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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.08.2024

Fiktion oder Realität

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Seit ein paar Tagen ist die 16-jährige Lena verschwunden. Als dann ein Video auftaucht, in dem Lena von mehreren vermummten, ausländisch aussehenden Männer brutal vergewaltigt wird, wird das BKA tätig. ...

Seit ein paar Tagen ist die 16-jährige Lena verschwunden. Als dann ein Video auftaucht, in dem Lena von mehreren vermummten, ausländisch aussehenden Männer brutal vergewaltigt wird, wird das BKA tätig. Yasira Saad soll die Ermittlungen leiten. Doch so sehr sie sich bemühen, Lena bleibt verschwunden, als Spuren verlaufen im Sande. Dafür wir der „aktive Heimatschutz“ tätig und er droht nicht nur mit Gewalt. Yasira und ihre Tochter geraten selbst in Gefahr. Durch die Beobachtung des Verhaltens ihrer eigenen Tochter kommt Yasira auf die Idee, dass das Video ein Fake ist, von einer künstlichen Intelligenz erstellt. Mit dieser Theorie eckt sie bei ihrem Vorgesetztes gewaltig an, doch sie lässt nicht locker.
So brutal manche Passagen beschrieben werden, immer wieder gibt es humorvolle Gespräche unter den Protagonisten. Die Auswüchse der Rechtsextremisten, die Ausländerfeindlichkeit werden ebenso thematisiert wie die Gefahren der künstlichen Intelligenz, wenn man nicht mehr unterscheiden kann, was echt ist und was nicht. Ganz hervorragend fand ich die Einleitung, in der die Person und Persönlichkeit der Kommissarin in Form einer Tinderdates nahe gebracht wurden. Ein ungewöhnlicher Einstieg in eine spannende und mit überraschenden Wendungen versehene Handlung.

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Veröffentlicht am 02.08.2024

Erkenntnisse der Rechtsmedizin

Der Totenarzt (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 13)
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Unfallopfer landen für gewöhnlich nicht auf einem Obduktionstisch, in diesem Fall landet der bei einem Verkehrsunfall getötete Mann jedoch bei der Gerichtsmedizinerin Dr. Hove. Sie stellt fest, dass der ...

Unfallopfer landen für gewöhnlich nicht auf einem Obduktionstisch, in diesem Fall landet der bei einem Verkehrsunfall getötete Mann jedoch bei der Gerichtsmedizinerin Dr. Hove. Sie stellt fest, dass der Mann bereits vor dem Unfall verstarb, noch dazu wurde er grausam gefoltert. Die beiden Spezialisten für Serientäter von der LAPD, Robert Hunter und Carlos Garcia, stehen vor einem Rätsel. Als kurze Zeit später eine junge, engagierte Studentin bei ihren Untersuchungen an der Leiche eines Selbstmörders feststellt, dass dieser ebenso vorab starb und Folterspuren aufweist, wird es noch mysteriöser. es ist schon schwer genug, die Identitäten der Toten festzustellen, warum sie schwer gefoltert wurden und an unmenschlichen Qualen verstarben, erst recht. Warum gerade diese beiden. Und gab es noch weitere Opfer, denn nur durch Zufall wurden sie obduziert.
Es ist bereits der 13. Band um das Ermittlerduo, für das Verständnis ist es nicht nötig die Vorgängerbände zu kennen. Der Thriller ist äußerst spannend geschrieben und verzichtet, für mich sehr positiv zu bewerten, auf allzu genaue Beschreibungen der Folterungen. Man kann es sich auch so vorstellen. Der nächste Band wird von mir mit Vorfreude erwartet.

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Veröffentlicht am 02.08.2024

das Leben der anderen

Krähentage
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Nach einer längerer Auszeit, bedingt durch den Tod seines Vaters, wird der Ermittler Jakob Krogh mit der Leitung der neu gegründeten Abteilung für Serienverbrechen, gemeinsam mit der in Wien sehr erfolgreichen ...

