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Veröffentlicht am 04.08.2024

Die Tochter des Stallmeisters

Gut Friesenhain - Zwischen Hoffnung und Vernunft
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Auch der zweite Teil der Saga um das „Gut Friesenhain“ hat mir wieder sehr gut gefallen. Für mich stimmt hier einfach alles: die Figuren, das Setting, die Atmosphäre, der Plot, der Schreibstil und auch ...

Auch der zweite Teil der Saga um das „Gut Friesenhain“ hat mir wieder sehr gut gefallen. Für mich stimmt hier einfach alles: die Figuren, das Setting, die Atmosphäre, der Plot, der Schreibstil und auch die Spannung.

Wir schreiben nun das Jahr 1896 und knüpfen damit nahtlos an den vorherigen Band „Zwischen Traum und Freiheit“ an. Dies hat mir sehr gut gefallen, da die Erzählung somit sehr dicht ist und wir die Protagonisten bei ihrer Entwicklung begleiten dürfen.

Im Mittelpunkt dieses Romans steht nun Marie Paas, die Tochter des Stallmeisters. Sie haben wir bereits, wie auch die anderen Figuren schon in Band 1 kennengelernt. Luise und Clara, aber auch ihr Bruder Wilhelm sind mir ebenso wie Marie ans Herz gewachsen. Aber auch Max Brugge, der Verlobte von Luise, und Richard von Thebe, der Nachbar, schleichen sich immer mehr in mein Herz.

Der Roman, wird wie auch der vorherige Band, aus den verschiedenen Sichtweisen von Luise, Clara und Marie erzählt. So kommen wir den Freundinnen nah. Das Tempo in dem Roman ist gut und die Spannung ist teilweise sehr hoch, gerade in der Mitte des Romans wird es dramatisch und man möchte das Buch unter keinen Umständen zur Seite legen.

Der Aufbau des Romans ist chronologisch und es finden kleine Zeitsprünge statt, was die Handlung sehr dicht macht. Schön fand ich auch, dass die Angestellten immer mehr Raum im Roman bekommen haben.

Der Schreibstil ist sehr schön zu lesen, er ist sehr bildhaft und ermöglicht dem Leser / der Leserin ein detailgetreues Bild des Schauplatzes und der Figuren. Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt und mochte diesen Roman, genau wie seinen Vorgänger sehr. Nun fiebere ich dem großen Finale (Band 3) „Zwischen Liebe und Skandal“ entgegen welcher gerade frisch erschienen ist. Ich bin nun gespannt, ob Clara auch ihr persönliches Glück finden wird. Ich würde es ihr so sehr wünschen!

Für mich eine wunderbare historische Saga, die ich sehr gern gelesen habe und lese. Von daher gibt es von mir für „Gut Friesenhain“ eine klare Leseempfehlung für alle, die sich gerne in historische Sagas vertiefen. Sie zählt jetzt schon zu meinen Highlights in diesem Jahr und ich hoffe sehr, dass Mirjam Müntefering uns bald wieder mit einer solch Saga beglückt.

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Veröffentlicht am 26.07.2024

Spannender Krimi in Bankierskreisen

Wölfe in Bern
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Ein Krimi mit einem sehr interessanten Ende hat mich sehr in den Bann gezogen. Der junge Ermittler Georg Muff wird zu einem Mordfall gerufen. Er findet eine junge Frau tot in Ihrem Bett vor. Die Ermittlungen ...

Ein Krimi mit einem sehr interessanten Ende hat mich sehr in den Bann gezogen. Der junge Ermittler Georg Muff wird zu einem Mordfall gerufen. Er findet eine junge Frau tot in Ihrem Bett vor. Die Ermittlungen von Muff und seinen Kollegen fokussieren sich sehr schnell auf die Familie des Opfers. Hat der Bruder etwas mit dem Tod zu tun? Allerdings hat die junge Frau eine Beziehung mit einem berühmten Bankier unterhalten. Schnell wird Georg Muff klar, dass dieser Fall seine eigenen Vorstellungen zu übersteigen vermag. Dazu kommen noch private Probleme. Wird er es schaffen den Fall zu lösen?

Georg Muff hat mich sehr als Figur überzeugt. Wirkt er am Anfang noch etwas schüchtern und sehr behutsam, aber er entwickelt sich im Laufe der Erzählung. Genau diese nicht vorhersehbare Entwicklung hat mir gut gefallen. Gerade am Anfang hat der Krimi mit einigem Humor überzeugen können. Sein Verhältnis zu seinem Chef Ochsen hat zur Erheiterung beigetragen, auch wenn er mir dabei sehr leidgetan hat.

