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Veröffentlicht am 15.09.2024

Durch Höhen und Tiefen

Wir treffen uns im nächsten Kapitel
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Das Buch beginnt zunächst mit einem Neuanfang. Erin kündigt ihren ungeliebten Job. Doch schnell merkt sie, wie sehr sie die aktuelle Situation frustriert und sie ihre Trauer um ihre verstorbene beste Freundin ...

Das Buch beginnt zunächst mit einem Neuanfang. Erin kündigt ihren ungeliebten Job. Doch schnell merkt sie, wie sehr sie die aktuelle Situation frustriert und sie ihre Trauer um ihre verstorbene beste Freundin gefangen hält.

So richtig weiß sie aber keines der Probleme zu lösen. Mit der Kündigung hat sie schon mal den ersten Schritt getan, aber einen neuen Plan für ihre Zukunft hat sie noch nicht. Obwohl Bonnie sie vor ihrem Tod aufgefordert hat, all ihre Träume wahr werden zu lassen, muss sie sich erst einmal wieder in Erinnerung rufen, was ihre Träume überhaupt sind.

Als Erin dann versucht, ihr Leben auszumisten, landet auch aus Versehen ihr allerliebstes Buch in einem öffentlichen Bücherschrank in London. In diesem Buch steckt das letzte Geschenk ihrer besten Freundin.

Zum Glück findet Erin das Buch wieder, aber beim Durchblättern entdeckt sie, dass jemand auf ihre Notizen im Buch geantwortet hat. Der geheimnisvolle Fremde lädt sie ein, sich in einem weiteren Roman in den Randnotizen auszutauschen, und bald haben sie regen Austausch miteinander – über Bücher.

Wenn sie doch nur wüsste, wie nah ihr „Mystery Man“ wirklich ist...

Während ihr nicht klar ist, wem sie sich dort anvertraut, erfährt man es als Leser sehr schnell. James war in der Schulzeit gut mit Erin und Bonnie befreundet und die drei unzertrennlich, bis er einen für Erin unverzeihlichen Fehler gemacht und seither nicht mehr mit ihr gesprochen hat.

Als ich „Wir treffen uns im nächsten Kapitel“ von Tessa Bickers zum ersten Mal entdeckt habe, wusste ich gleich, dass muss ich lesen. Der Klappentext hat mich auf Anhieb fasziniert.

Die Kapitel sind abwechselnd aus Sicht von Erin und James geschrieben, sodass man als Leser beide Protagonisten und ihre Sichtweisen kennen lernen kann. Zu Anfang hat mich ein wenig irritiert, dass der Zeitablauf nicht ganz gerade ist. Obwohl man immer zwischen den beiden Hauptfiguren wechselt, gibt es einige Kapitel, in denen bei der einen Person etwas bereits passiert ist, man bei der anderen aber wieder einige Zeit vorher einsetzt.

Der Roman erzählt jedoch nicht nur eine klassische romantische Geschichte, nein er erzählt auch von den Herausforderungen des Lebens und wie wichtig auch Vergebung ist.

Der zentrale Kern der Geschichte ist es, wie Erin und James den Mut finden ihr komplettes Leben auf den Kopf zu stellen und mit der Unterstützung von Familie und Freunden durch alle Höhen und Tiefen zurück zu sich selbst und zu ihren Träumen finden.

Diese Geschichte bringt also auch einige ernste Komponenten mit, was sie jedoch nicht nur schwermütig und deprimierend erscheinen lässt. Nein, vielmehr wirkt er ehrlich, authentisch und aufbauend.

Fazit:
Das Buch ist nicht nur ein Liebesroman, sondern ein Appell dafür, sein Leben so zu leben, wie es einen glücklich macht! Ich habe mit Erin und James gelitten und gelacht und sie gern auf ihrem Weg begleitet. Aber ich frag mich, ob die Geschichte nicht sogar ohne die romantische Komponente besser funktioniert hätte. Auch wenn die beiden Protagonisten ihren Weg gefunden zu haben scheinen, bleiben doch viele Fragen noch ungeklärt.

