Profilbild von Stardust

Stardust

Lesejury Star
offline

Stardust ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Stardust über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.08.2024

Wer schläft, sündigt nicht

Anna O.
0

"Anna O." von Matthew Blake ist ein Thriller, der sein Potential erst so nach und nach entfaltet, es kann auch daran liegen, dass man erst nach und nach etwas tiefer blicken kann.
Anna Ogilvy schläft, ...

"Anna O." von Matthew Blake ist ein Thriller, der sein Potential erst so nach und nach entfaltet, es kann auch daran liegen, dass man erst nach und nach etwas tiefer blicken kann.
Anna Ogilvy schläft, sie schläft seitdem Moment, wo sie neben den Leichen ihrer beiden besten Freunde gefunden wurde.
Dr. Benedict Prince ist Psychologe und Experte für Verbrechen, die im Schlaf begangen werden und er wird in die Klinik The Abbey abgestellt. Er soll Anna O. dazu bringen aufzuwachen, um ihre Aussage zu machen und der Justiz überstellt werden zu können.
Viele Menschen halten Anna O. für unschuldig, viele für eine eiskalte Mörderin, auf jeden Fall ist sie berühmt. Die Frage ist auch, wie haftet man für ein Verbrechen, dass man vielleicht im Schlaf begangen hat.
Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und auch nicht chronologisch, man erfährt also nach und nach wieder etwas ganz neues und oft auch überraschendes.
Das Buch ist nicht durchweg spannend, aber mich haben die verschiedenen Sichtweisen doch sehr gefesselt und auch all das Wissenswerte zum Thema Schlaf und Träumen und auch Schuldfähigkeit. Ich fand das alles hochinteressant und überlegenswert.
Es gab hier so nach und nach viele Wendungen, gerade zum Ende hin, die teils überraschend kamen, teils aber auch die Glaubwürdigkeit schon arg strapaziert haben. Hier fand ich es etwas viel des Guten.
Allerdings ist es auch ein, mal etwas anderer Thriller, den ich so schnell nicht vergessen werde und über den ich auch länger nachgedacht habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.08.2024

Was einem bleibt

Unsere Jahre auf Fellowship Point
0

"Unsere Jahre auf Fellowship Point" von Alice Elliott Dark ist ein großartiger Roman, in den man abtauchen und so richtig eintauchen kann.
Ich mochte die beiden Hauptfiguren Agnes und Polly sehr und habe ...

"Unsere Jahre auf Fellowship Point" von Alice Elliott Dark ist ein großartiger Roman, in den man abtauchen und so richtig eintauchen kann.
Ich mochte die beiden Hauptfiguren Agnes und Polly sehr und habe sie gerne über einige Jahre begleitet.
Beide Frauen sind über 80 Jahre alt und die meisten davon befreundet. Ihre Leben unterscheiden sich gar nicht so sehr, wie der Klappentext es darstellt.
Beide sind wohlhabend und bräuchten kein Geld mit Arbeit verdienen, beide sind in der Gesellschaft anerkannt und haben außer ihren Häusern in Philadelphia auch ihre Sommerhäuser an der Küste Maines.
Agnes ist Schriftstellerin und erzählt hier abwechselnd mit Polly und Maude, einer jungen Frau, die die Werke von Agnes neu verlegen möchte und ihr eine Biografie abringen. Alle drei Sichten des Geschehens sind lebendig und interessant erzählt.
Es gibt Rückblicke und Gegenwärtiges und nach und nach setzt sich beim Leser ein komplettes Bild zusammen.
Hier gibt es genug Seiten, um die Protagonistinnen sich entwickeln zu lassen und einige sehr interessante Themen, wie Gleichstellung, Familie, Erbe, Feminismus und auch Landbesitz anzusprechen.
Sehr gelungen fand ich auch die Darstellung der wundervollen Landschaft und Natur an diesem Küstenstrich, ich konnte mir alles sehr gut vorstellen.
Das Buch hat sicher einige Längen, aber ich habe jede einzelne Seite davon genießen können, nur einige Klischees und eine Wende zum Ende hin haben mich etwas gestört.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.08.2024

Wer will dein Leben

Die Vollendete
0

"Die Vollendete" von Andrea Becker ist ein Psychothriller, der einen regelrecht dazu zwingt, Werte und Grenzen zu hinterfragen.
Karl ist ein genialer Chirurg und führend auf seinem Gebiet. Margaret ist ...

