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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.08.2024

Drei Frauen

Das Wohlbefinden
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Ulla Lenze ist eine Autorin, die einen eleganten Stil hat und weiß, einen Plot geschickt zu gestalten. Sie nutzt 3 Zeitebenen. 1908 mit der Schriftstellerin Johanna und der hellsichtigen Anna, die als ...

Ulla Lenze ist eine Autorin, die einen eleganten Stil hat und weiß, einen Plot geschickt zu gestalten. Sie nutzt 3 Zeitebenen. 1908 mit der Schriftstellerin Johanna und der hellsichtigen Anna, die als Medium wirkt. Dann 1967, die Zeit der Studentenunruhen und der jetzt alten Johanna, die sich mit ihrer Autobiografie beschäftigt. Zuletzt 2020 mit ihrer Urenkelin Vanessa, die begonnen hat, sich mit ihrer Ahnin zu beschäftigen. Das greift alles mühelos ineinander.Der Autorin gelingt es die Stimmungen der Zeiten zu vermitteln.
Ein Buch, das man empfehlen kann!

Veröffentlicht am 14.08.2024

Luisas Geschichte

Brennende Felder
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Luisa stammt aus dem ländlichen Österreich, führt aber ein unstetes Lebein verschiedenen Ländern. Von ihrem Sohn Eric lebt sie getrennt.
Ihre Beziehung zu Bob, der einmal ihr Stiefvater gewesen ist, endet ...

Luisa stammt aus dem ländlichen Österreich, führt aber ein unstetes Lebein verschiedenen Ländern. Von ihrem Sohn Eric lebt sie getrennt.
Ihre Beziehung zu Bob, der einmal ihr Stiefvater gewesen ist, endet fatal.
In der Heimat kommt sie Ferdinand und dessen Sohn Anton näher. Aber kann die Beziehung von Dauer sein?

Schwerer fassbar  als die früheren Romane von Reinhard Kaiser Mühlecker.
Stilistisch aber wieder stark. Der Roman lebt mehr von Stimmungen als von der Handlung.

Veröffentlicht am 06.08.2024

Sergio und Selina

An den grünen Hängen des Vesuv
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An den grünen Hängen des Vesuv wurde von einer deutschen Autorin unter Pseudonym geschrieben. Italien gibt es hier also nur aus einem touristischen Blickwinkel.
Geschrieben ist es ordentlich, es wirkt ...

An den grünen Hängen des Vesuv wurde von einer deutschen Autorin unter Pseudonym geschrieben. Italien gibt es hier also nur aus einem touristischen Blickwinkel.
Geschrieben ist es ordentlich, es wirkt routiniert.
Es beginnt in Wuppertal mit der Hauptfigur Selina. Selina ist noch ziemlich auf der Suche nach ihrem Platz im Leben. Sie beschließt, ihre Wurzel zu erforschen. Daher spielt auch die Vergangenheit eine Rolle und es gibt Kapitel, die 1956 in dem fiktiven Ort Pietra Alta handeln. Hier ist Sergio der Protagonist und er wird Italien Richtung Deutschland verlassen.
Sergios und Selinas Wege sind zwar entgegengesetzt, dennoch haben sie auch einiges gemein.
Die Figuren spiegeln sich im Prinzip. Das ist ein literarisch guter Einfall. Ganz rettet es den Roman aber auch nicht. Wenn man aber keine großen Erwartungen hat, ist es ein immerhin ein ordentlicher Unterhaltungsroman.

Veröffentlicht am 06.08.2024

Neuanfang

Die einsame Buchhändlerin von Tokio
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Die einsame Buchhändlerin von Tokio ist sicher kein schlechtes Buch, und doch hat es mich irgendwie enttäuscht.
Literarisch ist es schlicht. Die Protagonistin steht an einem Wendepunkt im Leben Sie hat ...

Die einsame Buchhändlerin von Tokio ist sicher kein schlechtes Buch, und doch hat es mich irgendwie enttäuscht.
Literarisch ist es schlicht. Die Protagonistin steht an einem Wendepunkt im Leben Sie hat sich von ihrem Mann getrennt und beruflich sucht sie eine Neuorientierung. Sie muss sich auch über sich selbst klarwerden. Ist sie die Abenteuerlustige oder die Zurückgezogene.
Ihre Idee für einen Neustart ist das Kennenlernen von Männern auf einer Dating-App und dem geben von auf diese Leute abgestimmte Literaturtipps.
Leider sind diese Begegnungen teilweise eher langweilig geschrieben und die Buchberatung erscheint mir mehr wie ein willkürliches Namedropping. Zum Ende hin wird das etwas besser, erfüllt aber meine Erwartungen dennoch nicht.

Veröffentlicht am 22.07.2024

Eve in Hollywood

Eve
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Amor Towles führt uns Leser in die frühe Welt Hollywoods der dreißiger Jahre. Obwohl es nicht detailliert um Filmdreharbeiten geht, bekommt man von der Atmosphäre drumherum einiges mit.
Die Protagonistin ...

Amor Towles führt uns Leser in die frühe Welt Hollywoods der dreißiger Jahre. Obwohl es nicht detailliert um Filmdreharbeiten geht, bekommt man von der Atmosphäre drumherum einiges mit.
Die Protagonistin Eve ist eine Freundin von der Schauspielerin Olivia de Havilland.
So ganz glaubwürdig erscheint mir Eve nicht. Sie ist spröde, rätselhaft und distanziert. Sie ist schwer fassbar. Das hat mich aber weniger interessiert als erwartet und außerdem agiert Eve im langen Mittelteil relativ wenig.
Schwer zu sagen, wie stimmig diese Hollywood-Porträt mit den hier geschilderten Aspekten ist. Manches kommt mir glaubwürdig vor, einiges aber auch als ein aus heutiger Zeit vorgestelltes Bild. Natürlich ist das aber zulässig, sich über diese Zeit und so ganz besonderen Ort Gedanken zu machen.

Auf mich wirkt der Text mehr wie eine Erzählung als ein Roman und ich vermisse Komplexität und eine größere Relevanz. Das Ganze ist aber gut verfasst und lässt sich gut lesen, dennoch mehr ein Zwischenspiel als ein Hauptwerk.