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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.11.2024

Ein letzter Tanz

Der Nachtschattenmann: Thriller
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Das Cover des Buches hat einen Wiedererkennungswert, es ähnelt den Vorgängerbücher aus der Julia Schwarz Reihe. Durch die kurzen Kapitel und den tollen Spannungsbogen flog ich nur so durch die Seiten. ...

Das Cover des Buches hat einen Wiedererkennungswert, es ähnelt den Vorgängerbücher aus der Julia Schwarz Reihe. Durch die kurzen Kapitel und den tollen Spannungsbogen flog ich nur so durch die Seiten. Die Protogonisten waren ,mir gleich wieder vertraut. Sie müssen den mittlerweile neunten Fall lösen. Kommissar Florian Kessler und sein Kollege Martin Saathoff, sowie die beiden Frauen aus der Rechtsmedizin Julia Schwarz und ihre Assistentin Lenja. Eine weibliche Leiche liegt auf den Stufen einer Tanzschule mit einem schicken Kleid, in einer Tanzposse und einem Ballettschuh in der Hand. Sechs Wochen war sie verschwunden und wird jetzt noch nicht einmal von der Mutter erkannt. Die Sache wird kompliziert, bald gibt es die nächste Tote und wieder ist eine junge Frau verschwunden. Durch die einzelnen Erzählstränge bekam ich nicht nur Einblick in die Arbeit der beiden Kommissare, sondern auch in die Arbeit der Rechtmedizin. Ich erlebte die Ängste und Hoffnung der jungen Johanna mit und habe förmlich mitgelitten. Die Autorin legte viele falsche Fährten und ich tapste, was die Auflösung betraf, lange im Dunkeln. Das Finale überraschte mich dann, obwohl er als Täter auf meiner Liste stand. Auch dieser Band hat mir spannende und unterhaltsame Stunden beschert und ich kann ihn gerne empfehlen.

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Veröffentlicht am 25.09.2024

Count down im Schneesturm

Wintersonnenwende (Wolf und Berg ermitteln 2)
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Dieser zweite Krimi des Autorenpaares spielt in Stockholm und umfasst einen Zeitraum von Silvester 94 bis Mitte Januar 95. Das Cover passt zum Buch, ist allerdings nicht mein Geschmack. Nachdem ich mich ...

Dieser zweite Krimi des Autorenpaares spielt in Stockholm und umfasst einen Zeitraum von Silvester 94 bis Mitte Januar 95. Das Cover passt zum Buch, ist allerdings nicht mein Geschmack. Nachdem ich mich mit den schwedischen Namen und Begriffen angefreundet hatte, mochte ich das Buch kaum aus der Hand legen, Spannung von Anfang an. Die Autoren ergänzen sich perfekt, ich hatte das Gefühl sie wissen worüber sie schreiben.
Lucy bzw. Ellen Alm flieht nackt in die Kälte, nachdem ihr Freier erschossen wurde. Fortan ist sie auf der Flucht, wusste der Täter doch ihren richtigen Namen. Kommissar Tomas Wolf, von einem schweren Trauma gezeichnet, will gerade seinem Leben ein Ende setzen, als er gemeinsam mit seinem Kollegen und Freund Zingo zu dem Fall gerufen wird. Vor Ort ist auch die ehrgeizige Journalistin Vera Berg auf der Suche nach einer tollen Story. Sie hat Tomas in Verdacht am Verschwinden seines Bruders beteiligt zu sein. Dann geschehen die nächsten Morde im Rotlichtmilieu. Um die Fälle zu lösen müssen die Drei ihr Wissen teilen. Im Schneesturm kommt es zum großen Finale.
Dieser Krimi hat mich begeistert. Hatte ich auch manchmal das Gefühl Vera kam mit ihren Recherchen weiter als die Kommissare. Die Protagonisten kamen sehr realistisch rüber, jeder hatte sein Päckchen zu tragen. Der Schluss war noch einmal super spannend und hatte einiges an Überraschungen bereit.
Ich freue mich auf eine Fortsetzung und werde mir bis dahin den ersten Band der Reihe besorgen.

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Veröffentlicht am 07.09.2024

Auch Frauen können Helden sein

Die Frauen jenseits des Flusses
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Ich habe lange keine so berührende und zu Herzen gehende Geschichte gelesen. Meine Gefühle fuhren Achterbahn, ich habe mitgelitten und mitgeweint. Titel und Cover kommen so unschuldig rüber, aber der Leser ...

