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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.09.2024

Geschichte in interessanten Happen

Was war denn da los?!
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Podcasts sind aus vielen Leben nicht mehr wegzudenken und auch ich genieße es, dass es zu jedem Interessengebiet den passenden Podcast finde. DAMALS und heute zB ist ein wirklich interessanter Geschichts- ...

Podcasts sind aus vielen Leben nicht mehr wegzudenken und auch ich genieße es, dass es zu jedem Interessengebiet den passenden Podcast finde. DAMALS und heute zB ist ein wirklich interessanter Geschichts- Podcast. In diesem Buch versammeln sich nun einige der erzählten Geschichten nochmals zum nachlesen.

Wir tauchen in 30 Geschichten aus 5 Zeitaltern ein. Von den Amazonen bis zur Eisernen Lady. Ich finde es wundervoll, dass gerade Geschichten über Frauen dieses Buch beginnen und beenden.

Die einzelnen Kapitel sind gut verständlich geschrieben, es findet sich jeweils eine Illustration und am Ende des Kapitels führt ein QR Code zur zugehörigen Podcastfolge. Das hat mir wirklich gut gefallen, weil ich dann mit dem richtigen Wissen in die Folge starten konnte und viel mehr mitgenommen habe.
Was mir ein wenig fehlte, war tatsächlich das Kuriose. Dieser Teil des Titels führte mich ein wenig in die Irre, denn ich erwartete Geschichten, die sich durch ihre Sonderbarkeit ins Gedächtnis brennen. Geschichten, die man gern erzählt, um andere Menschen für die Faszination Geschichte zu begeistern.

Für Fans des Podcasts absolut zu empfehlen, aber auch andere Geschichtsinteressierte kommen auf ihre Kosten.

Veröffentlicht am 13.08.2024

Unkonventionell und gut

Verbrannte Gnade
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Schwester Holiday ist keine Nonne, wie man sie sich normalerweise vorstellt. Sie hat eine aufregende Vergangenheit hinter sich, von der ihre Tattoos noch sprechen. Die Tattoos kann sie verdecken, ihre ...

Schwester Holiday ist keine Nonne, wie man sie sich normalerweise vorstellt. Sie hat eine aufregende Vergangenheit hinter sich, von der ihre Tattoos noch sprechen. Die Tattoos kann sie verdecken, ihre eigenwillige Art aber nicht. Zum Glück, denn Schwester Holiday ist erfrischend anders.

Beim Lesen dieses Buches muss man sich immer wieder im Klaren sein, dass es sich um den ersten Band einer Reihe handelt. Deswegen kann es für den Leser:in den Anschein erwecken, dass der Fall ein wenig zu kurz kommt, zu unspektakulär ist und etwas zu viel Fokus auf unsere ermittelnde Nonne gelegt wird. Aber Schwester Holiday ist eine so schillernde Persönlichkeit, dass sie wirklich Raum braucht und ich finde es gut, sie in immer wieder eingestreuten Rückblenden besser kennenlernen zu können. Diese Rückblenden sind einfach in die Kapitel eingestreut, ohne dass besonders darauf hingewiesen wird, dass es eine Rückblende ist. Das könnte manch Leser:in ein wenig verwirren. Ich jedenfalls hatte einige „hä? Ahhhh!“ Momente. Sie fügen sich gut in die Geschichte ein und stören auch nicht den Spannungsbogen.

Für mich persönlich trat die Aufklärung des Falles immer mehr in den Hintergrund, weil ich die Geschichte als ganzes und auch den Schreibstil sehr genossen habe. Ich habe einige Stellen markiert, weil sie mich an Personen in meinem Umfeld erinnern und kenne mittlerweile einige Personen, die das Buch auch lesen möchten, weil ich ihnen kurze Abschnitte vorgelesen habe. Die Auflösung des Falles war schlüssig und für mich sehr überraschend.

