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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.11.2024

Ernste Themen und trotzdem zum Wohlfühlen

Die Glückswellenreiterin
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Meine Meinung:

Nach einem Unfall leidet Jenny auch nach längerer Zeit noch an Schmerzen und Schwindel, obwohl längst alles verheilt ist. Ihr Partner Lennard übernimmt deshalb alle wichtigen Entscheidungen ...

Meine Meinung:

Nach einem Unfall leidet Jenny auch nach längerer Zeit noch an Schmerzen und Schwindel, obwohl längst alles verheilt ist. Ihr Partner Lennard übernimmt deshalb alle wichtigen Entscheidungen und cancelt sogar den geplanten Urlaub. Diese Bevormundung wird der jungen Frau dann aber doch zu viel und kurzerhand packt sie allein die Koffer und flieht zu ihrer einstigen Freundin nach Frankreich.

Dort stellt sie fest, dass sie nicht nur körperlich verletzt ist, sondern auch ihre Seele Schaden genommen hat und sie weder weiß, was sie mag, noch sicher zutraut, neue Dinge auszuprobieren. Diese Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung und sie wagt sich langsam, Schritt für Schritt wieder ins Leben.

Tatsächlich gefiel es mir sehr, dass Jenny selber, von sich aus, darauf kommt, was „bei ihr nicht stimmt“ und den Mut fast, etwas zu ändern. Ich denke, es ist ganz wichtig, dass die Erkenntnis aus einem selber kommt. Ich habe die junge Frau wirklich sehr bewundert, dass sie so mutig war aus den alten Mustern auszubrechen und etwas Neues zu wagen. Das hat mich bei Jenny wirklich beeindruckt und obwohl sie auch einige Niederlagen einstecken muss, bleibt sie doch „dran“ und merkt bald, dass sich dadurch ihr Leben wieder zum Positiven ändert.

Unerwartete Hilfe bekommt sie dabei von dem Surfer Nicolas. Er zeigt ihr eine ganz neue Welt und ermuntert sie immer wieder, sich den Herausforderungen zu stellen. Ganz im Sinne von: Man wächst an seinen Aufgaben. Und genau das tut Jenny.

Die Liebe spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Natürlich muss Jenny sich ihrer Beziehung mit Lennard stellen und auch für Nicolas entwickelt sie Gefühle, aber für mich stand ihre eigene Entwicklung ganz klar im Vordergrund.

Wobei ich gestehen muss, dass es mir auch der Handlungsort dafür angetan hat. Die junge Frau hat sich nämlich ein ganz schönes Fleckchen Erde dafür ausgesucht, um wieder zu sich selbst zu finden 😉

Durch die hübschen, bunten Cover, die Melanie Amelie Opalka für ihre Bücher nutzt, könnte man meinen, dass es sich dabei um cosy Liebesgeschichten handelt, aber ihre Geschichten haben immer ernste Komponenten, die tiefer gehen, die mich nachdenklich stimmen, mir gleichzeitig aber auch Mut machen. Es sind Bücher, die ernste Themen behandeln, das aber mit so einer Leichtigkeit und mit einem so flüssigen Schreibstil, dass man sich trotz allem beim Lesen wohlfühlt und am Ende immer positiv gestimmt herausgeht.

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Veröffentlicht am 08.11.2024

Wer Krimis mag, muss dieses Buch lesen

Nigrum
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Meine Meinung:

Ich fand die Idee einen Lost Place in einen Krimi einzubauen wirklich spannend, deswegen freute ich mich sehr auf die Geschichte.

Anfangs lernt man Maja Sonderberg kennen, deren Vater ...

Meine Meinung:

Ich fand die Idee einen Lost Place in einen Krimi einzubauen wirklich spannend, deswegen freute ich mich sehr auf die Geschichte.