Ich habe lange keine so berührende und zu Herzen gehende Geschichte gelesen. Meine Gefühle fuhren Achterbahn, ich habe mitgelitten und mitgeweint. Titel und Cover kommen so unschuldig rüber, aber der Leser wird schnell mitten ins Kriegsgeschehen nach Vietnam geworfen. Ich war zu der Zeit ein Teenager und habe nur am Rande mitbekommen, wie die jungen Männer damals verheizt wurden.
Die junge Frances McGrath, Tochter aus gutem Hause meldet sich freiwillig als Krankenschwester für Vietnam. Hier erlebt sie die Hölle, sie kommt an ihre Grenzen, all die Toten, Zerstückelten und schwer verletzten jungen Soldaten. Aber sie wächst über sich hinaus und entwickelt sich zu einer selbstbewussten Persönlichkeit. Sie findet beste Freundinnen und lernt die Liebe kennen. Zurück in der Heimat erfährt sie Feindschaft und Ablehnung. Sie ist körperlich und psychisch am Ende. Medikamente und Alkohol, Schlaflosigkeit und Alpträume bestimmen ihren Alltag. Zum Glück wird sie von ihren beiden Freundinnen aufgefangen und kämpft sich langsam zurück ins normale Leben.
Dieser Roman geht unter die Haut, schonungslos erzählt die Autorin von den vielen sinnlosen Opfern des Krieges. Sie erinnert an die vielen Helden, die in der Heimat leider allein gelassen wurden, vor allem die Frauen, die es angeblich in Vietnam nicht gab. Die Geschehnisse und Landschaftsbeschreibungen kamen sehr realistisch rüber, ich konnte mir alles sehr gut vorstellen.
Dieser Roman wird sicher noch lange nachwirken und ich vergeben die volle Punktzahl.

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Veröffentlicht am 25.08.2024

Das Flussmonster

All das Böse, das wir tun
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Der über 500 Seiten dicke Thriller, schwarzes Cover, schwarzer Seitenschnitt, rote Schrift, fällt einem sofort ins Auge. Schon nach wenigen Kapiteln hatte ich mich an den Schreibstiel, die italienischen ...

Der über 500 Seiten dicke Thriller, schwarzes Cover, schwarzer Seitenschnitt, rote Schrift, fällt einem sofort ins Auge. Schon nach wenigen Kapiteln hatte ich mich an den Schreibstiel, die italienischen Begriffe und Namen gewöhnt. Die Geschichte spielt im italienischen Cremona und wird in zwei Zeitebenen erzählt. Einmal im Heute und einmal 32 Jahre zuvor.
Damals brachte die korrupte Polizistin Itala Caruso, auf Druck von oben, einen Mann wegen dreifachen Mädchenmordes ins Gefängnis. Als er dort verstirbt, macht sie sich auf die Suche nach dem echten Perser. Heute wurde die Schülerin Amala, Nichte der damaligen Anwältin Francesca Cavalcante entführt. Fran ist der Meinung es sei wieder der echte Perser. Bei ihrer Suche bekommt sie unerwartete Hilfe von dem zwielichtigen Israeli Gerry, der allerdings gleichzeitig seine eigenen Pläne verfolgt.
Gleich von der ersten Seite hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. Wechselnde Perspektiven sorgen für genügend Nervenkitzel, geschickte Verstrickungen zwischen Opfer und Täter. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen. Gewalt, Intrigen und Korruption sind an der Tagesordnung. Schockierend fand ich die Schilderungen von Amala in der Gefangenschaft, und den Einfallsreichtum des Täters. Die Protagonisten kommen echt und glaubwürdig rüber, das Ende noch einmal spannungsgeladen und nicht vorhersehbar.
Schon lange hat mich ein Thriller so gefesselt, und ich vergebe die volle Punktzahl.

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Veröffentlicht am 15.08.2024

Nichts ist wie es scheint

Tode, die wir sterben
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Durch die Farben gelb und blau erkennt man am Cover gleich einen Schwedenkrimi.
Die Geschichte spielt in Malmö und ist der Auftakt einer neuen Krimiserie mit den Ermittlern Svea Karhuu und Jon North. Brandaktuelle ...

Durch die Farben gelb und blau erkennt man am Cover gleich einen Schwedenkrimi.
Die Geschichte spielt in Malmö und ist der Auftakt einer neuen Krimiserie mit den Ermittlern Svea Karhuu und Jon North. Brandaktuelle Themen werden sehr realistisch dargestellt.
In einem Brennpunktviertel wird ein 13 jähriger Junge erschossen. North noch in seiner Trauer gefangen, (seine Frau und sein bester Freund sind tödlich verunglückt) und Svea strafversetzt aus Stockholm werden auf den Fall angesetzt. Aber sie umgibt eine Mauer des Schweigens. Handelt sich um einen Bandenkrieg, war der Junge zur falschen Zeit am falschen Ort, oder macht einer gezielt Jagd auf Ausländer. Dann gibt es den nächsten Toten und der beste Freund des Jungen, der evtl. zur Aufklärung beitragen kann ist verschwunden.
Die Handlung gewinnt schnell an Fahrt. Obwohl Svea und Jon beide mit den Dämonen der Vergangenheit kämpfen, müssen sie sich zusammen raufen. Svea war mit gleich sympathisch, Jon für mich eher ein Stinkstiefel. Merkt jahrelang nichts von dem Treiben seines Freundes und Kollegen. Behandelt Mittarbeiter ungerecht und von oben herab. Auch den Umgang mit seiner Schwiegermutter fand ich nicht in Ordnung. Zum Glück kommt er zum Schluss noch zur Vernunft.
Der Krimi hat mir sehr gut gefallen, ein starker Auftakt, spannend und mit einem nicht vorhersehbarem Ende, weiter so.

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