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Veröffentlicht am 06.11.2017

Der etwas andere Fantasyroman

Fictional Reality
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Der Einstieg in die Geschichte war für mich etwas holprig. Gerade zu Beginn hat Alexandra ihr leben ziemlich emotionslos beschrieben dafür, dass es ja eigentlich so bewegend weiter ging. Noch dazu wurde ...

Der Einstieg in die Geschichte war für mich etwas holprig. Gerade zu Beginn hat Alexandra ihr leben ziemlich emotionslos beschrieben dafür, dass es ja eigentlich so bewegend weiter ging. Noch dazu wurde der letzte Tag mit ihrer Familie teilweise schon etwas zu detailliert beschrieben. Vom rein logischen her macht es natürlich Sinn, da man sich in so einer Situation wahrscheinlich versucht an alle wichtigen Details zu erinnern und diese dann auch gerne nennt.

Der etwas kantige Schreibstil hatte es mir aber auch in den ersten Kapiteln nicht besonders leicht gemacht. Erst ab etwa einem Viertel des Buches hatte ich mich daran gewöhnt und konnte mehr in die eigentliche Geschichte abtauchen. Aber auch da kamen immer wieder sonderbare Sätze und Absatzkonstellationen auf, die mich immer wieder ins holpern brachten und das Lesen für mich so stark verlangsamten.

Die Geschichte selbst gefiel mir sehr. Erwartete ich zunächst noch eine 08-15 Geschichte über Trauerbewältigung, so wurde es doch recht schnell mehr. Alexandra bemerkte nach einiger Zeit, dass irgendetwas mit ihr und ihrem Umfeld nicht stimmte und wollte dem unbedingt auf die Schliche kommen. Die sich anbahnende Liebesgeschichte war vorhersehbar und Liam auch nicht so recht einschätzbar, dennoch war sein Charakter und die Art, wie er sich in Lexi’s Leben fand ganz unterhaltsam.

Waren viele Dinge und Gegebenheiten am Anfang noch recht wirr und unstrukturiert, so kommt nach und nach etwas Logik auf und lässt einen roten Faden erkennen, der sich schon von Anfang an durch das Buch gezogen hat. Nichts war dem Zufall hinterlassen.

Dieses Buch ist etwas schwerere Kost und man sollte sich die Zeit, die es braucht nehmen. Ich denke, dass dies auch eine zentrale Kernaussage der Geschichte ist, denn wer trauert, der benötigt Zeit, um dies zu verarbeiten. Die Art und Weise, wie die Autorin hier mit diesem Thema umgegangen ist, fand ich sehr faszinierend. Wichtig ist nur, dass man sich ausreichend auf die Geschichte einlässt.

Trotz anfänglicher Stolpersteine und einem eigenwilligen Schreibstil hatte ich dennoch viel Spaß beim Lesen, bin förmlich vor Spannung fast geplatzt und habe der wichtigsten Entscheidung am Ende entgegen gefiebert. Es ist ein etwas anderer Fantasyroman, dessen Logik man nicht zwingend hinterfragen sollte und den ich dadurch sehr gerne empfehle.

Veröffentlicht am 12.08.2017

Solider Start mit Luft nach Oben

Fallen Queen
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Nach einem soliden Start wird alles sehr flott und schnell erzählt und oftmals die Geschehnisse nur angeschnitten. Da hätte man mit ein paar mehr Seiten noch mehr Tiefe hinein bringen können. So konnte ...

Nach einem soliden Start wird alles sehr flott und schnell erzählt und oftmals die Geschehnisse nur angeschnitten. Da hätte man mit ein paar mehr Seiten noch mehr Tiefe hinein bringen können. So konnte ich leider nicht so ganz in die Gefühlslage der Charaktere einsteigen.

Es vergeht im Laufe der Geschichte viel Zeit, in der nicht viel passiert bzw auch hin und wieder mal, wo Dinge übersprungen werden, die für mich persönlich eigentlich in der Handlung wichtig gewesen wären. Hin und wieder wird mal die Gefühlswelt angeschnitten, bis hin zu dem Punkt, den jeder aus Schneewittchen kennt: der vergiftete Apfel kommt ins Spiel. Und das sogar relativ am Anfang.

Ab da geht es endlich zur Sache. Man kann in die Gedankenwelt von Nerina, der guten Königin, eindringen und ihre Gefühle aufnehmen.

Mit dem klassischen Märchen im Hinterkopf, habe ich vereinzelt kleine Anlehnungen erkennen können, die mich hin und wieder mal begeistern konnten. Denn diese wurden meiner Meinung nach gekonnt in die Geschichte mit eingebaut.

Nerina ist wirklich ein gutmütiger Mensch und bemüht sich immer darum, ihrer Aufgabe als Königin gerecht zu werden. Leider geht dabei die Beziehung zu ihrer Schwester immer mehr unter, bis diese immer mehr in die Einsamkeit abdriftet und ihren Hass auf ihre Schwester schüren kann. Erinas Hass treibt sie zu äußerst furchtbaren Mitteln und so landet Nerina bald in Gefangenschaft und wartet auf ihren von Erina bestimmten Tod.

Der Jäger nimmt sich irgendwann die Rettung von Nerina an und unterstützt sie, wo er nur kann. Hinter seiner Fassade scheint sich jedoch von Anfang an mehr zu verstecken. Seine schroffe Art ist für mich manches mal unverständlich.

Alles in allem hat Fallen Queen hier einen guten Start hingelegt. Für den zweiten Band wünsche ich mir dennoch mehr Tiefe, um richtig in der Gefühls- und Gedankenwelt der Figuren eintauchen zu können und eine noch besser verteilte Spannungskurve. Auch der Schreibstil hätte meinetwegen ruhig mehr in eine für Märchen typischen Form sein können.

