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Veröffentlicht am 08.11.2017

Spannender Auftakt einer Italien-Krimireihe mit einem interessanten Ermittlerduo

Lichtertod
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Der bizarre Mord an einem Unbekannten bringt das sympathische Kommissarinnenduo Patrizia Vespa/ Cristina D'Avossa in eine schwierige Ermittlung. Wer ist so krank und hängt den Kopf eines Toten in eine ...

Der bizarre Mord an einem Unbekannten bringt das sympathische Kommissarinnenduo Patrizia Vespa/ Cristina D'Avossa in eine schwierige Ermittlung. Wer ist so krank und hängt den Kopf eines Toten in eine Weihnachtsbeleuchtung?

Die Ermittlerinnen sind grundverschieden, sie haben so ihre kleinen Macken und Besonderheiten und ergänzen sich als Team perfekt.
Als die nächste Leiche gefunden wird, sind sie zunächst ratlos. Sie brauchen einige Zeit, um sich dem Serienmörder und seiner Gedankenwelt annähern zu können. Auch als Leser wird man bis zum Schluss um Unklaren gehalten, wer hinter dieser Sache steckt und welche Prinzipien und Motive ihn antreiben. Es gibt einige überraschende Wendungen, die nicht nur den Leser hinters Licht führen. Im Endeffekt gibt es eine schlüssige Erklärung, die man sich so nicht vorstellen konnte. Der Täter hat nach einem speziellen Raster nicht nur persönlich Rache üben wollen, sondern sich auch durch sein psychologisch krankes Inneres treiben lassen und einen perfiden Mordplan entwickelt.

Die Charakterdarstellung zeigt bei den Polizisten typische Süditaliener, die mit Temperament, aber auch mal mit lässiger Nachlässigkeit ermitteln. Kleine Fehler passieren, es geht aber dennoch alles seinen geregelten Gang. Man merkt, wie sich die Kommissarinnen als Frauen ganz anders behaupten müssen, als ihre männlichen Kollegen. Noch scheinen sich weibliche Führungspositionen in Italien nicht überall etabliert zu haben.

Die weihnachtliche Festbeleuchtung in Salerno strahlt festliche Vorfreude aus und lockt damit viele Menschen wie ein Magnet an.
Man bekommt dank einiger Gerichte, die die Kommissarinnen zu sich nehmen, ein Gefühl von italienischer Küche und auch die typischen italienischen Namen verleihen Atmosphäre.

Die Autorin versteht es gekonnt, nebenbei auch die Geschichte Salernos und seine mittelalterliche medizinische Schule und die dazugehörige Temperamentenlehre in den Krimi einzubinden. Diese Themen sind für die Mordserie ziemlich entscheidend, man erkennt diese Verbindung aber auf Anhieb und ohne Erklärung nicht so einfach.

Auch wenn ich der Handlung gut folgen konnte, machten sich zwischendurch immer mal wieder einige Längen breit, die mich nicht total gefesselt haben.

Aber der psychologische Aspekt, das Profiling des Täters und die vielen möglichen Tatverdächtigen liessen mich doch gespannt am Krimi festhalten.

Ein neues sympathisches Ermittlerduo legt den Verbrechern in Süditalien ihr Handwerk. Sie sorgen dafür, dass die Lichterinstallation wieder ohne Makel vorweihnachtliche Freude verbreiten darf.

Veröffentlicht am 08.11.2017

Lustige Worte, tolle Reime und wunderbare Illustrationen machen Spaß!

Otto und der kleine Herr Knorff
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Dieses Kinderbuch ist für Kinder ab 6 Jahren geeignet, die große Schrift regt zum Selberlesen an. Die Texte sind einfach gehalten, es gibt lustige Lieder, die sich reimen und wunderschöne Zeichnungen machen ...

Dieses Kinderbuch ist für Kinder ab 6 Jahren geeignet, die große Schrift regt zum Selberlesen an. Die Texte sind einfach gehalten, es gibt lustige Lieder, die sich reimen und wunderschöne Zeichnungen machen Kindern wie Erwachsenen Spaß. Den kleinen Herrn Knorff gewinnt man mit seiner liebenswerten Art und seinem niedlichen Aussehen gleich gern.

Hier geht es um die Knorffe, kleine Wesen, die das Chaos lieben. Nichts ist für sie schlimmer als Sauberkeit und Ordnung.

