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Veröffentlicht am 12.08.2024

Genießen Sie die Zeit in der kleinen Pension an der Mosel

Wiedersehen in der kleinen Pension im Weinberg
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Erzählt wird die Geschichte von Katie, die nach einer längeren Zeit ihre Tochter, die beim Vater in England lebt, wiedersieht. Und das Wiedersehen findet in Katies Pension im Weinberg statt. Aber Emma ...

Erzählt wird die Geschichte von Katie, die nach einer längeren Zeit ihre Tochter, die beim Vater in England lebt, wiedersieht. Und das Wiedersehen findet in Katies Pension im Weinberg statt. Aber Emma ist nicht mehr das kleine Mädchen, sondern ein Teenager, mit allem was dazu gehört. Auch in der Pension geht es turbulent zu, da nistet sich inkognito der bekannte Maler Ronald Willem, der sich in einer Schaffenskrise für seinen neuen Auftrag befindet, ein. Und dann blickt auch noch Oliver, Katies Freund, eifersüchtig auf einen ihrer Mitarbeitenden. Die Geschichte ist gespickt mit vielen Dingen, die ein feel-good-Roman ausmachen. Die Protagonisten sind wunderbar beschrieben und was mir sehr gut gefallen hat, ist die Beschreibung der Natur, in der die Geschichte spielt. Wer die anderen beiden Bücher bereits gelesen hat, trifft in diesem Buch einige Protagonisten wieder. Sie alle zusammen machen eine sehr schöne "Umgebung" aus - sie helfen einander, hören zu und beraten Lösungen. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und kann es nur weiter empfehlen. Sehr gerne mehr aus dieser zauberhaften Gegend.

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  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 06.08.2024

Reise zu den Menschen und sich selbst

Reise nach Laredo
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Ich habe schon einige Bücher von Arno Geiger gelesen und mich hat immer die besondere Sprache begeistert. Keine Bücher so einfach zum Runterlesen. So war ich gespannt auf den historischen Roman. Verwunderlich, ...

Ich habe schon einige Bücher von Arno Geiger gelesen und mich hat immer die besondere Sprache begeistert. Keine Bücher so einfach zum Runterlesen. So war ich gespannt auf den historischen Roman. Verwunderlich, denn bislang spielten die Geschichten von Geiger max. in der Endphase des zweiten Weltkriegs.
In dieser Geschichte nimmt er den Lesenden mit ins Jahr 1558 und dort zum König von Spanien und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Karl V. hat abgedankt und lebt in einem Kloster. Zudem ist er krank - alt ist er in unserer Zeit noch nicht - er ist 58 Jahre alt. Er schaut auf das in seinen Augen gescheitertes Leben zurück. Doch dann betritt Geronimo die Bildfläche - ein unbekannter Sohn von Karl V. Geronimo, 11 Jahre alt, holt Karl V aus seiner Depression und macht sich mit ihm und einem Pferd und Maulesel auf den Weg hinaus ins Land. Die beiden erleben eine Vielzahl an Abenteuern, treffen auf die verschiedensten Menschen, die zum Teil mit den beiden weiterziehen.
Mir wurde beim Lesen deutlich, dass Arno Geiger diese beiden Menschen gewählt hat, um über Freundschaft, Vertrauen und den wahren Sinn des Lebens zu erzählen. Wie immer, eine wunderbare andere Geschichte, in einer schönen Sprache, die mich das Buch nicht aus der Hand legen ließ.

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Veröffentlicht am 16.07.2024

Unterwegs auf dem Fluchtweg der Großmutter

Die Glücksfrauen - Die Kraft der Bücher
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Erzählt werden in der Trilogie die Geschichten der Freundinnen Luise, Maria und Anni und deren Enkelkindern. Dieser zweite Band erzählt die Geschichte von Maria, die mit Jakob verheiratet ist. Sie gehören ...

Erzählt werden in der Trilogie die Geschichten der Freundinnen Luise, Maria und Anni und deren Enkelkindern. Dieser zweite Band erzählt die Geschichte von Maria, die mit Jakob verheiratet ist. Sie gehören dem jüdischen Glauben an und haben eine Buchhandlung in Hamburg. Im dritten Reich bleiben sie mit ihren Kindern Tabea und Noah so lange es geht, machen sich dann jedoch auf um zu flüchten. Die Restriktionen wurden so groß un die Möglichkeiten zu flüchten immer geringer.
June, die Enkeltochter von Luise macht sich auf den Weg zu Sandra, die in Rio de Janeiro lebt und dort die Buchhandlung ihrer Großmutter betreibt. Anhand des Fluchttagebuches von Maria machen sich die beiden auf den Weg um Anni, die dritte Freundin im Bund der Großmütter bzw. deren Nachfahren, zu finden.

