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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2024

Magische Bücher, eines davon öffnet Türen in Zeit und Raum

Das Buch der tausend Türen
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Cassie arbeitet als Buchhändler in New York und teilt sich mit ihrer besten Freundin Izzy eine Wohnung. Eines Tages erhält sie ein Buch, welches ihr viele Türen öffnet und damit auch Möglichkeiten eröffnet. ...

Cassie arbeitet als Buchhändler in New York und teilt sich mit ihrer besten Freundin Izzy eine Wohnung. Eines Tages erhält sie ein Buch, welches ihr viele Türen öffnet und damit auch Möglichkeiten eröffnet. Rücksichtslose Büchersammler gieren nach dem magischen Buch und so geraten die zwei Freundinnen in Lebensgefahr.
Ich habe lange kein Fantasyroman mehr gelesen, der mich so gepackt hat. Der Schreibstil begeistert und ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Die Geschichte legt ein tolles Tempo vor, es gibt nur wenige Momente, in denen es etwas entspannter zugeht.
Man trifft auf sympathische, undurchsichtige und unbarmherzig abgrundtief böse Charaktere, die alle gut beschrieben sind. Eine weitgehend runde Geschichte und wie wer zu der ganz besonderen Persönlichkeit wurde, erklärt sich letztendlich aus der individuellen Lebensgeschichte heraus, die Leserschaft wird nicht im Dunkeln gelassen. Einzig die Erklärung des Schaffensprozesses, wie die Bücher entstanden, hat mich nicht ganz zufriedengestellt. Der Lesespaß war dennoch groß und das Ende sorgt für auch Seelenfrieden bei der Hauptprotagonistin. Empfehlenswert!

Ein Roman, der viele Überraschungen bereithält!

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Veröffentlicht am 08.09.2024

Tiefe Verbundenheit zwischen zwei Frauen, die Jahrzehnte überdauert

Unsere Jahre auf Fellowship Point
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Agnes und Polly, inzwischen Anfang achtzig, sind seit ihrer Kindheit beste Freundinnen und haben mit ihren Familien die Sommermonate auf Fellowship Point verbracht. Ihre Lebensentwürfe sind sehr unterschiedlich. ...

Agnes und Polly, inzwischen Anfang achtzig, sind seit ihrer Kindheit beste Freundinnen und haben mit ihren Familien die Sommermonate auf Fellowship Point verbracht. Ihre Lebensentwürfe sind sehr unterschiedlich. Agnes schreibt Kinderbücher und unter einem Pseudonym weitere Romane, in denen sich die Gesellschaft von Philadelphia widerspiegelt. Polly dagegen hat sich all‘ die Jahre um ihren Mann, der als Philosophieprofessor arbeitete, und ihre Kinder gekümmert.
Maud, die für den Verlag arbeitet, in dem Agnes ihre Kinderbücher veröffentlicht, würde Agnes gerne dazu bewegen, ihre Memoiren zu schreiben, das weckt in ihr Erinnerungen.
Die Erzählweise, sei es von der gemeinsamen Zeit an der Küste von Maine oder auch der Stadt Philadelphia, ist ruhig und sehr anschaulich. Egal, ob es sich um die Schilderung der Charaktere und deren Beziehungen zueinander oder um die Lebenserfahrungen handelt, alles wird sehr glaubwürdig und fein moduliert dargeboten. Ein Rückblick führt uns auch ins Jahr 1870, die Zeit in der die Gemeinschaft auf Fellowship Point entstand. Ich fand es interessant und wichtig für das Verständnis der Geschichte, so werden auch die Familien und deren Verbundenheit präsenter. Geschickt eingebaut hat die Autorin die aufschlussreichen Geschehnisse der frühen 60er Jahre, indem sie hier Agnes Tagebuch zu Worte kommen lässt. Eine gelungene Verbindung zu den Jahren ab 2000, alles wird dadurch klarer. Im Mittelteil gibt es zwar auch mal einige Längen, wo ich das Gefühl hatte, dass eine Straffung gutgetan hätte. Dies schmälerte jedoch nicht das Lesevergnügen.
Am Ende fügen sich die Erzählstränge und die unterschiedlichen Leben zusammen, ein abgerundetes Bild ergibt sich.
Bei allem Erlebten haben sich die Protagonisten stets ihre Persönlichkeiten bewahrt. Meine Sympathien haben sie. Das Buch hat mir beim Lesen viel Freude bereitet, ich empfehle es unbedingt weiter und werde es nach einiger Zeit sicher erneut lesen.

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Veröffentlicht am 23.08.2024

Schnee, die Katze mit den vielen Namen

Die Hochhauskatze
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Das Buch im Hochformat passt sehr gut zu einem Hochhaus. Auf den Buchinnenseiten vorne und hinten sind die einzelnen Etagen abgebildet, eine tolle Idee, denn beim Lesen und Vorlesen kann man sich das Stockwerk ...