"Die Vollendete" von Andrea Becker ist ein Psychothriller, der einen regelrecht dazu zwingt, Werte und Grenzen zu hinterfragen.
Karl ist ein genialer Chirurg und führend auf seinem Gebiet. Margaret ist eine gefeierte Konzertpianistin, hat ein erfülltes Leben, gute Freunde und Krebs im Endstadium. Als seine Frau Margaret im Sterben liegt, hat er schon beschlossen, ihr Leben zu verlängern. Sie erwacht wieder und findet sich in einem anderen Körper wieder, den der Geliebten von Karl.
Margaret wurde nie gefragt, ihr Mann ist eher erstaunt, dass sie eine andere Meinung hat als er.
Mir gefällt sehr, wie Margaret die Sache angeht, das sie ihre moralischen Bedenken nicht einfach wegwischt und als schöne junge Frau an der Seite ihres Mannes lebt, sondern versucht, die Sache zu klären.
Hier kommen so einige ethische und moralische Fragen auf, über die sich das Nachdenken unbedingt lohnt.
Ganz nebenbei ist das Buch aber noch sehr spannend geschrieben und es werden mehr als nur ein Verbrechen aufgeklärt.
Auch das Ende konnte mich nochmal überraschen, die Autorin hat die Geschichte sehr souverän aufgebaut und sie konsequent zu Ende gedacht. Absolut intelligente Unterhaltung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.08.2024

Verständlich aufgebaut

Mein Gartenkalender 2025
0

"Mein Gartenkalender 2025" von Wolf-Dieter Storl hat mich schon vom Cover interessiert, weil ich von diesem Autor schon ein sehr interessantes und lebendig geschriebenes Gartenbuch gelesen habe.
Ich mag ...

"Mein Gartenkalender 2025" von Wolf-Dieter Storl hat mich schon vom Cover interessiert, weil ich von diesem Autor schon ein sehr interessantes und lebendig geschriebenes Gartenbuch gelesen habe.
Ich mag das stabile Format als Hardcover, man kann damit arbeiten, lesen, Eintragungen machen, jährlich später wieder etwas nachschlagen, das Buch hält das aus und ist schön im Bücherregal.
Hier führt uns der Autor durch die einzelnen Monate und Jahreszeiten.
Es gibt Listen für jeden Monat, was zu erledigen ist. Es gibt die Mondphasen als Symbole für günstige Zeiten. Und viel Platz für eigene Notizen.
Es ist kein umfassender Gartenratgeber, es werden jeweils einzelne Themen genommen und gut und verständlich besprochen. In diesem Buch geht es sehr viel um die Kompostierung und auch den Gemüseanbau. Das ist alles gut beschrieben und macht Lust auf das gärtnern.
Fotos runden alles ab, teilweise hätte ich zu einzelnen Bildern gerne bessere Beschriftungen gehabt.
Es ist kein Ratgeber für den kompletten Garten, aber ein guter Kalender für eigene Notizen, mit vielen zusätzlichen Informationen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 20.08.2024

Mir fehlte Spannung

Mord stand nicht im Drehbuch
0

" Mord stand nicht im Drehbuch" von Anthony Horowitz ist schon der vierte Teil der Reihe um den Privatermittler Daniel Hawthorne und den Autoren Anthony Horowitz. Zum Verständnis muss man nicht alle gelesen ...

" Mord stand nicht im Drehbuch" von Anthony Horowitz ist schon der vierte Teil der Reihe um den Privatermittler Daniel Hawthorne und den Autoren Anthony Horowitz. Zum Verständnis muss man nicht alle gelesen haben, für mich war es jetzt der dritte. Allerdings macht es auch Sinn, die Entwicklung der Protagonisten in der Reihe zu verfolgen.
Hier nun möchte Horowitz die Zusammenarbeit mit Hawthorne beenden, da geschieht ein Mord. Eine Kritikerin seines Theaterstückes wird ermordet und er wird schnell zum Hauptverdächtigen.
Horowitz ist jetzt auf Hilfe angewiesen, die er auch bekommt, wenn auch nicht ganz freiwillig.
Mich brachte der schwarze Humor immer mal wieder zum Lachen, obwohl es kein lustiges Buch ist. Allerdings bleiben die Protagonisten ihren Rollen treu und agieren gewohnt kühl und unnahbar.
Mir persönlich war es teils zu langatmig, wegen dem Theaterstück, in das ich nicht hineinfand. Es wurden unnötig viele Personen und Namen für mich und die Spannung blieb etwas auf der Strecke.
Der Fall an sich war aber durchdacht aufgebaut und wurde sinnvoll gelöst.
Der Sprecher hat angenehm gesprochen, allerdings wäre hier wohl lesen besser gewesen wegen der vielen Namen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere