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Veröffentlicht am 25.11.2017

Für immer sein Mond

Für immer sein Mond
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Für immer sein Mond, von Marie Enters

Cover:
Ich mag lila und die Ornamente (+ Rosen) sind wunderschön.

Inhalt:
Mein Mond“ يا قمر – ein zärtlicher Kosename in der arabischen Welt ...

Marie engagiert ...

Für immer sein Mond, von Marie Enters

Cover:
Ich mag lila und die Ornamente (+ Rosen) sind wunderschön.

Inhalt:
Mein Mond“ يا قمر – ein zärtlicher Kosename in der arabischen Welt ...

Marie engagiert sich in der Flüchtlingshilfe.
Hierbei kommen sich Marie (53) und der syrische Melih (33) immer näher, bis daraus Liebe(?) wird.
Doch Marie ist an ihre Familie gebunden.

Gibt es eine Lösung für diesen Konflikt?

Meine Meinung:
Diese ganze Geschichte ist sehr realistisch erzählt.
Durch Rückblicke, Gedichte und Gedanken nehmen wir ganz langsam und automatisch an der Entwicklung der Beziehung teil.

Es kommen viele Punkte zusammen:
Der Reiz des Fremden, Verbotenen, der Jugend, das freudlose Zusammenleben mit dem Partner.
Teilweise erscheint es wie beim Dominoeffekt, das eine ergib t das andere.

Ich kann Marie sehr gut verstehen, und doch tut sie mir leid.
Weil ich von Anfang an das Gefühl habe, dass sie diejenige sein wird, die am Ende mehr leidet und mehr zu verlieren hat, weil sie auch mehr (Gefühle) investiert hat.

Autorin:
Marie Enters ... ... lebt irgendwo in NRW, hat zwei Kinder – einen Sohn und eine Tochter – nebst dem dazugehörigen Mann und eine Katze. Wenn sie nicht gerade schreibt, liest sie viel, am liebsten Gedichte und psychologisch ausgefeilte Krimis. Außerdem tanzt sie gerne und mag Menschen mit Sinn für Humor.

Mein Fazit:
Eine fiktive Liebesgeschichte, aber sehr realistisch und nachvollziehbar.
Ein „himmelhochjauchzend“ und „zutodebetrübt“.
Von mir 4 Sterne.

Veröffentlicht am 22.11.2017

Unsere Tage am Ende des Sees

Unsere Tage am Ende des Sees
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Unsere Tage am Ende des Sees, von Linda Winterberg

Cover:
Schönes romantisches Cover mit hohem erkennungswert (wenn man die anderen Bücher der Autorin kennt).

Inhalt:
Eine Geschichte die auf zwei Zeitebenen ...

Unsere Tage am Ende des Sees, von Linda Winterberg

Cover:
Schönes romantisches Cover mit hohem erkennungswert (wenn man die anderen Bücher der Autorin kennt).

Inhalt:
Eine Geschichte die auf zwei Zeitebenen spielt.
Einmal 1990: Hanna ist 16 Jahre alt zum ersten mal so richtig verliebt, doch leider muss sie sich um ihre alkoholkranke Mutter kümmern die immer mehr abdriftet. Als sie es nicht mehr packt holt ihr Vater sie nach Hamburg.
Dann 25 Jahre später in der Gegenwart:
Hanna trauert noch um ihren Ehemann, der bei einem Autounfall ums Leben kam, da erreicht sie ein Anruf ihrer Mutter zu der sie vor 25 Jahren alle Brücken abgebrochen hat.

Hanna stellt sich ihrer Vergangenheit.
Wird sie sich mit ihrer Mutter versöhnen können?
Wird ihre große Liebe Alex wieder einen Platz in ihrem Leben finden?

Meine Meinung:
Dies ist mein drittes Buch der Autorin und der Schreibstil ist wieder wunderbar warm und empathisch.

