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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2024

Düster, magisch und sehr stimmungsvoll

Diviners – Aller Anfang ist böse
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Das Kernthema der Geschichte rund um Okkultismus und Menschen mit besonderen Begabungen hat mir gut gefallen und da sich bereits andeutet, dass da noch mehr dahintersteckt, legt es auch einen stimmungsvollen ...

Das Kernthema der Geschichte rund um Okkultismus und Menschen mit besonderen Begabungen hat mir gut gefallen und da sich bereits andeutet, dass da noch mehr dahintersteckt, legt es auch einen stimmungsvollen Grundstein für weitere Bände.

Zum Inhalt: Evis O‘Neill hat es sich mit der konservativen Gesellschaft von Ohio verscherzt und soll zu ihrem Onkel nach New York geschickt werden, der ein Museum für Aberglaube und Okkultismus leitet. Die Metropole ist genau das was Flapper und Partygirl Evie sich erhofft hat. Doch dann erschüttern Ritualmorde die Stadt und Evie ist überzeugt, mir ihrer besonderen Gabe zu deren Aufklärung beitragen zu können.

Besonders gelungen war in meinen Augen, wie atmosphärisch die einzelnen Handlungsorte angelegt waren, vom Museum, über die Flüsterkneipen, bis zu John Hobbs Haus. Durch die bildhaften Beschreibungen fühlt man sich als Leser direkt in die Szenen hineinversetzt.

Die vielen verschiedenen Charaktere und Handlungsstränge fand ich teilweise etwas unübersichtlich und mir ist der Einstieg in die Geschichte dadurch nicht ganz leicht gefallen. Ein Personenregister inklusive bereits bekannter Fähigkeiten fände ich hilfreich.

Evie ist auf jeden Fall en Marke, aber sie ist mir im Verlauf der Handlung echt ans Herz gewachsen und macht auch eine tolle Entwicklung durch vom eher kopflosen Huhn zu einer ernstzunehmenden und selbstlosen jungen Frau. Auch die Nebencharaktere sind vielschichtig angelegt, was ich sehr mochte.

Für mich ein gelungener Auftaktband, ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht

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Veröffentlicht am 25.08.2024

Fesselnd und mitreißend

The Reappearance of Rachel Price (deutsche Ausgabe)
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Holly Jackson ist eine dieser Autorinnen, deren Bücher ich sofort ohne jegliche Infos kaufen würde, einfach weil sie mich bisher immer absolut überzeugt und mitgerissen haben. Ich hatte bei diesem Buch ...

Holly Jackson ist eine dieser Autorinnen, deren Bücher ich sofort ohne jegliche Infos kaufen würde, einfach weil sie mich bisher immer absolut überzeugt und mitgerissen haben. Ich hatte bei diesem Buch zu Anfang die Befürchtung, dass es zum Mal eines wäre, das mir nicht so gefällt. Die Handlung startet eher langsam und unspektakulär, ist fast schon öde. Aber meine Güte wiegt uns die Autorin damit in falscher Sicherheit, nur um dann mit der Plottwist-Keule um die Ecke zu kommen. Abgründig bis zum Schluss.

Zum Inhalt: Rachel Price ist seit 16 Jahre verwunden, als sie mit ihrer Tochter in ein Einkaufszentrum fuhr und am Ende des Tages nur das zurückgelassene Auto mit dem Kind auf dem Rücksitz gefunden wurde. Bel hat sich damit abgefunden nicht zu wissen, was mit ihrer Mutter geschah. Doch als eine True Crime Doku über den Fall gedreht wird, passiert das unvorstellbare: Rachel Price kommt wieder nach Hause. Doch sie hat allerlei Geheimnisse im Gepäck.

Ich bin großer Fan davon, wie bei Holly Jackson die Figuren ausgearbeitet sind. Sie sind nicht nur schwarz/weiß, brechen aus den erwartbaren Bahnen aus und überraschen den Leser. In dieser Geschichte gilt mal wieder: nichts ist so wie es auf den ersten Blick scheint. Nach dem eher seichten Start verdichtet sich die Handlung zusehends und nimmt eine Richtung, die für mich überhaupt nicht absehbar war.

