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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.08.2024

Tolle Bastelideen

Dein Mädchen-Bastelblock
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Dieser Block war kaum bei uns angekommen, da war er auch schon zerschnitten, bemalt und beklebt. Und das ist jetzt durchaus positiv gemeint.

Auf jeder Seite ist eine andere Bastelideen und auf jeder ...

Dieser Block war kaum bei uns angekommen, da war er auch schon zerschnitten, bemalt und beklebt. Und das ist jetzt durchaus positiv gemeint.

Auf jeder Seite ist eine andere Bastelideen und auf jeder Seite ist mitmachen und eben schneiden, malen, Fakten oder kleben gefragt. Alle Bastelideen sind mit leicht verständlichen Anleitungen versehen. Ob nun ein Papagei, ein Schiff oder ein Memoriespiel, für jeden ist etwas dabei.

Meiner Tochter gefällt es besonders gut das der Block nicht nur Tips und Anleitungen gibt, sondern der Block dazu da ist gebastelt zu werden. Ob nun die Seite zerschnitten wird oder das beiliegende Bastelpapier verwendet wird. Alles lässt sich sofort umsetzen ohne lange nach Material zu suchen oder es gar kaufen zu müssen. So ist dem Bastelspaß keine Grenze gesetzt.

Für uns einfach eine tolle Idee für viele schöne Bastelstunden.

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Veröffentlicht am 19.08.2024

Norddeutsch

Die Gräfin
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Typisch norddeutsch und gleichzeitig ganz besonders. So würde ich diese Geschichte in kurzen Worten beschreiben.
Der Handlungsort ist die Hallig Südfall, hier lebt die achtzigjährige Gräfin Diana zusammen ...

Typisch norddeutsch und gleichzeitig ganz besonders. So würde ich diese Geschichte in kurzen Worten beschreiben.
Der Handlungsort ist die Hallig Südfall, hier lebt die achtzigjährige Gräfin Diana zusammen mit ihrer Haustochter Meta und dem Hausmeister Knut lebt., ihr beschauliches Leben gerät durcheinander als ein englischer Pilot im Watt abstürzt. Doch so beschaulich ist das Leben der Gräfin gar nicht...

Ich war vor allem begeistert das die Halligbewohner untereinander fast nur Platt gesprochen haben, das hat für mich das Buch sehr authentisch und ehrlich gemacht. Allerdings kann ich mir vorstellen das dieser Punkt für alle die kein Platz verstehen etwas schwierig werden könnte.

Ich war besonders von der Gräfin begeistert, diese hat wirklich gelebt und war als Halligbräfin bekannt. Eine starke Frau umgeben von norddeutschen Originalen. Die Geschichte spielt komplett im kleinen Kosmos der Hallig und war dadurch sehr besonders.

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Veröffentlicht am 14.08.2024

Schöner Abschluss der Reihe

Vielleicht können wir glücklich sein
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Ich habe bereits die beiden Vorgänger dieses Romanes gelesen und wollte daher unbedingt wissen wie Klaras Geschichte weiter geht und was aus Tolla geworden ist.

Wieder begleiten wir Isabell bei ihrer ...

Ich habe bereits die beiden Vorgänger dieses Romanes gelesen und wollte daher unbedingt wissen wie Klaras Geschichte weiter geht und was aus Tolla geworden ist.

Wieder begleiten wir Isabell bei ihrer Suche in den Aufzeichnungen ihrer Großmutter, in diesem Buch geht es dabei auch um die Tagebücher ihres Großvaters und die Briefe die sich Klara und ihr Mann in geschrieben haben.

Für mich war dieser Teil etwas schwächer als die ersten Teile, das lag vor allem am Teil rund um Isabell. Mir waren die vielen ausführlichen Beschreibungen rund um deren Baby einfach zu viel. Natürlich war es interessant die großen Unterschiede in der Kindererziehung 1944 uns 2000: zu lesen und vielleicht wollte die Autorin auch genau das aufzeigen, aber manchmal war mir das einfach zu viel. Die Recherche dagegen und Isabells Umgang mit dem Tod der Großmutter fand ich sehr gelungen.

Großartig dagegen wieder der Teil in der Vergangenheit. Dieses Mal geht es in erster Linie um die Jahre 1944 und 1945. Die Situation einer Frau mit vier kleinen Kindern allein zu Hause war gelungen beschrieben. Wahnsinn was damals sechs jährigen schon zugetraut und zugemutet wurde. Auch Klaras Angst ihre Haltung offen zu zeigen und ihre Versuche sich nicht vor den Karren der Nazis spannen zu lassen haben mir gut gefallen. Dazu die ewige Frage was wurde aus Tolla. So spannend und vor allem emotional.

