Platzhalter für Profilbild

JOKO

Lesejury Star
offline

JOKO ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit JOKO über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.08.2024

spannend, obwohl nicht immer stringent

Signum
0

" Refugium" konnte mich begeistern und so war es für mich klar, ich lese auch den Nachfolgeband, weil ich vor allem wissen will, wie es mit Kim und Julia weitergeht und es geht interessant und spannend ...

" Refugium" konnte mich begeistern und so war es für mich klar, ich lese auch den Nachfolgeband, weil ich vor allem wissen will, wie es mit Kim und Julia weitergeht und es geht interessant und spannend weiter mit den beiden.

Auch wenn es schon ein Jahr her ist, dass ich " Refugium " gelesen habe, hatte ich keine Schwierigkeiten wieder einzusteigen, da Julia und Kim wieder gut eingeführt wurden. Auch die Erinnerung an die anderen Personen kam wieder, vor allem auch Astrid, die hier auch wieder eine Rolle spielt.

Das Buch ist schon an einigen Stellen sehr grausam, da Missbrauch und Folter eine Rolle spielen. Auch Rechtsextremismus ist ein Thema,Julia recherchiert hier für ein Buch, also ein Thema auf der Höhe der Zeit.
Manchmal hatte ich das Gefühl, dass kein roter Faden vorhanden war, weil alles etwas durcheinandergeriet, doch im Gesamteindruck konnte mich das Buch begeistern, auch weil viele Überraschungen in das Geschehen gebracht wurden. Vor allem die Weiterentwicklung von Julia und Kim war spannend und so kann man den Thriller als spannend, unterhaltsam, aber eben auch als grausam bezeichnen, was für Personen , die das Thema Missbrauch triggern könnte ,nicht von Vorteil wäre.

Alles in allem ein guter zweiter Teil mit ein paar Längen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.08.2024

sehr aktuell vom Schreibstil, aber etwas sperrig im Schreibstil

Das Lied des Propheten
0

Aktueller könnte ein Roman nicht sein als „Das Lied des Propheten“ von Paul Lynch.
Obwohl eine Dystopie ist er doch sehr nahe dran an allem, was uns im Moment Sorge, wenn nicht sogar Angst macht, der Vormarsch ...

Aktueller könnte ein Roman nicht sein als „Das Lied des Propheten“ von Paul Lynch.
Obwohl eine Dystopie ist er doch sehr nahe dran an allem, was uns im Moment Sorge, wenn nicht sogar Angst macht, der Vormarsch der rechten Parteien weltweit.

Paul Lynch greift dieses Thema in seinem Buch auf und zeichnet ein Land, in diesem Falle Irland,wo eine rechte Partei an die Macht kommt. Anhand einer Familie werden die Veränderungen, die damit einhergehen beschrieben.
Eilish Mann wird von heute auf morgen, ohne Vorwarnung verhaftet und an einen unbekannten Ort verbracht.
Eilish versucht ihre Kinder und ihren dementen Vater vor dieser Gefahr zu schützen.

Dieses Buch erzählt wirklich ein erschreckendes Szenario. Hier wird aufgezeigt, wie schnell ein demokratisches System ausgehebelt werden kann. Werte, die man für selbstverständlich hielt werden abgeschafft, Angst und Schrecken verbreitet, die fast in eine Handlungsunfähigkeit mündet.

Ein Thema das wichtig ist und eine breite Masse erreichen sollte, was wahrscheinlich nicht der Fall ist, da Leute , die dies lesen sollten ,wahrscheinlich eher nicht zu solchen Büchern greifen.

Einzig mit dem Schreibstil hatte ich meine Probleme. Als etwas sperrig und mühsam habe ich ihn empfunden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.08.2024

durchaus interessant, aber etwas zäh in der Umsetzung

Wie Treibgut im Fluss
0

Das Buch „Wie Treibgut im Fluss“lässt mich etwas ratlos zurück. Einerseits haben mir die historischen Erzählstränge gut gefallen, anderseits war mir das Erzählte manchmal zu wenig strukturiert und der ...

Das Buch „Wie Treibgut im Fluss“lässt mich etwas ratlos zurück. Einerseits haben mir die historischen Erzählstränge gut gefallen, anderseits war mir das Erzählte manchmal zu wenig strukturiert und der Autor schweifte mir dann zu sehr vom Thema ab. Der Erzählstrang in der Gegenwart, der sich um Niklas und seinen Sohn Linus drehte , fand ich am uninteressantesten.

Erzählt wird die Geschichte von Niklas Vorfahren,die eine große Sehnsucht treibt,die auch Niklas nicht fremd ist, nach einem besseren Leben suchen.
250 Jahre zuvor machen sich Bauern aus dem Hundsrück auf den Weg in die Neue Welt. Ihre Reise endet allerdings an der holländischen Grenze, in der Nähe von Kleve, wo ihnen die Einreise in die Niederlande verweigert wird und somit die Hoffnung von Rotterdam aus nach Amerika zu reisen. So siedeln die Bauern in der nicht unbedingt fruchtbaren Gegend um Kleve herum und ringen dem Boden unter einem entbehrungsreichen Leben das Nötigste ab. Hinzukommt, dass die Gemeinschaft dem Neuen Glauben anhängt und von den Katholiken in dieser Gegend gemieden werden.

200 Jahre später wird Niklas Großmutter geboren, deren Geschichte ebenfalls erzählt wird. Ihre Träume, ihr Leben und ihre Freundschaft zu Änne, dem protestantischen Mädchen, das eigentlich nicht ihre Freundin sein darf.

Parallel dazu wird in der Gegenwart Niklas Geschichte erzählt, der seinen Sohn Linus zeitweise betreut, nachdem er sich nach einem Seitensprung von seiner Mutter getrennt hat.

Ich fand wie schon oben erwähnt, viele Passagen dieses Buches,vor allem die historischen, wirklich sehr interessant und habe sie gerne gelesen. Doch manchmal fehlte mir die Struktur in der ganzen Erzählung und ich hatte das Gefühl, der Autor wollte zuviel in diese Geschichte packen und das hat mir das Lesen manchmal etwas schwer gemacht und den Lesefluss etwas zäh werden lassen.

Den Titel des Buches interpretiere ich dahingehend, dass wir Menschen im Fluss des Lebens manchmal wie Treibgut sind, die Strudel uns manchmal unter Wasser ziehen und wir immer wieder kämpfen müssen, um an die Oberfläche zu gelangen.

Der Schreibstil des Buches hat mir an sich gut gefallen und bis auf einige Längen im Lesefluss habe ich das Buch das Sehnsucht, Freundschaft, Glaube und Hoffnung vereint, gerne gelesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.08.2024

leicht, locker und sehr unterhaltsam

Komm schon, Baby!
0

Wer noch seinen Urlaub vor sich hat und noch Strandlektüre braucht, ist mit diesem Buch gut beraten. Leichte, locke Unterhaltung, die die gedanken ausschalten lässt und einfach nur Spaß haben lässt. Flotte ...

Wer noch seinen Urlaub vor sich hat und noch Strandlektüre braucht, ist mit diesem Buch gut beraten. Leichte, locke Unterhaltung, die die gedanken ausschalten lässt und einfach nur Spaß haben lässt. Flotte Sprüche, die mich häufig auflachen liessen, obwohl manchmal eine etwas überzogene und leicht vorhersehbare Handlung , aber heh, bei diesem Buch sucht man keinen geistigen Höhenflug , sondern einfach nur leichte Unterhaltung und die bekommt man.

Juli ist Hebamme, die sich sehr aufopfernd um ihre Patienten kümmert. Auf einem Rockfestival lernt sie Matteo kennen und verbringt eine Nacht mit ihm. Leider bleibt diese Nacht nicht ohne Folgen. Juli, mittlerweile 38, entscheidet sich für das Kind, nur doof, dass Matteo gebunden ist und seine Freundin eine Klientin von Juli ist, also auch schwanger.

Wie schon erwähnt ist die Handlung des Buches schon etwas vorhersehrbar, die einzelnen Figuren manchmal etwas klischeelastig und die Sprüche manchmal etwas drüber, aber hier erwartet man, dass man lachen kann und das habe ich und zwar oft.

"Lässt man den Mann dran bevor man den Ehering im Klo runterspült" oder

"Da hilft nur E-bay. Mutter preiswert abzugeben, top Zustand, man sollte sie nur nicht mit anderen Menschen zusammenbringen"

Diese und einige andere Sprüche sind mir in Erinnerung geblieben.

Wie gesagt, keine hohe Literatur , aber ein Buch, dass sich zum Abschalten fantastisch eignet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.07.2024

polarisierendes Thema

Und alle so still
0

Mareike Fallwickel spricht in ihrem neuen Buch " Und alles so still" ein wichtiges Thema an das polarisiert und die Männer nicht unbedingt gut wegkommen lässt.

In diesem Buch wird aufgezwigt, was passiert, ...

Mareike Fallwickel spricht in ihrem neuen Buch " Und alles so still" ein wichtiges Thema an das polarisiert und die Männer nicht unbedingt gut wegkommen lässt.

In diesem Buch wird aufgezwigt, was passiert, wenn Frauen, denn es ist vor allem dieses Geschlecht, die sogenannte Carearbeit verweigert.
Das Buch fängt gemächlich damit an, dass diese Menschen sich einfach auf die Straße legen und ihrer Arbeit nicht mehr nachkommen, um aufzuzeigen, dass sie sich nicht mehr vom Patriachat unterdrücken lassen .

3 Personen stehen hier im Fokus anhand derer die Geschichte erzählt wird.
Elin ist Anfang zwanzig, ist Influencerin, Nuri, neunzehn, hat die Schule abgebrochen und versucht sich mit Gelegenheitjobs über Wasser zu halten als Barkeeper, Fahrradkurier und Bettenschubser und zuletzt Ruth. Sie arbeitet als Pflegekraft in einem Krankenhaus und ist mehr als aufopferungsbereit.

Was passiert, wenn all diese Leute, die diese Arbeiten verrichten ausfallen, auch interessant zu sehen im Zusammenhang mit der Asyldebatte, da gerade Pflegekräfte und einfache Arbeiten von diesen menschen verichtet werden.

Das Buch wühlt auf, macht wütend und regt vor allem zum Nachdenken an, weil es dem Leser die Augen öffnet für Dinge, die man als selbstverständlich hinnimmt.
Der Schreibstil ist flüssig und eingängig und lässt sich gut lesen. Einzig die etwas Klischeebehaftete Betrachtungsweise der Männer hat mich gestört, denn man kann nicht alle Männer über einen Kamm scheren und Feminismus sollte auch irgendwo Grenzen haben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere