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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.08.2024

Die Zeit, die uns bleibt

Alte Eltern
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Volker Kitz' "Alte Eltern" ist kein Roman, aber das Buch liest sich fast wie einer. Man fliegt mit der Erzählung dahin und wird mitgezogen. Aber empfehlen würde ich das Buch nur denjenigen, die wirklich ...

Volker Kitz' "Alte Eltern" ist kein Roman, aber das Buch liest sich fast wie einer. Man fliegt mit der Erzählung dahin und wird mitgezogen. Aber empfehlen würde ich das Buch nur denjenigen, die wirklich recht alte Eltern haben, da man sich dann hier wiederfinden kann, für alle anderen mag dieses Buch nicht emotional berührend sein.

Auch, wenn man alte Eltern hat, die nicht dement sind, kann man mit Volker Kitz mitfühlen. In der Erzählung steckt so viel Liebe und Sorge um den Vater. Es ist nett, das Heim "die Residenz" zu nennen, ein schöner Euphemismus. Den langsamen Verfall des Vaters mitzubekommen, ist für Kitz und seinen Bruder aber dennoch sehr schwer.

Das Buch ist eine Mischung aus persönlicher Erfahrung und einem sachlichen Blick auf das Thema. Dazu hat Kitz auch eine ausführliche Literaturliste angehängt für alle, die sich weiter informieren möchten. Das Cover jedoch ist mir zu nichtssagend und schlicht, aber wie sollte man ein Cover zu diesem Thema auch gestalten. Der Titel dagegen ist klar und präzise und spricht sicher (nur) die passende Leserschaft an.

Dies ist eines der besten Bücher zum Thema, die ich gelesen habe. Es ist bedrückend, aber voller Liebe. Die Mischung des Buches passt für mich sehr gut. Ich würde es allen mit alten Eltern, dement oder nicht, gern empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.05.2024

Lind weiter auf Erfolgskurs

Zeit zu verzeihen
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Ich hatte lange gebraucht, bis ich gemerkt hatte, dass Hera Lind schon seit langem nicht mehr die flachen Frauenromane schreibt, mit denen sie bekannt geworden ist. Ein Hörbuch von ihr hatte mich dann ...

Ich hatte lange gebraucht, bis ich gemerkt hatte, dass Hera Lind schon seit langem nicht mehr die flachen Frauenromane schreibt, mit denen sie bekannt geworden ist. Ein Hörbuch von ihr hatte mich dann so gefesselt, dass ich nun weiter ihre Werke lese oder höre. Nach den Frauenromanen hat Hera Lind auf echte Schicksale plus Romanhandlung umgestellt und kann damit punkten. Dies liegt wohl vor allem daran, dass die Autorin ihr Handwerk des Romanschreiben gut beherrscht und vermutlich jeden Stoff in ein gutes Buch verwandeln kann. Man sieht schon, ich habe meine Meinung zur Autorin völlig geändert.

"Zeit zu verzeihen" kommt mit einem etwas kitschigen Cover, aber mit einer mitreißenden Story, die trotz großer Seitenzahl nur so dahinfliegt. Schon die Flucht aus dem Osten mit den weinenden Kindern habe ich so verinnerlicht, dass mir alles in Bildern im Gedächtnis geblieben ist. Im Hinterkopf bleibt dabei immer, dass sich vieles wohl - trotz der Romanhandlung - so zugetragen haben mag, im Krieg, in der DDR, in Freud, aber auch vor allem in Leid.

Am Ende bleibt vieles im Sinn, man kann das nicht vergessen, wie auch viele Episoden aus anderen Lind-Büchern. Ich muss nicht alle ihrer vielen Romane lesen, aber ich freue mich auch, wenn ich immer mal wieder eines ihrer Bücher in die Hand bekomme.

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Veröffentlicht am 11.02.2024

Geburtsgeschenk

Mein erstes Buggybuch: Fühl mal! Lieblingstiere
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Dieses geniale Buch mit Buggyhalterung hat mir so gut gefallen, dass ich es als Geburtsgeschenk verschenkt habe. Es ist zwar erst ab 6 Monaten, aber die sind ja schnell da, es ist einfach sehr gut angekommen, ...

Dieses geniale Buch mit Buggyhalterung hat mir so gut gefallen, dass ich es als Geburtsgeschenk verschenkt habe. Es ist zwar erst ab 6 Monaten, aber die sind ja schnell da, es ist einfach sehr gut angekommen, vor allem durch die geniale Halterung, die dafür sorgt, dass es nicht verloren geht. "Fühle mal! Lieblingstiere" aus dem Ravensburger Verlag hat zwar nicht so viele Seiten, aber dafür viele Tiere zum Kuscheln. Dabei sind die Farben und auch die Felle unterschiedlich gewählt. Ein kurzer Vorlesetext und weitere Bilder ohne Kuschelstoff runden das Buch ab.

