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Veröffentlicht am 01.02.2025

Lebensgeheimnis

Mein Herz bei Ihr
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„Nur einmal in meinem Leben wollte ich nicht darauf warten, dass alles perfekt war, um endlich wirklich glücklich zu sein.“

„Mein Herz bei ihr“ ist ein historischer Liebesroman und der Debutroman von ...

„Nur einmal in meinem Leben wollte ich nicht darauf warten, dass alles perfekt war, um endlich wirklich glücklich zu sein.“

„Mein Herz bei ihr“ ist ein historischer Liebesroman und der Debutroman von Rosina Grün. Er erschien im Oktober 2024 bei Books on Demand und ist der erste Band der „Mein Herz-Reihe“.

Endlich reist Mayla mal wieder zu ihrer Großmutter nach Norwegen. Das erste Mal ist ihr Freund Leander dabei und sie freut sich so sehr, ihm ihre Oma sowie das wunderschöne Land vorzustellen. In Norwegen angekommen finden sie eine Kiste mit Liebesbriefen - von Betty an Emma. Doch, wie kann das sein? Emma ist Maylas Großmutter und hat doch wohl ihren Großvater geliebt! Oder? Mayla konfrontiert ihre Oma mit den Briefen und diese beginnt von ihrer Vergangenheit zu erzählen…

Der Roman spielt dabei entsprechend auf zwei Zeitebenen. Die Gegenwart ist in der personalen Erzählperspektive geschrieben, während die Vergangenheit aus der Ich-Perspektive von Maylas Großmutter Emma dargestellt ist.
Zunächst hatte ich etwas Schwierigkeiten in den Roman hineinzukommen, ich empfand den Schreibstil anfangs als etwas zäh und die gehäufte Nutzung bzw. den Wechsel zwischen Namen und Spitznamen („Lee“ und „May“) mochte ich nicht so gern. Ebenso wirkte alles ein wenig überhastet, Mayla findet die Briefe und die Konfrontation mit ihrer Großmutter folgt sofort. Relativ schnell geht es also in die Handlung in der Vergangenheit über, was dann auch den größten Teil der Handlung ausmacht. Mehrere Zeitenwechsel gibt es nicht.
In der Vergangenheit beginnt dann die eigentliche Haupthandlung und hier waren Schreibstil und Handlung deutlich flüssiger. Ich konnte mich komplett in die Handlung fallen lassen und war unglaublich positiv überrascht von der Tiefe der Geschichte. Ich konnte den Roman nun kaum noch aus der Hand legen und bin nur so durch die Seiten geflogen.
Denn die Geschichte geht unter die Haut. Emmas Geschichte ist fröhlich und unendlich traurig zugleich. Das Schicksal der jungen Frau, die sich in eine andere Frau verliebt. Eigentlich doch etwas Schönes, aber 1965 noch überhaupt nicht typisch. Der gesellschaftliche Druck ist groß, Emmas familiäre Verpflichtungen und die Liebe zu ihren Eltern sind es ebenso. Trotzdem lässt sie sich auf die Liebe zu Betty ein und erlebt eine wunderschöne Zeit mit ihr.
Die Hauptfiguren sind dabei gut und authentisch charakterisiert. Auch die Nebenfiguren, gerade der Fischhändler Sven, haben mir sehr gefallen.
Der Zeitgeist der 60er-Jahre ist realistisch eingefangen und die gesellschaftlichen Ansichten zur Homosexualität werden deutlich herausgearbeitet und auch Emmas Gedanken und Gefühle sind unglaublich gut dargestellt. Leider gibt es noch große Vorbehalte gegen Menschen, die das eigene Geschlecht lieben und obwohl eine gewisse Aufklärung beginnt, müssen Emma und Betty sich als Freundinnen, nicht als Paar, ausgeben. Während Betty die Gefühle recht leicht und selbstverständlich anzunehmen scheint, kämpft Emma deutlich mehr mit sich. In ihr sind die gesellschaftlichen Ansichten tief verwurzelt, die negativen Ansichten bezüglich der Homosexualität haben ihre Erziehung mitgeprägt. Umso schwerer fällt es ihr, die Gefühle zu Betty zuzulassen und anzunehmen. Ihr innerer Konflikt ist dabei greifbar und ich konnte ihre Emotionen spüren. Als weiterer Konflikt kommt die Eifersucht ihres besten Freundes Chris hinzu. Dieser ahnt, dass mehr hinter der Freundschaft der Frauen stecken könnte und und lässt kaum eine Gelegenheit aus, fies zu Betty zu sein.
Der Roman endet schließlich mit einem Cliffhanger und lässt viele Fragen offen.

