Blicke auf Südafrika
VERMINTE HEIMATIch habe bisher noch nicht viel über Südafrika gelesen, weder als Sachbuch noch als Roman. Daher war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Und es hat mich nicht enttäuscht. Ich habe eine interessante, natürlich ...
Ich habe bisher noch nicht viel über Südafrika gelesen, weder als Sachbuch noch als Roman. Daher war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Und es hat mich nicht enttäuscht. Ich habe eine interessante, natürlich fiktive Lebensgeschichte eines Südafrikaners kennengelernt und mit ihm die Lebensverhältnisse in seiner neuen - alten Heimat Südafrika. Der Text an sich ist sehr gut und flüssig zu lesen. Und man kann sich durch die detailreichen Beschreibungen auch immer alles gut vorstellen. Das ist gerade hier sehr wichtig, finde ich zumindest. Aber es hat gut geklappt. Die Geschichte war schon sehr interessant. Jaron kehrt nach einem langen Leben in den Niederlanden wieder in seine Heimat zurück. Aber wie es so ist mit der Vorstellung von einem Ort, den man vor langer Zeit verlassen hat, wird sich diese Vorstellung bewahrheiten? Jaron hat sich wohl doch sehr getäuscht. Denn er hoffte auf ein Land, in dem es viele positive Veränderungen gegeben hätte und er nicht an alte Gegebenheiten erinnert wird. Wir erleben aber ein Land, in dem es nicht sooo positiv abläuft, wie erwartet. Korruption, Wilderei, Umweltsünden, Rassismus und Verbrechen gibt es dort immer noch im Überfluss und Jaron erkennt das alles zu spät. Die Beschreibungen sind schon sehr real und ich fand allerdings auch, dass Jaron etwas blauäugig an alles rangegangen ist. Er ist mir sympathisch, aber seine Leichtgläubigkeit macht mich etwas fassungslos. Vielleicht möchte er einfach nur an das Gute glauben und denkt, alle anderen Menschen wollen auch nur immer aus guten Motiven handeln. Jaron lernt in Laufe der Handlung natürlich und er erlebt auch glückliche und schöne Zeiten. Es kommen viele unterschiedliche Menschen mit ihren so unterschiedlichen Charaktere vor. Und manche waren sympathisch und andere wohl eher nicht. Aber sie hatten alle so ihre Besonderheiten und das machte es auch abwechslungsreich und interessant. Ich fand die Informationen über diese Minen sehr interessant und dieses Buch regt auch wieder zum Nachdenken an. Wer profitiert wovon und was muss getan werden. Die Schilderungen zu den Wildtieren war auch sehr eindrucksvoll und zeigt auch hier die Problematik auf. Profit und Gier gegen Leben und Schutz der Natur
Die Geschehnisse um die Suche nach den verschollenen Geschwistern war sehr gut erzählt und ich war echt überrascht, wer sich dann als Schwester bzw. Bruder entpuppt.
Mir hat dieses Buch jedenfalls gut gefallen. Eine interessante Geschichte über die Zustände in Südafrika, aus den Erlebnissen des Protagonisten Jaron heraus erzählt und das macht es wirklich sehr erlebenswert. Man erlebt die negativen Seiten, aber auch die vielen positiven Seiten von Südafrika. Es war eine interessante Lesezeit und ich kann dieses Buch mit einem guten Gewissen weiterempfehlen.