Das Buch im Hochformat passt sehr gut zu einem Hochhaus. Auf den Buchinnenseiten vorne und hinten sind die einzelnen Etagen abgebildet, eine tolle Idee, denn beim Lesen und Vorlesen kann man sich das Stockwerk anschauen, auf der die Geschichte gerade spielt.
Die Geschichte wird ruhig erzählt, ist aber überhaupt nicht langweilig. Wir erhalten Einblick in einige Familien und Einzelhaushalte, jede mit ihren Eigenheiten. Schnee kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Da sie durch das Haus wandert und immer mal in eine andere Wohnung einkehrt, kennt sie viele Hausbewohner. Geschickt bringt sie die Menschen zusammen, macht sie bekannt, bringt sie dazu miteinander zu sprechen und sorgt dafür, dass sie sich gegenseitig helfen und so zu einer Hausgemeinschaft werden.
Ein auch optisch tolles Buch, das liebevoll gestaltete Cover und die wunderbaren, teils ganzseitigen, farbigen Illustrationen machen einfach Spaß beim Anschauen. Die Geschichte eignet sich gut zum Vorlesen, dabei kann man mit dem Kind zusammen einiges reflektieren.
Ein auch optisch tolles Buch mit einer guten Botschaft.

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Veröffentlicht am 12.08.2024

Geht nicht in den Wald – und erst recht nicht in das Haus!

The House Trap
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Vier Kinder geraten in ein unheimliches Haus, die Tür schließt sich. Damit beginnt das Spiel. Und sie können nur entkommen, wenn sie die Rätsel lösen, die der Erbauer des Gebäudes hinterlassen hat.
Man ...

Vier Kinder geraten in ein unheimliches Haus, die Tür schließt sich. Damit beginnt das Spiel. Und sie können nur entkommen, wenn sie die Rätsel lösen, die der Erbauer des Gebäudes hinterlassen hat.
Man ist gleich drin in der Geschichte, lernt die Kinder und auch bisschen ihre Eltern kennen. Zu Beginn kann man sich nicht denken, dass die vier jemals gemeinsam ein Team bilden könnten.
Und damit beginnt das Abenteuer, das zu fesseln versteht.
Der Schreibstil ist sehr bildhaft und die von Emma Read entwickelte Geschichte ist so spannend, dass man das Buch fast nicht aus der Hand legen kann. Die individuelle Charakterisierung der Personen in der Geschichte halte ich für sehr gelungen, jede und jeder ist mit den spezifischen Eigenschaften gut vorstellbar. Mir gefiel auch, dass die Handlung sich nicht verzettelt, alles in der Geschichte, in der Erfindungsgeist und Übernatürliches geschickt miteinander verwoben wurde, ist gut nachvollziehbar. Und das Ende stellt zufrieden und ist glaubwürdig. Die Freunde in der Geschichte werden lange an ihr Abenteuer zurückdenken und die Kids, die diese Geschichte lesen, erleben einen spannenden Plot, der das Kopfkino animiert.

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Veröffentlicht am 11.08.2024

Eine Welt ohne Bücher – undenkbar!

Die magische Bibliothek der Buks 1: Das Verrückte Orakel
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Könnt Ihr Euch eine Welt ohne Bücher vorstellen? Und ohne Bücher aufzuwachsen? Ich nicht. Und daher sind die Buks, die Buchschutzgeister, so wichtig, um die Bücher zu schützen. Jetzt stoßen die Buks allerdings ...

Könnt Ihr Euch eine Welt ohne Bücher vorstellen? Und ohne Bücher aufzuwachsen? Ich nicht. Und daher sind die Buks, die Buchschutzgeister, so wichtig, um die Bücher zu schützen. Jetzt stoßen die Buks allerdings an ihre Grenzen, eine seltsame Buchbleiche befällt ein Buch nach dem anderen und hinterlässt nichts als leere Seiten. Bei der Rettung können nur mutige Menschenkinder helfen, die die magische Bibliothek finden und diese vor der Vernichtung bewahren.
Die Geschichte ist sehr fantasievoll und hat dazu einen Leitgedanken mit Tiefgang. Der Schreibstil ist sehr bildhaft, die riesige, geheime Bibliothek manifestierte sich direkt in meinem Kopf. Die Buchschutzgeister, mit ihren eigenen Charakteren, die alle belesen, dazu romantisch, mutig, rebellisch, mathematisch begabt, hoheitsvoll, stark sind, ganz dem Buchgenre entsprechend, um welches sie sich kümmern, machen einfach Spaß. Durch die Bildergalerie kann man sich die kleinen Wesen auch gut vorstellen. Sie bilden einen perfekten Gegensatz zu der Menschenwelt, in der alles kontrolliert, jeder Schritt verfolgt wird. Nur gut, dass die Kinder Finn, Nola, Mira und Thommy versuchen, sich ihren Freiraum zu schaffen und so in einer Orkannacht eher zufällig die Bibliothek entdecken. Und damit beginnt das Abenteuer, das zu fesseln versteht. In Teilen kann man sich an das Buch „Fahrenheit 451“ erinnert fühlen, das Buch findet auch Erwähnung in der Geschichte. Hier wird man den jüngeren Lesern zum Inhalt allerdings einiges erklären müssen, damit sie den Zusammenhang verstehen.
Die als Dilogie angelegte Geschichte hat am Ende einen Cliffhanger, der Hoffnung gibt und neugierig macht. Sehr empfehlenswert!

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