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Veröffentlicht am 05.11.2017

4 Nebencharaktere, die mir anfangs unsympathisch waren

Meeresblau & Mandelblüte
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Inhalt
Die Karrierefrau Leonie Maler erhält einen Anruf aus Mallorca. Ihre Großtante Elisabeth, mit der sie seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr hatte, ist verstorben. Da ihre Eltern sich mit der Tante ...

Inhalt
Die Karrierefrau Leonie Maler erhält einen Anruf aus Mallorca. Ihre Großtante Elisabeth, mit der sie seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr hatte, ist verstorben. Da ihre Eltern sich mit der Tante überworfen haben, fühlt sie sich verpflichtet, nach Mallorca zu fliegen. Zwei bis drei Tage für Beerdigung und Testamentseröffnung und zurück nach Deutschland, wo bereits zwei Firmen darauf warten, von ihr gerettet zu werden. So lautet der Plan.

Doch da spielt die Verstorbene nicht mit. Mit einem persönlichen Abschiedsbrief fordert sie Leonie heraus und die entschließt sich dazu, die Vorgaben, an die die Erbschaft des schuldenfreien kleinen Hotels mit Grundstück gebunden sind, zu erfüllen und ein Jahr auf Mallorca zu bleiben.

Sie will das Hotel auf Vordermann bringen und verkaufen. Doch da sind auch Elisabeths beste Freundin Rike und drei weitere Rentner, Greta, Friedrich und Hans, mit denen ihre Tante ihren Lebensabend verbracht hat. Sie sind Dauergäste im Hotel und wollen Leonie das Leben schwer machen.

Nur Niklas, Rikes Sohn, steht Leonie bei ihren Plänen hilfreich zur Seite. Doch das macht er nicht ganz uneigennützig, denn die verstorbene Elisabeth hat ihn in ein Geheimnis eingeweiht, für das er nun die Verantwortung übernehmen muss. Doch davon ahnt Leonie nichts…

Protagonistin
Leonie Maler optimiert sanierungsbedürftige Unternehmen und bringt sie im Idealfall wieder auf Kurs. Sie hat sich in ganz Deutschland einen Namen gemacht und ist daher auch viel unterwegs. Für ein Privatleben bleibt kaum Zeit und so ist bereits vor zwei Jahren ihre letzte Beziehung auseinander gebrochen.

Für ihre Eltern zählt nur Leistung, doch egal, wie erfolgreich Leonie ist, ihren Eltern ist es immer noch nicht gut genug.

Als Kind hat sie jeden Sommer auf Mallorca verbracht, doch irgendwann haben ihre Eltern den Kontakt zu Lisbeth abgebrochen und seither hat Leonie ihre Tante auch nicht mehr gesehen.

Meine Gedanken zum Buch
Die Geschichte spielt etwas außerhalb der Kleinstadt Son Servera auf Mallorca, wo sich die Finca von Lisbeth befindet. Da Elke Becker seit mehr als 10 Jahren auf Mallorca lebt, versteht sie es, dem Leser die Insel sehr nahe zu bringen.

Mit Greta, Rike, Friedrich und Hans hat sie vier Nebencharaktere gezeichnet, deren Angst, die Wohngemeinschaft durch den Verkauf des Hauses zu verlieren, ich absolut nachvollziehen kann, doch sie waren mir anfangs sehr unsympathisch, weil sie sehr hart mit Leonie umgegangen sind. Natürlich ist Leonie eine toughe Frau, die keine Gefühle zeigt, doch mir hat sie oftmals leid getan. Das Verhalten der vier Rentner ändert sich erst grundlegend, als sie von Lisbeths Geheimnis erfahren. Das finde ich sehr schade, denn Leonie hat sich um ihre Gunst bemüht und es war auch eine Annäherung zu spüren, hier hätte ich mir gewünscht, dass Leonies Bemühungen von Erfolg gekrönt sind.

Ich denke, die meisten ahnen es schon, auch Leonie und Niklas nähern sich einander an, hier haben mir ein wenig Herz-Schmerz und Romantik gefehlt.

Dieser Roman von Elke Becker hat mich etwas an „Fünf am Meer“ von Emma Sternberg erinnert, wo ebenfalls eine Handvoll Senioren in einer Pension zusammenleben und die Inhaberin stirbt. Wobei bei Emma Sternbergs Protagonistin das Gegenteil von Leonie ist und das Leben der Senioren auch einen wesentlich größeren Anteil an der Geschichte einnimmt als hier bei Elke Becker. Sie legt das Hauptaugenmerk auf die Entwicklung von Leonie, aber auch auf deren Vergangenheit.

Elke Becker hat eine abwechslungsreiche Geschichte geschrieben, keine Frage, teils humorvoll und sehr unterhaltsam. Aber die Geschichte hat mich nicht so sehr berührt wie andere Bücher von dieser Autorin, die ich bereits gelesen habe.

Veröffentlicht am 05.11.2017

Spagat zwischen einem gefühlvollen Roman und einem ernsten Thema

Immer wieder im Sommer
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Inhalt
Annas Leben wurde maßgeblich von zwei Männern geprägt, da war zum einen ihre Jugendliebe Jan, der von ihrer Mutter hinausgeworfen wurde und ihr Mann Max, von dem sie allerdings seit fünf Jahren ...

Inhalt
Annas Leben wurde maßgeblich von zwei Männern geprägt, da war zum einen ihre Jugendliebe Jan, der von ihrer Mutter hinausgeworfen wurde und ihr Mann Max, von dem sie allerdings seit fünf Jahren getrennt ist.

Über einen Artikel in einer Zeitschrift erfährt Anna, dass Jan mittlerweile auf Amrum lebt und aus einem inneren Antrieb heraus beschließt sie, dorthin zu fahren.

Doch dann meldet sich ihre Mutter, mit der sie seit Jahren keinen Kontakt hat und die sie sehen möchte. Am Ende des Tages sitzen nicht nur Anna und ihre beiden Töchter im VW-Bus, sondern auch ihr Exmann, ihre Mutter, deren Hund und ein jugendlicher Anhalter.

Protagonistin

Anna war noch sehr jung, als sie den „Annahof“ und ihre Mutter Frieda verlassen hat. Mit Max ist sie nach München gezogen, wo sie heute noch lebt.

Als sie vor 14 Jahren mit Sophie schwanger war und Max mitten in der Ausbildung zum Piloten steckte, hat sie ihr Studium abgebrochen und auch nicht mehr aufgenommen. Zwischenzeitlich arbeitet sie als Zimmermädchen in einem kleinen Hotel.

Meine Gedanken zum Buch
Katharina Herzog arbeitet in ihrem Buch vielschichtig. Sie erzählt nicht nur die Geschichte von Anna und Max sondern auch von Anna und Jan und sie beleuchtet die Beziehung zwischen Anna und ihrer Mutter Frieda, zwischen Anna und ihren Töchtern, aber auch zwischen den beiden Mädchen untereinander.

Sehr viel Material für ein Buch könnte man meinen, aber die Autorin hat alle Schichten geschickt miteinander verbunden und hat einen kurzweiligen Roman geschaffen.

Schon bei „Mitternachtstango“ hat mir gut gefallen, wie die Autorin den Spagat zwischen einem gefühlvollen Roman und einem ernsten Thema geschafft hat. Gerade der Handlungsstrang um Friedas Demenz hat viel Tiefgang. Für meinen Geschmack haben sich die beiden aber zu schnell wieder angenähert. Für ein Mutter-Tochter-Gespann, dass 18 Jahre keinen Kontakt hat, war mir das zu überstürzt.

Und auch Annas Annäherung an ihren Ex-Mann konnte ich so nicht nachvollziehen. Er hat sie betrogen, das ist der Grund, warum sie sich getrennt haben, sie hat das Vertrauen in ihn verloren, beschränkt den Kontakt zum ihm auf das Notwendigste und innerhalb von ein paar Tagen ist alles Friede-Freude-Eierkuchen. Das war für mich nicht mehr glaubwürdig.

Dennoch hat mir „Immer wieder im Sommer“ insgesamt gut gefallen .

Veröffentlicht am 05.11.2017

Handlung um Protagonisten kam ein wenig zu kurz

TURT/LE - Geheime Mission
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Inhalt
Die Autorin Shannon Hunter wird von einer Terrorgruppe entführt. Um sie zu retten, lässt sich die TURT/LE-Agentin Vanessa Martin in das Camp der Gruppe einschleusen. Vanessa gelingt es, Shannon ...