Der Roman spielt in Bern in der heutigen Zeit und ist somit gut einordbar. Sehr detailliert beschreibend ist der Schreibstil des Autors, der sehr gut lesbar ist. Die vielen Spuren, die im Laufe des Falles gestreut worden sind, sorgen bis zum Schluss für Spekulationen, wer die Täter oder die Täterinnen sind. Das Ende hat mich dafür umso mehr überrascht und ich empfand es als ungewöhnlich, aber sehr gut. Damit hätte ich nicht gerechnet. Auch wenn ich Georg Muff in mein Herz geschlossen habe, hätte mich mir einen noch etwas stärkeren Nebencharakter gewünscht, wobei gerade Melanie durchaus noch Potential hat. Dies ist aber der einzige minimale Kritikpunkt an diesem wirklich sehr gut geschriebenen und spannenden Krimi aus der Schweiz. Viele lieben Dank an den Autor für die interessanten Lesestunden.

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Veröffentlicht am 14.07.2024

Sehr spannend und detailliert erzählt

Falsche Freunde
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Sehr detailliert und spannend erzählt hat dieser Venedig-Krimi alles, was ein guter Krimi enthalten sollte. Commissario Morello, ein Sizilianer in Venedig, wird zusammen mit seinem Team zu einem Mord gerufen. ...

Sehr detailliert und spannend erzählt hat dieser Venedig-Krimi alles, was ein guter Krimi enthalten sollte. Commissario Morello, ein Sizilianer in Venedig, wird zusammen mit seinem Team zu einem Mord gerufen. Eine Frau von dem städtischen Reinigungsbetrieb entdeckt den ehemaligen Steuerberater und Finanzspezialisten Paolo Salini tot auf einer Bank sitzend. Nach einer kurzen Untersuchung ist klar, dass der Mann ermordet wurde. Das Team um Morello ermittelt in alle Richtungen und eine Liste an verdächtigen Personen entsteht. Als Morello tief in die High-Society der Stadt ermittelt erfährt er von unglaublichen Plänen. Ein Nachfahre des Dogen von Venedig entwickelt Pläne, die die ganze Stadt verändern werden. Doch hat er etwas mit dem Mord zu tun? Eine spannende Suche nach Tätern beginnt.

Commissario Morello liebt die Kulinarik und leidet unter sehr starkem Heimweh in seine alten Heimat Sizilien. Dort hat er furchtbares durchlitten und wurde nach Venedig zwangsversetzt. Er versucht seinem Team ein guter Commissario und Chef zu sein, was ihm aber nicht immer zu gelingen vermag. Als interessante Charaktere können seine Kollegin Anna Klotze, sowie Claudio ein ehemaliger Taschendieb genannt werden. Anna ist eine sehr toughe Frau, welche ein großes berufliches Frustpotential vor sich herschiebt. Sie fühlt sich ungerecht behandelt und wäre gerne an Morellos Stelle in der Hierarchie. Ihr Charakter ist überschattet von sonderbaren Vorgängen aus ihrer Vergangenheit. was sie zu einer sehr interessanten Figur in der Story macht. Claudio war früher auf der falschen Seite des Gesetzes hat aber auch durch den persönlichen Draht und Einsatz von Morello den Weg aus der kriminellen Vergangenheit herausgeschafft. Er ist Morello gerade eine moralische Unterstützung, weiß er ihn doch manchmal etwas aus seiner Komfortzone herauszulocken.

Die Geschichte ist in der heutigen Zeit angesiedelt und demnach gut zeitlich einordbar. Sehr gut hat mir der Einbau der technischen Möglichkeiten, einer KI namens Athena gefallen, auch wenn dies vielleicht in dieser Form noch Zukunftsmusik ist. Aber die Idee an sich passte fand ich sehr gut in die Nebengeschichte dieses Falls.

Sehr gut beschreibend mit vereinzelt verschnörkelter Sprache ist der Schreibstil des Autorenduos. Ich konnte mich sehr gut in die Umgebung und unterschiedlichen Handlungsorte innerhalb Venedigs einfinden. Eine Karte, ein Personenverzeichnis sowie zwei Rezepte aus der italienischen Küche sind zusätzliche Besonderheiten in diesem Roman. Auch die Idee aus Venedig ein modernes Disneyland für Superreiche zu machen, fand ich äußerst interessant, aber auch dramatisch.

Ich bin von diesem Fall in seiner ganzen Konzeption und Fülle überwältigt gewesen so, dass ich an diesem Krimi trotz der leichten Science-Fiktion Note keinerlei negative Kritik üben kann. Spannend, unterhaltend und äußerst schön und gut erzählt kann ich diesem Krimi nur allen Leserinnen und Leser sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 14.07.2024

Tolle Sprache

Songs of Emerald Hills
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Wow, ich hätte mir nicht träumen lassen, dass mein erster Romance / New Adult-Titel so bei mir einschlagen würde. Aber Anabelle Stehl hat mich von der ersten Seite an verzaubert, sodass ich die Geschichte ...