Mein Fazit: Ein unglaublich emotionaler und mitreißender Liebesroman mit großen Gefühlen und überraschenden Wendungen! Ich freue mich riesig auf Band 2 und die Fortsetzung von Emmas Geschichte! Für diesen Band gibt es eine Leseempfehlung sowie 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 31.01.2025

Der eigene Weg

Im Takt des Herzens
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„Nichts ist umsonst, Iwa! Denn jede Erfahrung zählt! -und was du dir eines Tages denken wirst, wenn du aufwachst, kannst du heute noch gar nicht wissen.“

„Im Takt des Herzens“ ist ein historischer Roman ...

„Nichts ist umsonst, Iwa! Denn jede Erfahrung zählt! -und was du dir eines Tages denken wirst, wenn du aufwachst, kannst du heute noch gar nicht wissen.“

„Im Takt des Herzens“ ist ein historischer Roman von Clara Langenbach. Er erschien im November 2023 im Fischer Taschenbuch Verlag. Er ist der erste Band einer Dilogie, aber in sich abgeschlossen und einzeln lesbar.

München, ab 1919. Iwa hat einen Traum. Sie möchte tanzen. Doch obwohl die Frauen nach dem Krieg selbständiger geworden sind, ist ein solcher Wunsch in den Kreisen von Iwas Familie untragbar. Die Pläne für sie sind eindeutig - einen Mann aus gutem Haus heiraten und ihm eine brave und treue Ehefrau sein. Dies jedoch ist für Iwa undenkbar. Heiraten? Alle Rechte aufgeben und vom Ehemann abhängig sein? Nein, es muss einen anderen Weg geben. Dieser bedeutet jedoch, dass sie fliehen und alles hinter sich lassen muss. Ist Iwa dafür bereit?

Iwa ist 20 Jahre alt, als sie schließlich merkt, dass die Wünsche ihrer Familie nicht ihre eigenen sind. Lange hat sie mehr oder weniger die brave Tochter bzw. Enkeltochter gemimt, doch als ein Heiratskandidat feststeht, sieht die Lage doch nochmal ganz anders aus. Iwa wird bewusst, dass sie tanzen möchte. Auf der Bühne sieht sie ihre Zukunft und sie ist bereit, dafür zu kämpfen.
Sie ist eine starke junge Frau mit großem Verstand und großem Herz. Sie ist gebildet und klug, gleichzeitig lässt sie ihre Meinung nicht klein reden und eckt durch ihre eigene Meinung gerade bei ihrer Großmutter immer wieder an.
Ausschlaggebend für den Wunsch zur Flucht aus München ist schließlich der Chauffeur Wilhelm, der am Klavier wundervolle Musik erschafft und damit nicht nur Iwas Herzen zum tanzen bringt.
Iwa ist eine sympathische Figur, mit der ich schnell eine Verbindung aufbauen konnte. Ihr Leben hat mich an einen Glaspalast erinnert, in dem sie alles sehen, aber nicht erreichen kann. Absolut nachvollziehen kann ich entsprechend ihre Flucht und habe gebannt verfolgt, wie sie fortan um ihren Traum kämpft. Natürlich gestaltet sich dabei nicht alles super leicht und an einigen Stellen ist die Spannung zum Luft anhalten groß. Auch an Emotionen mangelt es nicht!
Überrascht hat mich dabei die Brutalität einer Figur, die Iwa um jeden Preis aufhalten will. Ich hatte diese nicht in der Form als Antagonisten erwartet, umso besser gefiel mir die Rolle dann allerdings.
Nach einer entsprechend unglaublich spannenden ersten Buchhälfte konzentriert sich die Handlung mehr auf Iwas Traum und wird damit auch ein wenig ruhiger. Kurz vorm Ende gibt es weitere spannende Szenen, an die Anfangsszenen kamen diese für mich jedoch nicht mehr heran. Dies macht aber nichts, denn insgesamt war der Roman mitreißend, spannend und authentisch.
Die Figuren sind gut gezeichnet und charakterisiert, die Handlung vielfältig und interessant. Die Vielfalt spiegelt sich auch in den Figuren wieder und so ist wirklich jeder individuell und Abweichungen vom klassischen Rollenbild tauchen immer wieder auf. Gerade den Mops Whisky mochte ich natürlich sehr gern!
Clara Langenbach webt historische Begebenheit und Figuren in ihre fiktive Handlung ein und lässt diese dadurch umso realer erscheinen. Gleichzeitig greift sie verschiedene Themen wie die Rolle der Frau/die Emanzipation der Frau, den Ausdruckstanz sowie die Anfänge des Nationalsozialismus auf, ohne sie langweilig wirken zu lassen. Etwas unsicher bin ich im historischen Kontext lediglich ein auftretender Nebenkonflikt in der zweiten Romanhälfte. Iwa tritt hier sehr stark für eine ihrer Mittänzerinnen ein und macht deutlich, wie respektlos, übergriffig und teilweise narzisstisch Männer gegenüber Frauen auftreten. Iwa positioniert sich hier deutlich und weist auch auf das unangebrachte Verhalten des Mannes hin, ich finde dies grundlegend sehr gut, für mich war es aber im Handlungskontext fraglich, ob diese Gedanken in den 20er Jahren bereits authentisch sind. Wichtig ist aber auch dieses Thema ungemein und insgesamt fügt sich auch dieser Konflikt gut in die Handlung ein.
Der flüssige und leichte Schreibstil hat mich nur so durch die Seiten fliegen lassen und die bereits beschriebenen Spannungskurven laden ebenfalls stets zum Weiterlesen ein.

