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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.07.2025

Im alten Wien

Der Totengräber und die Pratermorde (Die Totengräber-Serie 4)
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Der Autor entführt uns wieder in das Wien der späten 1890er Jahre. Diesmal steht der Prater im Mittelpunkt des Geschehen. Julia wird dort Zeugin eines spektakulären Todesfalls und sie, Leopold von Herzfeld ...

Der Autor entführt uns wieder in das Wien der späten 1890er Jahre. Diesmal steht der Prater im Mittelpunkt des Geschehen. Julia wird dort Zeugin eines spektakulären Todesfalls und sie, Leopold von Herzfeld und Augustin Rothmayer machen sich an die Lösung. Im Zuge dieser Ermittlungen stoßen sie auf einen weiteren, nicht minder rätselhaften Fall. Beide Erzählstränge bleiben jederzeit spannend, dazu kommen die liebevoll und schlüssig gezeichneten Charaktere. Dies gilt nicht nur für die drei Hauptpersonen, sondern auch und gerade für das bunte Völkchen im Wiener Prater. Die besondere Note erhält das Buch dann durch die detailreiche Schilderung des damaligen Wiens. Man taucht tief in diese Welt ein und erfährt sehr viel über das Leben und die Geschehnisse der damaligen Zeit. Insgesamt ein rundum gelungenes Buch, ganz klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 25.08.2024

Beeindruckend

Als wir Schwäne waren
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Seine Eltern sind aus dem Iran nach Deutschland migriert, der Autor hat seine Kindheit in einer typischen Hochhaussiedlung im Ruhrgebiet verbracht. In diese Kindheit und Jugend nimmt er uns mit. Schnell ...

Seine Eltern sind aus dem Iran nach Deutschland migriert, der Autor hat seine Kindheit in einer typischen Hochhaussiedlung im Ruhrgebiet verbracht. In diese Kindheit und Jugend nimmt er uns mit. Schnell haben seine Eltern und er gelernt, dass sie zwar als „Gäste“ bezeichnet werden, dieses Wort aber nicht die Bedeutung hat, auf die sie gehofft haben.
Der Umgang mit dieser Umgebung ist verschieden, seine Eltern versuchen sich irgendwie anzupassen oder unsichtbar zu machen, er selber flüchtet sich zunehmend in Gewalt und Kriminalität.
Dabei lernt der Leser sehr viel, sowohl über die Wirklichkeit in deutschen Städten als auch darüber, wie es wirklich ist, als Migrant in einer solchen Umgebung aufzuwachsen.
Das Ganze wird in einer nüchternen, aber dennoch irgendwie poetischen Sprache geschildert, sehr beeindruckend!

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Veröffentlicht am 25.05.2024

Wieder ein Genuss!

Mord stand nicht im Drehbuch
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Ich hatte mich schon sehr auf den neuen Fall von Anthony Horowitz und Daniel Hawthorne gefreut, und ich wurde nicht enttäuscht: Wieder ein Krimi, wie ihn Agatha Christie oder Dorothy Sayers heute schreiben ...

Ich hatte mich schon sehr auf den neuen Fall von Anthony Horowitz und Daniel Hawthorne gefreut, und ich wurde nicht enttäuscht: Wieder ein Krimi, wie ihn Agatha Christie oder Dorothy Sayers heute schreiben könnten, wieder das klassische Mit- / Gegeneinander der beiden Protagonisten. Und als Höhepunkt natürlich die Auflösung des Ganzen unter Anwesenheit aller Beteiligten.
Von der ersten bis zur letzten Seite ein Genuss. Dazu tragen der unnachahmliche Erzählstil des Autors bei und nicht zuletzt auch die vielen unterschiedlichen Charaktere, denen wir als Leser begegnen. Auch wenn es gar nicht so viel "Action" gibt, wird es nie langweilig, und man bedauert fast, als es auf das Ende zugeht und sich die Auflösung andeutet. Aber ein Trost bleibt: Ich bin sicher, es wird eine Fortsetzung geben, schließlich hat Hilda Tony ja zu einem neuen Vertrag "überredet"...

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Mystisch

Die Geister von La Spezia
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Was ist Erinnerung, was ist Realität? Und kann man durch Erinnerungen die Realität verändern?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Geschichte Mary Shelley, ihren Mann Percy und Lord Byron. Zusammengehalten ...

Was ist Erinnerung, was ist Realität? Und kann man durch Erinnerungen die Realität verändern?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Geschichte Mary Shelley, ihren Mann Percy und Lord Byron. Zusammengehalten wird das Ganze durch Pat Colombari, eine Detektivin und eine Art Zeitreisende durch die Erinnerungen ihrer Klienten. Sie soll im Auftrag seines Vaters die Umstände des Todes von Percy Shelley aufklären. Faszinierende Idee und von Oliver Plaschke auch weitgehend gut und spannend umgesetzt. Ein bisschen weniger Zeitsprünge und ein paar weniger Nebenpersonen hätten dem Buch allerdings gutgetan und es dem Leser leichter gemacht, der Story zu folgen, so ist das manchmal ein bisschen anstrengend. Das tut dem Lesevergnügen aber nur wenig Abbruch, insgesamt eine spannende und interessante Lektüre.
Und übrigens: Tolles Cover!

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Zwischen den Welten

Das Buch der verlorenen Stunden
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Ist die Zeit eine eigene Dimension? Gibt es deshalb verschiedene Realitäten, die nebeneinander existieren? Kann man sich zwischen diesen Realitäten und Ebenen bewegen und was passiert, wenn man auf einer ...

Ist die Zeit eine eigene Dimension? Gibt es deshalb verschiedene Realitäten, die nebeneinander existieren? Kann man sich zwischen diesen Realitäten und Ebenen bewegen und was passiert, wenn man auf einer dieser Ebenen den Lauf der Dinge verändert? Fragen, die den Menschen, den Leser und auch die Schriftsteller (wie z.B. H.G. Wells) schon immer fasziniert und beschäftigt haben. Das Buch greift alle diese Fragen in Gestalt der beiden Hauptpersonen auf, die beide zwar auf ganz unterschiedliche Weise davon betroffen sind, deren Schicksale aber dennoch eng miteinander verwoben sind. Die Geschichte weist zwar zwischendurch einige Länge auf, auch das Ende musste ich zweimal lesen, um es zu verstehen, aber insgesamt ist sie schlüssig und spannend erzählt und ich bin der Geschichte von Lisavet und Amelia sehr gerne gefolgt.

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