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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.08.2024

Wem kann man trauen?

Befreiung
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Wie war es als die Besatzung beendet war?

Die Insel Jersey gehört zu Groß Britannien und war im zweiten Weltkrieg von den Deutschen besetzt. Eine schlimme Zeit für die Menschen dort, doch wie war es ...

Wie war es als die Besatzung beendet war?

Die Insel Jersey gehört zu Groß Britannien und war im zweiten Weltkrieg von den Deutschen besetzt. Eine schlimme Zeit für die Menschen dort, doch wie war es danach? Dieser Frage geht Jenny Lecoat in ihrem Roman Befreiung nach. Anhand der beiden jungen Frauen Hazel und Jean erzählt sie eine erschütternde Geschichte voller Misstrauen, Lügen, Verdrângung, falschen und richtigen Beschuldigungen, der Verarbeitung mit dem Kriegsgeschehen und der Frage wer in wie weit mit den Deutschen verbündet war.

Beide Frauen haben ihr Schicksal zu tragen. Jeans Vater ist während der Besatzungszeit verraten worden und in Gefangenschaft geraten. Hazel ist Kommunistin und das ist bei vielen erst einmal verdächtig. Außerdem wird sie verdächtigt Jeans Vater verraten zu haben. Ich fand es großartig das die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive von Hazel und Jean erzählt wird, so sind die Eindrücke viel präziser und eindrucksvoller. Ich konnte mich in beide Frauen hineinversetzen und habe so ganz tiefer Einblicke erhalten.

Interessant wären auch die Einblicke in das Familienleben von Jean. Onkel, Tante, Cousine, Mutter alles sehr unterschiedliche Charaktere mit unterschiedlichen Sichten auf die Besatzungszeit.

Ein lesenswerter Roman über einen wenig erzählten Aspekt des zweiten Weltkrieges

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Veröffentlicht am 29.08.2024

Tolle Bastelideen

Dein Mädchen-Bastelblock
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Dieser Block war kaum bei uns angekommen, da war er auch schon zerschnitten, bemalt und beklebt. Und das ist jetzt durchaus positiv gemeint.

Auf jeder Seite ist eine andere Bastelideen und auf jeder ...

Dieser Block war kaum bei uns angekommen, da war er auch schon zerschnitten, bemalt und beklebt. Und das ist jetzt durchaus positiv gemeint.

Auf jeder Seite ist eine andere Bastelideen und auf jeder Seite ist mitmachen und eben schneiden, malen, Fakten oder kleben gefragt. Alle Bastelideen sind mit leicht verständlichen Anleitungen versehen. Ob nun ein Papagei, ein Schiff oder ein Memoriespiel, für jeden ist etwas dabei.

Meiner Tochter gefällt es besonders gut das der Block nicht nur Tips und Anleitungen gibt, sondern der Block dazu da ist gebastelt zu werden. Ob nun die Seite zerschnitten wird oder das beiliegende Bastelpapier verwendet wird. Alles lässt sich sofort umsetzen ohne lange nach Material zu suchen oder es gar kaufen zu müssen. So ist dem Bastelspaß keine Grenze gesetzt.

Für uns einfach eine tolle Idee für viele schöne Bastelstunden.

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Veröffentlicht am 19.08.2024

Norddeutsch

Die Gräfin
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Typisch norddeutsch und gleichzeitig ganz besonders. So würde ich diese Geschichte in kurzen Worten beschreiben.
Der Handlungsort ist die Hallig Südfall, hier lebt die achtzigjährige Gräfin Diana zusammen ...

Typisch norddeutsch und gleichzeitig ganz besonders. So würde ich diese Geschichte in kurzen Worten beschreiben.
Der Handlungsort ist die Hallig Südfall, hier lebt die achtzigjährige Gräfin Diana zusammen mit ihrer Haustochter Meta und dem Hausmeister Knut lebt., ihr beschauliches Leben gerät durcheinander als ein englischer Pilot im Watt abstürzt. Doch so beschaulich ist das Leben der Gräfin gar nicht...

Ich war vor allem begeistert das die Halligbewohner untereinander fast nur Platt gesprochen haben, das hat für mich das Buch sehr authentisch und ehrlich gemacht. Allerdings kann ich mir vorstellen das dieser Punkt für alle die kein Platz verstehen etwas schwierig werden könnte.

Ich war besonders von der Gräfin begeistert, diese hat wirklich gelebt und war als Halligbräfin bekannt. Eine starke Frau umgeben von norddeutschen Originalen. Die Geschichte spielt komplett im kleinen Kosmos der Hallig und war dadurch sehr besonders.

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Veröffentlicht am 14.08.2024

Schöner Abschluss der Reihe

Vielleicht können wir glücklich sein
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Ich habe bereits die beiden Vorgänger dieses Romanes gelesen und wollte daher unbedingt wissen wie Klaras Geschichte weiter geht und was aus Tolla geworden ist.

Wieder begleiten wir Isabell bei ihrer ...

Ich habe bereits die beiden Vorgänger dieses Romanes gelesen und wollte daher unbedingt wissen wie Klaras Geschichte weiter geht und was aus Tolla geworden ist.

Wieder begleiten wir Isabell bei ihrer Suche in den Aufzeichnungen ihrer Großmutter, in diesem Buch geht es dabei auch um die Tagebücher ihres Großvaters und die Briefe die sich Klara und ihr Mann in geschrieben haben.

Für mich war dieser Teil etwas schwächer als die ersten Teile, das lag vor allem am Teil rund um Isabell. Mir waren die vielen ausführlichen Beschreibungen rund um deren Baby einfach zu viel. Natürlich war es interessant die großen Unterschiede in der Kindererziehung 1944 uns 2000: zu lesen und vielleicht wollte die Autorin auch genau das aufzeigen, aber manchmal war mir das einfach zu viel. Die Recherche dagegen und Isabells Umgang mit dem Tod der Großmutter fand ich sehr gelungen.

Großartig dagegen wieder der Teil in der Vergangenheit. Dieses Mal geht es in erster Linie um die Jahre 1944 und 1945. Die Situation einer Frau mit vier kleinen Kindern allein zu Hause war gelungen beschrieben. Wahnsinn was damals sechs jährigen schon zugetraut und zugemutet wurde. Auch Klaras Angst ihre Haltung offen zu zeigen und ihre Versuche sich nicht vor den Karren der Nazis spannen zu lassen haben mir gut gefallen. Dazu die ewige Frage was wurde aus Tolla. So spannend und vor allem emotional.

Kurz gesagt ein gelungener Abschluss mit ganz kleinen Schwächen

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Veröffentlicht am 13.08.2024

Beeindruckend

Marguerites Geheimnis
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Es gibt Bücher bei denen man überlegt,ob man sie lesen möchte. Vielleicht weil man schon viele Bücher zu dem Thema gelesen hat und nicht weiß ob es wirklich noch eins sein muss. Und dann denkt man, das ...

Es gibt Bücher bei denen man überlegt,ob man sie lesen möchte. Vielleicht weil man schon viele Bücher zu dem Thema gelesen hat und nicht weiß ob es wirklich noch eins sein muss. Und dann denkt man, das sich der Klappentext einfach zu gut anhört, um es nicht zu lesen. So war es bei mir und Marguerites Geheimnis. Zum Glück habe ich mich dazu entschlossen es zu lesen.

Dieses Buch spielt in Nizza im Sommer 1944. Also kurz vor der Landung der Alliierten in Frankreich. Marguerite lebt zurück gezogen mit ihrer Freundin Simone und versucht sich mit ihren Bildern über Wasser zu halten. Das sie diese an die Deutschen verkauft macht sie in den Augen der Franzosen zu einer Verrâterin. Dabei ist sie alles andere als das. Sie nutzt ihre künstlerischen Fähigkeiten nämlich noch ganz anders.

Das Buch zeigt eindrucksvoll Marguerites Leben. Ihre Verzweiflung nachdem sie öffentlich angegriffen wird, trotzdem setzt sie sich immer wieder für den Wiederstand ein. Aber das darf ja niemand wissen. Die Anfeindungen der Bewohner Nizzas und die doppelte Moral, denn Brot an die Deutschen ist in Ordnung. Aber auch die gefährliche Arbeit für den Wiederstand.

Marguerite hat ihre Geheimnisse,und ihre Fehler. Sie ist eine Heldin aber sie ist auch ein ganz normaler Mensch. Ich mag es wenn die Protagonisten in Romanen nicht perfekt sind sondern immer noch Menschen bleiben und genau das ist Marguerite.

Ein großartiger Roman über eine schwere Zeit.

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