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Veröffentlicht am 04.09.2024

Informativer Querschnitt

Selbstversorgung im Winter
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Dieses Buch soll dazu motivieren die Selbstversorgung das ganze Jahr über aktiv zu gestalten, also auch im Winter. Es werden winterharte Gemüsearten vorgestellt, Indoor-Farming, diverse Haltbarmachungsarten ...

Dieses Buch soll dazu motivieren die Selbstversorgung das ganze Jahr über aktiv zu gestalten, also auch im Winter. Es werden winterharte Gemüsearten vorgestellt, Indoor-Farming, diverse Haltbarmachungsarten u.v.a. Das Buch bietet einen interessanten Querschnitt über viele Möglichkeiten, die im weitesten Sinne zu dem Thema passen. Was davon für den Leser in Frage kommt ist individuell zu entscheiden und liegt auch an Zeit- und Platzvorräten. Hier bekommt man viel Input und kann bei Interesse ggfs woanders noch genauer nachlesen, wobei ich viele Informationen doch recht ausführlich finde. Die einzelnen Themen werden durch ansprechende Fotos begleitet, die Texte sind nicht zu lang und gut verständlich geschrieben. Kapitel mit Unterthemen sorgen für eine gute Unterteilung, so kann man schnell gezielt etwas nachlesen.

Neben der Vorstellung von Winterkulturen für das Gemüsebeet werden auch Obstkulturen für die Winterernte vorgestellt, Sandorn und Schlehe waren mir schon bekannt, hier gibt es noch weitere Tipps und auch Erläuterungen zu den idealen Erntebedingungen und der Verwendung. Ein weiterer Punkt ist das Sammeln von Früchten und Wildkräutern in freier Wildbahn, diese kann man natürlich auch im Garten kultivieren, dann ist der Weg zur Ernte später nicht mehr so weit. Das man Knospen als Superfood unterwegs von Bäumen naschen kann, war mir bisher nicht bekannt, hier wird erklärt mit welchen Pflanzen/Bäumen das möglich ist.

Ein weiteres großes Thema ist auch die Lagerung und Verwendung. Was darf zusammen liegen, was nicht und welche Orte sind zur Lagerung am geeigneten. Wer nicht einlagern kann und möchte findet hier auch Tipps zum Einkochen, Fermentieren, Einfrieren, Trocknen, Konservieren mit Salz, Einlegen in verschiednen Formen usw.

Wer nach den ganzen Aktionen noch Zeit findet, kann in den letzten Kapiteln noch einiges zum Anbau im Wohnhaus erfahren. Sprossen und Keimlinge oder Pilzkulturen, hier ist für jeden etwas dabei.

Ich habe das Buch gerne gelesen und werde sicherlich immer wieder mal darin nachschlagen. Viele der vorgestellten Möglichkeiten kommen für mich zur Zeit nicht in Frage, da meine Zeit für viele der zeitintensiveren Methoden nicht reicht und der Platz in der Wohnung auch nicht. Aber die Anregungen sind vielfältig und wenn es einen überkommt findet man hier umsetzbare Projekte.

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Veröffentlicht am 27.08.2024

Demenz und Depressionen

Der Bademeister ohne Himmel
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Bei diesem Titel und Cover kann man nicht erkennen, worum es in dem Buch geht. Die Autorin widmet sich hier den Themen Depression, suizidalen Gedanken, Suizid und Demenz.
Die fünfzehnjährige Linda erzählt ...

