anderen Büchern und Serien gewöhnt und bis auf die Vergewaltigung fand ich die Darstellung nicht unnormal grausam oder blutig.

Abgesehen von der vulgären Sprache fand ich den Schreibstil in Ordnung und konnte der Geschichte gut folgen. Die Charaktere sind bis auf Auren leider bisher sehr flach und blass. Auren mag ich gern, vor allem durch ihre mitfühlende Art. Man merkt, dass sie ein guter Mensch ist. Vielleicht etwas zu gut, vor allem im Bezug auf Midas. Ja, die beiden haben ihre Vergangenheit, aber dennoch stellt sie ihn immer als so toll dar, obwohl er sie einsperrt. Er ist nicht grausam zu ihr und sie bedeutet ihm ganz klar etwas, dennoch ist das eine sehr toxische Beziehung zu der sie Abstand gewinnen sollte. Aber mal ehrlich, dass sie den nicht bekommt weiß man jetzt schon. Da kann man nur hoffen, dass er sich ändert.

Die Geschichte zieht sich insgesamt ziemlich in die Länge. Bis auf das letzte Viertel passiert recht wenig. Und das obwohl auch der Weltenaufbau zu kurz kommt. Das meiste ist vermutlich der Einblick in Aurens Gefühlswelt. Ich habe das Hörbuch gehört und fand die Sprecherin wirklich angenehm! Sie hat ein tolles Lesetempo und betont sehr schön. Das hat die Geschichte für mich definitiv verbessert. Nun muss ich dazu sagen, dass ich nebenbei immer etwas gemacht habe und nicht nur das Hörbuch gehört habe. Vermutlich wäre mir das Buch beim selbst Lesen sehr schnell zu langweilig geworden. Durch das Hörbuch war es noch in Ordnung.

Da der zweite Teil schon hier liegt werde ich diesem noch eine Chance geben (bzw. wieder das Hörbuch hören). Ich hoffe sehr, dass sich die Geschichte noch verbessert!

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