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Veröffentlicht am 24.08.2024

Hexenbesen

Spellbound - Höllenritt auf dem Hexenbesen
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Was sollte man als richtige Hexe können? Bestimmt wären Zaubersprüche und fliegen auf einem Hexenbesen nicht ganz verkehrt. Das sind aber nicht gerade die Paradisziplinen der Protagonistin Emma Hart. Dafür ...

Was sollte man als richtige Hexe können? Bestimmt wären Zaubersprüche und fliegen auf einem Hexenbesen nicht ganz verkehrt. Das sind aber nicht gerade die Paradisziplinen der Protagonistin Emma Hart. Dafür dürfen die Lesenden hier etwas mehr lachen.
Emma hat "das Herz am rechten Fleck" [147] und teilt sich ihr neues Zuhause "mit einem Vampirgeist, einer entstellten Katze, einer streitlustigen Eule und einem gefallenen Engel." [71]
Auch wenn in diesem Band der Kriminalfall wieder etwas in den Hintergrund rückt, so macht das Lesen sehr viel Spaß. Die Mischung aus Fantasy und Cosy Crime gefällt und man erfährt wieder etwas mehr über die geheimnisvolle Stadt und deren Bewohner. Trotzdem bleiben noch so einige Fragen unbeantwortet - auch die zu Emmas Vergangenheit bzw. die Vergangenheit ihrer Mutter.
Insgesamt finde ich den zweiten Band "Spellbound - Höllenritt auf dem Hexenbesen" von Annabel Chase etwas stärker als den ersten Band.

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Veröffentlicht am 24.07.2024

Talin

Skyhunter – A Silent Fall
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"Skyhunter - A Silent Fall" ist der erste Band der Skyhunter-Dilogie. Die Autorin Marie Lu präsentiert den Lesenden mit Talin eine starke Protagonistin, die sich in einem dystopischen Setting befindet. ...

"Skyhunter - A Silent Fall" ist der erste Band der Skyhunter-Dilogie. Die Autorin Marie Lu präsentiert den Lesenden mit Talin eine starke Protagonistin, die sich in einem dystopischen Setting befindet. Story, Setting und Schreibstil lassen einen direkt in die interessante Welt abtauchen.

Das Cover hat für mich überhaupt nichts mit dem Inhalt zu tun. Es ist zwar schön, passt aber meines Erachtens nicht. Auch der Klappentext deutet eine Liebesbeziehung zwischen Talin und Red an. Das nimmt aber nicht so viel Platz ein. Für mich war das eher positiv.

Das Handeln der Charaktere kann man nachvollziehen, auch wenn es einige Szenen gab, die mir etwas unglaubwürdig vorkamen. Da hatte ich dann doch ein paar Fragezeichen im Gesicht.

Insgesamt liefert die Autorin Lu einen guten Auftakt ab. "Skyhunter" ist ein solides Werk, das sich sehr gut lesen lässt. Auch wenn die Story jetzt nichts offenbart, was man nicht schon in einer anderen Art und Weise gelesen hätte, so ist es doch ein temporeicher und spannender Auftakt mit einem Ende, das die Neugierde auf den zweiten Band weckt.

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Veröffentlicht am 22.05.2024

Theo ermittelt

Kleopatras Grab
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"Gerechtigkeit erfordert bisweilen Opfer." [233]
Constantin Schreiber und ein Ägypten-Krimi? Passt das zusammen? Mir persönlich gefällt das ziemlich gut. Dabei gibt "Kleopatras Grab" eine kriminalistische ...

"Gerechtigkeit erfordert bisweilen Opfer." [233]
Constantin Schreiber und ein Ägypten-Krimi? Passt das zusammen? Mir persönlich gefällt das ziemlich gut. Dabei gibt "Kleopatras Grab" eine kriminalistische Rahmenhandlung vor. Man taucht aber sofort durch die detaillierten Beschreibungen in ein faszinierendes Land ab. Schreiber geht zudem auf Land und Leute ein, liefert politische Einblicke und lässt zudem auch viel Geschichtliches einfließen. Alles gut recherchiert und fundiert geschrieben. Man lernt nebenbei noch eine ganze Menge.
" Anklage erheben? Wir? Frauen? Männer misshandeln in dieser unseren Gesellschaft Frauen und bekommen recht!" [234]
Die junge Kommissarin Theodora, Theo genannt, ist die Protagonistin in Schreibers Werk. Eine starke junge Frau mit christlichem Glauben nimmt, zusammen mit ihrem muslimischen Kollegen, die Ermittlungen auf.
Der Schreibstil ist gut und ansprechend. Manchmal wirken die Charaktere etwas distanziert. Da hätte ich mir an einigen Stellen mehr Nähe gewünscht, um noch näher am Geschehen zu sein. Insgesamt finde ich es gut, dass so viele Informationen in dieses Buch geflossen sind. Das geht weit über einen "normalen" Krimi hinaus und macht deshalb "Kleopatras Grab" so ansprechend. Besonders gefällt mir, wie sich diese Geschichte entwickelt. Auch im Hinblick auf das Ende des Buches.
"Die wahre Tragweite, die Verstrickungen, die Erkenntnisse, die sie aus den vergangenen Monaten für immer in ihrem Leben mitnehmen wird, haben ihren Blick auf die Welt um sie herum verändert. Und haben sie verändert." [236]

