Sehr unausgereift und nicht so gut durchdacht
Hell Followed with us – Das Monster in uns: Eine düstere postapokalyptische Fantasy – Auf Goodreads gefeiert! Erstauflage mit gestaltetem FarbschnittBei diesem Buch hatte ich mir leider deutlich mehr erhofft, als ich dann bekommen habe. Die Idee für die Geschichte fand ich nicht schlecht, die Umsetzung ist meiner Meinung nach noch sehr verbesserungswürdig.
Der ...
Bei diesem Buch hatte ich mir leider deutlich mehr erhofft, als ich dann bekommen habe. Die Idee für die Geschichte fand ich nicht schlecht, die Umsetzung ist meiner Meinung nach noch sehr verbesserungswürdig.
Der Schreibstil war in Ordnung, aber konnte mich nicht besonders mitreißen. Vor allem die ekligen Szenen waren sehr lebendig beschrieben, was einige stören könnte. Für mich war es aber okay. Gestört haben mich die häufigen Wiederholungen. Als ob man nicht wüsste, dass die Protagonist:innen queer sind wird es dem Leser/der Leserin quasi immer wieder an den Kopf geworfen. Diese Art und Weise etwas zu vermitteln empfand ich als sehr unelegant. Show don't tell hat der Autor (noch) nicht so drauf. Die Charaktere waren mir auch alle etwas zu blass und wenig präsent. Man hat am Rande über jeden ein paar Sätze mitbekommen, aber nicht so, dass man in irgendeiner Form eine Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Ansonsten gab es wie in jedem Buch Charaktere die man mag oder eben nicht mag.
Die Plottwists fand ich größtenteils sehr vorhersehbar, dementsprechend hat mich beim Lesen nichts überrascht oder zum Mitfiebern angeregt. Das Ende war dann sehr überstürzt und schnell abgehandelt, sodass auch die ein oder andere Frage offen bleibt. Generell denke ich, dass man aus dem Buch einiges hätte machen können. Denn die Idee und einige der Botschaften fand ich nicht schlecht. Zudem ist die Integration von queeren Menschen wichtig. Ich finde allerdings die beste Möglichkeit zur Integration ist es, es natürlich einfließen zu lassen und es dem Leser/der Leserin nicht immer so stumpf an den Kopf zu werfen.
Das Endzeit-Setting und die bedrückende Atmosphäre hat der Autor sehr gut transportiert. Ebenso wie den religiösen Fanatismus und die Sinnlosigkeit dahinter. An interessanten Themen hat es der Geschichte also grundsätzlich nicht gefehlt, ich fand die Umsetzung nur leider recht langweilig.
Ich bleibe enttäuscht zurück, ich hatte mir von der Geschichte wirklich mehr erhofft. Von mir gibt es deshalb leider keine Leseempfehlung.