Nach einer längerer Auszeit, bedingt durch den Tod seines Vaters, wird der Ermittler Jakob Krogh mit der Leitung der neu gegründeten Abteilung für Serienverbrechen, gemeinsam mit der in Wien sehr erfolgreichen Mila Weiss, betraut. Ihr Team besteht aus insgesamt sechs sehr unterschiedlichen Charakteren, Eigenschaften und Vorleben, die einige Probleme mit sich bringen. Kaum gegründet, werden sie zu einer älteren toten Frau gerufen, die nach ihrem Tod durch Verletzungen von Krähen entstellt wurde. Seltsamerweise wurde sie später noch gesehen. Auch einem jungem Studenten ist das gleiche widerfahren. Während die Ermittler im Dunklen tappen wissen wir als Leser bereits mehr. Der Täter heißt Elias und arbeitet in einem Callcenter. Seine Stimme ist geschult, er kann täuschend echt andere imitieren und er studiert seine Auserwählten bis er völlig in ihr Leben tritt. Er will gesehen werden, ein Leben führen, ein schönes Leben, denn das haben diese anderen Menschen.
Die Einblicke in das Seelenleben des Täters schmälern die Spannung keineswegs, sie sorgen für neue Perspektiven. Ich habe das Buch verschlungen um die Hintergründe des Täters zu erfahren und den Ermittlungen der Polizei zu folgen.

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Veröffentlicht am 29.03.2024

Entstehungsgeschichte der Blindenschrift

Eine Fingerkuppe Freiheit
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Im Alter von fünf Jahren erblindet Louis Braille durch einen Unfall. Den meisten Kinder in dieser Zeit, 1821, blieb dadurch nur die Arbeit in einer Kohlemine, da es dort immer dunkel war. Louis hatte das ...

Im Alter von fünf Jahren erblindet Louis Braille durch einen Unfall. Den meisten Kinder in dieser Zeit, 1821, blieb dadurch nur die Arbeit in einer Kohlemine, da es dort immer dunkel war. Louis hatte das Glück, das ihn seine Eltern förderten und er durch seine Intelligenz, Wagemut und Lerneifer im Alter von zehn Jahren auf ein spezielles Blindeninternat in Paris gehen durfte. Er hatte das absolute Gehör und lernte mehrere Instrumente spielen. Auch mathematisch war er hochbegabt. Was ihm Kummer bereitete war das Lesen und Schreiben an erhabenen Buchstaben und das Gekleckse, mit denen er und seine Freunde schreiben sollten. Als der Erfinder Charles Barbier an der Schule seine von ihm entwickelte Nachtschrift vorstellte, war Braille voller Vorfreude. Doch diese Schrift wies Mängel auf und so blieb es bei der ungeliebten Prägeschrift. Louis, inzwischen zwölfjährig, machte sich an die Verbesserung und entwickelte mit einfachsten Mitteln die noch heute gebräuchliche Brailleschrift. Doch dieser Weg dorthin war schwer und steinig, wir Blinde zu leben hatten wurde von Sehenden bestimmt.
Mit viel Einfühlungsvermögen, der Autor Thomas Zwerina ist selbst erblindet und weiß wovon er schreibt, und historisch belegten Fakten wird das Leben Louis Braille spannend erzählt.

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Veröffentlicht am 29.03.2024

vier Schwestern

Hallo, du Schöne
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Hallo du Schöne war der Begrüßungsspruch von Charlie Padavano an seine Ehefrau Rose und jeden seiner vier Töchter. Sie lebten in einem kleinen Häuschen in Chicago und zum Leidwesen von Rose war dieses ...

Hallo du Schöne war der Begrüßungsspruch von Charlie Padavano an seine Ehefrau Rose und jeden seiner vier Töchter. Sie lebten in einem kleinen Häuschen in Chicago und zum Leidwesen von Rose war dieses einfache Leben genug für Charlie. Für ihre Töchter hatten sie jedoch höheres im Sinn, besonders für die Älteste, Julia. Während der Collegezeit lernte Julia den hochgewachsenen stillen Basketballspieler William kennen und lieben und plante eine Zukunft mit ihm. Er fügte sich diesem Weg, es folgte die Hochzeit und das Baby Alice kam zur Welt, doch dieser Weg war nicht seiner. Von seinen Eltern ungeliebt und depressiv wollte er das Glück Julias und Alice nicht trüben und verlies sie. Doch von der Familie Padavanos, die ihn vom ersten Kennenlernen an in die Familie aufnahmen, kam er nicht los. Die vier Töchter brauchten einander und ergänzten sich in ihren Fähigkeiten. Sie gaben einander Halt, besonders in der Zeit als ihr Vater starb und die sehr katholische Mutter Rose ihre Tochter Cecelia, als diese sehr jung ein uneheliches Kind zur Welt brachte verstieß. Die Schwester hatten mit Problemen und Verlusten zu kämpfen, doch jeder Verlust brachte auch etwas Neues, etwas Gutes zu ihnen.
Der sehr intensiv erzählte Roman ist einfühlsam und emotional ohne rührselig zu werden. Das Zwischenmenschliche steht im Mittelpunkt des hochinteressanten Romans mit ausdrucksstarken Protagonisten.

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