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Veröffentlicht am 11.08.2024

Für Lily

Die siebte Zeugin
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Nikolas Nölting fährt wie jeden Sonntagmorgen zum Bäcker und schießt dort mehrere Menschen nieder. Scheinbar grundlos. Seinem Strafverteidiger gegenüber schweigt er zu den Gründen, was diesem keine Ruhe ...

Nikolas Nölting fährt wie jeden Sonntagmorgen zum Bäcker und schießt dort mehrere Menschen nieder. Scheinbar grundlos. Seinem Strafverteidiger gegenüber schweigt er zu den Gründen, was diesem keine Ruhe lässt. Der Fall wird noch persönlicher, als es sich Anwalt Rocco Eberhardt anfangs vorstellen kann.

Das schwarz-weiß gehaltene Cover enthält den Titel "Die 7. Zeugin" sowie eine von hinten sichtbare, im Gerichtssaal sitzende Frau in blutrot als Hingucker. Das passt gut zum Krimi und warum der Titel so gewählt wurde, klärt sich auch am Schluss.

Man merkt den beiden Autoren ihre Fachkenntnisse an, sie wissen, wovon sie schreiben. Es handelt sich um einen sachlichen Schreibstil, kein Wort zuviel. Das ist glaubwürdig und man könnte sich diese Story auch als "echten" Kriminalfall so vorstellen. Ich kam gut in die Geschichte hinein, konnte mir alle Figuren genau vorstellen und wurde gut unterhalten. Die Spannung wurde gehalten, war aber nicht so, dass man bei jedem Geräusch zusammenzuckt. Das war mein erstes, aber bestimmt nicht mein letztes Buch des Autoren-Duos.

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Veröffentlicht am 28.07.2024

Ella & Franziska

Zebras im Schnee
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Bei Recherchen zu einer geplanten Ausstellung über das "Neue Frankfurt" findet Richard aus New York ein Foto seiner Mutter Franziska. Er weiß, dass sie früher in Frankfurt gelebt hat, aber sie hat nie ...

Bei Recherchen zu einer geplanten Ausstellung über das "Neue Frankfurt" findet Richard aus New York ein Foto seiner Mutter Franziska. Er weiß, dass sie früher in Frankfurt gelebt hat, aber sie hat nie über ihre Frankfurter Zeit mit ihm gesprochen. Und wer war diese Fotografin Ella Burmeister? Bei einem Symposium in Frankfurt recherchiert er weiter und wird tatsächlich fündig, findet mehr über Ella und damit auch über Franziska heraus.

Das Cover zeigt eine schwarz-weiß-Aufnahme einer lächelnden Frau, die Ella oder Franziska sein könnte. Stimmiger hättte ich es gefunden, wenn es tatsächlich ein Foto von Zebras im Schnee aufs Cover geschafft hätte....

Florian Wacker schreibt seinen Roman auf mehreren Zeitebenen. Im Gegensatz zu anderen Autoren hat man keine Probleme, den verschiedenen Zeitebenen zu folgen und sie gedanklich miteinander zu verknüpfen. Das "Neue Frankfurt" mit Persönlichkeiten zu verknüpfen ist eine spannende Idee, aber die Umsetzung bleibt in meinen Augen etwas "blass", wie das Cover. Das vorletzte Kapitel "Schnurrbärte aus Kohle" ist für mich enttäuschend ausgefallen, es bleiben zu viele Fragen offen, die in diesem Kapitel Antworten oder mindestens Andeutungen hätten liefern können. Deshalb blieb ich am Schluss etwas enttäuscht zurück, weil ich noch so viele offene Erzählstränge hatte, die meiner Meinung noch erklärungswürdig gewesen wären.

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Veröffentlicht am 16.07.2024

So könnte es tatsächlich gewesen sein....

Die Queen
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In den Jahren 1977 bis 1983 ist wieder einiges los bei der Queen. Der Roman reißt auch die Schwierigkeiten zwischen Charles und Diana an sowie das "Problem Camilla". Wenn man von der anfänglichen positiven ...

In den Jahren 1977 bis 1983 ist wieder einiges los bei der Queen. Der Roman reißt auch die Schwierigkeiten zwischen Charles und Diana an sowie das "Problem Camilla". Wenn man von der anfänglichen positiven Stimmung zwischen Diana und der Royal Family liest, fragt man sich wirklich, an wem es genau gelegen hat, dass die Stimmung so vergiftet wurde....

