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Veröffentlicht am 12.09.2024

Über viele Brücken musst du gehen

Dunkles Wasser
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Die begabte Ermittlerin Kate wird befördert, doch sie hat nicht wirklich Freunde, mit denen sie das feiern kann. Doch. Caleb. Enttäuscht stellt sie jedoch bei ihrem Besuch fest, dass er wieder das Trinken ...

Die begabte Ermittlerin Kate wird befördert, doch sie hat nicht wirklich Freunde, mit denen sie das feiern kann. Doch. Caleb. Enttäuscht stellt sie jedoch bei ihrem Besuch fest, dass er wieder das Trinken angefangen hat. Dazu will er verreisen, Urlaub machen in Frankreich.

In Kates aktuellem Fall hat sie ein sicheres Gespür dafür, wer der Täter ist, doch bevor sie ihn hinter Gitter bringen kann, wird sie von dem Fall abgezogen. Sie ist traurig und frustriert. Da erhält sie einen Anruf von Caleb, der ihr eine unglaubliche Geschichte erzählt.

Er hat in seinem Urlaub eine Frau gerettet, die unter einer Brückenphobie leidet. Ihre Freundin ist spurlos verschwunden. Sie selbst steht ohne Gepäck, Ausweis, Telefon und Geld da. Was ist ihrer Freundin nur geschehen? Kate stellt fest, dass diese Frau in ihrer Jugend als Einzige einen Familienurlaub überlebt hat. Brutal wurden alle Familienmitglieder ermordet, nur sie konnte sich in Sicherheit bringen. Caleb vermutet, dass das Verschwinden ihrer Freundin mit diesem ungeklärten Verbrechen zu tun hat. Er will der Frau unbedingt helfen. Nicht nur, dass ihm die Ermittlungsarbeit fehlt, er hat sich Hals über Kopf in sie verliebt.

Dieser spannende Thriller beweist erneut, dass Charlotte Link zu Recht die erfolgreichste deutsche Autorin ist. Die Charaktere, mit ihren bewundernswerten Seiten, aber auch mit ihren Fehlern, werden so dargestellt, dass sie lebendig werden.

Besonders bemerkenswert ist, wie gut es der Autorin gelingt die Spannung durch das ganze Buch hindurch aufrechtzuerhalten. Langsam entwirrt sich das Knäuel aus Rätseln und Geheimnissen. Bis zum Ende gibt es immer wieder Überraschungen, die alles auf den Kopf stellen.

Die schöne und doch düstere Landschaft der schottischen Küste, mit vielen Regenschauern und Stürmen, wird hervorragend beschrieben. Der gewohnte Stil der Autorin, einen Tag nach dem anderen zu beschreiben, unterbrochen von kurzen Gedankengängen des unbekannten Täters, gelingt auch in diesem Buch.

Fazit: Ein sehr spannendes Buch der Erfolgsautorin Charlotte Link, mit sympathischen Charakteren, vielen Rätseln und jede Menge Nervenkitzel. Sehr empfehlenswert!

Veröffentlicht am 26.08.2024

Erlösung aus der Spielhölle

Mit dem Leben spielt man nicht
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Überall verschuldet! Und doch zieht es Uwe Heimowski wieder zurück ins Casino. Was als belangloser Zeitvertrieb beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Sucht. Der Autor hat keine Zeit mehr für Schule ...

Überall verschuldet! Und doch zieht es Uwe Heimowski wieder zurück ins Casino. Was als belangloser Zeitvertrieb beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Sucht. Der Autor hat keine Zeit mehr für Schule oder Ausbildung. Er verbraucht sein eigenes Geld und das Geld anderer, einfach alles, was er kriegen kann. Fleißig füttert er damit die Glücksautomaten. Doch darüber wird er so verzweifelt unglücklich, dass er sich das Leben nehmen will.

