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Veröffentlicht am 28.08.2024

Liebevolle Oma-Enkelbeziehung

Hortensientage
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Ela ist Schriftstellerin, jeden Mittwoch besucht sie ihre Großmutter Lisa im Pflegeheim. Die Großmutter war schon mehrfach gestürzt, konnte deshalb nicht mehr alleine leben. Ela hätte sie gerne bei sich ...

Ela ist Schriftstellerin, jeden Mittwoch besucht sie ihre Großmutter Lisa im Pflegeheim. Die Großmutter war schon mehrfach gestürzt, konnte deshalb nicht mehr alleine leben. Ela hätte sie gerne bei sich aufgenommen, es war aber einfach nicht möglich, schon alleine aus Platzgründen. Das Geschichten erzählen, hat sie sicherlich von ihrer Oma geerbt, den sie konnte dies bestens. Die Oma glaubt an die Begabung ihrer Enkelin und die zwei haben ein sehr herzliches Verhältnis zueinander. Ela möchte gerne mehr über das Leben ihrer Oma erfahren und darüber einen Roman schreiben. Sie liebt ihre Oma und ihren Opa Werner mochte sie auch sehr. Die zwei waren ein Paar wie man es sich nicht besser vorstellen konnte, ihre Beziehung war immer harmonisch. Ihre Oma möchte jedoch nichts von ihrer Vergangenheit erzählen, sie äußerte sogar "das man einiges lieber ruhen lassen sollte". Aber Ela gibt nicht auf und eines Tages war es so weit, Oma beginnt über ihr Leben zu erzählen. Einige Dinge waren teilweise erschütternd, denn die ganze Geschichte beginnt in der Zeit des zweiten Weltkriegs.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und man kann ihm gut folgen. Ihr gelingt es meisterhaft, Gedanken, Gefühle und Hoffnungen darzustellen. Die Protagonisten sind liebevoll ausgearbeitet, die zwischenmenschlichen Beziehungen kommen besonders gut zur Geltung. Das Leben im Pflegeheim wird liebevoll und lebendig dargestellt, ebenso die Erlebnisse aus Lisas Leben. Das Cover sehr schön gestaltet, das Pärchen, soll sicherlich Lisa und Werner darstellen und die Hortensie war die Lieblingsblume.

Diesen Roman empfiehlt man sehr gerne weiter, besonders gut geeignet für Menschen denen Familie sehr wichtig ist. Sehr wertvoll auch in Sachen deutsche Geschichte. Hier erfahren wir viel über die Zeit des zweiten Weltkrieges und die Zeit des Wiederaufbaus und wie es den Menschen damals erging.

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Veröffentlicht am 24.08.2024

Eine sehr beeindruckende Persönlichkeit

Kämpferin gegen den Krebs
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Mildred ist Fachärztin für Radiologie mit Doktortitel. Momentan arbeitet sie in mehreren Kliniken als Vertretung, so ist es ihr möglich, ihre vierjährige Tochter bestmöglich zu betreuen, denn sie ist ...

Mildred ist Fachärztin für Radiologie mit Doktortitel. Momentan arbeitet sie in mehreren Kliniken als Vertretung, so ist es ihr möglich, ihre vierjährige Tochter bestmöglich zu betreuen, denn sie ist alleinerziehend. Als sie für eine Woche in einer Klinik in Bad Wiessee arbeitet, lernt sie Herrn Scheel kennen. Sie musste ihn als Notfall in die Uniklinik München überweisen und somit hat sie ihm sein Leben gerettet. Aus Dankbarkeit lädt er sie in die Oper und zum Essen ein. Die beiden verstehen sich sehr gut. In dieser Zeit wird ihre Freundin Irene sehr krank, Mildred überzeugt sie davon sich untersuchen zu lassen. Die beiden hatten immer ein sehr gutes Verhältnis und sie betreute auch oft ihre Tochter Cornelia. Mildred selbst übernimmt die Untersuchungen, das Ergebnisss war erschütternd. Krebs, der bereits gestreut hatte. Sie begleitet ihre Freundin bis in den Tod. Sie trifft sich immer öfter mit Herrn Scheel, die beiden heiraten. Von ihr als Ehefrau des Bundespräsidenten erwartet man, das sie sich in einem Verein nützlich macht. Sie musste garnicht lange darüber nachdenken, was ihr am Herzen liegt. Sie gründete den gemeinnützigen Verein "Deutsche Krebshilfe". Hier macht sie sich stark, sie möchte das man diesen Menschen hilft und setzt sich sogar dafür ein, ein würdevolles Sterben zu ermöglichen.