Auch den Preis von 6,99€ fand ich erstaunlich gut für dieses Kuschel- und Streichelbuch, das sicher in der Herstellung etwas aufwändiger ist. Die Seiten sind auch so dick und stabil, das auch Babys das Buch gut handhaben können. Von den Fellen geht nichts ab, das Buch ist daher auch völlig ungefährlich.

Aus der Buggybuch-Reihe gibt es noch weitere Titel. Auch die Bauernhoftiere gefallen mir sehr gut. Als kleine Geschenke scheinen mir diese ministeps-Bücher perfekt.

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Veröffentlicht am 11.02.2024

Aufklappbuch mit Lerneffekt

Knolles tolles Hamster-Training - Immer putzig, niemals schmutzig! – Alles übers Saubersein und Gesundbleiben
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Wir lieben Aufklappbücher und haben meist die aus dem Ravensburger-Verlag. Hier bietet Penguin aber ein Aufklappbuch, das auch noch einen Lerneffekt mit sich bringt. "Knolles tolles Hamstertrainig - Immer ...

Wir lieben Aufklappbücher und haben meist die aus dem Ravensburger-Verlag. Hier bietet Penguin aber ein Aufklappbuch, das auch noch einen Lerneffekt mit sich bringt. "Knolles tolles Hamstertrainig - Immer putzig - niemals schmutzig!" von Linda Sturm zeigt Hamster Knolle und Rennmaus Milli, die sich für die Pyjamaparty fertig machen. Und Milli weiß, wie man sauber und gesund bleibt, z.B. durch das Händewaschen nach dem Toilettengang.

Auf den Bilder ist so schon recht viel zu entdecken: Viele kleine Details sorgen dafür, dass man das Buch immer wieder zur Hand nehmen kann und immer noch etwas entdeckt. Und dann bringen die spannenden Aufklappecken noch Leben in die Bude. Immer gibt es auf jeder Seite noch eine kleine Aufklappüberraschung.

Fazit: Das Buch macht großen Spaß, wenn es aber nebenbei auch noch dafür sorgt, dass Kinder die Zähne gern putzen, sich waschen, sich gesund halten und dieses "Hamster-Training" absolvieren, dann hat dieses detailreiche Pappbilderbuch doppelt gepunktet!

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Veröffentlicht am 11.02.2024

Zeitzeugnis

Nachbarn
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Mit "Nachbarn" von Diane Oliver wurde im Aufbau-Verlag ein ganz besonderes Buch veröffentlicht. 14 Geschichten aus den 60ger Jahren sind Zeitzeugnisse, die das in Worte fassen, was man bereits im Englischunterricht ...

Mit "Nachbarn" von Diane Oliver wurde im Aufbau-Verlag ein ganz besonderes Buch veröffentlicht. 14 Geschichten aus den 60ger Jahren sind Zeitzeugnisse, die das in Worte fassen, was man bereits im Englischunterricht lernt. Dabei sind die Storys größtenteils spannend und gleichzeitig unspektakulär. Es fällt auf, dass es oft kein besonderes Ende die Geschichte abrundet, was mich auch immer wieder gestört hat, aber die Geschichten sind dennoch extrem gut.

Besonders gefesselt hat mich "Kein Service hier", fast eine Kriminalgeschichte über eine verzweifelte Familie, die das Leben im Wald wählt und alles aus dem Weg räumt, was in ihr Leben drängt. Diese Story ist auch eher spektakulär und überraschend und fantastisch geschrieben. Diane Oliver, die leider im Alter von 22 Jahren in einem Autounfall starb, war wirklich eine Meisterin ihres Fach.

Die Geschichten selbst schreiben Geschichte. Da ist ein Kind, das in eine Schule nur mit Weißen gehen soll oder muss, weil es an der Distriktgrenze wohnt. Jugendliche lassen sich nicht davon abbringen, einen Platz im Café der Weißen einzunehmen. Eine Familie macht sich ihre eigene Welt durch ein Leben im Wald, um nicht länger den Gängeleien ausgesetzt zu sein, denn ihr Sohn spricht nicht mehr. Kurz: Das Leben ist schwer und auch gefährlich, aber die Menschen halten durch.

Die Zeit der Segregation sollte nicht vergessen werden. "Nachbarn" leistet einen Beitrag dazu, ein wertvolles Zeitzeugnis, das mir im Gedächtnis bleiben wird. Weil ich mir am Ende aber oft mehr erwartet habe, würde ich insgesamt 4,5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung geben.

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