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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.01.2018

(Alb-)Traumhafte Welt

Die Stadt der verbotenen Träume
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Man stelle sich ein Leben vor, in einer Gesellschaft, isoliert auf einer Insel, die auf den Säulen angesehener Gilden aufgebaut ist und von einem gesichtslosen Rat regiert wird, der das Träumen als etwas ...

Man stelle sich ein Leben vor, in einer Gesellschaft, isoliert auf einer Insel, die auf den Säulen angesehener Gilden aufgebaut ist und von einem gesichtslosen Rat regiert wird, der das Träumen als etwas Abnormales verurteilt und verfolgt wird.

In dieser Welt schlägt sich Eliana als Weberin durchs Leben und versucht dabei angestrengt zu verheimlichen, dass sie zu der ausgestoßenen Gruppe der Träumenden gehört. Bis Valeria in ihr Leben stolpert- überfallen, misshandelt und mit ihrem Namen auf den Arm tätowiert...

Das Buch entführt einen in eine gänzlich andere Welt, eine, in der man sich nicht unbedingt wünschen würde zu leben. Die Geschichte ist packend von Anfang an. Man möchte ebenso hinter das Geheimnis Valerias kommen wie die Hintergünde dieser gesamten Welt ergründen. Man fiebert mit Eliana und Valeria mit, hofft, bangt, rätselt...und ist zum Schluss fast etwas erschlagen durch die Offenbarungen, die einem zuteil geworden sind.

Fazit:
Ein Buch, das ,ebenso wenig wie die Welt, in der es spielt, Freude und Glück ausstrahlt. Es lässt einen ausgelaugt und nachdenklich zurück, als hätte man einige Zeit auf dieser Insel verbracht!

Veröffentlicht am 08.01.2018

Zerfrisst das Selbstvertrauen

Woman in Cabin 10
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"Es ist ein Mörder auf dem Schiff. Und niemand glaubt ihr."

Lo fährt als Ersatz für ihre Chefin als Reiseberichterstatterin auf der Jungfernfahrt eines Luxuskreuzfahrtschiffes mit. Die durch einen Einbruch ...

"Es ist ein Mörder auf dem Schiff. Und niemand glaubt ihr."

Lo fährt als Ersatz für ihre Chefin als Reiseberichterstatterin auf der Jungfernfahrt eines Luxuskreuzfahrtschiffes mit. Die durch einen Einbruch und eine psychische Erkrankung bereits labile junge Fraumeint, in der Nacht einen Mord in der Nachbarkabine mitzubekommen. Nun muss sie nur noch ihre Mitreisenden überzeugen. Aber irgendjemand an Bord scheint dafür sorgen zu wollen, dass nicht nur alle anderen an ihr zweifeln...

Das Buch hält einen definitiv in Atem und ist streckenweise so gut geschrieben, dass man selbst zu zweifeln beginnt.
Allerdings ist es wiederum nicht SO spannend, dass ich es nicht nicht aus der Hand legen kann. Teilweise hat das Buch Längen. Und auch die Figuren sind keine wirklichen Sympathieträger: Selbst die Hauptfigur, mit der man ja eigentlich mitfiebern soll, erscheint mir stellenweise blass bis fast schon unsympathisch.
Außerdem hatte ich irgendwie Probleme, die einzelnen Figuren auseinander zu halten, da die Namen sich teilweise einfach zu ähnlich klingen. Was wiederum aber auch nicht so schlimm ist, da man eh keine engere Bindung zu ihnen aufbaut.

Alles in allem ist es ein grundsätzlich spannendes Buch, dass mich ganz zufrieden zurückgelassen hat.

Veröffentlicht am 19.12.2017

Spannender Auftakt

Dunkel Land
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Zugegeben, Roxann Hill hat mit diesem Krimi das Genre nicht vollkommen neu erfunden. Der Fall an sich ist grundsolide, gibt einige Rätsel auf, ist aber auch nicht vollkommen unvorhersehbar. Allerdings ...

Zugegeben, Roxann Hill hat mit diesem Krimi das Genre nicht vollkommen neu erfunden. Der Fall an sich ist grundsolide, gibt einige Rätsel auf, ist aber auch nicht vollkommen unvorhersehbar. Allerdings hat das Buch mit Ermittlerduo Carl von Wuthenow und Verena Hofer ein ungewöhnliches Ermittlerduo, das in seiner Konstellation tatsächlich noch etwas neues bieten kann.

Verena reist mit ihrer Nichte Amelie auf Gut Wuthenow an, um sich um den Neffen der Besitzerin zu kümmern. Dabei weiß sie noch nicht, dass es sich bei Carl um einen Profiler handelt, der zwar aufgrund eines Unfalls sein Kurzzeitgedächtnis eingebüßt hat, sich deshalb aber nicht davon abhalten lässt, weiterhin als Berater für die Stattsanwaltschaft zu arbeiten. So steckt Verena ungewollt schon bald in den Ermittlungen zu einem brutalen Mordfall an einem jungen Stricher...