Inhalt
Die Autorin Shannon Hunter wird von einer Terrorgruppe entführt. Um sie zu retten, lässt sich die TURT/LE-Agentin Vanessa Martin in das Camp der Gruppe einschleusen. Vanessa gelingt es, Shannon zu kontaktieren, doch sie muss sich vor dem Sicherheitschef der Gruppe, Derek Steele, in Acht nehmen und das nicht nur, weil sie Gefahr läuft, aufzufliegen, sondern weil Derek Gefühle in ihr weckt, die ein Terrorist, mag er auch noch so gut aussehen, nicht wecken sollte…

Meine Gedanken zum Buch
TURT/LE (Terrorism Undercover Reconnaussance Team / Ladies Elite) ist ein Projekt der US-Regierung zur Bekämpfung von Terrorisums und das LE steht für den weiblichen Teil der Einheit.

Dieser TURT/LE-Band vermischt sich mit der Hunter-Reihe, da hier nicht nur die Hunter-Schwester Shannon eine Rolle spielt, sondern auch die Hunter-Familie und deren Freunde und Kollegen ihren Teil zur Rettungsaktion beitragen. Mir persönlich gefällt es, wenn Geschichten übergreifen, es ist für mich, als ob man alte Bekannte wieder trifft.

Was mir nicht so gut gefallen hat, ist, dass dadurch die Handlung um die Protagonisten Derek und Vanessa ein wenig zu kurz kommt, denn die Nebenhandlungen um die TURT/LEs, SEALs und Hunters nehmen verhältnismäßig viel Raum ein.

Die Bücher von Michelle Raven werden unter der Bezeichnung Romantic Thrill geführt, sie sind durchweg nicht blutrünstig und haben zusätzlich zum Thriller noch einen romantischen Handlungsstrang mit Happy End.

Die Autorin lässt in ihre Geschichten genau die richtige Portion Erotik einfließen, so dass die Handlung gefühlvoll, aber nie billig wirkt. Insgesamt hat mir auch „Geheime Mission“ gut gefallen, aber der Roman konnte mich emotional nicht so mitnehmen, wie ich das bislang von dieser Autorin gewohnt bin, was ich wiederum darauf zurück führe, dass die Handlung um Vanessa und Derek zu kurz kam.

Veröffentlicht am 05.11.2017

Nebulöser Fall

Katzensitter:Team Rhein-Main
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Inhalt
Die Ermittler Hannah Bindhoffer und Jens Hartmann werden zu einem mutmaßlichen Selbstmord gerufen. Auf den ersten Blick hat Hannah ein komisches Bauchgefühl, aber die Tatsachen und Beweise deuten ...

Inhalt
Die Ermittler Hannah Bindhoffer und Jens Hartmann werden zu einem mutmaßlichen Selbstmord gerufen. Auf den ersten Blick hat Hannah ein komisches Bauchgefühl, aber die Tatsachen und Beweise deuten auf einen Freitod hin. Doch der Ehemann der Toten beharrt darauf, dass seine Frau sich nicht umgebracht hat und das scheint sich zu bewahrheiten, als eine weitere Frau angegriffen wird.

Bis das Ermittler-Team jedoch Licht ins Dunkel bringen kann, fließt noch viel Wasser Rhein und Main hinab.

Protagonisten
Hannah Bindhoffer hat sich erst vor Kurzem von Hamburg ins Rhein-Main-Gebiet versetzen lassen. Dass sie diesen räumlichen Abstand zu ihrem ehemaligen Kollegen und auch ihrem ehemaligen Lebensgefährten gebraucht hat, erzählt Sandra Hausser ihren Lesern schon auf den ersten Seiten. Doch sie belässt es eher bei Andeutungen, als dass sie konkret darüber schreibt, was in Hamburg geschehen ist. Da aus ihrem Rhein-Main-Krimi eine Serie werden soll, lässt sie sich hier noch Potential für weitere Bände.

Trotz der kurzen Zeit, die Jens „Hardy“ Hartmann und Hannah bereits zusammenarbeiten, sind die beiden schon ein eingespieltes Team und möchten den Partner nicht missen. Seinen Spitznamen verdankt Jens der Tatsache, dass er beharrlich seine Meinung vertritt. Dennoch ist er offen für Hannahs Vorgehensweise, die gefühlsbetonter agiert als er.

