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Veröffentlicht am 13.10.2025

Ein neuer Sturm für Jan Tommen

Am Ende des Sturms
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Ein lebloser Körper in einer Badewanne: Routine für Jan Tommen und sein Team. Doch was harmlos beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Fall voller Geheimnisse, falscher Identitäten und einer Spur, die ...


Ein lebloser Körper in einer Badewanne: Routine für Jan Tommen und sein Team. Doch was harmlos beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Fall voller Geheimnisse, falscher Identitäten und einer Spur, die bis nach Italien führt.

Autor Alexander Hartung schafft es auch im zwölften Band, die Spannung von Anfang an hochzuhalten. Zwischen Berlin und Sardinien entfaltet sich ein Netz aus Lügen und Schuld, das die Lesenden bis zur letzten Seite fesselt. Besonders stark fand ich die Dynamik im Ermittlerteam und die atmosphärischen Schauplätze, die das Kopfkino sofort anschalten.

„Am Ende des Sturms“ ist ein Krimi, der nicht mit Effekthascherei arbeitet, sondern mit psychologischer Tiefe, Tempo und Figuren, die man einfach gern begleitet.

Für alle, die intelligente Ermittlerkrimis mit emotionaler Spannung lieben und Jan Tommen schon seit Band 1 verfolgen: Dieser Teil ist ein Muss.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Wenn Kunst zur Währung wird

Es gibt einen Gott, und ihr ist langweilig
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Der Beweis ist erbracht: Es gibt einen Gott. Eine Göttin um genauer zu sein und ausgerechnet ihr ist mehr als langweilig. Sie erschafft ein neues Wunder um sich bemerkbar zu machen und eine neue Weltordnung ...

Der Beweis ist erbracht: Es gibt einen Gott. Eine Göttin um genauer zu sein und ausgerechnet ihr ist mehr als langweilig. Sie erschafft ein neues Wunder um sich bemerkbar zu machen und eine neue Weltordnung einzufordner. Wer nicht spurt landet im ewigen Kreislauf der Wiederholung, bis die Arme seele es dann endlich gescafft hat, "Gott" zu unterhalten. In dieser Satire macht sie, Gott selbst, Kunst zur neuen Währung, und plötzlich müssen alle kreativ werden, um ins Paradies zu kommen.
Der obdachlose Jazzmusiker Adam Fein, der eigentlich nur seine Ruhe will, durchlebt widerwillig die konsequenzen aus diesen Ereignissen, die anere Leute um ihn herum mitprägen. Beleitet von Freunden und Bekannten, wird er dadurch in die komsichsten Situationen versetzt. Gemeinsam mit der Cafébesitzerin Sara versucht er, einen Weg durch diese chaotische, neue Welt zu finden.

Dieses Debüt ist ungewöhnlich, witzig und gleichzeitig nachdenklich. Christian Schulte-Loh gelingt es, große Fragen über Gier, Bedeutung und Kreativität in eine verrückte Geschichte zu verpacken, die sich wie eine Mischung aus Satire und Gesellschaftsroman liest. Ich fand die Idee erfrischend originell – perfekt für alle, die Lust auf ein Buch haben, das nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken bringt.

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Veröffentlicht am 25.01.2025

Gefühle als Gefahr

Liberantas
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Bist du schon mal in einer dunklen Gasse einem Menschen mit Flügeln begegnet? Nein?
Well, ich auch nicht.
Elainy allerdings schon: Als sie eines Tages plötzlich mit einer vollkommen fremden Welt und deren ...