Es ist ein unkonventionelles Buch, welches viele Themen anspricht: Krankheit, Tod, das Gefühl, nicht dazuzugehören und vieles mehr. Es ist manchmal ein wenig derb, so wie Schwester Holiday, und immer ein wenig besonders. Ich habe es genossen und hatte wirklich Spaß beim Lesen, aber es ist kein Highlight des Jahres. Dennoch werde ich mir die Folgebände auf jeden Fall ansehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.06.2024

Spannender Krimi im frühen 20. Jahrhundert

Maybrick und die Toten vom East End
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Ich finde, gerade Krimis, die in der Vergangenheit spielen, brauchen besondere Ermittler, die uns in dieser alten Welt an die Hand nehmen. Hier haben wir Joseph Maybrick, der dies vortrefflich beherrscht. ...

Ich finde, gerade Krimis, die in der Vergangenheit spielen, brauchen besondere Ermittler, die uns in dieser alten Welt an die Hand nehmen. Hier haben wir Joseph Maybrick, der dies vortrefflich beherrscht. Selbst im Armenviertel aufgewachsen, weiß dieser Mann, welche Sorgen und Probleme die Menschen haben und man fühlt mit ihm. Es wäre zu schön, wenn man jedem helfen könnte.

Die Geschichte ist spannend erzählt und der Schreibstil liest sich flüssig und leicht. Wir erleben die Geschichte aus mehreren Blickwinkeln, was sie nur noch lebendiger wirken lässt. Gerade dieses Setting profitiert von mehreren Perspektiven. Denn wir können es uns heute einfach nicht vorstellen, wie es ist, 1910 in einem Armenviertel aufzuwachsen.

Jede einzelne Figur hat eine unglaubliche Tiefe und ist gleichermaßen wichtig für die Geschichte. Die Autorin weiß auch, wie sie Betroffenheit weckt, ohne die Verbrechen plastisch zu schildern, was gerade beim Thema ermordete Kinder sehr hilfreich ist. Die düstere Atmosphäre, die Probleme der Menschen, die Sorgen und Nöte kommen perfekt beim Leser an. Da braucht es wirklich keine blutigen Szenen mit Ekelfaktor und ich bin sehr froh, dass dieses Buch darauf verzichtet.

Ich habe lange überlegt, ob ich diesem Buch vier oder fünf Sterne geben soll, denn es hat mich nicht 100% gepackt, war einfach kein Pageturner, aber ich kann nicht sagen, warum. Schreibstil, Story, Figuren, Cover, alles hat gepasst.
Hier könnte eine wirklich tolle neue Krimireihe entstehen und ich bin gespannt, ob es noch weitere Teile geben wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.06.2024

Welche Pflanze passt zu mir?

Zimmerpflanzenliebe
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Zimmerpflanzen und ich: das war bisher immer eine recht einseitige Liebe. Während Haustiere bei mir aufblühen und wohlfühlen, wählen Pflanzen lieber den Tod als meine Gesellschaft. Das möchte ich ändern, ...

Zimmerpflanzen und ich: das war bisher immer eine recht einseitige Liebe. Während Haustiere bei mir aufblühen und wohlfühlen, wählen Pflanzen lieber den Tod als meine Gesellschaft. Das möchte ich ändern, denn so ganz ohne Pflanzen fühle ich mich nicht wohl. Also musste dieses Buch her.

Auf relativ wenigen Seiten gelingt es der Autorin, wirklich viel Wissen unterzubringen und dieses mit wunderschönen Fotos anzureichern. Wir lernen, dass es durchaus auf den Boden ankommt, welcher Standort für welche Pflanze geeignet ist und wie wir unseren Zimmerpflanzen helfen, wenn doch mal nicht alles so rosig läuft und zum Beispiel Schädlinge. Auch wie wir unsere Pflanzen vermehren wird angesprochen. Ich muss gestehen, als Pflanzenkiller kam mir das Thema Krankheiten und Schädlinge ein wenig zu kurz und ich hatte mir da mehr erhofft. Aber man kann nicht alles in ein Buch packen.

Denn nach diesem interessanten Theorieteil kommen wir zu den Pflanzenportraits, die in Blattpflanzen, fleischfressende Pflanzen, Kakteen und Sukkulenten, die Unbekannten, Blütenpflanzen und Grünlilie und Co unterteilt sind. Dies ist wirklich das Herzstück des Buches und es macht richtig Spaß, darin zu blättern. Zu jeder Pflanze gibt es Quick Tipps zu Standort, Wasserverbrauch und Vermehrung sowie einiges Wissenswertes und auch persönliche Erfahrungswerte. Wenn man sich also in ein Bild verliebt und diese Pflanze interessant findet, erfährt man sofort, ob sie auch zu einem passt und spart sich so viel Frustration. Das Einzige, was mir hier fehlt ist eine kurze Info, wie die Haustierverträglichkeit ist

Alles in allem ein wunderschönes und sehr informatives Buch für alle Freunde der Zimmerpflanzen.

Veröffentlicht am 18.06.2024

Geheimzutat Bier

Das Bierkochbuch
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Ich lebe in Bayern. Mein Mann liebt ab und an mal ein Bier. Klingt ein wenig nach Klischee, ich gebe es zu, aber so ist es nunmal. Da wir beide gerne kochen und immer offen für Neues sind, habe ich mich ...

Ich lebe in Bayern. Mein Mann liebt ab und an mal ein Bier. Klingt ein wenig nach Klischee, ich gebe es zu, aber so ist es nunmal. Da wir beide gerne kochen und immer offen für Neues sind, habe ich mich sehr über dieses Buch gefreut. Kurzes Fazit für alle, die nicht gerne Rezensionen lesen: es lohnt sich!
Meinem Mann hat gleich zu Beginn die Übersicht gefallen, welches Bier zu welchem Gericht passt. Denn wie ja auch beim Wein, kann das richtige Bier eine Mahlzeit abrunden oder einfach nur irgendwie ergänzen. Und dann geht es auch schon los. Hier wird jede Speise mit Bier verfeinert und sei es auch nur ein Schlückchen. Vin Vorspeisen und Brotzeiten über Suppen, Salate, Saucen, Hauptgerichte, Beilagen, bis hin zu Desserts, Kuchen und Getränken (ja, man kann Bier auch mischen und manchmal schmeckt das auch einem waschechten Bayern). Hier findet jeder etwas, was ihm schmeckt. In sehr vielen Kategorien findet man auch Rezepte zum Grillen, die extra gekennzeichnet sind und auch sehr lecker klingen. Wer noch mehr Inspiration braucht oder richtig auftischen will, findet sogar ganze Menüvorschläge.

Ich hatte noch eine Flasche Winterbock in der Speisekammer und habe direkt die Spaghetti Bocklognese und den Bockokuchen gezaubert. In Kuchen und Brot habe ich schon des Öfteren Bier verbacken, das kenne und liebe ich schon. Deswegen hat uns der gute Geschmack des Kuchens nicht wirklich überrascht, Aber auch die Spaghetti waren sehr lecker. Die Rezepte sind einfach nachzukochen und erklären sich meist von selbst. Es ist also wirklich gut für Kochanfänger begeistert und, wenn ich schon mit einem Klischee gestartet bin, ich kann es mir gut als Geschenk für Junggesellen/ Geschiedene und Witwer vorstellen.
Was mich ein wenig genervt hat, waren die Wortspiele. Jedes Gericht hat ein Wortspiel im Namen. Hin und wieder war das ganz witzig, aber mit der Zeit hat man das Gefühl, da hat jemand die berühmten 4 Mark in die Wortspielkasse bekommen und richtig abgesahnt. Außerdem hätte ich mich sehr über ein paar Bilder gefreut.

Alles in allem ein wirklich tolles Kochbuch für Bierfans, die gerne gut und unkompliziert essen.