Bei diesem Titel und Cover kann man nicht erkennen, worum es in dem Buch geht. Die Autorin widmet sich hier den Themen Depression, suizidalen Gedanken, Suizid und Demenz.
Die fünfzehnjährige Linda erzählt hier, teilweise in einem etwas rotzigem, dem Alter entsprechenden Ton, mit Anklängen von Humor. Sie versucht das Leben zu verstehen und hinterfragt gerne. Insbesondere das Hinterfragen und die Sicht auf das Leben und andere Personen sind altersgerecht geschildert.
Eigentlich würde Linda gerne vor ein Auto laufen und ihr Leben beenden, doch wegen Hubert und Kevin sieht sie davon ab.
Hubert ist 86 Jahre alt, Bademeister im Ruhestand und dement. Linda bringt sich in seine Pflege ein, vor allem um die polnische Pflegekraft Ewa zu entlasten, aber auch weil sie Hubert mag. Intuitiv gelingt es ihr immer wieder ihn aufzufangen, wenn er sich in sich selbst verliert. Das unterscheidet sie von dessen Tochter, die hier nur der Nachtfalter genannt wird. Lindas Mutter sieht das große Engagement bei Hubert nicht so gerne. Sie befürchtet, dass Linda durch diesen anspruchsvollen Nebenjob überfordert wird und hat Angst vor der nahenden Konfrontation mit Huberts Tod.
Kevin ist ein etwas jüngerer als Linda, ein hochbegabter, liebenswerter Nerd, der sich um die Erde Sorgen macht und jegliche Fakten hinsichtlich der drohenden Klimakatastrophe kennt. Sein Vertrauen in die Menschen ist aufgrund dieser Lage gering.
Alle Figuren sind etwas schräg ausgestaltet, aber dennoch liebenswert.
Es gelingt der Autorin ein lebendiges Bild dieser Gemeinschaft zu schaffen. Wie nebenbei werden in der Handlung die o.g. Themen behandelt, sogar die schweren Bedingungen der Pflege seitens der Angehörigen, aber auch seitens der Pflegekräfte werden angesprochen.
Das Buch lebt von den kleinen Begebenheiten, die hier schön geschildert werden, aber auch von den schmerzlichen Dingen, die das Leben immer wieder mit sich bringt.

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Veröffentlicht am 23.08.2024

ungewöhnliche Freundschaft

Pi mal Daumen
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Die dreifache Großmutter Moni und der adlige Überflieger Oscar lernen sich im Hörsaal bei einer Mathematik Vorlesung kennen. Sie haben bis auf die Leidenschaft für das Fach nichts gemeinsam, dennoch finden ...


Die dreifache Großmutter Moni und der adlige Überflieger Oscar lernen sich im Hörsaal bei einer Mathematik Vorlesung kennen. Sie haben bis auf die Leidenschaft für das Fach nichts gemeinsam, dennoch finden sie im Laufe der Zeit zueinander. Eine besondere Freundschaft entsteht und Beide durchleben eine große Entwicklung, die sie selbst oder andere nicht so erwartet haben.

Die Idee zur Geschichte ist sehr gut und der Erzählstil ist flüssig und humorvoll. Erzählt wird aus der Perspektive von Oskar mit viel wörtlicher Rede, in der reichlich Humor untergebracht ist. Viele weitere besondere Figuren und eine ungewöhnliche Familiengeschichte wurden gut eingearbeitet.
Trotz der guten Grundidee konnte mich die Geschichte nicht vollends begeistern. Die Autorin bedient reichlich Klischees und die Handlung ist in vielen Teilen vorhersagbar. Eigentlich wendet sich die Geschichte gegen Vorurteile und Klischees, verirrt sich aber gelegentlich darin.

Wer eine humorvolle Unterhaltung sucht, wird hier gut bedient.

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Veröffentlicht am 10.08.2024

mysteriöser japanischer Krimi

Das Dorf der acht Gräber
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Dieser bereits 1971 erschienene Kriminalroman aus Japan macht viel Spaß und entführt eindrucksvolle in das ferne Japan.
Der grausige Name des Dorfes geht auf eine Begebenheit aus dem 16. Jahrh. zurück. ...

Dieser bereits 1971 erschienene Kriminalroman aus Japan macht viel Spaß und entführt eindrucksvolle in das ferne Japan.
Der grausige Name des Dorfes geht auf eine Begebenheit aus dem 16. Jahrh. zurück. Damals wurden acht Samurai ermordet, seither glauben die Einwohner, es läge ein Fluch auf ihnen. Tatsächlich ereignet sich ein grausames Massaker in dem kleinen Ort, weil ein reicher Mann seinen Willen nicht durchsetzen kann. Seine Frau flieht mit dem kleinen Sohn und kehrt niemals zurück.
Viele Jahre später (1946) sein Sohn ausfindig gemacht, damit er das Familienerbe antritt. Er wusste bis dato nichts über seine Herkunft und das Dorf.
Der Ausspruch "Leichen pflastern seinen Weg" kam mir hier des öfteren in den Sinn. Gleich nachdem Tutsuya von seinem Erbe erfahren hat, gibt es die erste Leiche. Im abergläubischen Dorf wird er misstrauisch empfangen und auch hier gibt es von nun an viele Tote. Unversehens wird er immer wieder verdächtigt.
Der Detektiv Kosuke Kindaichi spielt immer wieder eine Rolle, erzählt wird jedoch ausschließlich aus Tatsuyas Sicht.
Die Geschichte wird ruhig und etwas behäbig erzählt, was jedoch zu keiner Zeit zu Lasten des Spannungsbogens geht. Es gibt viele spannende Elemente, die mysteriös wirken. (Schätze, Geheimgänge, verzweigte Höhlen, uvm.) Die Charaktere entwickeln sich weiter und die Geschichte erfährt viele Wendungen.
Es handelt sich um den dritten Teil einer Reihe, ich konnte jedoch problemlos folgen ohne die Vorgänger zu kennen.
Das Buch ist von Denis Moschitto wirkungsvoll eingelesen, es macht Spaß ihm zuzuhören und die knapp 10 Stunden erschienen mir kurzweilig.

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Veröffentlicht am 10.08.2024

unterhaltsamer Genremix für Kinder

Die wundersamen Talente der Kalendario-Geschwister: Skurril, komisch, magisch - eine Detektivgeschichte der besonderen Art!
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Louisa Söllner ist hier ein Genremix aus Detektivgeschichte, Magie und Familengeschichte gelungen, der Kinder ab 10 Jahren gut unterhält. Pablo und seine Schwester Penny leben mit ihren Müttern in Maubach, ...

Louisa Söllner ist hier ein Genremix aus Detektivgeschichte, Magie und Familengeschichte gelungen, der Kinder ab 10 Jahren gut unterhält. Pablo und seine Schwester Penny leben mit ihren Müttern in Maubach, einem beschaulichen kleinen Ort, in dem jedoch einige schräge Dinge geschehen. Die Merkwürdigkeiten häufen sich nachdem Herr Kalendario mit seinen fünf sonderbaren Kindern in die Villa nebenan einzieht. Dort lebte bis vor 25 Jahren die Familie Knopfloch, doch dann verschwand sie spurlos. Seither hat sich im Kleinstadtleben einiges verändert.

Pablo liebt seine Großmutter und ihre Geschichten über alles, außerdem ist er gerne als Detektiv unterwegs, um magische Dinge aufzuklären. Seine Schwester Penny ist da ganz anders aufgestellt, sie glaubt, was sie sieht.

Die sieben Kinder freunden sich an und versuchen die Rätsel, die sie umgeben zu lösen. Vor allem möchten sie wissen, ob Herr Kalendario etwas mit dem Verschwinden der Knopflochs zu tun hat und ob er magische Fähigkeiten hat.

Trotz der besonderen Mysteryelemente wirken die Erlebnisse und Probleme der Kinder glaubhaft und nachvollziehbar. Es ist nicht zu abgehoben, die jungen Leser*innen können sich hier häufig wiederfinden. (Streit, Versöhnung, erste Liebe, Geschwisterleben, Hilfsbereitschaft, Krankheit...)

Die Autorin erzählt sehr lebhaft und mitreißend. Die Geschichte steckt voller liebevoller und humorvoller Kleinigkeiten, die Spaß machen und authentisch wirken. Es gibt einiges an magischen Momenten.

Einziger Kritikpunkt ist das überhastete Ende, hier hätte ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht, auf denen die Auflösung des Falles nicht nur rückblickend durch Pablo erzählt wird. Das ist zwar auch sehr gut beschrieben, aber ein wenig mehr Handlung und Wendung, wie in den vorherigen Kapiteln wäre schön gewesen. Dies ist aber meckern auf hohem Niveau. Die Geschichte ist warmherzig und enthält neben der guten Unterhaltung auch wertvolle Botschaften.

Von uns gibt es eine Leseempfehlung.

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