Das Wiederauftauchen von Rachel bringt viel Chaos in das Leben der Familie, die sich plötzlich zischen Misstrauen und Zweifeln statt liebevoller Vereinigung bewegt. Und ab da wird es richtig spannend, denn Bel hat einen Verdacht. Und gleichzeitig verhalten sich mehrere Personen auffällig, sodass man permanent am Zweifeln ist, wer eigentlich die Wahrheit sagt und wer ein falsches Spiel spielt.

Die Handlung nimmt eine düstere, abgründige Wendung, bei der es mir kalt den Rücken herunterlief und das Ende war nochmal richtig temporeich und schockierend. Teilweise recht stark konstruiert um alle Figuren richtig auf dem Feld zu platzieren, aber weil ich dermaßen mitgefiebert habe, kann ich das verzeihen.

Hat mir wieder richtig gut gefallen und mich einiges an Nerven gekostet.

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Veröffentlicht am 25.08.2024

Fünf Freunde

Fünf, Vier ... gleich sterben wir
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Für mich ist es das erste Buch der Autorin, weswegen ich recht unvoreingenommen an das Buch rangegangen bin. Für einen Psychothriller, wie das Buch in der Beschreibung deklariert wird, fehlte mir ein bisschen ...

Für mich ist es das erste Buch der Autorin, weswegen ich recht unvoreingenommen an das Buch rangegangen bin. Für einen Psychothriller, wie das Buch in der Beschreibung deklariert wird, fehlte mir ein bisschen die Perfidität und das gewisse Etwas. Aber es ist ein gelungener Jugendthriller.

Zum Inhalt: Jonas ist gerade auf dem Heimweg von einer Party, als er eine Nachricht erhält, dass sein bester Freund ihn braucht. Doch statt seinem Freund wartet ein Fremder auf ihn und das nächste das Jonas weiß ist, dass er an einem fremden Ort ist. Und bald ist er nicht mehr allein in seinem Gefängnis und ihr unbekannter Entführer will ein grausiges Spiel mit seinen Gefangenen spielen.

Ich fand die Thematik total cool gewählt und fand den Ansatz neu und mal was anderes. Wie hier mit den Ängsten der Figuren gespielt wird, hat mir gut gefallen. Auch die beiden Handlungsstränge und Zeitebenen waren stimmig konstruiert und interessant angelegt. Ich habe die ganze Zeit versucht mitzugrübeln, wer der Täter ist und mich dabei ein paar Mal in die Irre führen lassen.

Ein bisschen ungewöhnlich fand ich, wie viel Raum das Privatleben des führenden Ermittlers in der Handlung einnimmt. Denn weder trägt es zur Handlung bei, noch sorgt es dafür, dass der Ermittler mir dadurch weniger fremd und distanziert vorkam. Generell habe ich eine gewisse Distanziertheit zu den Charakteren empfunden, mich eher als Zaungast in ihrem Leben empfunden. Diese Art des Voyeurismus passt aber an sich auch zum Handlungskonstrukt.

Ich fand das Buch insgesamt eher mäßig im Spannungsverlauf, die Idee rund um die Serie aber durchaus ansprechend und für einen Jugendthriller auch angemessen. Hat mir insgesamt gut gefallen.

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Veröffentlicht am 25.08.2024

So wichtige Message

Not Worth Keeping
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Ich war ja nicht unbedingt begeistert von Band 1 und dieser zweite Band hat mich darin nochmal richtig bestätigt, denn er hatte alles, was mir damals gefehlt. Und das wichtigste, was ich aus diesem Buch ...

Ich war ja nicht unbedingt begeistert von Band 1 und dieser zweite Band hat mich darin nochmal richtig bestätigt, denn er hatte alles, was mir damals gefehlt. Und das wichtigste, was ich aus diesem Buch mitnehme und was man sich selbst nie oft genug sagen kann ist: die Vergangenheit bestimmt nicht, wer wir sein können.