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Veröffentlicht am 17.08.2024

Nicht nur die kleine Schwester von Sisi

Sophie Charlotte
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Da ich mich nun schon seit vielen Jahren mit den Habsburgern beschäftige, war auch schon immer Sisis kleine Schwester, Sophie Charlotte und ihre Geschichte ziemlich präsent für mich.

Zunächst einmal möchte ...

Da ich mich nun schon seit vielen Jahren mit den Habsburgern beschäftige, war auch schon immer Sisis kleine Schwester, Sophie Charlotte und ihre Geschichte ziemlich präsent für mich.

Zunächst einmal möchte ich ein Kompliment an den Autor richten. Ihm ist es durch seine Recherchen gelungen mehr Licht in das Leben dieser faszinierenden Frau zu bringen, die meistens nur als die Schwester von... oder die Verlobte von... genannt wird. Da aber anscheinend die Recherchen des Autors auch nur wenige Belege zu Tage gefördert haben, welche von Sophie persönlich stammen, bekommt man an vielen Stellen eher den Eindruck, dass ihr Leben von außen beobachtet wurde.

Aber all diese Informationen verpackt er in einen unterhaltsamen Ton, sodass man das Buch am liebsten nicht aus der Hand legen möchte. Auch tragen die kurzweiligen Kapitel zu viel Lesevergnügen bei.

Zwischen den Seiten lernt man die Herzogin von Alencon kennen und verstehen. Und man bekommt doch den Eindruck, dass sie sich ähnlich wie ihre berühmte Schwester in ihrem Leben eingesperrt fühlt. Sie scheint in Ihrem Denken und Handeln ihrer Zeit weit voraus. Man spürt immer wieder die Sehnsucht, wie gern sie ein selbstbestimmtes Leben führen würde.

Wunderbar ergänzt wird das Buch durch das Bildmaterial, das dem Leser ein sehr gutes Bild über Sophie, ihre Wegbegleiter und das Leben ihrer Zeit verschafft.

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Veröffentlicht am 03.08.2024

Wie das Schicksal spielt...

Die Blütenfreundinnen
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Es handelt sich um den Auftakt einer Reihe über vier Single-Frauen im Alter zwischen Mitte vierzig und Mitte fünfzig.

Kristin ist Innenarchitektin. Ihr Mann Holger, von dem sie seit Jahren getrennt ist, ...


Es handelt sich um den Auftakt einer Reihe über vier Single-Frauen im Alter zwischen Mitte vierzig und Mitte fünfzig.

Kristin ist Innenarchitektin. Ihr Mann Holger, von dem sie seit Jahren getrennt ist, hat ihr einen Auftrag in München vermittelt. In letzter Zeit glaubt sie, mittlerweile zum alten Eisen zu gehören und nicht mehr gegen die junge Konkurrenz bestehen zu können.

Lena ist Apothekerin und Mutter eines erwachsenen Sohnes. Über eine Dating-Plattform hat sie Benno kennengelernt. In München will sie ihn persönlich kennenlernen.

Nicole ist seit zwei Jahren Witwe, ihre Tochter wohnt mit Mann und den beiden Kindern im Dachgeschoss ihres Hauses. Nicole kümmert sich regelmäßig um ihre beiden Enkel, was jedoch als selbstverständlich hingenommen und ihr nicht gedankt wird. Sie besucht in München einen Kochkurs.

Und wie das Schicksal so spielt, streikt die Bahn und die Frauen suchen nach einer Möglichkeit, wie sie zurück nach Hause kommen. So werden die drei zu einer Zweckgemeinschaft und leihen sich zusammen das letzte noch verfügbare Fahrzeug.

Schnell merken die drei, dass sie gar nicht so weit voneinander entfernt wohnen und weil sie sich so gut verstehen, beschließen sie, dass sie sich wiedersehen wollen. Sie verabreden sich zu einem gemeinsamen Kochabend. Und hier stößt auch Antonia, genannt Toni, Nicoles Schwägerin, zu der Truppe.

