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Veröffentlicht am 02.08.2024

Ein Café, als neues Zuhause

Café Hawelka
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1968 Wien
Das Café Hawelka ist über Grenzen hinaus bekannt. Hier treffen sich nicht nur Maler, Literaten und Schauspieler, sondern auch Studenten und die Reichen und Mächtigen. Für Jutta und ihre Mutter ...

1968 Wien
Das Café Hawelka ist über Grenzen hinaus bekannt. Hier treffen sich nicht nur Maler, Literaten und Schauspieler, sondern auch Studenten und die Reichen und Mächtigen. Für Jutta und ihre Mutter Elsa ist dieses Café wie ein zweites Zuhause. Jutta studiert Jura, sie möchte einmal Richterin werden. Nebenbei arbeitet sie als Sekretärin in einer Anwaltskanzlei. Sie lernt Bodo kennen und verliebt sich in ihn. Bei einem Abendessen mit den Eltern beidseits, kommt es zu Unstimmigkeiten. Jutta äußerte ihre Meinung, den sie mag diese Ungerechtigkeiten die im 2. Weltkrieg abgelaufen nicht. Bodos Eltern, haben da sicherlich auch eine dunkle Vergangenheit. Nach diesem Treffen distanziert sich Bodo, warum auch immer. Die Beziehung droht zu zerbrechen.
Die ganze Geschichte wird in zwei Ebenen erzählt.
Wien 1939-1945
Elsa muss ihre kleine Schwester Fritzi großziehen, die Mutter kurz nach der Geburt gestorben, ein Bruder der psychisch auffällig ist und in derAbteilung Heilpädagogische Kinderpsychatrie landet, ein Vater der das alles nur schlecht verarbeiten kann. Er entscheidet sich in den Krieg zu ziehen, da er als Polizist ein gutes Angebot erhielt und somit finanziell gut für die Kinder sorgen konnte. Kurz vor Kriegsende verschwindet Fritzi, nach einem Aufenthalt im Luftschutzbunker. Die halbe Stadt ist zerbombt, selbst das Haus in dem sie lebten. Jutta war verzweifelt. Wo sollte sie jetzt anfangen zu suchen? Sie lernt auf der Suche nach Fritzi, Josephine Hawelka kennen, die sie vorerst bei sich aufnimmt, bei ihr schöpft sie Kraft. Die Hawelkas möchten so schnell wie möglich ihr Café wieder eröffnen, dieser Weg ist steinig, Elsa arbeitet tatkräftig mit. In dieser Zeit bietet das Café Hawelka für sie ein neues Zuhause.

Die Autorin nimmt uns mit nach Wien. Die Orte der Handlung, werden in den zwei Ebenen sehr gut beschrieben. Gerade in die Ebene der Nachkriegszeit und des Wiederaufbaus, so das man direkt ein Bild vor Augen hat. Kriegsverbrechen von damals werden auf beiden Ebenen sehr gut beschrieben und eindringlich erläutert. Der Schreibstil ist fließend, auch den Dialogen kann man sehr gut folgen. Die Protagonisten, vielschichtig gezeichnet. Jutta und Elsa Weden hier besonders hervorgehoben, gerade bei den beiden, kann man sich sehr gut in die Gedanken und Gefühle hineinversetzen.

Insgesamt ist "Café Hawelka", ein tiefgreifender historischer Roman, den ich sehr gerne weiter empfehle. Ich selber, habe dieses Buch an einem Tag gelesen, da ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Hier denke ich mal, besonders gut geeignet, für Leser die sich mit unserer Geschichte auseinandersetzen. Das Happy End ist hier natürlich sehr positiv, ich denke vielen Menschen war das nicht vergönnt. Wäre aber schön wenn es für viele so ausgegangen wäre.

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Veröffentlicht am 01.08.2024

Mord mit Spielfiguren

Und tot bist du (Thriller)
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Tabea Kurz ist Streifenpolizistin. Auf ihrem privaten Handy wird sie von einem Täter angerufen. Er hat ein persönliches Geschenk für sie. Er nennt sie Tabsi, das macht sie stutzig, denn so nennt sie nur ...