Das schwere Thema, Alkoholsucht, wird voller Wärme und ohne erhobenen Zeigefinger, und doch mit der ganzen Dramatik, erzählt. Es ist unglaublich was Familienangehörige, vor allem Kinder und Jugendliche da alles durchmachen müssen. Sehr realistisch wird gezeigt, dass immer wieder, wenn ein neuer Hoffungsschimmer da ist, der nächste Tiefschlag nicht lange auf sich warten lässt.

Die zwei Zeitebenen sind gut miteinander verbunden.

Ich konnte sehr gut mit Hanna mitfühlen und mich in sie hineinversetzten.

Es gab ein paar Szenen die hätte ich gerne ausführlicher und mit mehr Informationen gehabt Z.B. wie der Neuanfang in Hamburg war, oder am Ende des Buches ein kleiner Ausblick in die Zukunft und über Alex.

Aber das Hauptthema der Geschichte ist die problematische Mutter-Tochter-Beziehung und ihre Bewältigung.
Die Liebesgeschichte gibt den nötigen Rahmen, bzw. ist auch der rote Faden der sich durch das Buch zieht.

Ein Satz in diesem Buch hat es mir besonders angetan:
Wann heilen Verletzungen der Seele?

Autorin:
Hinter dem Pseudonym von Linda Winterberg, verbirgt sich Nicole Steyer, von der viele weitere wunderbare historische Romane stammen. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren Töchtern im Taunus

Mein Fazit:
Wieder ein sehr schönes Buch der Autorin, mit einem sehr traurigen und emotionalen Thema: wenn die Mutter ein Alkoholproblem hat, das voller Wärme und ohne Verlust zur Realität umgesetzt wurde.

Veröffentlicht am 15.11.2017

Das Haus des Windes

Das Haus des Windes
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Das Haus des Windes, von Louise Erdrich

Cover:
Macht mich nachdenklich.

Inhalt:
Im Zentrum, steht der 13-jährige Joe.
Seine Familie wird erschüttert durch ein brutales Verbrechen das an seiner Mutter ...

Das Haus des Windes, von Louise Erdrich

Cover:
Macht mich nachdenklich.

Inhalt:
Im Zentrum, steht der 13-jährige Joe.
Seine Familie wird erschüttert durch ein brutales Verbrechen das an seiner Mutter begangen wird.
Von einem Tag zum andern ist nichts mehr wie es war.
Das Verbrechen aufzuklären und zu sühnen erweist sich als schwierig, da anscheinend niemand dafür zuständig ist.
Joe fasst den Entschluss dies in seine eigenen Hände zu nehmen.
Eine schwere Bürde, und ohne seinen Freund Cappy kaum zu bewältigen.

Meine Meinung:
Eine unglaubliche Geschichte, die vorsichtig, umfangreich und zart geschildert wird.
Wir leben und erleben die Zeit aus der Sicht von Joe.
Wir machen alle seine Gefühle mit durch. Wir leben sein Leben, dadurch wird auch sein ganzer Alltag geschildert und dabei erleben wir auch Dinge die sich vom Verbrechen (und dessen Aufklärung) entfernen, was zwar einen guten Einblick in das Leben eines 13-jährigen im Reservat gibt, was aber (zumindest mir beim Lesen) teilweise sehr langatmig und zäh vorkommt.

Freundschaft und Zusammenhalt wird sehr gut dargestellt.
Weisheiten und Überlieferungen der Indianer werden sehr geschickt eingeflochten.

Ganz wichtig bei diesem Buch finde ich, ist das Nachwort.

Autorin:
Louise Erdrich, geb. 1954 in Little Falls Minnesota, ist die Tochter einer Indianerin und eines Deutsch-Amerikaners.

Mein Fazit:
Eine sehr erschreckende und unter die Haut gehende Geschichte.
Wenn man dann das Nachwort liest und realisiert wie aktuell das Ganze ist, kommt man noch zusätzlich ins Nachdenken.

