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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2024

Kind sein in der DDR – ein Familienkinderbuch

Wie ein Vogel
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Ja, so war´s. Kindheitserinnerungen ohne Wehmut und Wertung und den innigen Wunsch, dieses Leben als Kind in der DDR auch ohne solche zu vermitteln. Viele Menschen wurden dadurch geprägt. Ja, es war schön. ...

Ja, so war´s. Kindheitserinnerungen ohne Wehmut und Wertung und den innigen Wunsch, dieses Leben als Kind in der DDR auch ohne solche zu vermitteln. Viele Menschen wurden dadurch geprägt. Ja, es war schön. Aber es war einmal. Von den Widrigkeiten bekam man ja als Heranwachsende nicht so viel mit und das soll auch nicht das vorrangige Thema sein. Der kleine Vogel Freiheit schwebt aber schon mit durch die Handlung.
Es ist vielmehr das einzigartige Flair jenseits der politischen und geschichtlichen Entwicklungen, die hier sehr wahrheitsgetreu wiedergegeben und vermittelt werden soll. Das Leben im Kleinen, in der engsten Familie; mit bunter Tapete, Kachelofen, dem unbedingten Mittagsschlaf und so vielem mehr, wovon nur noch diejenigen wissen, die es erlebt haben. Alle anderen können es sich gar nicht vorstellen oder wollen es auch gar nicht. Für so viele hatte sich ja nichts geändert, doch für viele andere schier alles.
Daher ist dieses Buch doch leider nur etwas für Menschen aus den neuen Bundesländern, speziell von der älteren Generation an die jüngere. Tausend eigene Geschichten und Erlebnisse können so begleitend zur Lektüre und den garantiert auftauchenden Fragen mit erzählt werden, Fotoalben und behaltene Gegenstände von früher kommen so wieder gebührend ans Tageslicht.
Schon beim Durchblättern wird man in die damalige Zeit versetzt. Die durchgehenden Zeichnungen geben haargenau das wider, woran man sich selbst erinnert, wenn man zurück denkt – Mode, Inneneinrichtung, Alltagsbegebenheiten, der familiäre Umgang miteinander.
Ich wünsche diesem Buch viel Glück bei der Suche nach interessierten (Vor)Lesern. Und wer dieses Buch für sich entdeckt, besitzt einen kleinen Schatz, ein eigenes Geschichtsbüchlein, das man gemeinsam lesen sollte, damit die jungen (Erst)Leser damit auch etwas anfangen können und das wirklich tolle Kinderbuch seinen stillen Charme auch voll entfalten kann

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Veröffentlicht am 25.08.2024

Aufklärung mit Nadelstichen

Alte Eltern
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Es betrifft so viele, doch immer noch ist es ein Tabuthema, dem man sich selbst nicht stellen möchte, über das man im Familienkreis nicht sprechen mag, von dem man nur hofft, dass es einem selbst oder ...

Es betrifft so viele, doch immer noch ist es ein Tabuthema, dem man sich selbst nicht stellen möchte, über das man im Familienkreis nicht sprechen mag, von dem man nur hofft, dass es einem selbst oder einem nahen Angehörigen nicht geschieht. Und schon da setzt ein durch Mark und Bein gehender Spruch gleich zu Buchbeginn ein.
Man kommt beim Lesen nicht zur Ruhe. Es wird irgendwie immer schlimmer, ständig kommt etwas neues hinzu. Kurze Verschnaufpausen, dann wieder Nadelstiche in Herz und Kopf, denn beim Lesen sieht man ununterbrochen sich selbst und die eigenen Angehörigen vor sich. Der Autor versteht es, durch einfaches und schonungslos offenes Erzählen, unter Preisgabe persönlichster Gedanken und Gefühle, beim Leser fast dieselbe Stimmung zu erzeugen, die während der gesamten letzten Lebensphase des Vaters in ihm und seinem Umfeld herrschte.
Das Buch beruhigt nicht. Man weiß ja nun, was kommt oder kommen kann. Man weiß es ja auch irgendwie schon vorher. Es gibt kein Entrinnen. Wenn es kommt, dann muss man durch. Doch dieses Irgendwie ist nach der Lektüre weg. Dieses am eigenen Leibe erleben und damit leben und umgehen MÜSSEN wird in einer Deutlichkeit klargemacht, dass es kein Wegducken mehr gibt. Wie man selbst damit umgehen wird, sagt dann auch sehr viel über einen selbst. Man ist intensiv bei sich und vor allem beim anderen. Man hat hat sich ja noch.
Ich bin froh über diesen persönlichen Erlebnisbericht. Dieser tiefe Einblick in das Innerste einer Familie, in Menschen hat mir die Angst zwar nicht genommen, doch eine Richtung vorgegeben. Ich nehme die Emotionen, Fragen und Fakten auf. Für alles weitere Drumherum gibt es abgeklärte Ratgeber. Die Hoffnung, dass es einen nie treffen möge, ist zwar ungebrochen, doch steht man andernfalls nicht mehr vor einem Abgrund und die persönliche Welt kann nicht mehr untergehen. Danke

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Heldenausweis gegen Haushalts-Horror

Action Dude 1: Zoff im Freizeitpark
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Der Action Dude ist kein gewöhnlicher Typ. Sein Tagesprogramm ist so abwechslungsreich, dass man schon beim Zuschauen außer Atem gerät. Als stolzer Besitzer eines offiziellen Heldenausweises stürzt er ...