Anfangs lernt man Maja Sonderberg kennen, deren Vater vor kurzem gestorben und die in finanziellen Nöten steckt. Durch Zufall stößt sie auf den letzten Fall ihres Papas, der als Privatdetektiv tätig war. Um ihre Kasse etwas aufzubessern, verspricht sie, die Recherchen zu übernehmen und daran weiterzuarbeiten. Ehrlich gesagt war sie mir zu Beginn nicht so ganz sympathisch, da ihr einziges Motiv wirklich das Geld ist, nicht etwa, das verschwundene Mädchen zu finden oder ihrem Vater damit die letzte Ehre zu erweisen. Zu diesem scheint sie ein eher schwieriges Verhältnis gehabt zu haben. Aber diese anfängliche Antipathie gegenüber Maja hat meiner Leselust keinen Abbruch getan, denn den Fall fand ich überaus spannend und auch die Ermittlungen haben mich richtig mitgerissen.

Dabei steht auch ein verlassenes Hotel als Lost Place im Vordergrund, was mir an sich schon eine Gänsehaut beschwert hat. Kapitel aus Sicht des verschwundenen Mädchens setzen dabei noch einen drauf, so dass ich richtig angespannt war und die Teenagerin unbedingt finden wollte, bevor es zu spät ist. Hier kommt dem Buch sicher auch seine Länge bzw. Kürze zugute. Wir halten uns nicht mit unnötigen Details auf, sondern gehen wirklich jeder Spur nach. Gemeinsam mit der Protagonistin kann man die einzelnen Hinweise aneinanderreihen und so versuchen, den Täter zu finden. Tatsächlich habe ich intensiv mitgerätselt, bin Mandy Roheger aber auch auf den Leim gegangen und habe falsche Verdächtigungen angestellt. Genau so sollte für mich ein guter Krimi aber auch sein.

Tatsächlich habe ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wer hinter allem steckt, was mit dem Mädchen passiert ist und wie Maja sich weiter entwickeln wird. Am Ende wird es nochmal richtig spannend und der Krimi findet eine gute Auflösung. Auch bei Maja konnte ich eine Entwicklung sehen und freue mich deshalb schon auf weiter Fälle von ihr.

Wer gerne Krimis liest, sollte sich Nigrum nicht entgehen lassen. Eine absolute Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 14.08.2024

Diese Geschichte geht definitiv unter die Haut

Sie mussten nach links gehen
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Meine Meinung:

Bücher über den Zweiten Weltkrieg finde ich immer sehr interessant und berührend und deshalb wollte ich auch diese Geschichte von Monica Hesse unbedingt lesen, denn tatsächlich hatte ich ...

Meine Meinung:

Bücher über den Zweiten Weltkrieg finde ich immer sehr interessant und berührend und deshalb wollte ich auch diese Geschichte von Monica Hesse unbedingt lesen, denn tatsächlich hatte ich noch nicht so viele Romane über das „Danach“ und war sehr neugierig darauf.

Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht. Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende und man könnte meinen, dass der Schrecken endlich ein Ende hat, doch so ist es nicht, was hier sehr schnell deutlich wird. So begleiten wir nämlich Zofia auf der Suche nach ihrem Bruder, den sie während der Zeit im KZ verloren hat. Er ist der Einzige, der ihr von ihrer Familie noch geblieben ist. Wie schwierig so eine Suche ist, erleben wir an Zofias Beispiel hautnah mit. In meinen Augen ist sie eine unglaublich starke Frau, aber es wird auch schnell klar, dass sie einzig der Gedanke an ihren Bruder aufrecht hält. Was mit ihr selbst passiert, scheint ihr nicht wichtig zu sein. Ich habe diese junge Frau wirklich bewundert, habe aber auch mit ihr gelitten und hatte unglaubliches Mitleid mit ihr. Sie hat so viel Leid erfahren, so viele schreckliche Dinge gesehen und selber erlebt. Doch das Interessante an dem Buch: Den wirklichen Schrecken, alles, was während der Herrschaft der Nazis passiert ist, steht hier eindeutig nicht im Mittelpunkt und wird nur am Rande angerissen. Ich denke, das braucht dieses Buch auch nicht, denn es überzeugt eher mit den leisen Tönen, mit dem, was zwischen den Zeilen gesagt wird und dem „Danach“, denn auch hier gibt es noch so vieles, was es wert ist, erzählt zu werden. Mich hat diese Geschichte auf jeden Fall sehr tief berührt und am Ende mit diesem krassen Plotttwist auch mega überrascht.