Seine Kindheit ist geprägt von Gewalt und Alkoholismus. Wegen eines schlimmen Unfalls muss er als Zweijähriger lange allein in einem Krankenhausbett liegen. All das lastet auf seiner Seele. Alkohol hilft dem schüchternen Jungen aufgeschlossener zu sein, doch oft trinkt er dann bis zur Besinnungslosigkeit. Als er keinen Ausweg mehr sieht, betet er. Und gleich am nächsten Morgen steht Gottes Antwort vor seiner Haustür.

In seinem neuen Leben als Gotteskind erlebt er Heilung von seinen emotionalen Verletzungen und Befreiung von seinen Süchten. Der Schulabgänger ohne Abitur kann sich sogar auf abenteuerlichen Wegen einen Studienplatz der Theologie ergattern. Zusammen mit Gott geht es nun aufwärts. Uwe Heimowski arbeitet in verschiedenen christlichen und politischen Gremien mit. Seine eigenen Erfahrungen führen dazu, dass er einen Blick für notleidende Menschen hat. Er sehnt sich nach Gerechtigkeit und setzt sich nach Kräften dafür ein, sowohl in seiner Stadt als auch weltweit.

In diesem autobiografischen Buch erzählt der Autor seine Lebensgeschichte. Er beschreibt die Hoffnungslosigkeit seines Lebens ohne Gott, erklärt was ihn immer wieder zum Glücksspiel und Alkohol zieht, und erzählt, wie er schließlich Freiheit durch den Glauben findet. In der zweiten Hälfte des Buches geht es um dieses neue Leben, um Ehe und Familie, vor allem aber um seinen Dienst für Gott. Zuerst in der Heilsarmee, dann als Sozialpädagoge, als Pastor, und vieles mehr.

Besonders wertvoll an diesem Buch sind die Reflektionen des Autors über sein Leben. Er kann eigene Motive kritisch hinterfragen und Fehlentscheidungen eingestehen. Das ist mutig und hilfreich. Schöne Ergänzungen sind der Bildteil in der Buchmitte und die Aphorismen am Anfang von jedem Kapitel.

Fazit: Eine faszinierende Lebensgeschichte, die zeigt, was Gott aus den Scherben eines Lebens machen kann. Sehr empfehlenswert!

Veröffentlicht am 21.08.2024

Wo bin ich Zuhause?

Eine verschollene Erinnerung und die Sehnsucht nach einem Zuhause
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Antonia ist sehr besorgt. Ihre Eltern führen eine Jugendherberge am Starnberger See, die vom Freistaat Bayern gepachtet wird. Nun steht eine Verlängerung des Pachtvertrags an, doch es gibt Probleme. Mehrere ...

Antonia ist sehr besorgt. Ihre Eltern führen eine Jugendherberge am Starnberger See, die vom Freistaat Bayern gepachtet wird. Nun steht eine Verlängerung des Pachtvertrags an, doch es gibt Probleme. Mehrere Unglücke in dem schönen Haus am See führen dazu, dass das Gästehaus nun einen schlechten Ruf hat. Dazu gibt es einen reichen Wichtigtuer, der darauf besteht, dass das Haus eigentlich ihm gehört. Antonia liebt ihr Zuhause so sehr. Sie kann sich absolut nicht vorstellen wo anders zu leben.

Die Gleichaltrige Nahlia hingegen hat noch nicht einmal eine Familie, geschweige denn ein Zuhause. Zusammen mit ihren Klassenkameraden ist sie zu einem Schullandheimaufenthalt auf der Burg. Eines Nachts verschwindet sie einfach. Ist sie wieder einmal weggelaufen oder wurde sie entführt? Die vier Freunde finden wichtige Hinweise darauf, dass sie nicht freiwillig gegangen ist. Wenn doch nur die Polizei ihre Beiträge zur Ermittlung ernstnehmen würde!

Neben der Geschichte in der Gegenwart, erzählt dieses Buch auch von Geschehnissen, die fünfzig Jahre zurückliegen. Antonias Großeltern sind im Jahr 1975 die neuen Herbergseltern der Seeburg. Doch es gibt jemanden, der ihnen schaden will. Dazu umgibt ein Rätsel das Leben von Antonias Urgroßvater. Sein Leben ist auf der Burg in Gefahr, wird er gewarnt. Vielleicht würde er die Bedrohung besser einordnen können, wenn er wüsste, wer seine eigentlichen Eltern sind. Als Adoptivkind aufgewachsen, kann er sich gar nicht an seine Kindheit erinnern.