Veröffentlicht am 09.11.2017

Ein Tag für ein neues Leben

Ein Tag für ein neues Leben
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Ein Tag für ein neues Leben, von Ali Harris


Inhalt.
Bea, gerade mal 30, geht auf den Traualtar zu.
Vor diesem wartet der gutaussehende und sehr wohlhabende Adam.
Doch ist er wirklich der Richtige?

Als ...

Ein Tag für ein neues Leben, von Ali Harris


Inhalt.
Bea, gerade mal 30, geht auf den Traualtar zu.
Vor diesem wartet der gutaussehende und sehr wohlhabende Adam.
Doch ist er wirklich der Richtige?

Als sie unter ihren Hochzeitsgästen Kieran sieht, ihre erste große Liebe, mit der sie immer noch ein unausgesprochenes Geheimnis verbindet, kommen Bea Zweifel!
Sie stolpert, stürzt und verliert ihr Bewusstsein.

Als sie wieder erwacht, durchlebt sie plötzlich zwei ganz unterschiedliche Leben.

Was wäre wenn….

Meine Meinung:
Ein wirklich unglaubliches Buch.
Es hat mich wie auf einer Achterbahn hin und her gezogen.
Der Anfang war spannend und hat mich neugierig gemacht, dann wurde es etwas zäh, ab der Mitte hat es mich unwahrscheinlich angesprochen und es gab viele Textpassagen, die ich auch auf mich und mein Leben übertragen konnte.
Was wäre wenn…
Wer hat sich diese Frage bei den vielen Entscheidungen die täglich auf uns eintreffen nicht auch schon gestellt. Und dann werden viele Möglichkeiten durchgespielt und am Ende denkt man, man hat alles falsch gemacht und fühlt sich für alles „schuldig“ und verantwortlich.
Hier bemerken wir, dass dem gar nicht so ist.

Zitat: Wir können unser Leben damit verschwenden, uns zu fragen, ob wir die richtige Entscheidung getroffen haben, oder wir können sie akzeptieren. Wir können aufhören, auf die anderen Wege zu blicken, und einfach unserem inneren Kompass folgen.

Ein Satz den ich mir groß ausgedruckt habe.

Ansonsten ist das Ganze in eine schöne Liebesgeschichte eingewoben.

Was ich noch besser gefunden hätte:
Wenn die beiden unterschiedlichen Geschichten in einem unterschiedlichen Schriftbild gedruckt worden wäre.
Es war für mich nicht immer einfach zu merken in welcher von beiden ich mich denn jetzt befinde.


Mein Fazit:
Ein interessantes Buch für das ich gerne eine Leseempfehlung ausspreche und 4 Sterne vergebe.

Veröffentlicht am 24.10.2017

Madame Missou ist achtsam

Madame Missou ist achtsam
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Madame Missou ist achtsam

Ein kleines, liebevoll illustriertes „Büchlein‘“.
Es gibt sie mit verschiedenen Schwerpunkten:
…hat gute Laune; …ist selbstbewusst; …-ist schlagfertig; um nur drei zu nennen.

Das ...

Madame Missou ist achtsam

Ein kleines, liebevoll illustriertes „Büchlein‘“.
Es gibt sie mit verschiedenen Schwerpunkten:
…hat gute Laune; …ist selbstbewusst; …-ist schlagfertig; um nur drei zu nennen.

Das Büchlein enthält viele Wahrheiten und Lösungsvorschläge zu den verschiedensten Problemen.
Nur!!
Wenn „das Kind schon mal in den Brunnen gefallen ist“, sprich: wenn die Probleme schon da sind und sich manifestiert haben, dann kommt man mit diesen Ansätzen vermutlich auch nicht mehr aus dem Loch.

Also mein Tipp: Diese Büchlein (sind wirklich eine nette und gute Geschenkidee) schon in glücklichen Tagen lesen und sich immer mal wieder fragen: sind Tendenzen dazu da?
Und dann rechtzeitig, solange es noch geht, gegensteuern.
Dann sind die Tipps hier drin bestimmt sehr hilfreich.