Wow, ich hätte mir nicht träumen lassen, dass mein erster Romance / New Adult-Titel so bei mir einschlagen würde. Aber Anabelle Stehl hat mich von der ersten Seite an verzaubert, sodass ich die Geschichte von Caroline und Connor gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Carolines Leben ist geprägt von der Trauer über den Tod ihrer besten Freundin, sie findet einfach nicht mehr ins Leben zurück. Sie sieht keinen Sinn mehr in dem, was sie tut, und das Studium der Rechtswissenschaften will sie auch nur aufnehmen, weil sie schon so viele abgebrochene Ausbildungen bzw. Studien hat und ihre Eltern ebenfalls Juristen sind. Aber irgendwie wird ihr München zu eng und sie flieht nach Irland, weil sie eine Anzeige im Netz gesehen hat, wo eine Betreuung einer älteren Dame gesucht wird. Doch diese Reise wird Carolines Leben verändern, denn sie trifft auf Conor, der ebenfalls mit einem Verlust klarkommen muss und genau wie sie an einem Scheideweg seines Lebens steht.

Caroline und Conor erzählen die Geschichte abwechselnd, jeder aus der Ich-Perspektive. Diese ist eigentlich nicht meine bevorzugte Erzählweise, aber hier hat es für mich gepasst. Denn so konnte ich den beiden Protagonisten sehr nahekommen. Selten habe ich einen Roman gelesen, der so intensiv und emotional war, wie dieser. Ich war ergriffen, hatte eine Klos im Hals und musste ein paar Tränen mir aus den Augenwinkeln wischen, so berührt hat mich diese Geschichte.

Ich konnte mich sehr gut mit den beiden identifizieren, weil ich auch selbst sehr früh Trauer und Verlust erfahren musste. Aber dieser Roman macht auch Mut, dass ein Neuanfang möglich ist und wir uns vor allen Dingen selbst so akzeptieren dürfen, so wie wir sind.

Die Sprache des Romans ist gehoben und sehr intensiv, kurz gesagt, sie ist der Hammer. Hut ab, vor Anabelle Stehl, aber dies ist ganz großes Kino. Selten habe ich so tiefgründige Beschreibungen und philosophische und wortgewaltige Sätze gelesen, wie hier. Komplexen Gedanken und Emotionen Worte zu geben und dabei den Leser / die Leserin mitzunehmen und ihm / ihr die Chance zu geben sich damit auseinander zu setzen, ist eine ganz hohe Kunst.
Authentisch wird das ganze noch durch die Gälische Sprache, die sich in Redewendungen und Namen wiederfindet.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ich freue mich jetzt schon sehr auf den zweiten Teil der Irland Reihe, welcher im März 2024 erscheinen wird.

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Veröffentlicht am 14.07.2024

Lebensnahe Figuren

Töchter des Aufbruchs
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Wow, was für ein Auftakt! Dieser Roman hat alles, was ein guter Auftakt für eine Saga braucht. Marie Pierre, vielen unter Maria W. Peter bekannt hat einen eindringlichen und mitreißenden Roman über ein ...

Wow, was für ein Auftakt! Dieser Roman hat alles, was ein guter Auftakt für eine Saga braucht. Marie Pierre, vielen unter Maria W. Peter bekannt hat einen eindringlichen und mitreißenden Roman über ein Pensionat an der französischsprachigen Mosel geschrieben.

Die Autorin beschreibt sehr detailgetreu die handelnden Personen, sodass diese überaus überzeugend und lebensnah wirken. Die Facetten der Figuren runden die sehr gute Ausarbeitung der Charaktere ab. Meine Lieblingsfigur neben Pauline, der Leiterin des Pensionats, waren die Köchin Lisbeth und tatsächlich der Hauptmann Erich von Pliesnitz.

Die Heterogenität der Region beschreibt Marie Pierre sehr überzeugend und nachvollziehbar, was aufgrund der vielen politischen und gesellschaftlichen Verstrickungen nicht einfach ist. Frankreich, Elsass, Lothringen. Luxemburg, Bayern und Preußen sind die Herkunftsregionen der Pensionats-Schülerinnen. Ein wahrer Schmelztiegel von Sprache, Kultur und Politik.

Auch die militärischen Konflikte kommen in der Geschichte nicht zu kurz, haben sie doch die Region nachhaltig geprägt. Auch die Rolle der Dienstboten und der „besseren“ Gesellschaft ist in diesem Buch Thema.

Der Spannungsaufbau in dem Roman ist sehr gut, zwischenzeitlich mutiert dieser zu einem halben Krimi, was ich überhaupt nicht negativ meine. Es war so spannend und fesselnd, dass ich den Roman quasi gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Die Sprache der Autorin ist der Zeit und der Region angemessen, am Ende des Buches findet sich ein umfassendes Glossar, welche ich aber kaum zu Rate ziehen musste. Das Personenverzeichnis am Anfang des Romans hingegen habe ich zu Beginn ein paar Mal genutzt. Sehr aufschlussreich finde ich auch das Nachwort der Autorin, wo sie noch einmal auf verschiedene Aspekte ihres Buches eingeht, und Wahrheit und Fiktion erläutert.

Ein Roman für alle die Sagas lieben und solche die es noch werden wollen. Oder aber auch für alle jene die gerne etwas mehr über das deutsch-französische Grenzgebiet erfahren möchten. Ich jedenfalls freue mich schon sehr, dass bald Band 2 „Schwestern im Geiste“ erscheint (Aug. 2024). Teil 3 „Der Weg der Frauen“ erscheint dann nächstes Jahr im Februar (Feb. 2025).

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