Knarzkopp, Knollknorff oder Nieselpamp: so heißen die schlimmsten Schimpfworte in Knorffien. Aber am allerschlimmsten ist das Wort Mensch, denn die sind langweilig, sauber und höflich. Nichts für Knorffe!

Die Hauptfigur ist Herr Knobelius Knorff. Er kann es bei den dreckigen Knorffen nicht mehr länger aushalten, ständig wird er geärgert und dabei ist er ein anständiger und ausgesprochen sauberer Knorff. Als er in der Menschenwelt ankommt, hofft er, endlich mit ordentlichen und sauberen Menschen Gleichgesinnte zu treffen. Doch dann landet er bei Otto und seiner Familie. Dort herrscht wie in Knorffien ebenfalls Chaos und überhaupt nichts ist hier piccobello. Wie soll Herr Knorff das bloß aushalten?

Mehr möchte ich zum Inhalt gar nicht mehr verraten, nur soviel, es geht um Freundschaft und Familienzusammenhalt.

Man sollte bei diesem Buch allerdings mit den Kindern darüber reden, wie gemein Schlägereien sind und dass ein bestimmtes Maß an Ordnung sicherlich gut ist. Denn sonst könnte dieses Buch die falschen Signale senden.

Mir hat besonders Herr Knorff in seiner Babywäsche gefallen und mein Nachbarkind hat ebenfalls sehr darüber lachen müssen.

Dieses Bilderbuch zeigt mit tollen Bildern eine lustige Geschichte über die ekligen Knorffe, die humorvollen Texte machen Spaß und sorgen für gute Unterhaltung.

Veröffentlicht am 08.11.2017

Ein faszinierender zweiter Teil der Trilogie mit historischen Details, Spannung und emotionalen Figuren

Der Schamane
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Dieser Roman hat mich wieder völlig mitgerissen, nicht nur der unvergleichliche Schreibstil Noah Gordons, auch die fesselnde Handlung haben eine richtige Sogwirkung ausgeübt.

Diese Saga führt den Leser ...

Dieser Roman hat mich wieder völlig mitgerissen, nicht nur der unvergleichliche Schreibstil Noah Gordons, auch die fesselnde Handlung haben eine richtige Sogwirkung ausgeübt.

Diese Saga führt den Leser inhaltlich in die Thematiken Juden, Indianer, Bürgerkrieg und die Taubheit des Schamanen ein. Wie Noah Gordon das alles miteinander verknüpft, ist erneut eine literarische Meisterleistung.
Hier geht es um die Weiterentwicklung der Medizin und man erfährt interessante Informationen über die Lebensweise der Indianer, ihre schamanischen Bräuche und über das jüdische Leben.

Die Coles sind mit einer Schamanin der Sauks befreundet und sie weiht Vater und Sohn Cole in die Geheimnisse der indianischen Heilkunst ein. Mich haben die indianischen Namen etwas im Lesefluss gehemmt.

In diesem Buch nimmt sich der Autor Zeit für die Lebensumstände, von der Sklaverei bis zur Unterdrückung der Indianer gehen seine Beschreibungen, bei denen er durchaus kritisch beobachtet.

Seine Charaktere sind wunderbar gezeichnet, sie verleihen dem Roman ein großes Unterhaltungspotential mit tiefen Einblicken in die historischen Bereiche.

Ein faszinierender Folgeroman der Medicus-Reihe, fesselnd, informativ und einfühlsam geschrieben und historisch gut recherchiert. Ein weiterer Erfolgsroman von Noah Gordon.

Veröffentlicht am 08.11.2017

Ein Gartenkrimi, der es in sich hat: informativ, unterhaltsam und spannend geschrieben.

Nimmergrün
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Nach Lavendelbitter bin ich ein Fan dieser eher ruhigen Gartenkrimis und fühlte mich gleich wieder wohl in der überzeugend beschriebenen Location und mit den mir bekannten Figuren dieser Reihe.
Lore Kukuk ...

Nach Lavendelbitter bin ich ein Fan dieser eher ruhigen Gartenkrimis und fühlte mich gleich wieder wohl in der überzeugend beschriebenen Location und mit den mir bekannten Figuren dieser Reihe.
Lore Kukuk ist umtriebig wie immer und mischt in der Ermittlung munter mit, denn als Heilkundlerin und Polizistin im Ruhestand kann sie ihre Neugierde einfach nicht zügeln. Ihr Bekannter Roland Otto nimmt diese Hilfe gerne an, denn beide sind auf dem besten Wege, sich auch privat anzunähern.
Der Erzählstil von Elinor Bicks ist einfach wunderbar leicht und unnachahmlich gut, deswegen gefällt mir diese Reihe auch so gut.
Der Krimi ist in viele kleine Kapitel unterteilt, deren Überschriften inhaltlich auf das Folgende gezielt hinweisen. Zusammen mit der Spannung der Kriminalfälle entwickelt sich eine regelrechte Sogwirkung, was das Lesen anbelangt.