Zum Inhalt: nachdem Noah geflüchtet ist, kehrt auch Brooke in ihren Alltag zurück. Doch dieser wehrt nur kurz bis Talon plötzlich wieder auf die Bildfläche auftaucht und Brooke völlig aus den Bahn wirft. Und sie erkennt, sie muss sich der Vergangenheit und ihre Gefühlen stellen, wenn sie davon loskommen will. Und Noah und Grey stehen dabei an ihrer Seite.

Ich fand es so wichtig, dass es in diesem Band endlich so den Konfrontationen kam, die ich in Band 1 so vermisst habe. Brooke, Noah und Grey stellen sich endlich ihren jeweiligen Dämonen und Gefühlen und machen endlich reinen Tisch miteinander. Hier werden diverse emotionale Wunden und Traumata aufgearbeitet, was authentisch und feinfühlig rübergebracht wird.

Auch stehen die Themen Freundschaft, Familie und Zusammenhalt stärker im Fokus als in Band 1, weil sie weniger negativ belastet sind und eher als Zuflucht und Safe Space betrachtet werden. Das fand ich eine schöne Aufarbeitung der Themen, die bereits in Band 1 angeteasert wurden. Auch die Beziehung zwischen Brooke und Noah wurde greifbarer und hat mich letztendlich doch überzeugt.

Als Gesamtkonstrukt aus beiden Bänden hat es mir dann insgesamt doch sehr gut gefallen und dieser zweite Band war für mich deutlich stärker als der erste und hat die Storyline für mich sehr stimmig abgerundet und zu einem schönen Abschluss gebracht.

Ein Buch, dass ich gerne gelesen und dass mich stellenweise sehr berührt hat. Und ein paar sehr wichtige und weise Worte gab auch noch dazu.

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Veröffentlicht am 25.08.2024

Erinnere dich, was du getan hast

Stalker – Er will dein Leben.
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Er gibt sich für dich aus und behauptet gleichzeitig, dass du nicht existiert- klingt erstmal skurril, ist aber eine sehr spannende Ausgangs-Prämisse für dieses Buch. Durch Social Media ist es geradezu ...

Er gibt sich für dich aus und behauptet gleichzeitig, dass du nicht existiert- klingt erstmal skurril, ist aber eine sehr spannende Ausgangs-Prämisse für dieses Buch. Durch Social Media ist es geradezu unmöglich geworden nichts von sich preiszugeben. Und gleichzeitig setzt man sich der Anonymität des Internets aus. Was, wenn man dies eskaliert und auf die Spitze treibt? Strobel zeigt es uns.

Zum Inhalt: Eric Sanders gelingt mit seiner Rolle in einen Tatort endlich der Durchbruch als Schauspieler, der ihn weg vom Theater und auf die großen Leinwände bringen soll. Doch online gibt sich jemand als er aus und bald erhält er auch Drohnachrichten. Diese verfolgen ein Ziel: er soll sich erinnern, was er getan hat und endlich gestehen.

Die Geschichte ist prinzipiell nicht schlecht geplottet und besitzt eine gewisse Brisanz und Aktualität, gepaart mit der für Strobel so typischen „Horror-Komponente“, hier Stalking. Aber irgendwie hat dem Plot für mein Empfinden ein bisschen das Tempo und der Biss gefehlt, für die Strobel vor allem auch in seinen Standalones auch so bekannt ist.

Als eingefleischter Strobel-Fan fand ich den Twist am Ende gar nicht mal so überraschend, weil es ihn so oder so ähnlich auch in vielen anderen seiner Werke gibt, aber natürlich wirft er nochmal ein besonders perfides Licht auf die vorgeschalteten Ereignisse.

Thematisch und von den Figuren her wieder grundsolide mit einer nervenzehrenden, angespannten Atmosphäre, wie ich sie von Thrillern des Autors so mag. Für mich vielleicht nicht das stärkste Buch des Autors, aber durchaus lesenswert.

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