Mein Fazit: Clara Langenbach schreibt mit „Im Takt des Herzens“ einen emotionalen und authentischen historischen Roman. Sie thematisiert stark die Rechte der Frauen und schafft mit Iwa eine durchaus ungewöhnliche Protagonistin, die im Vergleich zu anderen historischen Roman für mich einmalig ist! Sie entscheidet sich aktiv für ihren Traum und gegen das klassische Familienbild und ist damit in meinen Augen unglaublich stark und selbstbewusst. Wir können uns alle eine Scheibe von Iwa abschneiden. Von mir bekommt der Roman 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 03.08.2024

Dr. Mamba

Mord im Dorf der Esel. Stella Honeycut ermittelt
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„Es weiß doch mittlerweile jeder, dass Jane Huffkins den Männern im Dorf mit ihren Tränken den Kopf verdreht.“

„Mord im Dorf der Esel“ ist der Auftaktband der Romanreihe um Stella Honeycut von Katharina ...

„Es weiß doch mittlerweile jeder, dass Jane Huffkins den Männern im Dorf mit ihren Tränken den Kopf verdreht.“

„Mord im Dorf der Esel“ ist der Auftaktband der Romanreihe um Stella Honeycut von Katharina Schendel. Er erschien im Januar 2024 bei HarperCollins.