Der Action Dude ist kein gewöhnlicher Typ. Sein Tagesprogramm ist so abwechslungsreich, dass man schon beim Zuschauen außer Atem gerät. Als stolzer Besitzer eines offiziellen Heldenausweises stürzt er sich todesmutig in jedes Abenteuer – vor allem, wenn es gegen die fiesen Uggländer geht. Doch so heldenhaft er im Kampf ist, so verloren wirkt er bei den wirklich gefährlichen Dingen des Lebens: dem ganz normalen Alltag.
Man merkt schnell: Der Junge muss noch viel lernen. Während er Explosionen im Schlaf meistert, scheinen alltägliche Aufgaben für ihn eher unbesiegbare Gegner zu sein. Dieser Kontrast sorgt für eine wunderbare Selbstironie, die das Buch zu einem besonderen Leseerlebnis macht.
Bei dem ganzen Chaos ist es aber mitunter schwer, zu folgen. Die Handlung springt stellenweise so wild hin und her, dass man kurz innehalten und überlegen muss, um den Anschluss nicht zu verlieren. Dennoch lässt sich das Buch sehr leicht lesen – der visuelle Stil fängt die Hektik gut auf, ohne den Lesefluss komplett zu stoppen.
Ein wahrlich actionreicher Spaß für alle, die Helden mit Ecken und Kanten lieben. Ein paar weniger erzählerische Ausreißer hätten der Klarheit gutgetan, aber der Humor entschädigt für fast alles.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Spunkifex erobert Kinderherzen …

SPUNKIFEX erfindet Tiere
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… und mit seiner verschmitzten Art auch deren Köpfe. Mittels schwungvoller Reime nimmt man am abwechlungsreichen Leben des kleinen niedlichen Kobold teil, taucht ein in eine Welt voller Phantasie, Leichtigkeit ...

… und mit seiner verschmitzten Art auch deren Köpfe. Mittels schwungvoller Reime nimmt man am abwechlungsreichen Leben des kleinen niedlichen Kobold teil, taucht ein in eine Welt voller Phantasie, Leichtigkeit und Spaß. Schlechte Laune kennt Spunkifex einfach nicht. Energiegeladen und schier explodierend vor Ideen startet er in jeden neuen Tag.
Doch wer oder was ist Spunkifex eigentlich genau? "Der Spunkifex ist ein ganz schlauer Dings-Erfinder, Sachenbauer,Kleister-Meister, Kurvenlenker und ein famoser Selberdenker."
Und genau dies möchte er seinen jungen Lesern oder Zuhörern mit auf den Weg geben. Lasst eurer Phantasie freien Lauf, denkt euch gemeinsam lustige Sachen aus. Das könnt ihr mindesten genauso gut wie der kleine Spunkifex.

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Veröffentlicht am 13.10.2024

Vor allem ein Weg zu uns selbst

Vom Dating-Frust zur glücklichen Beziehung
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Reflektieren und Probieren, zuhören und sich selbst öffnen. Man selbst bleiben und auf das Gegenüber eingehen. Aber was in welchem Maße? Ab wann verbiegt man sich, macht sich lediglich für den anderen ...

Reflektieren und Probieren, zuhören und sich selbst öffnen. Man selbst bleiben und auf das Gegenüber eingehen. Aber was in welchem Maße? Ab wann verbiegt man sich, macht sich lediglich für den anderen passend? Und muss es der/die eigentlich sein? Eine Gratwanderung, die Stress, Ängste und Selbstzweifel auslöst. Letztere hat man sicher auch schon sehr lange und auch in an anderen Orten. Dieses Arbeitsbuch soll Abhilfe schaffen. Obwohl mir „Arbeitsbuch“ als Wort an sich nicht gefällt, ist es doch eine gewisse Art Arbeit. Wissen, was man will und wer man ist und vor allem, warum.
Es braucht Zeit, es ist ein Prozess. Und so ist es auch mit diesem Buch. Obwohl leichtfüßig und locker geschrieben, braucht man Zeit, um sich hinein zu begeben. Die Textgröße ist mir wirklich zu klein, manche Abschnitte einfach zu lang. Die Übungen zwischendurch unterbrechen den Lesefluss und sind etwas unspezifisch formuliert. Dennoch sind sie sinnvoll positioniert, um die nachfolgenden Ausführungen zu ergänzen. Es ist wie eine Art Haus bauen – Stein für Stein.
Das Buch ist eine interessante Ratgeber-Variante; modern und jugendlich, wie die Protagonisten eben selbst. Sie sind bemüht und glaubwürdig. Garantien gibt es keine. Nirgends. Doch sich selbst besser kennen(lernen), sich vergegenwärtigen, welche Mechanismen und Auslöser wirken, ist enorm wichtig, egal, ob bei der Partnersuche oder nicht. Wer das kleine 1x1 der „Psychologie am eignen Leibe“ besteht, braucht sich vor dem großen 1x1 der „wahren Gefühle und des sich Erkennens“ nicht zu drücken.

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