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Veröffentlicht am 26.03.2024

Nur die Wahrheit

Honesty. Was die Wahrheit verbirgt
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"Honesty. Was die Wahrheit verbirgt" ist eine dystopische Zukunftvision. Der Auftakt der "Honesty"-Trilogie von Franzi Kopka erinnert mich stark an den Film Equilibrium, der vor über 20 Jahren erschienen ...

"Honesty. Was die Wahrheit verbirgt" ist eine dystopische Zukunftvision. Der Auftakt der "Honesty"-Trilogie von Franzi Kopka erinnert mich stark an den Film Equilibrium, der vor über 20 Jahren erschienen ist. Gefühle werden durch "Drogen" unterdrückt und passend zu unserer Zeit wacht eine künstliche Intelligenz über die Menschen.

Man kann problemlos sehr schnell in die Geschichte abtauchen und folgt der Protagonistin Mae, welche noch verbotene Gefühle spürt. Im Laufe der Geschichte stellt Mae fest, dass ihr Weltbild einem Kartenhaus gleicht.

Temporeich und mit viel Action geht es zur Sache. Der Schreibstil ist frech, frisch und gefällt gut. Jedoch kommt mir das Worldbuilding viel zu kurz. Da hätte ich mir wesentlich mehr gewünscht.

Gesprochen wird das Hörbuch von Marylu Poolman, die eine angenehme Stimme hat. Sie verleiht den Charakteren Leben und macht die Geschichte so atmosphärisch.

Insgesamt ist das ein spannender Auftakt, der mit einem überraschenden Ende aufwartet.

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Veröffentlicht am 27.02.2024

Die Festung

Die Burg
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Bereits das Cover zeigt schon, wie vernetzt die eigens kreierte Escape-Welt aufgebaut ist. Mit dem Thriller "Die Burg" lässt die Autorin Ursula Poznanski die Lesenden in ein KI-Szenario abtauchen, welches ...

Bereits das Cover zeigt schon, wie vernetzt die eigens kreierte Escape-Welt aufgebaut ist. Mit dem Thriller "Die Burg" lässt die Autorin Ursula Poznanski die Lesenden in ein KI-Szenario abtauchen, welches am Puls der Zeit ist. Eine künstliche Intelligenz, die jeder Besuchergruppe das bestmögliche Erlebnis bietet. Doch was passiert, wenn die KI ein gewisses Eigenleben entwickelt? Der Frage stehen Poznanskis Charaktere gegenüber und die Lesenden sind mittendrin im Geschehen.
"Die Burg war endgültig zur Festung geworden. " [224]
Bei dem Schreibstil gibt es nichts zu meckern. Man fliegt nur so durch die Seiten. Auch deshalb, weil das Tempo sukzessive gesteigert wird und die Atmosphäre zusehends düsterer wird. Mit den Charakteren konnte ich mich nicht ganz anfreunden. Für mich gab es keine Person, mit der ich besonders mitgefühlt habe. Das ist in meinen Augen auch nicht schlimm, da die heimliche "Protagonistin" die künstliche Intelligenz ist.
Man beschäftigt sich viel mit der Frage, welche Sachen die KI noch bereithält, welche Intention dahinter steckt und wie dieses Spiel wohl ausgehen mag. Bis zum schlüssigen Ende kommen einige Wendungen. Es ist ordentlich was los. Der Mittelteil hätte für meinen Geschmack etwas mehr Spannung vertragen können.
Poznanski skizziert sehr schön unsere Neue Welt und was da alles noch so kommen mag. Insgesamt ist "Die Burg" sehr gut geschrieben, unterhält und interpretiert ein aktuelles Thema auf ansprechende Weise.

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