Bist du schon mal in einer dunklen Gasse einem Menschen mit Flügeln begegnet? Nein?
Well, ich auch nicht.
Elainy allerdings schon: Als sie eines Tages plötzlich mit einer vollkommen fremden Welt und deren Wesen konfrontiert wird, kann sie es kaum fassen. Dabei hat sie so schon genug Probleme und mit ihren Gefühlen zu kämpfen.
In einer knallbunten neuen Welt bleiben ihre intensiven Emotionen nicht unbemerkt – vor allem nicht von den Inanis, den Hütern Liberantas mit ihren schimmernden Pfauenflügeln. Für sie stellt Elainy eine Gefahr dar, allen voran für Awan, der sie lieber heute als morgen aus dieser Welt verbannen würde. Doch zwischen Elainy und Awan entstehen zarte Bande, die das Schicksal beider gefährlich herausfordern. Denn in Liberantas kann Liebe mehr als nur Licht bringen – sie kann auch alles ins Wanken stürzen.
Larissa Braun entführt uns mit „Liberantas – Im Schatten der Erinnerung” in eine Welt, die lebendig und voller Magie ist. Doch was auf den ersten Blick traumhaft wirkt, offenbart düstere Tiefen. Der Schreibstil zeichnet sich durch eine dichte Atmosphäre aus, die jede Szene lebendig macht. Mit viel Liebe zum Detail lässt die Autorin Orte und Charaktere vor unserem inneren Auge entstehen. Auf 477 Seiten entfaltet sich eine Geschichte über Liebe, Verlust und die Frage, wie viel Licht es braucht, um die dunkelsten Schatten zu vertreiben.
Die Story hat mich von Anfang bis Ende gefesselt, und die Charaktere sind mir schnell ans Herz gewachsen. Es war ein echtes Vergnügen „Liberantas" zu lesen. Band zwei erscheint bereits nächsten März, daher muss ich auch nicht mehr all zu lange auf die Fortsetzung warten.

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Veröffentlicht am 27.10.2024

Alte DDR-Schatten

Mordsand
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"Mordsand" von Romy Fölck ist der vierte Teil der Reihe um Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn – und ich muss gestehen ich habe das Buch bisher ewig auf dem SUB liegen gehabt. Am Strand der Elbinsel Bargsand ...


"Mordsand" von Romy Fölck ist der vierte Teil der Reihe um Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn – und ich muss gestehen ich habe das Buch bisher ewig auf dem SUB liegen gehabt. Am Strand der Elbinsel Bargsand wird ein 30 Jahre altes Skelett gefunden, das mit gefesselten Händen im Schlick vergraben war. Frida und Bjarne stehen vor einem Rätsel: Wer war dieser Mann?
Kurz darauf wird auf einer Nachbarinsel die Leiche eines Hamburger Bauunternehmers entdeckt – ebenfalls gefesselt. Die Spur führt das Ermittlerteam tief in die Vergangenheit der DDR zu einem Pakt von vier Jungen, der Jahre später einen grausamen Plan hervorgebracht hat.

Die Verbindung zur DDR war schockierend und spannend, die Rückblicke haben mich jedes Mal überrascht. Auch wenn ich das Thema nicht zu 100% mag, wurde ich in die Geschichte hineingezogen. Der Spannungsbogen blieb bis zum Ende aufrecht, und ich tappte lange im Dunkeln, ohne die Lösung zu erahnen. Dabei war die Kehrtwende für mich richtig gut verpackt.

Der Schreibstil ist angenehm, auch wenn die vielen Namen etwas verwirrend waren. Dabei wurde das Privatleben von Frida und Bjarne wurde geschickt eingebaut, was die beiden noch sympathischer macht.

Für mich war "Mordsand" ein spannender Krimi mit tiefgründiger DDR-Vergangenheit, die schockiert und fesselt. Mit 432 Seiten füllt er viele packende Lesestunden.

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Veröffentlicht am 21.08.2024

Tod in den Wäldern

Instinct – Der Tod in den Wäldern
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Elena ist Wildhüterin, oder zumindest könnte man es so umschrieben. Denn 100 Jahre in der Zukunft gibt es flächendeckend in der EU renaturierte Gebiete, die in Nationalparks umgewandelt wurden um den Klimawandel ...

Elena ist Wildhüterin, oder zumindest könnte man es so umschrieben. Denn 100 Jahre in der Zukunft gibt es flächendeckend in der EU renaturierte Gebiete, die in Nationalparks umgewandelt wurden um den Klimawandel Einhalt zu gebieten.

Ihre Kollegen entdecken seltsame Spuren die nicht eindeutig zugeordnet werden können.
Hat das auffinden den Spuren eventuell etwas mit dem verschwinden von Elenas Vorgänger zu tun? Oder ist das alles nur wilde Spekulation?

David Grays Ökothriller verbindet hier einem Blick in die Zukunft mit einem spannenden Schreibstil. Elena selbst war als Charakter interessant und gut ausgearbeitet, allerdings war das drum herum für mich fast spannender zu Lesen wie die Charakterentwicklung.

Alles in allem war „Instinct“ mit seinen 290 Seiten wirklich gut zu lesen und ich kann es allen empfehlen, die eine abwechslungsreiche Story mögen.

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