Dieser fesselnde Jugendkrimi ist gut geschrieben und enthält so viele Rätsel, dass es schwerfällt das Buch wegzulegen. Leser erfahren, was die jungen Leute bewegt - ihre Sorgen und Sehnsüchte, ihre Ängste und Befürchtungen. Auch die dramatischen Geschehnisse im Jahr 1975 und später sind spannend zu lesen. Da geht es unter anderem um die ehemalige DDR und um die Proteste bei der Startbahn West.

Der Glaube gehört ganz selbstverständlich zum Leben der Kinder dazu, und die Hinweise darauf fügen sich auf natürliche Weise in die Geschichte ein. Die Kinder erfahren, dass die wichtigste Heimat nahestehende Menschen und auch Gott sind. Wenn sie besorgt sind, beten sie auch mal füreinander. Und doch verhalten sie sich wie ganz normale Jugendliche. Sie ärgern sich beispielsweise über Schulkameraden oder lauschen wenn ihre Eltern reden.

Fazit: Ein wunderschön geschriebenes Jugendbuch für Kinder im Alter von elf bis dreizehn Jahren. Ob als Gutenachtgeschichte zum Vorlesen oder als Geschenk zum Selberlesen, dieses spannende Buch ist absolut lesenswert. Es ist Teil einer Serie, kann aber auch ohne Vorkenntnisse aus den anderen Büchern gelesen werden. Es werden allerdings nicht alle Rätsel in diesem Band gelöst – da kommt Vorfreude auf weitere Fortsetzungen auf. Sehr empfehlenswert!

Veröffentlicht am 06.08.2024

Von Jesus abgeschaut

Leben vom Meister lernen
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Wie werde ich Christ? Als Antwort darauf werden oft bestimmte Glaubenssätze genannt, denen ich zustimmen muss. Oder es wird ein Gebet vorgesprochen, das nachgebetet werden soll. Was aber, wenn das Leben ...

Wie werde ich Christ? Als Antwort darauf werden oft bestimmte Glaubenssätze genannt, denen ich zustimmen muss. Oder es wird ein Gebet vorgesprochen, das nachgebetet werden soll. Was aber, wenn das Leben als Christ mehr ist, als das bloße Aussprechen eines Glaubenssatzes?

Der bekannte Pastor und Autor John Mark Comer lädt in diesem Buch zu einem Leben in der Nachfolge Jesu ein. Er erklärt, dass der christliche Glaube oft falsch verstanden wird, als ginge es nur darum, etwas Bestimmtes auszusprechen und zu bejahen. Glaube bedeutet aber viel mehr. Es geht um ein Leben in der Nachfolge, um eine Verwandlung der Person, mit dem Ziel Jesus immer ähnlicher zu werden.

Comer zeigt auf, was es zur Zeit Jesu bedeutete, von einem Rabbi zu lernen. Es war eine große Ehre, als Schüler ausgewählt zu werden. Der Schüler verbrachte seine Tage und Nächte gemeinsam mit seinem Meister. So lernte er immer mehr wie sein Lehrer zu handeln.

Das, so meint der Autor, ist auch wie wir den Glauben praktizieren sollten. Es geht darum, so zu werden wie Jesus, indem wir Zeit mit ihm verbringen, ihm ähnlich werden und lernen so zu handeln wie er. Ein hilfreicher Weg, um diese Ziele zu erreichen, ist eine Lebensregel. Dies ist eine Zusammenstellung von wichtigen kleinen Schritten, um das gewünschte Verhalten einzuüben. Das Ganze ist vergleichbar mit dem Training eines Sportlers, der seine Leistung durch tägliche Übung steigert.

Comer zitiert viele Werke von heutigen Christen, aber auch aus der gesamten Kirchengeschichte. Die Quellenangaben sind ein gutes Hilfsmittel, um bestimmte Themen zu vertiefen.