Wie gesagt, die Geschichte an sich ist nichts besonderes, aber die Begleitumstände sind schon ungewöhnlich. Carl und Verena harmonieren sehr gut und machen damit Lust aufs Lesen. Das Buch lässt sich sehr leicht lesen, was auch durch die kurzen Kapitel begünstigt wird.

Man merkt dem Buch leider auch etwas an, dass es der Auftakt zu einer neuen Serie ist: Manche Handlunsgstränge werden nur recht lose geführt und nicht vollständig beendet. Es bleiben einige Fragen offen, die dann hoffentlich in den kommenden Bänden beantwortet werden. Einen Punkt muss ich abziehen, da sogar das Ende unter dieser Prämisse leidet (ohne zuviel verraten zu wollen).

Fazit: Im großen Ganzen hat es wirklich viel Spaß gemacht, gemeinsam mit Carl und verena zu ermitteln und ich werde mir auf jeden Fall den nächsten Band holen, sobald er im Handel ist.

Veröffentlicht am 07.11.2017

Gewohnt fesselnd

Nachtspiel: Thriller
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Von Catherine Shepperd ist man ja nun schon Spannung und fesselnde Jagden nach dem Mörder gewohnt. Und auch mit dem zweiten Teil ihrer Reihe um die Pathologin Julia Schwarz hat sie wieder ein Glanzstück ...

Von Catherine Shepperd ist man ja nun schon Spannung und fesselnde Jagden nach dem Mörder gewohnt. Und auch mit dem zweiten Teil ihrer Reihe um die Pathologin Julia Schwarz hat sie wieder ein Glanzstück abgelegt.

Zusammen mit Florian Kessler versucht sie diesmal, mehrere Morde aufzuklären, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben. Auf der Jagd nach den Antworten kommt Julia dem Mörder aber näher als ihr lieb ist!

Frau Shepperd zeigt hier wieder , wo ihre Stärken liegen:

Bis zum Schluss tappt man als Leser im Dunklen und ist somit gezwungen, wild drauf los zu spekulieren, wer nun der Böse war.
Durch die knackig kurzen Kapitel und die Schilderungen sowohl aus Sicht der Opfer als auch der Ermittelnden und des Täters bleibt die Spannung permanent am Limit. So fliegen die Seiten beim lesen nur so dahin.

Aber auch die persönliche Geschichte von Julia Schwarz wird weiter ausgebaut. Man erhält neue Einblicke in ihre vergangenheit und ihe Gefühlswelt.

Fazit:
Es macht wirklich Spaß, dem Ermittlerduo Julia und Florian erneut zu begegnen und ihnen bei ihren Ermittlungen zu folgen!

Veröffentlicht am 07.11.2017

Aus alt mach neu

Geheimnis in Rot
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Bei "Geheimnis in Rot" von Mavis Doriel Hay handelt es sich um einen Kriminalroman, der ursprünglich 1936 veröffentlicht und nun in einem umwerfenden, neuen Gewand neu aufgelegt wurde.

Seinem hochbetagten ...

Bei "Geheimnis in Rot" von Mavis Doriel Hay handelt es sich um einen Kriminalroman, der ursprünglich 1936 veröffentlicht und nun in einem umwerfenden, neuen Gewand neu aufgelegt wurde.

Seinem hochbetagten Alter ist es wohl auch geschuldet, dass es sich hier um ein Lehrstück des Kriminalromans handelt: Es wird weniger mit Grausamkeit und moderner Technik bzw Täuschungsmanövern gearbeitet wie in modernen Krimis als mehr mit "den üblichen Verdächtigen".

Sir Osmond lädt die Familie zum Weihnachtsfest auf sein Anwesen ein. Seine Kinder und Enkel, sowie seine Schwester und seine Sekretärin folgen widerwillig seinem Ruf, muss der alte Herr doch dem Erbe zuliebe bei Laune gehalten werden. Als dieser vom Weihnachtsmann erschossen im Arbeitszimmer gefunden wird, beginnt das große Rätselraten: Wer wars?

Die Geschichte ist aus der Sicht des ermittelnden Bekannten erzählt und durch die Vielzahl an beteiligten Verdächtigen zuweilen ziemlich verwirrend. Gleichzeitig bleibt die Geschichte aber auch durch die ständigen Lügen und Halbwahrheiten dauerhaft spannend und man weiß bis nahezu zumSchluss nciht so recht, wem man nun glauben darf.

Mir hat das Buch gut gefallen, es war eine willkommene Abwechslung zu den oftmals etwas überzogenen Krimis der Gegenwart. Eben eine grundsolide Rätselgeschichte a la "Cluedo".

Man sollte sich allerdings nicht von dem Cover täuschen lassen: Eine besondere Weihnachtsstimmung kann bei diesem Buch irgendwie nicht aufkommen!