Stellas Tante hat sich ein Bein gebrochen. Damit sie nicht alleine zurechtkommen muss, fährt Stella kurzerhand zu Jane, um sie zu unterstützen. Den Wohnort ihrer Tante kennt sie bisher nicht, denn nach ihrem eigenen Umzug nach Australien ist der Kontakt zwar weiterhin vorhanden, aber persönliche Treffen sind eher begrenzt.
In Hillbrush angekommen staunt Stella dann nicht schlecht: Autos sind verboten und Esel das Hauptfortbewegungsmittel. Wo gibt es denn sowas? Und dazu hat sie auch noch Angst vor Eseln… Auch die Bewohner des Dorfs sind recht eigenartig und als dann die Haushälterin des Vikars vor Stellas Augen vergiftet wird, ist die Aufregung natürlich groß. Stella, als großer Miss Marple Fan, beginnt sofort mit den Ermittlungen. Auf die Polizei kann man sich in Hillbrush nämlich nicht verlassen, die Wege sind zu weit. Doch kann wirklich Jane, die im Dorf „Dr. Mamba“ genannt wird, mit dem Mord in Verbindung stehen? Für Stella beginnt eine spannende Ermittlung, bei der sie den Dorfbewohnern gehörig auf den Zahn fühlen muss, ein sinnvolles Tatmotiv sucht und sich damit nicht gerade überall Freunde macht…
Wie man vielleicht jetzt schon erahnt, handelt es sich bei dem Buch eher um einen Cozy-Crime-Roman als um einen typischen Krimi. Mit viel Witz und Charme beschreibt Katharina Schendel das eigenwillige Dörfchen in England, verleiht den Figuren einzigartige und lebendige Charaktere und bewegt sich mit der Geschichte nahe am Rand des Absurden. Nicht selten musste ich Schmunzeln und natürlich ist auch nicht alles absolut authentisch. So basieren die Ermittlungen von Stella eher auf Annahmen und auf den Erkenntnissen, die sie aus den Romanen von Agatha Christie kennt und eine Vergiftung mit Nikotin lässt sich wohl auch eher nicht mit bloßem Auge erkennen... Dies tut dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch, denn der Roman überzeugt einfach mit den wunderbaren Figuren und der gelungenen Dorfatmosphäre.
Die Handlung wird aus der personalen Perspektive von Stella und des Dorfchronisten Ernest erzählt. Der Dorfchronist ist für das Aufzeichnen von ungewöhnlichen Sterbefällen zuständig und wie sich herausstellt, gibt es davon in Hillbrush doch erheblich mehr, als man annehmen würde. Trotzdem schließt irgendwie keiner die Haustür ab. Man fühlt sich vielleicht sicherer als man ist?
Natürlich löst Stella den Fall schließlich und freundet sich sogar mit den Eseln an. Der Grundstein für einen Umzug nach Hillbrush ist also gelegt und auch der Dorfchronist ist davon überzeugt, dass endlich die benötigte Detektivin gefunden wurde - schließlich gibt es viel zu tun! Es bleibt also abzuwarten, wie es mit Stella und ihrer Tante sowie den anderen Dorfbewohnern weitergeht, ich freue mich darauf!
Das fiktive Dorf der Erzählung basiert übrigens auf einem tatsächlich in England existierenden Dorf, in dem aber wohl heutzutage die Esel nicht mehr hauptsächlich als Reittiere genutzt werden. Einen festen Platz im Dorf haben sie aber dennoch!

Mein Fazit: Katharina Schendel hat einen wunderbar leichten und unterhaltsamen Cozy-Crime-Roman geschrieben, der Spannung und Humor miteinander verbindet. Wer blutige und komplizierte Fälle erleben möchte, ist hier an der falschen Stelle, für gemütliche Unterhaltung bei Kerzenschein ist aber allemal gesorgt!
Der Schreibstil ist locker und leicht, die Figuren sympathisch und eigenwillig, was ihnen einen besonderen Charme verleiht. Die Esel als Hauptfiguren haben mir natürlich sehr gefallen und vorhersehbar war der Roman ebenfalls nicht! Von mir gibt es daher 4,5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.07.2024

Schöner mit dir

Ein Sommer für die Liebe
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„War es das, worüber alle sprachen? Worüber Lieder geschrieben und unzählige Geschichten erzählt wurden?“

„Ein Sommer für die Liebe“ ist ein Liebesroman von Elli C. Carlson. Er erschien im Juni 2024 im ...

„War es das, worüber alle sprachen? Worüber Lieder geschrieben und unzählige Geschichten erzählt wurden?“

„Ein Sommer für die Liebe“ ist ein Liebesroman von Elli C. Carlson. Er erschien im Juni 2024 im Montlake Verlag von Amazon Publishing und ist der Auftaktband der „Jellenhusen-Reihe“ der Autorin. Er handelt von Alva und Fred, die sich nach 20 Jahren wieder treffen und bemerken, dass ihre Gefühle von damals nie ganz verschwunden sind.