Verbal stehen die beiden sich in nichts nach. Sie bieten mit ihren Wortgefechten einen unterhaltsamen Kontrast zum Kriminalfall.

Meine Gedanken zum Buch
Während Nele Neuhaus sich in ihren Krimis dem Landstrich nördlich von Frankfurt widmet, spielt der Krimi von Sandra Hausser zwischen Mainz und Frankfurt, einer Gegend, die ich zumindest vom Durchfahren gut kenne. Die Autorin lässt zusätzlich immer wieder Kleinigkeiten einfließen, die ihre Leser daran erinnern, wo sie sich gerade befinden, so spielt Hannah beispielsweise am Autoradio und sucht zwei regionale Sender.

Sandra Hausser gewährt ihren Lesern in einzelnen Kapiteln nicht nur Einblick ist das Gefühlslebens des Opfers, als diesem klar wird, dass es die nächsten Stunden nicht überleben wird, der Leser wird auch Zuhörer bei den Therapiesitzungen des Täters und gerät in dessen Gedankenwelt.

Genau so ominös wie die Psyche des Täters ist auch der Fall an sich. Die einzige Verbindung zwischen den beiden Opfern scheint das Thema Katzen zu sein. Hannah und Jens müssen daher mühsam ein Puzzleteil nach dem anderen zusammen setzen.

Mir als Leser war lange Zeit nicht klar, wer der Täter ist. Zugegeben, der Plot ist auch so konstruiert, dass man kaum darauf kommen konnte, was ich generell ein wenig schade finde, da ich bei Krimis (gerne über Umwege) zum Täter geleitet werde. Auch das Motiv war mir nicht ganz schlüssig, wenn man davon absieht, dass der Täter schwere psychische Probleme hat.

Fazit
Tod auf leisen Pfoten ist ein nebulöser Fall, der mir zwar nicht den Atem geraubt hat, der aber spannend war und mich sehr gut unterhalten hat. Der Schlagabtausch zwischen den beiden Protagonisten hat für zusätzliche Kurzweile gesorgt.

Veröffentlicht am 05.11.2017

Das Ende war ein wenig unbefriedigend

Schrei
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Inhalt

Lulu kehrt zum Ende der Schulferien zurück ins Internat. Aber Probleme mit einem Lehrer, Mitschülerinnen, die sie mobben und die Tatsache, dass der beste Freund ihres Freundes ihr viel zu oft im ...

Inhalt

Lulu kehrt zum Ende der Schulferien zurück ins Internat. Aber Probleme mit einem Lehrer, Mitschülerinnen, die sie mobben und die Tatsache, dass der beste Freund ihres Freundes ihr viel zu oft im Kopf herum spukt halten ihre Vorfreunde auf das neue Schuljahr stark in Grenzen. Und dann wird alles noch viel viel schlimmer, als Lulu erwartet hat …

Meine Gedanken zum Buch
Wer die Krimis von Eric Berg kennt, sollte sich zunächst einmal bewusst machen, dass es sich bei „Schrei“ um ein Buch für Jugendliche ab 14 Jahren handelt. Es ist nicht vergleichbar mit dem, was ich bisher von diesem Autor gelesen habe.

Die Geschichte handelt von Liebe, Eifersucht und Betrug, von Freundschaft und Zusammenhalt, aber auch von Verleumdnung und Mobbing,

Das Buch ist interessant aufgebaut, denn der Autor hat zwischen den Kapiteln einzelne Seiten eingeschoben, die mit Eindrücken von Klassenkameraden und anderen Nebencharaktere gefüllt sind. Dabei erzählen diese Personen rückblickend, wie sie das Geschehene erlebt haben. Doch weil die Geschichte noch gar nicht zu Ende erzählt ist, kann der Leser das mal mehr, aber meist weniger gut einordnen. Das hat Spannung erzeugt und ich habe mir natürlich schon meine eigenen Gedanken über den Fort- und Ausgang des Buches gemacht, wobei mich das Ende ein wenig überrascht hat und der Epilog nicht alles aufgeklärt hat, was ich ein wenig unbefriedigend fand.