Kurz gesagt ein gelungener Abschluss mit ganz kleinen Schwächen

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Veröffentlicht am 13.08.2024

Beeindruckend

Marguerites Geheimnis
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Es gibt Bücher bei denen man überlegt,ob man sie lesen möchte. Vielleicht weil man schon viele Bücher zu dem Thema gelesen hat und nicht weiß ob es wirklich noch eins sein muss. Und dann denkt man, das ...

Es gibt Bücher bei denen man überlegt,ob man sie lesen möchte. Vielleicht weil man schon viele Bücher zu dem Thema gelesen hat und nicht weiß ob es wirklich noch eins sein muss. Und dann denkt man, das sich der Klappentext einfach zu gut anhört, um es nicht zu lesen. So war es bei mir und Marguerites Geheimnis. Zum Glück habe ich mich dazu entschlossen es zu lesen.

Dieses Buch spielt in Nizza im Sommer 1944. Also kurz vor der Landung der Alliierten in Frankreich. Marguerite lebt zurück gezogen mit ihrer Freundin Simone und versucht sich mit ihren Bildern über Wasser zu halten. Das sie diese an die Deutschen verkauft macht sie in den Augen der Franzosen zu einer Verrâterin. Dabei ist sie alles andere als das. Sie nutzt ihre künstlerischen Fähigkeiten nämlich noch ganz anders.

Das Buch zeigt eindrucksvoll Marguerites Leben. Ihre Verzweiflung nachdem sie öffentlich angegriffen wird, trotzdem setzt sie sich immer wieder für den Wiederstand ein. Aber das darf ja niemand wissen. Die Anfeindungen der Bewohner Nizzas und die doppelte Moral, denn Brot an die Deutschen ist in Ordnung. Aber auch die gefährliche Arbeit für den Wiederstand.

Marguerite hat ihre Geheimnisse,und ihre Fehler. Sie ist eine Heldin aber sie ist auch ein ganz normaler Mensch. Ich mag es wenn die Protagonisten in Romanen nicht perfekt sind sondern immer noch Menschen bleiben und genau das ist Marguerite.

Ein großartiger Roman über eine schwere Zeit.

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Veröffentlicht am 11.08.2024

Wie konnte es so weit kommen?

Ihr kennt mich nicht
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Ich habe schon oft die Bilder der Frauen gesehen, denen in Frankreich nach der Befreiung von den Deutschen die Haare geschoren worden sind. Irgendwie haben sie mir schon leid getan, zumindest wenn ihr ...

Ich habe schon oft die Bilder der Frauen gesehen, denen in Frankreich nach der Befreiung von den Deutschen die Haare geschoren worden sind. Irgendwie haben sie mir schon leid getan, zumindest wenn ihr einziges Verbrechen war, das sie sich verliebt haben. Doch über die Geschichte dieser Frauen habe ich eigentlich nicht weiter nachgedacht. Julie Héraclès hat das getan und einen Roman über eine Frau geschrieben, der das Geschehen ist. Ihre Geschichte ist fiktiv, aber es könnte durchaus so gewesen sein.

Simones Geschichte beginnt an dem Tag an dem ihr die Haare geschoren werden. Während dieses Tages denkt sie über ihr Leben nach und erzählt ihre Geschichte. Sie beginnt in ihrer Kindheit. Erzählt von ihrer Schulzeit, ihrer Familie und von ihrer Begeisterung für Deutschland. Ich kann auch am Ende des Romanes nicht sagen, ob ich Simone möchte oder nicht. Ein wirklicher Sympathieträger war sie nicht. Aber auch niemand der mir komplett unsympathisch war. Ja sie ist schwer zu beschreiben und auch oft schwer zu verstehen. Und genau das macht diesen Roman so lesenswert. Ich war fazieniert von ihr. Ihre Geschichte hat mich gefesselt und auch berührt. Neben Simone gibt es noch viele andere interessante Charaktere, im Gegensatz zu Simone hat eine davon mein Herz berührt. Ihre Schwester Madeleine. Ein Herzensguter Mensch.

Immer wieder wird in kurzen Abschnitten über den Tag berichtet an dem Simone so gedemütigt wird und sie sich vornimmt sich nicht brechen zu lassen. Je mehr ich über ihren Weg dorthin gelesen habe, umso klarer stand mir dieser Tag vor Augen.

Für mich ein Roman der einen etwas anderen Einblick in die Zeit gibt und der mir sehr gut gefallen hat.

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