Schon seit Kindertagen lebt Alva im schönen Jellenhusen an der Ostsee. Sie ist ein Wirbelwind, abenteuerlustig und Angst ist ein Fremdwort für sie. Damit ist sie das genaue Gegenteil ihres besten Freundes Fred. Dieser ist nämlich eher zurückhaltend und schüchtern. Aber vielleicht passen sie genau deswegen so gut zusammen. Unzertrennlich waren die beiden, bis Fred mit seiner Mutter plötzlich fortzog. 20 Jahre später treffen die beiden wieder aufeinander und die vergessenen Gefühle von damals kommen zurück an die Oberfläche. Schnell schüttet Alva Fred ihr Herz aus, denn sie befindet sich in einer finanziellen Schieflage und der ehemalige Klassenfeind hat es auch heute noch auf Alva abgesehen. Kann Fred Alva unterstützen oder ist seine Rückkehr vielleicht gar nicht so zufällig wie Alva denkt?
Der Roman ist in zwei Zeitebenen und zwei Erzählperspektiven geschrieben. Die Zeiten wechseln zwischen der Kindheit von Fred und Alva sowie der Gegenwart, die Perspektive zwischen Fred und Alva.
Die Episoden aus der Vergangenheit haben mir dabei sehr gut gefallen. Sie beschreiben, wie die beiden sich kennenlernten und zeichnen ein Bild darüber, wie eng sie miteinander verbunden waren, bis Fred wegzog. Gemeinsam erleben sie so einiges und mir gefällt sehr, dass Alva in der Beziehung der beiden diejenige ist, die Fred beschützt und ihn antreibt. Oft werden diese Charakterzüge eher Jungs zugeschrieben, während Mädchen schüchtern und vorsichtig sind. Bei Fred und Alva ist es umgekehrt, was in mancher Situation durchaus zum Schmunzeln einlud, aber für mich absolut passend war.
Aber auch die Gegenwart hält eine interessante Handlung bereit. Alva und Fred treffen jedoch erst nach etwa der Hälfte aufeinander und haben dann, bevor es erneut zum Konflikt kommt, auch nur wenig Zeit miteinander. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Vorerzählung ein wenig kürzer ist, sodass das Wiedersehen und die eigentliche Story mehr Raum bekommen. Längen in der Handlung gibt es dadurch aber nicht. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm, die Handlung fließt gleichmäßig dahin und hält einige charmante Szenen bereit. Manche laden dabei auch zum Schmunzeln ein und gerade das Setting an der Ostsee mochte ich sehr.
Gefallen haben mir auch die Figuren. Sowohl Alva und Fred, als auch die Nebencharaktere sind authentisch gezeichnet und gut charakterisiert. Gerade Knut, Alvas Adoptivopa mochte ich sehr. Durch ihn nimmt die Handlung zudem eine überraschende Wendung, wobei es von diesen insgesamt einige gibt. Ich hatte die Entwicklung insgesamt nicht kommen sehen und war bis zum Schluss unsicher, ob es ein Happy End geben würde oder nicht.

Mein Fazit: Happy End Garantie und Langeweile gibt es bei diesem Roman nicht, es passiert so einiges, dass der Liebe zwischen Fred und Alva Steine in den Weg wirft… Wenn ihr allerdings wissen wollt, wie es mit den beiden ausgeht, dann solltet ihr unbedingt zu diesem Roman greifen! Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für diesen leichten und charmanten Sommerroman.

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Veröffentlicht am 01.04.2024

Reisen mit Hund

Deutschland mit Hund
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„Doch Urlaub mit Hund braucht ein wenig Planung, damit die Reise nicht in Stress ausartet.“

„Deutschland mit Hund“ ist ein Reiseführer für Menschen und ihre Vierbeiner von Julia Schattauer. Er erschien ...

„Doch Urlaub mit Hund braucht ein wenig Planung, damit die Reise nicht in Stress ausartet.“

„Deutschland mit Hund“ ist ein Reiseführer für Menschen und ihre Vierbeiner von Julia Schattauer. Er erschien im Juni 2023 im Bruckmann Verlag.

…welcher Hundehalter kennt es nicht? Endlich Urlaubszeit, doch welches Ziel soll man ansteuern, wenn der liebe Vierbeiner mitkommen soll? Welche Urlaubsorte eignen sich, wo soll man übernachten, was kann unternehmen…?
Fragen über Fragen, die nicht immer einfach zu beantworten sind und definitiv Vorausplanung erfordern. Der Reiseführer aus dem Bruckmann Verlag beschäftigt sich mit genau diesen Fragen und hilft so bei der Reiseplanung ungemein.
Anders als bei anderen Reiseführer ist er dabei nicht kleinteilig in einzelne Orte aufgebaut, sondern gröber in Himmelsrichtungen unterteilt. Nach dieser Aufteilung geht es dann feiner um Regionen und Tipps, aber nicht im kleinsten Detail um Städte. Einen Gesamtüberblick über die beschriebenen Reiseziele gibt eine Übersichtskarte zum Buchanfang.
Mir hat diese Einteilung sehr gut gefallen, da man so einen wunderschönen Einblick in ganze Reiseregionen bekommt. Wenn man dann weiter ins Detail gehen möchte, kann man sich spezifischere Reiseführer anschauen, muss sich aber nicht sofort kleinteilig entscheiden und kann sich gröber orientieren und fokussieren.
Bei der Vorstellung der jeweiligen Regionen wird auf Hauptattraktionen gesetzt, dabei aber immer der Hund im Blick behalten. So gibt es zum Beispiel bei Schlössern Hinweise, ob Hunde erlaubt sind oder nicht und wenn ja, ob eventuell ein Maulkorb getragen werden muss oder Anbindemöglichkeiten vorhanden sind. Von entsprechenden Anbindemöglichkeiten halte ich aus diversen Gründen nichts, finde es aber gut, dass im Buch erwähnt werden.
Diese Anmerkungen gibt es auch in Bezug auf Seilbahnen oder Brücken. Der Besuch der Hängebrücke im Harz ist etwa nur bedingt angeraten, da diese aus einem Gitterrost besteht und Hunde auf diesem schlecht laufen können. Diese Betrachtungen haben mir sehr gefallen, denn sie zeigen, dass viel über den treuen Begleiter nachgedacht wurde und helfen sehr!
Gewisse Unternehmungen können so direkt aus der Planung gestrichen, bewusst eingeschlossen oder ohne Hund geplant werden.
Die Unternehmungstipps sind dabei insgesamt vielfältig und umfassen sowohl Wanderungen als auch Städte- oder Museumstipps.
Die unglaublich schönen Bilder laden auf jeder Seite zum sofortigen Reiseantritt ein und machen gemeinsam mit den Beschreibungen wirklich Lust auf das Erkunden Deutschlands.
Auf der Strecke bleiben dabei auch diverse Übernachtungsempfehlungen nicht und sowohl Hotel als auch Campingplätze sind bedacht worden. Außerdem werden auch einige ungewöhnliche Schlafmöglichkeiten genannt, die den Hund nicht ausschließen.
Abgerundet wird der Reiseführer durch allgemeine praktische Tipps fürs Reisen mit Hund - zum Beispiel „Autofahren mit Hund“ oder „die schönsten Hundestrände“. Diese befinden sich immer wieder zwischendurch als „Gut zu Wissen“-Parts. Die allgemeinen Hinweise gefallen mir an sich sehr gut, die Anordnung im Buch dagegen gefiel mir weniger. So sind in diesen Parts auch Tipps für Campingplätze oder Skiferien, welche dann aber nicht in die jeweilige Region passen, die eigentlich grade im Fokus steht. Mich hat die Anordnung dieser Tipps daher etwas irritiert und ich hätte sie mir eher zwischen den einzelnen Regionen oder eben passend zu den Regionen gewünscht.
Darüber hinaus habe ich am Reiseführer aber absolut nichts auszusetzen und kann ihn wirklich von ganzem Herzen empfehlen. Einige der genannten Orte habe ich schon selber besucht und weitere werden nach der tollen Beschreibung mit Sicherheit folgen!

Mein Fazit: „Deutschland mit Hund“ ist ein sehr gelungener Reiseführer, der einem einen schönen Überblick für die Reise mit Hund verschafft und dabei so manchen Geheimtipp bereithält. Er überzeugt durch die Hundeliebe, die aus jeder Zeile herausspricht und durch Hinweise, die deutlich machen, dass die Autorin sich wirklich Gedanken gemacht und umsichtig recherchiert hat. Von mir gibt es daher 4,5 von 5 Sternen und eine klare Empfehlung!

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