Dennoch hat mich das Buch gut unterhalten. Die Idee fand ich gut, es gab lustige, traurige und erschreckende Momente, auch die Umschreibung der Schauplätze und diverser Szenen waren wirklich detailliert beschrieben, sodass ich hier solide 4 Sterne und meine Empfehlung geben kann.

Veröffentlicht am 30.07.2017

Eine spannende Reise voller Gefahren und Magie

Tarakona
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In Tarakona begleitet man Rebecca und Hartron auf der Suche nach Hilfe und Antworten, um Skandis, den falschen Herrscher der Dukelelfen, zu vernichten.

Auf ihrer gefährlichen Mission begegnen sie vielen ...

In Tarakona begleitet man Rebecca und Hartron auf der Suche nach Hilfe und Antworten, um Skandis, den falschen Herrscher der Dukelelfen, zu vernichten.

Auf ihrer gefährlichen Mission begegnen sie vielen bedrohlichen Wesen, die ihnen das Vorankommen alles andere als leicht machen. Immer wieder stehen sie neuen Gefahren, sowie Krankheiten gegenüber. Begleitet werden sie nicht nur von Licht- und Dunkelelfen, sondern auch von Zwergen und Riesen.
Die Welt, welche die Autorin hier geschaffen hat ist voll von ihnen und ebenso voller Magie. Sie hat diese sehr bildhaft beschrieben, sodass ich immer das Gefühl hatte, selbst in dieser Umgebung mit den beiden Elfen zu reisen.

Dennoch verlief der Einstieg in die Geschichte zunächst etwas holprig und es waren vereinzelt Fehler im Text zu finden. Da ich aber schnell in den Bann der Story gezogen wurde, waren diese Fehler für mich verkraftbar.

Rebecca ist eine freche, mutige und sehr stolze, dennoch liebevolle, aber auch manchmal einfältige Halblichtelfe.
Hartron, ein Halbdunkelelf, versucht sich vehement gegen seine Gefühle zu wehren und stößt Rebecca immer wieder von sich. Dennoch verband sie von Anfang an ein besonderes Band, sodass sie sich immer wieder wie magisch anziehen. Trotz seiner traurigen Kindheit und der vielen Qualen die er erleiden musste, ist er dennoch ein sehr fürsorglicher, umsichtiger Krieger geworden. Neben den beiden gab es noch viele weitere Charaktere, die ich eigentlich schnell ins Herz geschlossen habe.

Der Schreibstil war gerade zu Beginn etwas holprig. Im weiteren Verlauf habe ich mich allerdings daran gewöhnt und konnte voll und ganz in die Geschichte eintauchen. Diese kleinen Makel, gepaart mit einer spannenden, liebevollen und faszinierenden Geschichte, machen dieses Buch für mich zu etwas besonderen. Denn obwohl ich Elfen eigentlich nicht wirklich mag, so konnte mich Tarakona doch begeistern, sodass ich es sehr gerne weiterempfehle.

Veröffentlicht am 16.07.2025

Wieder einmal liebe ich Katzen!

Die Prophezeiung vom Silbernen Menschenkind
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In diesem Roman erlebt man eine besondere Sicht auf die Gedankenwelt von Katzen. Normas Katzen Valerio, nebst Wilhelmine und Rosi zeigen einem die Welt aus ihrer Perspektive, während man parallel dazu ...

In diesem Roman erlebt man eine besondere Sicht auf die Gedankenwelt von Katzen. Normas Katzen Valerio, nebst Wilhelmine und Rosi zeigen einem die Welt aus ihrer Perspektive, während man parallel dazu auch Normas Sichtweise erfahren kann. Die Katzen versuchen Norma zu schützen und man bekommt die Starke Verbindung von ihnen zu spüren.
Und obwohl man Norma so durch ihren Alltag begleitet, erlebt man nicht wirklich viel. Es war schon gutgeschrieben, aber eben auch nicht so packend, wie ich es gehofft hatte. Noch dazu hatte ich echt so meine Probleme mit Norma, weil sie ihrem Alter mal so gar nicht entsprechen wollte. Sehr unreif für meinen Geschmack.
So richtig überzeugt hat mich die Story leider nicht, obwohl einiges an Potential vorhanden war. Schade.

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Veröffentlicht am 29.09.2024

Sehr enttäuschend

City of Dust and Shadows
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Auf dieses Buch war ich, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, besonders neugierig. Allein das Versprechen auf die Pariser Schattenwelt und ihre Kreaturen hat mich magisch angezogen.

Aber so schön ...

Auf dieses Buch war ich, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, besonders neugierig. Allein das Versprechen auf die Pariser Schattenwelt und ihre Kreaturen hat mich magisch angezogen.

Aber so schön wie das Cover ist, so schwer war es für mich diese Geschichte zu lesen. Der Einstieg war recht holprig und ich kam kaum voran. Noch dazu passierte ewig nichts und dann auf einmal zieht das Tempo an und es passiert so schnell zu viel, sodass man kaum eintauchen konnte.

Dann hatte ich große Probleme mit der Protagonistin. Machen wir uns nichts vor, denn wenn man die schon nicht mag bzw. sie eher blass erscheint, wie soll man sich da richtig in die Story einfühlen. So verhielt es sich dann natürlich auch mit der Liebesgeschichte, die ebenfalls keine Punkte sammeln konnte.

Alles in allem war mir dieses Buch zu unausgereift. Wenig Tiefe, halbgarer Schreibstil und obwohl eine richtig gute Idee und Grundlage vorhanden waren, wurde das Potential hier absolut nicht genutzt. Für mich war es leider nichts und deshalb kann ich es auch nicht empfehlen.

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