Der 3. Band der Queen-Reihe zeigt eine deutlich ältere, winkende Queen neben Philip, ihrem Fels in der Brandung. Er steht etwas hinter ihr, was nochmal seine offizielle Position verdeutlicht, unter der er Zeit seines Lebens auch gelitten hat. Ein passendes Cover für den Abschlussband.

Eva-Maria Bast hat eine würdige Trilogie geschaffen, die mit offiziellen Quellen übereinstimmt, auch wenn es sich um einen Roman handelt. Abweichungen und "künstlerische Freiheiten" wurden im Kapitel "Spuren der Realität" erwähnt bzw. korrigiert, damit alles korrekt ist. Ich schätze es sehr, sowohl unterhalten als auch informiert zu werden, was der Autorin sehr gut gelungen ist. Ein gelungener Abschluss der Queen-Trilogie!

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Veröffentlicht am 07.07.2024

Gute Fortsetzung

Die Queen
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Das Leben der Queen in den Jahren 1956-1966, mit allen politischen Problemen, Skandalen sowie den Geburten ihrer beiden jüngsten Söhne.

Das Titelbild ist sehr bezeichnend, die kleine Anne dicht bei Elizabeth, ...

Das Leben der Queen in den Jahren 1956-1966, mit allen politischen Problemen, Skandalen sowie den Geburten ihrer beiden jüngsten Söhne.

Das Titelbild ist sehr bezeichnend, die kleine Anne dicht bei Elizabeth, Charles mit Abstand daneben. So muss es gewesen sein, deshalb finde ich das Cover sehr passend und echt.

Eva-Maria Bast schreibt die Fortsetzung genauso interessant und empathisch wie den ersten Teil. Man hat sich sowohl informiert als auch unterhalten gefühlt, diese Kombination gefällt mir gut. Auch wenn man nicht vergessen darf, dass es sich um einen Roman handelt und am Schluss ein paar Fakten korrigiert werden, könnte sich doch einiges tatsächlich so abgespielt haben. Auch die Geschichte mit den Beatles fand ich sehr gelungen. Es war auch sehr stimmig, dass das schwierige Verhältnis zwischen Charles und Elizabeth so dargestellt wurde, auch wenn sich die Frage stellt, ob Elizabeth tatsächlich so reflektiert war, um Charles` Probleme wirklich zu erkennen.

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Veröffentlicht am 17.06.2024

Land in Sicht

Sörensen sieht Land
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Was für ein Tag! Erst besucht er seinen Vater im Krankenhaus, nimmt ihn anschließend mit zu sich nach Hause und dann geht er sogar doch noch auf diese Zwei-Jahres-Feier des örtlichen Einkaufszentrums... ...

Was für ein Tag! Erst besucht er seinen Vater im Krankenhaus, nimmt ihn anschließend mit zu sich nach Hause und dann geht er sogar doch noch auf diese Zwei-Jahres-Feier des örtlichen Einkaufszentrums... Wer hätte ahnen können, dass dieser bescheidene Tag noch eine tragische Steigerung erhält.

Das Cover von "Sörensen sieht Land" zeigt den Schauspieler Bjarne Mädel in seiner Rolle als Sörensen, wie er mit grimmiger Miene in die Ferne schaut. Soweit der Hinweis auf die TV-Serie und dadurch ist der Phantasie wenig Spiel gelassen, sich Sörensen anders vorzustellen als "vorgegeben".

Das war mein erstes Sörensen-Buch und auch ohne die anderen Romane zu kennen, kam ich gut in die Geschichte und die Charaktere hinein. Sven Stricker hat einen trockenen Humor, der das Leben im Allgemeinen und im Besonderen an der Nordsee auf den Punkt trifft. Man muss sich auf Sörensen einlassen, aber wenn einem das gelingt, wird man gut unterhalten. Vor allem war der Schluss nicht so vorhersehbar wie bei anderen Romanen, das ist ein weiterer Pluspunkt für diese Serie. Ich denke, ich werde bei Gelegenheit auch die anderen Bücher der Serie lesen....

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