Liebe Monica, vielen Dank, dass Du diese Geschichte erzählt hast, sie ist so wichtig und wertvoll und ist mir tief unter die Haut gegangen. Ein echtes Highlight, das den Weg in jedes Klassenzimmer finden sollte.

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Veröffentlicht am 14.08.2024

Was für ein schönes Ende

Die Hofgärtnerin - Blütenzauber
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Meine Meinung:

Band 3 habe ich jetzt ewig vor mir hergeschoben, allerdings eigentlich nur aus dem Grund, dass ich nicht wollte, dass die Geschichte rund um Marlene, Julius und ihre Freunde zu Ende geht. ...

Meine Meinung:

Band 3 habe ich jetzt ewig vor mir hergeschoben, allerdings eigentlich nur aus dem Grund, dass ich nicht wollte, dass die Geschichte rund um Marlene, Julius und ihre Freunde zu Ende geht. Band 1 und 2 haben mir unglaublich gut gefallen und obwohl die Bücher so dick sind, sind sie auf keiner Seite langweilig.

Obwohl die ersten Bände eine Zeit her waren, habe ich wieder sehr gut in die Geschichte hineingefunden. Die wichtigsten Geschehnisse und Personen waren mir immer noch präsent, was sicher auch daran liegt, dass ich beim Lesen so tief in die Geschichte eingetaucht bin und die Protagonisten gerne begleitet habe.

Im Mittelpunkt von diesem Band stehen natürlich wieder Marlene und Julius. Sie haben ihren Traum Hofgärtnerei zu werden erreicht, wollen diesen jedoch dahingehend erweitern, indem sie anderen jungen Frauen auch die Möglichkeit bieten, eine Ausbildung zur Gärtnerin zu machen. Doch das ist natürlich nicht so einfach, vor allem, weil es in dieser Zeit nicht üblich ist, dass Frauen den selben Stellenwert bekommen, wie Männer. Deshalb werden ihnen einige Steine in den Weg gelegt und auch privat haben beide zu kämpfen, da ihr Kinderwunsch immer noch unerfüllt ist.

Aber auch an anderer Front werden die Frauenrechte weiter vorangetrieben: So z.B. auf Rosalies Seite, die gerne Lehrerin sein möchte und nicht nur ihren männlichen Kollegen zuarbeiten, sondern als vollwertige Kraft. Greta hat ihren eigenen Blumenladen, aber das auch nur, weil ein Mann für sie den Mietvertrag als ihr Verlobter unterschrieben hat. Das Versteckspiel droht jedoch aufzufliegen, als die junge Frau von ihrer Vergangenheit eingeholt wird. So wird das Thema Frauenrechte in diesem Band ganz groß geschrieben, verdrängt aber trotzdem nicht die einzelnen Schicksale, die in dieser Reihe eine besondere Rolle spielen. Sie sind es nämlich meiner Meinung nach, die diese Geschichte tragen. Ich habe die Charaktere jedenfalls über alle die Seiten total lieb gewonnen und mit jedem einzelnen mitgefiebert. Und obwohl es so viele sind und jeder sein eigenes Schicksal hat, ergibt es am Ende doch eine große ganze Geschichte, die mich unglaublich begeistert hat.

Das Ende hat mir wirklich gut gefallen, trotzdem konnte ich mir ein Tränchen nicht verkneifen, weil ich all die liebgewonnenen Figuren verabschieden musste. Gerne hätte ich sie noch weiter begleitet und noch mehr über sie gelesen. Eine Reihe, die ich von ganzem Herzen empfehlen möchte.