Dieses Buch fordert zu einem Leben in der Nachfolge auf. Der Autor verschweigt nicht, dass es schwer sein kann, denn dazu kann gehören eigene Wünsche zurückzustellen. Aber er legt überzeugend dar, wie lohnend es ist, diesen Weg zu gehen. Er verdeutlicht, dass der Glaube nicht ein Nebenaspekt des Lebens ist, sondern das Zentrum sein sollte. Und er zeigt auf, dass das Einüben neuer Gewohnheiten keine zusätzliche Last sein muss, sondern mehr Ruhe und Gelassenheit ins Leben bringen kann.

Ich kenne mehrere Bücher von John Mark Comer und finde, dass dieses Buch mit Abstand das beste ist. Das Thema ist sehr relevant, gerade in einer Zeit, in der es oft nur darum geht, das eigene Glück zu suchen.

Fazit: Ein besonders wertvolles Buch über das Leben in der Nachfolge Jesu. Der Autor macht deutlich, dass Christsein sowohl ein Gestaltetwerden von Gott ist, als auch ein aktives Tun. Sehr empfehlenswert!

Veröffentlicht am 01.08.2024

Selbstlose Liebe, da wo jeder sich selbst der Nächste ist

Kamney House
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Arme Alysha. Sie hat kein Zuhause, und das Kinderheim, in dem sie schon lange lebt, bietet ihr keine Sicherheit. Ihr letzter Halt ist nun auch weg - Mike, der Freund, mit dem sie eine gemeinsame Zukunft ...

Arme Alysha. Sie hat kein Zuhause, und das Kinderheim, in dem sie schon lange lebt, bietet ihr keine Sicherheit. Ihr letzter Halt ist nun auch weg - Mike, der Freund, mit dem sie eine gemeinsame Zukunft geplant hatte. Doch ist Mike wirklich an einer Überdosis gestorben oder wurde er ermordet?

Die sechzehnjährige Alysha gehört zum engeren Kreis um den Leiter des Waisenhauses. Einerseits wurde ihr seit Jahren eingeimpft, dass sie nicht verraten darf, wie es wirklich im Vorzeigeheim zugeht. Sie hat auch schon oft miterlebt, was mit Verrätern geschieht. Doch andererseits ist das Leben im Heim unerträglich. Neben Schlägen für kleinste Verstöße, gibt es noch unheimlichere Gefahren für junge Mädchen.

Am liebsten würde sie abhauen, aber wie soll das gehen? Sie hat kein Geld, und sie kann auf keinen Fall den neunjährigen Jonah zurücklassen, der wie ein Bruder für sie ist. Es gibt auch niemanden, der ihr helfen könnte, denn der unheimliche Heimleiter hat einen ausgezeichneten Ruf, und das Netz der ihm ergebenen Leute reicht weit.

Sehr schnell verliert man sich in diesem spannenden Jugend-Thriller. Es fällt schwer das Buch aus der Hand zu legen. Die Ausweglosigkeit der bedrohlichen Lage der Kinder macht betroffen. Alyscha und Jonah in ihrer Verletztheit und Unsicherheit wachsen dem Leser schnell ans Herz.

Der Glaube ist ein wichtiges Thema in diesem Buch, und die Hinweise auf Gott passen gut zur Geschichte. Rico, ein junger Christ, der ebenfalls ins Heim gekommen ist, sucht in seiner schweren Situation Gottes Trost. Er erzählt seinen Freunden, die Gott überhaupt nicht kennen, von seinem Glauben. Vor allem aber lebt er Nächstenliebe und Opferbereitschaft vor. Das ist ein unverständliches Konzept für die Heimkinder, die selbstlose Liebe nicht kennen.

Fazit: Dieses fesselnde Jugendbuch ist auch für Erwachsene lesenswert. Mit einer spannenden Geschichte, sympathischen Charakteren und wertvollen Hinweise auf den Glauben ist dieses Buch sehr empfehlenswert!