Bei diesem Krimi tappte ich lange Zeit völlig im Dunkeln, denn ich konnte kein Motiv entdecken, dass die Bereiche Wald, tote Kinder und Tiere umfassen würde. Wer will diesen Wanderweg verhindern, wer steckt hinter der Vergiftung und nimmt sogar den Tod von Menschen in Kauf? Hier ist nicht nur ein Umweltsünder am Werk, es muss eine krankhafte Seele dahinter stecken. Nicht wenige haben Zugang zu chemischen Labors, aber dank der Autorin sind die Spuren zum Täter nur schwer zu finden.

Ein sehr interessanter Aspekt ist die Einbindung eines geschichtlichen Themas, nämlich die Ansiedlung von Hugenotten und Waldensern in der Gegend. Das brachte nicht nur Vorteile durch die enorme Verbesserung des Acker- und Gartenbaus der Hugenotten, sondern sorgte auch für Differenzen mit Einheimischen und den Gruppen unter sich. Diese Hintergründe sorgen für eine gelungene Beschreibung der historischen Entwicklung dieser Gegend.

Bei diesem Gartenkrimi ist wieder eine spannende Mischung zusammengekommen: authentische Ortsgegebenheiten, interessante Exkurse in Heil- und Pflanzenkunde, sowie in Biochemie und ein höchst spektakulärer Fall von Erpressung geben dem Buch seine spezielle Note.

Dieser Krimi wirkt zwar insgesamt ruhig und beschaulich, aber seine Themen sind sehr tiefgründig und sorgen für spannende Lesezeit.

Veröffentlicht am 08.11.2017

Spannend umgesetzter Krimi, der menschliche Probleme und Krankheiten aufzeigt!

Vergessen
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"Erinnerung ist wie ein Spiegel, in dem wir die erblicken, die nicht mehr bei uns sind." Zitat

Dieser Kriminalroman hat mich neben der spannenden Suche nach einem psychopathischen Entführer besonders ...

"Erinnerung ist wie ein Spiegel, in dem wir die erblicken, die nicht mehr bei uns sind." Zitat

Dieser Kriminalroman hat mich neben der spannenden Suche nach einem psychopathischen Entführer besonders mit der Tatsache beeindruckt, wie hier die Alzheimer-Erkrankung der Großmutter Ruth beschrieben wird. Der Thematik nähert sich Elke Pistor sehr feinfühlig und verdeutlicht eindringlich den Spagat, dem Verena neben ihrer Arbeit im privaten Umgang mit Ruth ausgesetzt ist.

Die Krimihandlung ist spannend aufgebaut, es beginnt mit einem fesselnden Prolog über die Entführung der kleinen Mia. Aus Mias Sicht erfährt der Leser von Zeit zu Zeit neue Einblicke, die ihr schlimmes Schicksal deutzlich machen.

Generell ist der Krimi gut aufgebaut, die Todesfälle sind mysteriös und der Plot wird unterhaltsam mit Privatem der Kommissare aufgefüllt. Auch wenn man alsgeübter Krimileser schon ahnen kann, wer hinter allem steckt, so gibt es doch interessante Aspekte, die den Fall näher durchleuchten.

Verena Irlenbusch erscheint mir sehr sympathisch, sie kümmert sich rührend um ihre Großmutter. Die Probleme mit einer schleichenden Alzheimererkrankung kann man als Leser nahe miterleben. Aber auch ihr neuer Kollege Christoph durchlebt gerade eine schwere Zeit, daher gestaltet sich ihre Zusammenarbeit nicht ganz einfach. Im Verlauf der Handlung wachsen sie aber näher zusammen, das lässt auf weitere Teamarbeit hoffen.

Das Mordmotiv hat krankhafte Gründe, diese erklärt Elke Pistor in ihrem Nachwort.

"Vergessen" kann ich allen empfehlen, die unblutige Krimis mögen, gern in Privates der Ermittler eintauchen und spannende Unterhaltung lieben.