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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.12.2017

Zu viel Geschichte

Die Gärten von Istanbul
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In Istanbul treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Es werden fünf Leichen an fünf verschiedenen historischen Bauwerken aufgefunden. Bei ihnen wird jeweils ein Taler aus einer Zeit gefunden, der auf die ...

In Istanbul treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Es werden fünf Leichen an fünf verschiedenen historischen Bauwerken aufgefunden. Bei ihnen wird jeweils ein Taler aus einer Zeit gefunden, der auf die geschichtlichen Hintergründe hinweist. Kommissar Nevzat und seine Kollegen Zeynep und Ali haben alle Hände voll zu tun, um den Serienmörder zu überführen. 

Ganz ehrlich? Totale Begeisterung kam bei mir nicht auf. Für mich war hier ein wenig zu viel Geschichte im Spiel. Es ist zwar wunderbar, wenn man während des Lesens noch Wissen vermittelt bekommt, aber es sollte nicht den Kriminalfall in den Hintergrund drängen. Zugegeben - der Autor hat dafür viel recherchiert und das wiederum ist eines Lobes wert. Ebenso beschreibt er die historischen Gebäude und Istanbul selbst sehr liebevoll. Leider hört dies aber bei den Charakteren auf - zu ihnen bekam ich leider keinerlei Bezug. 

Ein Krimi, den man lesen kann - aber nicht unbedingt muß.

Veröffentlicht am 07.12.2017

Langatmig

Nachts am Brenner
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Ein alter Mann wurde von einem Pferd zu Tode geschleift. Kurz darauf wird eine zweite Leiche gefunden - ein Bekannter des ersten Toten. Grauner und Saltapepe ermitteln auf Hochtouren. Zunächst fällt der ...

Ein alter Mann wurde von einem Pferd zu Tode geschleift. Kurz darauf wird eine zweite Leiche gefunden - ein Bekannter des ersten Toten. Grauner und Saltapepe ermitteln auf Hochtouren. Zunächst fällt der Verdacht auf Drogenhandel, doch dann entdeckt Grauner Dinge, die mit dem Mord an seinen eigenen Eltern im Zusammenhang stehen. Er beginnt allein, auf eigene Faust zu ermitteln und gerät dabei in große Gefahr...... 

Leider hat mich dieses Buch überhaupt nicht überzeugt. Grauner selbst wird als ewig hinter der Zeit hinkender Typ beschrieben, das kann nett wirken - ist aber hier einfach nervig. Dadurch kam bei mir auch keinerlei Sympathie auf. Spannung habe ich vergeblich gesucht, man liest einfach eine nette Geschichte mit viel Landschaft (die ist allerdings sehr schön beschrieben) und kauzigen, eigenbrötlerischen Dorfbewohnern. Diese beiden Teile sind sehr gut dargestellt, so daß ich finde, wenn man sich vom Krimi lossagt und keinen großartigen Krimi erwartet, erhält man eine nette Geschichte. 

Veröffentlicht am 06.11.2017

Leichte Unterhaltung

The Romantics, oder wie Gael das mit der Liebe lernte
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Gael versteht die Welt nicht mehr. Kurz nachdem er seiner Freundin seine Liebe gesteht, will er sie in der Schule mit einem Strauß roter Nelken überraschen - und wird selbst überrascht. Denn Anika betrügt ...

Gael versteht die Welt nicht mehr. Kurz nachdem er seiner Freundin seine Liebe gesteht, will er sie in der Schule mit einem Strauß roter Nelken überraschen - und wird selbst überrascht. Denn Anika betrügt ihn und das ausgerechnet mit seinem besten Freund Mason. Gael verliert den Glauben an die Liebe, denn auch seine Eltern, von denen er dachte sie würden immer zusammen bleiben, haben sich getrennt. Doch diesen Verlust an den Glauben kann die Liebe selbst so nicht auf sich beruhen lassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Gefühl
  • Lesespaß
Veröffentlicht am 05.03.2017

Ganz amüsant

On se left you see se Siegessäule
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Tilmann nimmt den Job eines Stadtbilderklärers auf einem Berliner Ausflugsdampfer an. Er erlebt diverse Menschentypen. Von Amerikanern über Japanerinnen, von Bayern bis zu einer zunächst gelangweilten ...

Tilmann nimmt den Job eines Stadtbilderklärers auf einem Berliner Ausflugsdampfer an. Er erlebt diverse Menschentypen. Von Amerikanern über Japanerinnen, von Bayern bis zu einer zunächst gelangweilten fränkischen Schulklasse. Und er muß sich vielen Fragen stellen, von denen eine lautet: Wenn man nicht über die Mauer konnte, warum sind die Leute dann nicht außen herum gegangen?

Zunächst muß ich sagen: Bei diesem Buch kann man tatsächlich noch etwas über Berlin lernen, wenn man selbst noch nicht dort war. Denn es wird hier auch sehr liebevoll und verständlich in die Geschichte Berlins eingetaucht. Auch die Geschichte Preußens wird in einem Kapitel erklärt (wenn auch auf sehr unkonventionelle Art). Der Rest des Buches fällt eindeutig unter Klamauk, was ja auch zu erwarten ist. Die Geschichten rund um die Ausflugsfahrten sind zunächst noch sehr witzig und unterhaltsam, werden jedoch ab der Mitte des Buches einfach nur noch langweilig, da man sie dann einfach leid ist und sie übertrieben findet. Der Schreibstil des Autors ist locker und einfach, paßt zum Thema und zum Buch insgesamt.

Insgesamt ein schönes Buch für zwischendurch, wenn man mal ein Buch lesen möchte, bei dem man nicht ständig mitdenken möchte.

Veröffentlicht am 04.03.2017

Geht so

Hundert Namen
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Die junge Journalistin Kitty macht im Übereifer einen verhängnisvollen Fehler. Dadurch zerstört sie das Leben eines unbescholtenen Mannes. An diesem Tiefpunkt ihrer Karriere erhält sie von ihrer kranken ...

Die junge Journalistin Kitty macht im Übereifer einen verhängnisvollen Fehler. Dadurch zerstört sie das Leben eines unbescholtenen Mannes. An diesem Tiefpunkt ihrer Karriere erhält sie von ihrer kranken Freundin Constance den Auftrag, einen Artikel für sie zu schreiben. Sie bekommt dazu von ihr eine Liste mit hundert Namen. Bevor Kitty mehr davon erfahren kann, stirbt Constance. Nun steht Kitty ratlos mit dieser Liste und allen Fragen, die sie Constance noch so gerne gestellt hätte. Sie muß bald feststellen, daß die Namen zu ganz normalen Menschen gehören. Aber vielleicht ist gerade das Normale an diesen Menschen der besondere Reiz an ihren Geschichten.

Der Titel des Buches ist genau mein Kritikpunkt: Hundert Namen! Das ist mir etwas zu verwirrend. Es kommen so viele Leute in diesem Buch vor, daß man nicht mehr durchblickt. Immer wieder zurückblättern, um zu gucken: Wer war das nochmal? macht auf die Dauer keinen Spaß. Ich will damit nicht sagen, daß das Buch richtig schlecht ist, aber wer "P.S. Ich liebe dich" gelesen hat, erwartet etwas anderes. Ich muß aber zugeben, daß dieses Buch auch wirklich schwer zu überbieten ist. Insofern hat Cecelia Ahern sich das Autorenleben selber schwer gemacht, indem sie als Erstes dieses Superbuch geschrieben hat, an dem jetzt alle folgenden Bücher gemessen werden.