Erzählt wird die Geschichte auf zwei Ebenen - die Geschichte der Flucht von Maria und deren Familie und die Geschichte der Enkelkinder June und Sandra. Sie erleben den Weg der Flucht und können so verstehen, was Maria und ihr Familie erleiden musste. Wie sie ausgenommen wurden, aber auch, wie es immer wieder Menschen gibt, die ihnen helfen weiterzukommen. Anschaulich werden beide Geschichten erzählt. Ich habe häufig mit Maria und ihrer Familie mit gelitten.

Die Nachfahren der dritten Freundin Anni finden sie nicht, aber einen Hinweis. Der dritte Band wird dann bestimmt die Auflösung bringen.

Das Buch hat mich sehr beeindruckt. Hoffentlich müssen wir nie mehr solche dramatischen Dinge erleben - Flucht, Rassismus, Antisemitismus und Verfolgung. Demütig war ich als ich über mein Leben nachgedacht habe. Hoffentlich lesen viele, gerade in der momentanen Zeit, dieses Buch.

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  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 22.06.2024

Vom forgotten garden zum absoluten Gartenparadies

Forgotten Garden
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Ein kleines Küstenstädtchen bildet das sehr schön gestaltete Cover ab. Das hat mich auf die Geschichte neugierig gemacht und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte fängt etwas düster an - in der Winterzeit ...

Ein kleines Küstenstädtchen bildet das sehr schön gestaltete Cover ab. Das hat mich auf die Geschichte neugierig gemacht und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte fängt etwas düster an - in der Winterzeit bei absolut miesem Wetter in einem doch recht verlassen wirkendem kleinen Städtchen an der englischen Küste. Die Protagonistin Luisa muss noch den Tod ihres Freundes verarbeiten, befindet sich in einer toxischen Beziehung mit ihrer Chefin und hat sich selbst und ihre W ünsche aus dem Blick verloren. Dann kommt das Angebot des Onkels ihres verstorbenen Freundes - sie hat die Chance aus einem verwilderten Grundstück einen wunderschönen Garten zu gestalten. Nach reiflicher Überlegung greift sie zu und kündigt ihrer fürchterlichen Chefin. Und dann taucht sie in ihr Projekt ein, das anfänglich von den Bewohnern des Städtchen nicht geschätzt wird. Aber sind ja der örtliche Lehrer Cas und die Teenagerin Harper, die Luisa viel mehr helfen als anfänglich angenommen. Wird Luisa ihr Glück finden - beruflich und privat?

Der Schreibstil des Buches hat mich von Anfang an gefangen. Ich konnte mir alles prima vorstellen, eine wunderbare Protagonisten und auch die weiteren Mitstreiter sympathisch.

Von mir gibt es eine unbedingt Empfehlung für dieses Buch, denn, obwohl es um einen Garten geht, geht es eigentlich um die wichtigen Dinge im Leben.

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Veröffentlicht am 16.06.2024

Liebe ist stärker als die Trauer

Die Sommer mit ihm
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Sophia trauert um ihre Mutter, eine Malerin, die mit wunderbaren Bildern die Menschen begeistert hat. In einer gemalten Bilderserie fehlt noch ein Bild. So macht sich Sophie auf die Suche nach diesem verschollenen ...

Sophia trauert um ihre Mutter, eine Malerin, die mit wunderbaren Bildern die Menschen begeistert hat. In einer gemalten Bilderserie fehlt noch ein Bild. So macht sich Sophie auf die Suche nach diesem verschollenen Bild. Sie landet in Methoni, einem malerischen kleinen Küstenort in Griechenland. Hier trifft sie auf herzliche und sehr freundliche Menschen. Doch so richtig kann sich Sophia nicht öffnen, da sie ihr Herz für die Liebe verschlossen hat. Eine toxische Beziehung in ihrer Heimatstadt London hat sie zu diesem Schritt bewogen. Doch nach kurzer Zeit in Methoni verliebt sie sich in Theo, der genau wie Sophie sein Herz verschlossen hat. Trotz der Liebe zu Theo verliert Sophia nicht das Ziel ihres Aufenthaltes aus den Augen. Und dann schließt sich auf besondere Art der Kreis. Mehr werde ich nicht verraten.

Es ist ein wunderbares Buch - eine schöne Sprache nimmt den Lesenden mit nach Methoni und ich konnte mir sowohl die Gegend als auch die Menschen, die die Geschichte bereichern sehr gut vorstellen. Es ist ein bisschen Liebesgeschichte, aber zum großen Teil zeigt die Geschichte, wie Menschen mit ihrer Trauer umgehen. Letztlich ist es das Vertrauen, dass die Menschen wieder für die schönen Dinge des Leben öffnet.

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