Tabea Kurz ist Streifenpolizistin. Auf ihrem privaten Handy wird sie von einem Täter angerufen. Er hat ein persönliches Geschenk für sie. Er nennt sie Tabsi, das macht sie stutzig, denn so nennt sie nur ihre Schwester und Mutter.
Eine junge Frau wurde von einer Brücke aus, auf die Bahngleise geworfen, der ganze Körper mit blauer Farbe angemalt, am Fuß ein Zettel, Runde eins. Welche Bedeutung könnte das haben?
Der Kriminalist Frank Schünemann wird mit diesem Fall beauftragt. Am Anfang nicht begeistert mit fremden wie Tabea zusammenzuarbeiten, änderte sich dies aber sehr schnell. Tabea war schließlich die Person mit der, der Täter Kontakt haben wollte. Als dann auch noch eine weitere Tote aufgefunden wurde, diesmal mit grüner Farbe angemalt und ein Zettel mit der Beschriftung, zweite Runde, kommen Fragen auf. Was hatte das alles zu bedeuten?

Gunnar Schwarz überzeugt auch in diesem Thriller wieder einmal mit seinem Schreibstil, fließend und leicht verständlich, selbst die Dialoge. Dieser Thriller ist spannend und fesselnd zugleich.

Von mir eine klare Leseempfehlung, das war bei mir jetzt schon das dritte Werk von ihm, alle überzeugend und man kann sich jetzt schon auf sein nächstes Werk freuen, das ich sicherlich auch wieder lesen werde.

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Veröffentlicht am 23.07.2024

Gelungene Fortsetzung

Wunder aus Karamell
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Vor 17 Jahren hatte Fritz und Anna den Grundstein für das Karamellbonbon kreiert. Magdalena, die Tochter von Anna ist ebenso talentiert, sie liebt es neue Rezepte zu entwickeln. Hermann ihr jüngerer Bruder, ...

Vor 17 Jahren hatte Fritz und Anna den Grundstein für das Karamellbonbon kreiert. Magdalena, die Tochter von Anna ist ebenso talentiert, sie liebt es neue Rezepte zu entwickeln. Hermann ihr jüngerer Bruder, hat mit Süßigkeiten nichts am Hut, der Grund dafür liegt in seiner Kindheit. Gegenüber den Arbeitern und Angestellten des Hauses, verhält er sich stets abfällig. Eines Tages kam es im Kaffee zu einem Zwischenfall. Ein kleines Mädchen hatte sich mit Kakao begossen. Magdalena bot sofort ihre Hilfe an. Der Vater des Mädchens war ihr sofort sympathisch. Zufälligerweise war Herman auch vor Ort. Als er erfuhr das Martin Jude ist und wahrscheinlich demnächst nicht mehr in seinem Beruf arbeiten darf, hatte selbst er Mitleid. Anne ging dies alles sehr zu Herzen. Sie suchte ihren Bruder auf und führte mit ihm ein ausgiebiges Gespräch. Darauf hin erkennt Herman das sein bisheriges Verhalten nicht richtig war. Er möchte sich selbst wiederfinden. Wird es ihm gelingen? Da ist ja auch noch Martin, den Anna so mag. Hat diese eine Chance?
Der Schreibstil ist flüssig, die Seiten fließen nur so dahin. Die Geschichte selbst ist sehr berührend. Die Protagonisten sind liebevoll ausgearbeitet und werden sehr herzlich dargestellt. Die Spannung ist von Anfang an gegeben, im historischen Hintergrund ist der Nationalsozialismus zu spüren. Das Cover passend zum Thema.
Insgesamt finde ich das auch der 2. Teil sehr gut gelungen ist, ebenso wie der erste. Ich empfehle sogar beide Teile. Es handelt sich um eine sehr bewegende Familiengeschichte. Ich konnte dieses Buch garnicht mehr zur Seite legen, es wird mir sicherlich in Erinnerung bleiben.