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Veröffentlicht am 14.08.2024

Wieder unglaublich schön

Die Glücksfrauen - Die Kraft der Bücher
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Meine Meinung:

Nachdem mich Band 1 mit Louises Geschichte über die Auswanderung absolut begeistert hat, wollte ich natürlich auch lesen, welches Schicksal Maria ereignet hat. Sie hat ja einen ganz anderen ...

Meine Meinung:

Nachdem mich Band 1 mit Louises Geschichte über die Auswanderung absolut begeistert hat, wollte ich natürlich auch lesen, welches Schicksal Maria ereignet hat. Sie hat ja einen ganz anderen Hintergrund, indem sie und ihre Familie Juden sind. Da mir die drei Freundinnen schon im ersten Teil sehr ans Herz gewachsen sind, hoffte ich ehrlich gesagt, dass Maria mit ihrer Familie einfach auch auf ein Schiff steigen und dem ganzen Schrecken des Nationalsozialismus so entgehen würde. Doch so einfach macht die Autorin es ihrer Protagonistin natürlich nicht.

Marias Mann Jakob ist leider sehr optimistisch und hoffnungsvoll und macht lange die Augen zu, weil er seine Heimat und seine Buchhandlung nicht einfach so verlassen möchte. Einerseits konnte ich ihn verstehen, immerhin hat er sich etwas aufgebaut und ist in seiner Heimat tief verwurzelt, andererseits hätte ich ihn am liebsten geschüttelt, damit er endlich wirklich sieht, was vor sich geht und dass es keinen anderen Ausweg als Flucht gibt, wenn er die retten möchte, die er liebt. Doch so hat das Buch natürlich einen ordentlichen Gänsehautfaktor bekommen, weil man ständig um Maria und ihre Familie bangt. Ich hatte tatsächlich richtig Angst um sie, vor allem, als sie dann einen anderen Weg aus Deutschland raus suchen müssen. So wirklich hatte ich mich mit diesem Thema noch nicht beschäftigt und so tauchte ich tief ein, in die Fluchtruhte und meine Nerven waren bis zum Zerreißen angespannt.

Um mich ein wenig davon zu erholen, springen wir immer wieder in die Gegenwart, wo June inzwischen bei Sandra in Brasilien angekommen ist, um ihr von ihrem gemeinsamen Erbe zu erzählen. Ich muss gestehen, dass mir Sandra nicht ganz so gut gefallen hat, wie June. Sie schien mir ziemlich verloren, aber auch sprunghaft und zu spontan. Vielleicht liegt es daran, dass sie mir persönlich nicht so wirklich entspricht, so dass ich ihr nicht so ganz nahe kommen konnte. Trotzdem fand ich es sehr schön, June und sie bei ihrer Reise auf den Spuren von Maria zu begleiten. Gerade weil die beiden auch so unterschiedlich sind, erleben sie viel und erfahren dabei noch mehr über ihre Wurzeln. Leider hält Anna Claire sich immer noch sehr bedeckt, wenn es um das Geheimnis von Louise geht, das im ersten Teil angedeutet wurde. Dabei wäre ich doch schon so neugierig darauf.

Besonders gut gefiel mir in diesem Band, dass die Liebe zu Büchern so viel Raum einnimmt. Als echter Bücherwurm kann ich diese Leidenschaft sehr gut verstehen und dass sie einem Halt in der Fremde geben kann. Maria ist so eine mutige Frau, die alles für ihre Familie tut und trotzdem auch ihr eigenes Ich erhält. Sie muss einige sehr schwere Entscheidungen treffen und ich hätte nicht in ihrer Haut stecken wollen, aber ich habe sie aus tiefstem Herzen bewundert und konnte mich als Mutter, aber auch als Buchliebhaberin sehr gut mit ihr identifizieren.

Jetzt bin ich noch sehr gespannt auf Annis Geschichte und darauf, dass alle Geheimnisse, sowohl in der Gegenwart, als auch der Vergangenheit enthüllt werden. Diese Reihe hat sich auf jeden Fall mit ihren einzigartigen Protagonisten bereits tief in mein Herz geschlichen.

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