Wenn Kunst zur Währung wird
Es gibt einen Gott, und ihr ist langweiligDer Beweis ist erbracht: Es gibt einen Gott. Eine Göttin um genauer zu sein und ausgerechnet ihr ist mehr als langweilig. Sie erschafft ein neues Wunder um sich bemerkbar zu machen und eine neue Weltordnung ...
Der Beweis ist erbracht: Es gibt einen Gott. Eine Göttin um genauer zu sein und ausgerechnet ihr ist mehr als langweilig. Sie erschafft ein neues Wunder um sich bemerkbar zu machen und eine neue Weltordnung einzufordner. Wer nicht spurt landet im ewigen Kreislauf der Wiederholung, bis die Arme seele es dann endlich gescafft hat, "Gott" zu unterhalten. In dieser Satire macht sie, Gott selbst, Kunst zur neuen Währung, und plötzlich müssen alle kreativ werden, um ins Paradies zu kommen.
Der obdachlose Jazzmusiker Adam Fein, der eigentlich nur seine Ruhe will, durchlebt widerwillig die konsequenzen aus diesen Ereignissen, die anere Leute um ihn herum mitprägen. Beleitet von Freunden und Bekannten, wird er dadurch in die komsichsten Situationen versetzt. Gemeinsam mit der Cafébesitzerin Sara versucht er, einen Weg durch diese chaotische, neue Welt zu finden.
Dieses Debüt ist ungewöhnlich, witzig und gleichzeitig nachdenklich. Christian Schulte-Loh gelingt es, große Fragen über Gier, Bedeutung und Kreativität in eine verrückte Geschichte zu verpacken, die sich wie eine Mischung aus Satire und Gesellschaftsroman liest. Ich fand die Idee erfrischend originell – perfekt für alle, die Lust auf ein Buch haben, das nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken bringt.