Toni hat ihren Lebensgefährten beim Seitensprung erwischt und erfährt fast zeitgleich von seinem Lottogewinn. Sie sorgt dafür, dass das Geld auf ihr Konto überwiesen wird, und das ganz ohne schlechtes Gewissen, denn schließlich hat er das Lotterielos von ihrem Geld gekauft.

Fazit: Ich habe mich für das Buch entschieden, weil mir der Titel, das Cover und der Klappentext gefallen haben. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass es sich um eine Reihe handelt, die um vier Freundinnen handelt, die in der „Blüte ihres Lebens" stehen. Und so erschließt sich für mich auch im übertragenen Sinne der Titel der Reihe.

Der Roman war für mich das erste Buch von Ellen Martin und ihr Schreibstil hat mich überzeugt. Man kommt in der Geschichte sehr schnell voran und lernt auch die vier Protagonistinnen auf angenehme Weise kennen. So unterschiedlich die vier Frauen auch sind, so bekommt man schnell das Gefühl, dass sich hier eine besondere Freundschaft entwickelt.

In den Kapiteln steht abwechselnd jeweils eine der vier Frauen im Mittelpunkt. Auch wenn ich Toni am wenigsten sympathisch fand, fand ich ihre Geschichte am interessantesten. Wir erleben sie in ihrem Alltag als Altenpflegerin, wo sie viel Herz zeigt und sich rührend um den neuen Heimbewohner Herrn Gruber kümmert, der gegen seinen Willen ins Heim verfrachtet wurde.

Die Kapitel sind recht kurz gehalten und man lernt schnell die vier Frauen und ihre unterschiedlichen Geschichten kennen. Anzumerken ist jedoch, dass man gerade zum Anfang durch die vielen verschiedenen Namen leicht den Überblick verlieren kann.

Man lernt die Frauen und ihre Leben in den 280 Seiten des Buches nur sehr oberflächlich kennen, jedoch würde ich mir wünschen, dass die Geschichte in den folgenden Bändern noch mehr Tiefe gewinnt.

Grundsätzlich ist das Buch nicht schlecht, es ist kurzweilig und unterhaltsam. Sehr gemocht hab ich auch die humorvollen Momente zwischen den Frauen oder auch mit Herrn Gruber. Den alten Herren hab ich sofort in mein Herz geschlossen.


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Veröffentlicht am 01.08.2024

Der Stoff aus dem die Träume sind

Die Amato-Schwestern: Der Stoff der Träume
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Der zweite Teil der Familiensaga über die Amato-Schwestern führt uns wieder zurück nach Chile.

Nachdem im ersten Teil die älteste Tochter der Familie ins Exil geflohen ist, wird Amelia in diesem Teil ...


Der zweite Teil der Familiensaga über die Amato-Schwestern führt uns wieder zurück nach Chile.

Nachdem im ersten Teil die älteste Tochter der Familie ins Exil geflohen ist, wird Amelia in diesem Teil zur Nebenrolle. Die zentrale Figur dieser Geschichte ist die jüngere Tochter Teresa.

Nach dem Tod ihres Vaters würde Teresa das Familienunternehmen gern weiterführen, doch der Erbe, ihr Bruder denkt nur daran, die Strumpffabrik so schnell wie möglich zu verkaufen.

Als sie sich kurzerhand entschließt, zusammen mit ihrer Mutter, ihre Schwester Amelia in Afrika zu besuchen, erlebt sie, wie schön es sein kann, für seine Träume und die große Liebe zu kämpfen. Teresa lässt sich nicht unterkriegen, sie sucht sich einen Job und setzt alles daran, die Fabrik ihres Vaters wieder aufzubauen.

Während Teresa mit ganzem Herzen an ihrem Traum arbeitet, droht jedoch ihre Familie zu zerbrechen. Ihr jüngster Sohn Felipe gerät auf die schiefe Bahn und ihr Ehemann Raul verfällt dem Alkohol, als er den Job bei seinem Onkel verliert. Als dann auch noch ihre Mutter schwer erkrankt und stirbt, droht sie den Boden unter den Füßen zu verlieren. Doch es keimt noch Hoffnung in ihrem Leben...

