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Veröffentlicht am 14.08.2024

Solider Thriller

Wenn sie lügt
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"Wenn sie lügt" ist ein solider Thriller - weder ein überragendes Highlight, noch ein totaler Flop.
Erzählt wird aus mehreren Perspektiven, weswegen man als Leser:in den Figuren stets ein winziges Müh ...

"Wenn sie lügt" ist ein solider Thriller - weder ein überragendes Highlight, noch ein totaler Flop.
Erzählt wird aus mehreren Perspektiven, weswegen man als Leser:in den Figuren stets ein winziges Müh voraus ist und eine Chance hat, den Fall selbst zu lösen, bevor es zum großen Showdown kommt. Das finde ich persönlich immer besser, als ganz zum Schluss von einem Plottwist überrascht zu werden, der mit dem restlichen Buch eher wenig zu tun hat. Allerdings ist das so natürlich nicht ganz so spannend, als wenn man bis zum Schluss komplett unwissend gelassen wird.
Die Grundidee las sich erstmal ziemlich klischeehaft, dennoch vermag die Umsetzung dann doch zu überraschen.
Schade fand ich, dass die Figuren alle nicht sonderlich sympathisch sind. Ich hätte mir wenigstens einen Charakter gewünscht, mit dem man sich gut identifizieren kann, aber sie blieben mir alle ziemlich fremd.
Insgesamt würde ich dem Buch so 3,5 Sterne geben. Man kann es gut zur Unterhaltung lesen, hat aber als Wenigleser vermutlich mehr Freude daran als als Vielleser.

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Veröffentlicht am 14.08.2024

Trendthema Irland?

Mitternachtsschwimmer
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2024 scheint das Jahr irischer Autor:innen zu sein? Auf jeden Fall ist "Mitternachtsschwimmer" nur einer von einigen irischen Romanen, die dieses Jahr auf den deutschen Markt gebracht wurden.
Es ist ein ...

2024 scheint das Jahr irischer Autor:innen zu sein? Auf jeden Fall ist "Mitternachtsschwimmer" nur einer von einigen irischen Romanen, die dieses Jahr auf den deutschen Markt gebracht wurden.
Es ist ein ruhiger Roman über Themen wie Natur, Freundschaft und Außenseitertum, den man zurecht in einem Atemzug mit "Leonard und Paul" nennen kann - auch wenn er für mich nicht ganz an diesen herankommt.
Vielleicht lag es am leidigen Thema Corona, das man eigentlich nicht durch Lektüre wieder ins Bewusstsein geholt bekommen möchte... Wobei die Pandemie nur der Auslöser für einige Ereignisse im Buch ist, die vielleicht so oder so passiert wären. Und die haben mir wiederrum sehr gut gefallen. Sie lesen sich sehr natürlich, es sind Probleme, wie sie wirklich im Alltag auftreten könnten. Auch die Figuren mochte ich sehr gerne und ihre Entwicklung hat mich positiv überzeugt. Lediglich die S*xszene wäre für meinen persönlichen Geschmack überflüssig gewesen.

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Veröffentlicht am 13.08.2024

Schwedenkrimi mal anders

Das Baumhaus
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Vera Buck kann wahnsinnig atmosphärische Thriller schreiben! Das ist mir bei "Wolfskinder" schon aufgefallen und hier auch wieder. Sie nimmt die kollektive deutsche Vorstellung von Bullerbü und verwandelt ...