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Veröffentlicht am 21.07.2024

Süße Familiengeschichte

Träume aus Karamell
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1909 Werders in Westfalen

Anne und Fritz kehren zurück nach Werters, dort haben sie das Haus ihrer Großmutter geerbt, in dem sie viele glückliche Kindheitstage erlebten. Dort gibt es eine Bonbonfabrik, ...

1909 Werders in Westfalen

Anne und Fritz kehren zurück nach Werters, dort haben sie das Haus ihrer Großmutter geerbt, in dem sie viele glückliche Kindheitstage erlebten. Dort gibt es eine Bonbonfabrik, die sehr gut läuft. Anton Leyen, der Besitzer sucht dringend Arbeitskräfte. Fritz wird bei ihm vorstellig und darf dort arbeiten. Anne möchte auch gerne arbeiten, aber ihr Bruder Fritz wollte dies vorerst nicht. Durch einen Überfall auf ihn, sowie den Chef Anton Leyen verändert sich jedoch seine Denkweise. Anna arbeitet jetzt auch in der Fabrik und darf sogar experimentieren. Gemeinsam mit ihrem Bruder erschufen sie das neue Karamellbonbon. Sie verliebt sich in Anton und sie kommen sich näher. Die Fabrik läuft sehr gut, aber plötzlich wird die Zuckerlieferung eingestellt. Als dann auch noch das Rezeptbuch verschwindet, wird es mysteriös. Wer will ihnen schaden.

Die Autorin nimmt uns mit in vergangene Zeiten. Die Orte des Geschehens werden so beschrieben, das man direkt ein Bild vor Augen hat. Der Schreibstil ist fließend. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet. Gedanken und Gefühle sind sehr gut nachvollziehbar. Das Cover ist passend zum Thema gewählt.

Dieses Buch ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert. Man ist jetzt schon gespannt, wie es im zweiten Teil weitergeht. Eine sehr interessante Geschichte, über das Bonbon das wir alle kennen.

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Veröffentlicht am 20.07.2024

Wenn zwei unterschiedliche Kulturen aufeinandertreffen

Der nächste Sommer gehört uns
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Tom ist Golflehrer im renommierten Hotel Meyershof in Sulzbach am Forschensee. Er besitzt eine positive Ausstrahlung. Die verwöhnten Damen fühlen sich förmlich zu ihm hingezogen, so das er auch schon in ...

Tom ist Golflehrer im renommierten Hotel Meyershof in Sulzbach am Forschensee. Er besitzt eine positive Ausstrahlung. Die verwöhnten Damen fühlen sich förmlich zu ihm hingezogen, so das er auch schon in einigen Betten landete. Er amüsierte sich in seiner Welt. Auch dieses Jahr kommen seine arabischen Freunde Khalid und Amir mit Eltern und Schwester wieder für mehrere Wochen als Gäste in das Hotel Meyershof. Tom überlegt schon was er mit Ihnen unternehmen kann. Er selbst empfängt diesmal die Familie und da sah er Aisha, er war überwältigt. Aus dem kleinen Mädchen von damals, war eine bildhübsche junge Frau geworden. Beim Golftraining kamen die zwei sich näher. Als der Vater davon erfuhr, drängte er zur sofortigen Abreise. So eine Verbindung würde er nicht dulden und der Ehemann für Aisha war auch schon vorbestimmt und Hochzeit war geplant. Hat ihre Liebe trotzdem eine Chance?

Die Autorin erzählt uns eine sehr emotionale Geschichte. Zwei unterschiedliche Kulturen treffen aufeinander. Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet und vielschichtig gezeichnet. Die Spannung wird langsam aufgebaut und steigert sich kontinuierlich. Das Cover zeigt die idyllische Landschaft des Golfplatzes, passend zum Ort der Handlung.

Insgesamt ist dieses Buch sehr empfehlenswert. Es hat mir schöne Lesestunden beschert, man konnte das Buch garnicht mehr aus der Hand legen, da man erfahren wollte, wie das ganze ausgeht. Alleine das Thema aufzugreifen, das Frauen nicht selbst für ihr Leben entscheiden dürfen, finde ich immer wieder interessant.

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