Ich muss sagen, dass sich der 2. Band auch unabhängig vom ersten lesen lässt. Das Wissen, was man aus dem ersten Band benötigt, wird gut eingeflochten und ergänzt die neue Geschichte.

Der Roman spielt in einer Zeit von den 1970er bis in die 2000er und man lernt viel über das Leben in Chile zu dieser Zeit, vor allem über die Einflüsse der Politik und wie sich das Leben für Frauen dort gestaltet hat.

Ich habe Teresa in mein Herz geschlossen, weil sie sich nicht durch Rückschläge unterkriegen lässt und auch gegen Widerstände ihren Traum verfolgt. Jo Kommer ist es gelungen, dass die Charaktere und ihre Emotionen für mich spürbarer waren und mich mehr erreicht haben, als im ersten Teil.

Mir hat die Fortsetzung gut gefallen. Und ich bin schon jetzt gespannt, was Sara, Teresas und Rauls Tochter im dritten Teil aus dem Erbe ihres Großvaters schaffen kann...

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Veröffentlicht am 28.07.2024

Der einzigste Krimi aus der Feder von Lucinda Riley

Die Toten von Fleat House
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Drei Tote im Internat St Stephen's im idyllischen englischen Norfolk. Nur ein Zufall oder steckt doch mehr dahinter? Dies versucht Detective Inspector Jazz Hunter herauszubekommen. Schnell zeigen die Ermittlungen ...

Drei Tote im Internat St Stephen's im idyllischen englischen Norfolk. Nur ein Zufall oder steckt doch mehr dahinter? Dies versucht Detective Inspector Jazz Hunter herauszubekommen. Schnell zeigen die Ermittlungen jedoch, dass es sich nicht nur um tragische Unfälle handelt.

Jazz versucht hinter die geheimnisvollen Mauern des Internats zu blicken und findet schnell heraus, dass das erste Opfer seine Mitschüler gequält hat. Wer hätte als ein Motiv gehabt? Und in welchen Kontext dazu steht wohl der mysteriöse Selbstmord eines Lehrers. Doch je weiter Jazz in das Netz aus Beziehungen, emotionalen Abhängigkeiten und offenen Rechnungen eintaucht, merkt sie, wie weit sie in die Vergangenheit zurückgehen muss, wenn sie das Rätsel um die Toten von Fleat House enthüllen will…

Als Fan der Bücher von Lucinda Riley wollte ich mir natürlich diesen Krimi nicht entgehen lassen und hatte mich wirklich darauf gefreut, einfach mal noch eine andere Facette dieser tollen Autorin kennenzulernen. Leider ist diese wunderbare Autorin bereits vor drei Jahren an einer Krebserkrankung verstorben und so habe ich auch die letzten Bücher noch etwas vor mich hergeschoben, weil ich einfach nicht an den Punkt kommen möchte, wo ich weiß, da wird nichts mehr folgen...

Wer die Geschichten aus der Feder von Lucinda Riley kennt, der weiß das hier immer Gegenwart und Zukunft auf einander treffen, zunächst erzählt sie jede Geschichte für sich, bevor sie Stück für Stück zusammen finden. Doch in „Die Toten von Fleat House“ ist sie sich, wie ich finde, ein wenig untreu geworden.

Auch wenn die Protagonistin Jazz in ihren Ermittlungen weit in die Vergangenheit eindringen muss, bleibt die Geschichte doch in der Gegenwart ziemlich oberflächlich. Man lernt mit der Zeit alle relevanten Personen in der Geschichte kennen, und kann dort doch stellenweise auch ein bisschen den Überblick verlieren. Leider baut sich jedoch irgendwie nicht so recht eine emotionale Tiefe auf, wie man es eigentlich von der Autorin kennt.

Alles in allem ist es Kriminalroman, der unterhält aber auch nicht von vorn herein in Gänze durchschaubar. Mit der Zeit ergeben sich auch Entwicklungen die ich so nicht erwartet hätte. Das Buch ist nicht nur für alle Fans von Lucinda Riley geeignet, sondern auch für die Leser die gerne Krimis lesen, die nicht zu blutig sind.

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