Insgesamt ist dieses Buch sehr empfehlenswert. Es gibt uns einen tiefen Einblick in Dinge die viele Menschen nicht verstehen, wenn sie nicht selber davon betroffen sind. Diese Frau hat so viel bewegt um uns auf diesem Sektor weiter zu entwickeln. Einfach Hochachtungsvoll wie liebevoll sich diese Frau mit diesem Thema auseinandersetzt und sicherlich dadurch schon vielen Menschen geholfen hat.

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Veröffentlicht am 22.08.2024

Ein etwas anderer Wolf

Lupus
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Jenny ist Tierärztin, als sie früh aufsteht, bemerkt sie das ihr Vater nicht da ist. Sicherlich war er wiedermal auf der Jagd. Doch dann ein Anruf der Staatsanwaltschaft. Der Wagen des Vaters wurde verlassen ...

Jenny ist Tierärztin, als sie früh aufsteht, bemerkt sie das ihr Vater nicht da ist. Sicherlich war er wiedermal auf der Jagd. Doch dann ein Anruf der Staatsanwaltschaft. Der Wagen des Vaters wurde verlassen vorgefunden, eine Riesen Blutlache davor. Jenny macht sich sofort auf den Weg. Im Kofferraum eingeschlossen, der Hund Bruno, von ihrem Vater keine Spur. Am nahe gelegenen Hochsitz wird eine Leiche gefunden. Es war aber nicht ihr Vater, sondern ein Jäger, der 1000 Kilometer entfernt von hier lebte, in Lörrach. Zur selben Zeit wurden in Helge Schulzes Schafherde 55 Schafe gerissen. Auch hier musste sich Jenny ein Bild machen, denn sie war Wolfsbeauftragte des Landkreises.Der Anblick war grauenvoll. Aber neuerdings gab es ja auch Schutzzäune mit KI- Technik in dieser Gegend. Vielleicht gibt es Aufzeichnungen? Leider gab es diese Zäune bei Helge nicht. Dann noch ein zweites Opfer, ein Mann mit Genickbruch, eindeutig ein Wolfsbiss, mit abgetrennten Beinen. Die Wogen in der Bevölkerung schlagen hoch. Die Presse auch voll dabei. Der Chefredakteur des Greifswalder Bogens wird ermordet. Die ganze Sache wird immer undurchsichtiger. Weitere Nachforschungen ergeben, das alles viel tiefgründiger ist. Die Ursache all dessen reicht weit zurück in DDR Zeit, hat ihren Ursprung eigentlich schon in der Nazizeit. Unglaublich was hier geschehen ist.

Der Autor nimmt uns mit in vergangene Zeiten. Der Schreibstil ist flüssig. Anfangs etwas langatmig erscheinend, entpuppt sich dieses Werk als hoch interessant, so das man das Buch nicht mehr zur Seite legen kann, unglaubliche Dinge kommen ans Tageslicht. Die Protagonisten sind vielschichtig gezeichnet, man kann sich direkt ein Bild von ihnen machen. Das Cover zeigt das Problemtier, extrem stark, allerdings farblich nicht so wie es beschrieben wird.

Insgesamt, auf jeden Fall sehr empfehlenswert. Ein hochbrisanter Thriller, er reicht weit in unserer deutschen Geschichte zurück. Ein wahres Leseerlebnis ist hier auf jeden Fall garantiert.

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Veröffentlicht am 17.08.2024

Eine bewegende Familiengeschichte

Nur nachts ist es hell
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1972
Nach einer Protestaktion auf der Straße, die sich damit auseinandersetzte "Kinder sollen glücklich sein", entschließt sich Elisabeth, ein Buch über ihr Leben zu schreiben, was sie eigentlich schon ...

1972
Nach einer Protestaktion auf der Straße, die sich damit auseinandersetzte "Kinder sollen glücklich sein", entschließt sich Elisabeth, ein Buch über ihr Leben zu schreiben, was sie eigentlich schon lange vor hatte. Sie selbst, eigentlich wohlgehütet aufgewachsen, sie hatte drei Brüder, dabei ein Zwilling, Eugen und Carl. Mit 19 begann sie als Krankenschwester in einem Lazarett zu arbeiten, schaffte es sogar später Medizin zu studieren und wurde Ärztin. Sie arbeitete mit ihrem Mann in einer Gemeinschaftspraxis für Allgemeinmedizin. Früher gab es oft Zwischenfälle bei den sogenannten Engelmacherinnen, das bewegte Elisabeth sehr und sie unterstützte diese Frauen, bei ihnen wurde sie als Engel angesehen. Sie selbst kam dadurch in Gefahr, wurde sogar eimal verhaftet. Aber das sollte nicht alles sein, es gab viele Ereignisse in ihrem Leben die nicht einfach waren. Ihr Bruder Eugen hatte ebenso ein sehr bewegtes Leben, mitunter auch Geheimnisse, die er nur Elisabeth anvertraute. Auch das Leben ihrer Mutter verlief nicht immer geradlinig. Im Hintergrund der erste und zweite Weltkrieg und die Zeit der Auswanderungswelle, sowie der kurzzeitige Aufschwung in den zwanziger Jahren.