Vera Buck kann wahnsinnig atmosphärische Thriller schreiben! Das ist mir bei "Wolfskinder" schon aufgefallen und hier auch wieder. Sie nimmt die kollektive deutsche Vorstellung von Bullerbü und verwandelt sie in einen Alptraum.
Dabei finde ich vor allem ihre Naturbeschreibungen immer erstaunlich detailreich.
Bei "Das Baumhaus" mochte ich neben den Naturbeschreibungen allerdings auch die Personen sehr gerne. Zwar waren es mir ein paar Perspektiven zuviel ), ich glaube, man hätte es auch mit 2-3 Erzähler:innen gut hinbekommen, aber die Beziehungen der Figuren, ihre Macken und Ängste waren wirklich auf den Punkt gebracht. Dadurch wirkten sie sehr wie echte Menschen, als könne man ihnen wirklich begegnen und als könnten ihnen die Dinge im Buch wirklich so passiert sein.
Es ist kein Thriller für schwache Nerven, da es viel um Gewalt gegen Kinder geht, aber wer das lesen kann, der wird mit einigen unerwarteten Plottwists belohnt.

) Hier kann ich das Hörbuch empfehlen, das für jede Person eine:n andere:n Sprecher:in hat!

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Veröffentlicht am 13.08.2024

Anders als erwartet

Das größte Rätsel aller Zeiten
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Unter diesem Buch hatte ich mir etwas ganz anderes vorgestellt, als ich es in der Vorschau gesehen habe. Meine Erwartung war etwas in Richtung klassischer britischer Detektivroman, aber nein. Stattdessen ...

Unter diesem Buch hatte ich mir etwas ganz anderes vorgestellt, als ich es in der Vorschau gesehen habe. Meine Erwartung war etwas in Richtung klassischer britischer Detektivroman, aber nein. Stattdessen ist es eine Art Coming of Age - Geschichte, aber mit einem etwas älteren Protagonisten (also Clayton ist schon erwachsen und kein Jugendlicher mehr, aber er ist noch nicht alt im eigentlichen Sinn ;D und er versucht halt das Rätsel seiner Herkunft zu lösen) und eben vielen Rätseln. Kein Krimi, aber vielleicht trotzdem für Krimileser:innen geeignet?
Das man die Rätsel auch im Buch hatte und mitmachen konnte, das fand ich sehr schön. Hut ab an den Übersetzer, es ist sicherlich nicht so einfach, so etwas zu übersetzen, dass es seinen Sinn behält! Und an die Herstellung, die diese Feinheiten einbauen konnte.
Aber auch die vielen kleinen Eigenheiten und Schrullen der Figuren haben dazu geführt, dass es wirklich Spaß macht, diesen Roman zu lesen.
Die Auflösung war letztlich zwar ziemlich naheliegend, aber auch sehr schlüssig. Ich würde das Buch weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 22.07.2024

Gelungenes Debüt

Mord im Antiquitätenladen
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Thematisch geht dieser Krimi in eine ähnlich Richtung wie "Der falsche Vogel" - zumindest spielen beide im Antiquitätenmilieu. Scheint irgendwie ein neuer Trend in der Spannung zu werden?
Dabei würde mir ...

Thematisch geht dieser Krimi in eine ähnlich Richtung wie "Der falsche Vogel" - zumindest spielen beide im Antiquitätenmilieu. Scheint irgendwie ein neuer Trend in der Spannung zu werden?
Dabei würde mir von den beiden aber immer dieser hier besser gefallen. Zwar wird für Waldi Lehnertz nicht soviel Werbung gemacht, aber das muss man auch gar nicht. Er ist bekannter Antiquitätenhändler und das merkt man seinem Buch auch an: dass er Ahnung von der Materie hat. Mit Miriam Rademacher hat er außerdem eine Co-Autorin, die richtig Ahnung von Krimis hat.
Bei "Mord im Antiquitätenladen" hat man einen ziemlich kleinen, geschlossenen Personenkreis und einen gut erkennbaren roten Faden. Darin erinnert der Roman an klassische Detektivgeschichten al la Sherlock Holmes.
Es gibt viele gelungene Rätsel, wie die Leiche, die erst auftaucht und dann verschwindet und auch einige falsche Fährten. Die fand ich teilweise ziemlich durchsichtig, aber die Auflösung dennoch überraschend.
Bisher ein sehr gelungener Stand Alone, der aber noch zur Reihe werden könnte.

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