Die Autorin nimmt uns mit in ein geschichtlich schwierige Zeit, in ihren Ausführungen erhalten wir einen Tiefen Einblick in die damalige Zeit und darüber das die Menschen es nicht so einfach hatten. Der Schreibstil ist fließend und die Spannung von Anfang an gegeben. Die Darstellung der Geschehnisse ist fesselnd, so das man das Buch garnicht mehr zur Seite legen kann.

Dieses Buch kann man sehr gerne weiter empfehlen. Besonders gut geeignet für Leser die historische Romane lieben und sich mit unserer Geschichte auseinandersetzen wollen.

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Veröffentlicht am 12.08.2024

Die Entstehungsgeschichte der Lindenterrasse

Die Lindenterrasse
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Nienstedten bei Hamburg 1790
Maria, ein sehr schöne Frau, sie ist verheiratet mit dem Zuckerbäcker Paridom, gemeinsam haben sie 5 Kinder. Sie leben in einen schönen Haus, mit einem atemberaubenden Blick ...

Nienstedten bei Hamburg 1790
Maria, ein sehr schöne Frau, sie ist verheiratet mit dem Zuckerbäcker Paridom, gemeinsam haben sie 5 Kinder. Sie leben in einen schönen Haus, mit einem atemberaubenden Blick auf die Elbe. Paridom ist begeistert von der Seefahrt. Eine Fregatte läuft ein, Paridom möchte diese mit Saluteschüssen begrüßen. Leider explodierte das Pulver zu früh, was er mit seinem Leben bezahlte. Maria hatte es schwer, die Bäckerei verschuldet, sie wusste nicht mehr wie es weiter gehen sollte. Es gibt Interessenten für das Grundstück, doch Maria ist bestrebt, das Erbe ihres Mannes zu erhalten. Sie bekommt ein ungewöhnliches Angebot. Der reiche Kaufmann Joachim Graf bietet ihr ein Darlehen an, möchte aber dafür eine Gegenleistung. Der Graf möchte die Dame seines Herzens bezaubern. Zu sich nach Hause kann er sie nicht einladen, also soll das Treffen auf Marias Terrasse stattfinden. Maria lässt sich darauf ein. Die Vorkehrungen des geplanten Festes laufen an . Hier lernt Maria, Daniel Louis Jaques kennen, er ist der Landschaftsgärtner des Grafen. Er ist beauftragt sich um die Bepflanzung zu kümmern, aber dabei bleibt es nicht, er unterstützt Maria, wo es nur geht. Das Fest läuft nach Plan, aber kurz danach gerät die Geliebte des Grafen in Gefahr. Die Ereignisse überschlagen sich. Wird das alles ein gutes Ende nehmen?

Die Autorin nimmt uns mit an den Elbstrand, in der Nähe von Hamburg Altona. Die Orte des Geschehens werden authentisch beschrieben, man hat direkt ein Bild vor Augen. Der Schreibstil ist flüssig, die Seiten fließen nur so dahin. Die Protagonisten sind liebevoll ausgearbeitet und vielschichtig gezeichnet. In die Gedanken und Gefühle kann man sich sehr gut hineinversetzen. Die Spannung ist von Anfang an gegeben, steigert sich aber nochmals zum Ende hin rasant. Das Cover passend gewählt zum Inhalt, farblich schön gedeckt gehalten, nicht zu kitschig.

Insgesamt ist: "Die Lindenterrasse", ein sehr gut gelungener historischer Roman, den man sehr gerne weiter empfehlen kann. Mir persönlich hat dieser Roman sehr schöne Lesestunden beschert. Gegebenheiten die es in der damaligen Zeit gegeben hat, wurden sehr gut beschrieben. Das Happy End, eigentlich schon zu schön um wahr zu sein. Aber wir dürfen alle mal träumen. Übrigens gibt es dann im Anhang noch ein paar leckere Rezepte, die man gerne mal ausprobieren kann.



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